Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › German Studies - Linguistics

Leichte Sprache als Mittel zur Barrierefreiheit. Eine vergleichende Textanalyse von Nachrichtenbeiträgen am Beispiel der MDR-Website

Title: Leichte Sprache als Mittel zur Barrierefreiheit. Eine vergleichende Textanalyse von Nachrichtenbeiträgen am Beispiel der MDR-Website

Master's Thesis , 2020 , 90 Pages , Grade: II (Master)

Autor:in: Paulina Bednarek (Author)

German Studies - Linguistics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Arbeit analysiert, inwiefern die Verwendung von Leichter Sprache zum allgemeinen Verständnis der Menschen beiträgt und damit eine Barrierefreiheit darstellt.

Dazu setzt sie sich aus einem theoretischen und einem empirischen Teil zusammen. Der erste Teil beginnt mit einer Auseinandersetzung mit dem Begriff der Kommunikation und ihren Betrachtungsweisen. Weiterhin wird die Definition der Kommunikations- beziehungsweise Sprachbarriere erklärt, dabei wird auf konkrete Typen von diesen Barrieren näher eingegangen. Das nächste Kapitel setzt sich mit dem Konzept Leichter Sprache als Mittel zur Überwindung von Sprachbarrieren auseinander. Als Einführung in das Thema wird auf den Begriff der Verständlichkeit von Texten eingegangen. Es wird zudem beleuchtet, welche Eigenschaften ein Text aufweisen soll, damit er als verständlich betrachtet werden kann. Den Inhalt dieses Kapitels bilden ferner die Begriffserläuterung von Leichter Sprache, Angaben zur Entstehung und Entwicklung des Konzepts sowie die Bestimmung dessen Zielgruppe.

Im Rahmen der empirischen Untersuchungen des Forschungsvorhabens wird eine vergleichende Analyse von ausgewählten Nachrichtenbeiträgen in der Standardsprache und deren jeweiligen Entsprechungen in Leichter Sprache durchgeführt. Die Analyse ist die Basis zur Bearbeitung der Forschungsfrage und sollte daher als eine kritische Auseinandersetzung mit der praktischen Umsetzung von LS-Regeln in LS-Texten betrachtet werden. In den einzelnen Unterkapiteln werden zunächst das Ziel der empirischen Untersuchungen und die entsprechende Forschungsfrage, die gewählte Untersuchungsmethodik und schließlich die gewonnenen Analyseergebnisse präsentiert. Das Untersuchungskorpus umfasst acht Online-Nachrichtenbeiträgen aus der Webseite des Mittlerdeutschen Rundfunks, dessen Auftrag und Beitrag zur Unterstützung von geistig Behinderten in einem separaten Unterkapitel dargestellt werden. Zum Abschluss erfolgt eine zusammenfassende Diskussion der Untersuchungsergebnisse. Die Arbeit endet mit einem Fazit und Ausblick, in dem die aus der Untersuchung hervorgehenden Schlussfolgerungen knapp zusammengefasst und kommentiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kommunikation

2.1 Betrachtungsweisen der Kommunikation

2.2 (Kommunikations-/Sprach-)Barrieren – Begriffsbestimmung

2.3 Die Barrierefreiheit und ihre rechtlichen Grundlagen

3 Leichte Sprache

3.1 Verständlichkeit von Texten

3.2 Bestimmung des Begriffs Leichte Sprache

3.3 Entstehung und Entwicklung von Leichter Sprache

3.4 Adressatengruppe und Anwendungsbereiche

3.5 Regeln für die Leichte Sprache

3.5.1 Wörter

3.5.2 Zahlen und Zeichen

3.5.3 Sätze

3.5.4 Texte

3.5.5 Gestaltung und Bilder

3.6 Zusammenfassende Zwischenbemerkungen

4 Empirische Untersuchungen

4.1 Ziele und Forschungsfrage

4.2 Untersuchungsmethodik

4.2.1 Untersuchungskorpus

4.2.1.1 Mittlerdeutscher Rundfunk

4.2.1.2 Texte

4.2.1.3 Kriterien für die Wahl von Texten

4.2.2 Untersuchungsmethoden

4.3. Darstellung der Analyseergebnisse

4.3.1 Wörter

4.3.2 Zahlen und Zeichen

4.3.3 Sätze

4.3.4 Texte

4.3.5 Gestaltung und Bilder

4.4 Diskussion der Untersuchungsergebnisse

4.4.1 Wörter

4.4.2 Zahlen und Zeichen

4.4.3 Sätze

4.4.4 Texte

4.4.5 Gestaltung und Bilder

5 Abschluss und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in einer vergleichenden Textanalyse, um zu überprüfen, inwiefern ausgewählte Nachrichtenbeiträge in Leichter Sprache die praktischen Vorgaben und Regeln zur Gestaltung barrierefreier Texte umsetzen.

  • Grundlagen der Kommunikation und Definition von Sprachbarrieren
  • Entstehung, Entwicklung und Regelwerke der Leichten Sprache
  • Zielgruppen und Anwendungsbereiche barrierefreier Kommunikation
  • Vergleichende Analyse von Nachrichtentexten (Standard- vs. Leichte Sprache)
  • Diskussion der Umsetzung von Sprachregeln in den Bereichen Lexik, Syntax und Layout

Auszug aus dem Buch

3.5.1 Wörter

Die Texte in Leichter Sprache sollen möglichst einfach sein. Folglich sollten in solchen Texten weitgehend kurze, einfache und treffende Wörter verwendet werden, die allgemein bekannt sind und zur alltägliche Sprache gehören. Das Netzwerk Leichte Sprache gibt hier für folgende Beispiele an:

• SCHLECHT – Omnibus vs. GUT – Bus;

• SCHLECHT – genehmigen vs. GUT – erlauben.

Darüber hinaus ist es auch erforderlich, dass die verwendeten Wörter nicht zu allgemein sind und den gegebenen Sachverhalt genau beschreiben, z.B.:

• SCHLECHT – Öffentlicher Nahverkehr vs. GUT – Bus und Bahn.

Wenig bekannt können auch die Fach- oder Fremdwörter sein, deshalb sollten sie ebenso vermieden werden, z.B.:

• SCHLECHT – Workshop vs. GUT – Arbeits-Gruppe.

Wenn sich jedoch ein schwer verständliches oder langes Wort nicht vermeiden lässt, dann sollte dieses erklärt werden. Solche Erklärungen können sowohl direkt im Text auftreffen, als auch an seinem Ende, z.B.:

• SCHLECHT – berufliche Rehabilitation vs. GUT: Herr Meier hat einen schweren Unfall. Jetzt lernt er einen anderen Beruf. Das schwere Wort dafür ist: berufliche Rehabilitation.

Im Falle längerer Begriffe schlägt das Netzwerk Leichte Sprache vor, einen Bindestrich zu benutzen, der die Lesbarkeit von Texten verbessern soll, z.B.:

• SCHLECHT– Bundesgleichstellungsgesetz vs. GUT – Bundes-Gleichstellungs-Gesetz.

Eine weitere Regel besagt, dass für denselben Sachverhalt im Text immer dasselbe Wort stehen sollte. Wenn man z.B. an einer Stelle das Wort Tablette verwendet, dann sollte man im weiteren Teil des Textes nicht zwischen Tablette und Pille wechseln, weil es für die Rezipienten zu kompliziert ist. Unerwünscht sind ferner Abkürzungen, z.B.:

• SCHLECHT – d.h. vs. GUT – das heißt.

Dennoch sind einige geläufige, populäre Abkürzungen, wie etwa WC oder LKW erlaubt, allerdings unter der Bedingung, dass die Prüfer ihre Zustimmung dazu geben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Relevanz von Leichter Sprache zur Überwindung von Informationsbarrieren und Darstellung des Forschungsanliegens.

2 Kommunikation: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Kommunikationsbegriff sowie Analyse verschiedener Arten von Sprach- und Kommunikationsbarrieren.

3 Leichte Sprache: Definition des Konzepts, seiner Entstehung, Zielgruppen sowie detaillierte Vorstellung der Gestaltungsregeln.

4 Empirische Untersuchungen: Durchführung und Auswertung einer vergleichenden Textanalyse von MDR-Nachrichtenbeiträgen hinsichtlich der Anwendung von LS-Regeln.

5 Abschluss und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion der Bedeutung von Leichter Sprache für die gesellschaftliche Teilhabe.

Schlüsselwörter

Leichte Sprache, Barrierefreiheit, Kommunikation, Textverständlichkeit, Nachrichtenbeiträge, Mitteldeutscher Rundfunk, Sprachbarrieren, Inklusion, Regelwerk, Textanalyse, Zielgruppe, Barrierefreie Informationstechnik, Lexik, Satzbau, Medien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die Leichte Sprache als ein Instrument der Barrierefreiheit und analysiert kritisch, wie dieses in der journalistischen Praxis, speziell bei Online-Nachrichten des MDR, umgesetzt wird.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit beleuchtet Kommunikationstheorien, die Entstehung und Entwicklung der Leichten Sprache, sowie spezifische linguistische und gestalterische Regeln für deren Anwendung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt konkret: Inwiefern werden die etablierten Regeln der Leichten Sprache in den analysierten LS-Textversionen der Nachrichtenbeiträge tatsächlich umgesetzt?

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wurde eine vergleichende qualitative Textanalyse von acht Nachrichtenbeiträgen durchgeführt, wobei jeweils die Version in Standardsprache mit der Entsprechung in Leichter Sprache gegenübergestellt wurde.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Leichten Sprache und einen empirischen Teil, in dem die Anwendung von Regeln zu Wörterwahl, Satzbau, Textstruktur und Gestaltung untersucht wird.

Welche Eigenschaften charakterisieren die Leichte Sprache laut der Arbeit?

Sie zeichnet sich durch reduzierte Syntax, einfachen Wortschatz, Vermeidung von Fremdwörtern, Verzicht auf Abkürzungen und ein barrierefreies Layout (große Schrift, 1,5-facher Zeilenabstand) aus.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR)?

Der MDR wird als positives Beispiel angeführt, das durch sein Angebot an Nachrichten in Leichter Sprache aktiv zur Teilhabe behinderter Menschen am Informationsfluss beiträgt.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Regelkonformität?

Die Analyse zeigt, dass die Regeln größtenteils beachtet werden, wobei jedoch vor allem bei der Bindestrichtrennung in Perfekt-Formen und beim Einsatz des Passivs noch Optimierungsbedarf besteht.

Excerpt out of 90 pages  - scroll top

Details

Title
Leichte Sprache als Mittel zur Barrierefreiheit. Eine vergleichende Textanalyse von Nachrichtenbeiträgen am Beispiel der MDR-Website
College
University of Lodz  (Institute of German Philology at the University of Lodz)
Course
German philology
Grade
II (Master)
Author
Paulina Bednarek (Author)
Publication Year
2020
Pages
90
Catalog Number
V907163
ISBN (eBook)
9783346255426
ISBN (Book)
9783346255433
Language
German
Tags
Leichte Sprache einfache Sprache Barrierefreiheit barrierefreie Kommunikation geistig Behinderte Partizipation easy language simple language barrier-freedom barrier-free communication people with mental disabilities participation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Paulina Bednarek (Author), 2020, Leichte Sprache als Mittel zur Barrierefreiheit. Eine vergleichende Textanalyse von Nachrichtenbeiträgen am Beispiel der MDR-Website, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/907163
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  90  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint