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Die Digitalisierung in der Versicherungswirtschaft. Chancen und Risiken einer digitalen Gesundheitsplattform

Titel: Die Digitalisierung in der Versicherungswirtschaft. Chancen und Risiken einer digitalen Gesundheitsplattform

Bachelorarbeit , 2018 , 85 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Kevin Lehr (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Nachdem das zentral von der Politik gesteuerte Projekt der elektronischen Gesundheitskarte heute von vielen Experten als gescheitert eingeschätzt wird, haben Versicherer in den letzten Jahren das Heft in die eigene Hand genommen und somit nach und nach ihre eigenen elektronischen Gesundheitsakten am Markt veröffentlicht. Auffällig ist, dass die Versicherer hierbei vor allem einen plattformorientierten Ansatz bevorzugen und diesbezüglich mit diversen Start-ups aus der Versicherungsszene bzw. mit etablierten IT-Dienstleistern, wie z.B. Vivy oder IBM, kooperieren, um den Schritt in ein digitales Gesundheitsökosystem zu meistern.

Die eGA/ePA verspricht in erster Linie eine nahtlose Vernetzung der verschiedenen Akteure im deutschen Gesundheitswesen und bietet einen großen Nutzen, wenn es darum geht, Ressourcen zu bündeln und einen Gebrauchsnutzen für den Kunden zu kreieren. Dadurch können vor allem Versicherer den Schritt vom produktorientierten zum kundenzentrierten Ansatz bewältigen und neuartige Lösungen und Services rund um die Bedürfnisse des Kunden aufbauen. Der Weg zur verstärkten Kundenzentrierung ist zukünftig für die Versicherungsbranche unausweichlich, da der heutige Versicherte bzw. Patient durch die stetige Digitalisierung und das Internet immer wissbegieriger und besser informierter ist.

Zudem hat sich das Thema Gesundheit in den letzten Jahren merklich zu einem Megatrend entwickelt und steht heute im absoluten Mittelpunkt des Menschen. Um mit Ernährung, Reisen, Arbeitsumfeld, Prävention oder Self-Tracking nur einige Schlagworte zu nennen – es ist absolut unstrittig, dass das Gesundheitsbewusststein mittlerweile weit über das bloße „sich-gut-fühlen“ oder „sich-schlecht-fühlen“ hinausgeht. Somit wird es zunehmend zu einer fortschreitenden Demokratisierung der Gesundheit kommen und gerade Leistungserbringer und Versicherer müssen sich diesbezüglich auf mögliche Verschiebungen einstellen.

Fraglich ist, inwieweit im deutschen Gesundheitssystem ein Gesundheitsökosystem entstehen kann und diverse Versicherer, Versicherte und Leistungserbringer produktiv vernetzt werden können. Es müssen die Bedürfnisse aller Akteure berücksichtigt werden, sodass positive Netzwerk- und Skaleneffekte innerhalb des Ökosystems entstehen und neuartige, digitale Lösungen im Gesundheitsmarkt etabliert werden können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung

1.3 Vorgehensweise

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Vom Produkt zur digitalen Plattform

2.2 Charakteristika und Schlüsselfaktoren von Plattformen

2.2.1 Netzwerkeffekte

2.2.2 Hohe Skalierbarkeit

2.2.3 Niedrige Transaktionskosten und günstige Grenzkosten

2.3 Die deutsche Gesundheitswirtschaft – Allgemeine Struktur und Trends

2.3.1 Der erste und der zweite Gesundheitsmarkt

2.3.2 Ineinandergreifen des ersten und zweiten Gesundheitsmarktes

2.4 Die elektronische Gesundheitsakte – Status Quo

3 Die Zukunft des deutschen Gesundheitswesens

3.1 Vom passiven Patienten zum Gesundheitskonsumenten

3.2 In Deutschland entsteht ein Gesundheitsökosystem

3.3 Positive Netzwerkeffekte im Gesundheitsökosystem

3.4 Vom produktorientierten zum kundenzentrierten Versicherer

3.5 Wettbewerbslösung vs. zentrales Politikum

4 Fallstudienorientierte Analyse anhand von quantitativen und qualitativen Experteninterviews

4.1 Forschungsmethodik

4.2 Ergebnisse

4.3 Interpretation

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Chancen und Risiken einer digitalen Gesundheitsplattform im deutschen Gesundheitswesen. Dabei wird untersucht, inwiefern die Einführung einer elektronischen Gesundheitsakte (eGA) als Basis für ein neues Gesundheitsökosystem dienen kann und wie Versicherer ihren Wandel vom produkt- zum kundenzentrierten Akteur meistern können.

  • Plattformökonomie im Gesundheitssektor
  • Transformation des deutschen Gesundheitswesens
  • Die Rolle der elektronischen Gesundheitsakte (eGA)
  • Kundenorientierung und Gesundheitskonsum
  • Netzwerkeffekte und Innovationsfähigkeit

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Netzwerkeffekte

Digitale Plattformen verknüpfen üblicherweise zwei oder mehr Akteursgruppen und stellen eine offene Infrastruktur mit bestimmten Rahmenbedingungen und Regeln bereit, um Interaktionen zwischen den jeweiligen Akteuren zu ermöglichen. Dabei gilt: Je größer die jeweiligen Gruppen sind, desto mehr Interaktionen können generiert werden, was wiederum maßgeblich zum Erfolg einer Plattform beiträgt. Dabei nehmen im Vergleich zu einer Pipeline verschiedene Akteure an der Wertschöpfung teil. Entscheidend ist jedoch, dass das Verhältnis von Anbietern und Kunden möglichst gleichmäßig wächst, da sonst kein effektiver und effizienter Austausch stattfinden kann. In diesem Zusammenhang spricht man vom Netzwerkeffekt.

Ein Netzwerkeffekt beschreibt die Auswirkung, die die Anzahl der Akteure einer Plattform auf den tatsächlichen Nutzen jedes einzelnen Nutzers hat. Das heißt, dass die Attraktivität einer Plattform mit jedem weiteren, neuen Nutzer steigt, da mit ihm ein zusätzlicher potenzieller Transaktionspartner hinzukommt.

Des Weiteren unterscheidet man zwischen positiven und negativen Netzwerkeffekten. Positive Netzwerkeffekte entstehen durch eine gut gemanagte Plattform, wobei eine steigende Anzahl der User positive Auswirkungen auf die Wertschöpfung eines einzelnen Users hat. Negative Netzwerkeffekte hingegen beschreiben den Fall, dass sich mit jedem weiteren Nutzer auf einer Plattform die Wertschöpfung für einen einzelnen User verringert. Positive Netzwerkeffekte stellen für einen Plattformbetreiber den entscheidenden Wettbewerbsvorteil dar, da diese dafür sorgen, dass der Wert der Plattform exponentiell ansteigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Digitalisierung im Gesundheitswesen ein und beschreibt die Problemstellung, die Forschungsziele sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.

2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die Konzepte der Plattformökonomie, deren Charakteristika (wie Skalierbarkeit und Netzwerkeffekte) sowie die Strukturen des deutschen Gesundheitsmarktes und der aktuelle Stand der elektronischen Gesundheitsakte (eGA) erläutert.

3 Die Zukunft des deutschen Gesundheitswesens: Dieses Kapitel beleuchtet den Wandel vom Patienten zum Gesundheitskonsumenten und diskutiert die Entwicklung eines Gesundheitsökosystems sowie die Notwendigkeit einer kundenzentrierten Strategie für Versicherer.

4 Fallstudienorientierte Analyse anhand von quantitativen und qualitativen Experteninterviews: Es folgt eine empirische Untersuchung durch Experteninterviews, die sowohl methodisch hergeleitet als auch in ihren Ergebnissen und Interpretationen detailliert dargestellt wird.

5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die Potenziale und Herausforderungen der eGA als Instrument zur Stärkung der Kundenbindung und Effizienzsteigerung.

Schlüsselwörter

Digitalisierung, Gesundheitswesen, elektronische Gesundheitsakte, eGA, Plattformökonomie, Netzwerkeffekte, Gesundheitsökosystem, Gesundheitskonsument, Kundenzentrierung, Versicherer, Innovation, digitale Transformation, Datenschutz, Datensicherheit, E-Health

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Versicherungswirtschaft, mit speziellem Fokus auf die Chancen und Risiken einer elektronischen Gesundheitsakte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf Plattformmodellen, dem Wandel des Gesundheitsmarktes, der Rolle der elektronischen Gesundheitsakte und der Entwicklung von Gesundheitsökosystemen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, ob und wie die elektronische Gesundheitsakte als technologische und strategische Basis für ein neues Gesundheitsökosystem fungieren kann, das Mehrwerte für alle Akteure schafft.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus einer theoretischen Literaturanalyse und einer fallstudienorientierten empirischen Untersuchung mittels Experteninterviews.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Plattformökonomie, die Zukunft des Gesundheitsmarktes und eine detaillierte Auswertung von Experteninterviews mit Branchenkennern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Digitalisierung, Gesundheitsökosystem, elektronische Gesundheitsakte, Plattformökonomie und Netzwerkeffekte.

Wie unterscheidet der Autor zwischen dem ersten und zweiten Gesundheitsmarkt?

Der erste Gesundheitsmarkt umfasst die medizinische Versorgung, die durch gesetzliche und private Krankenkassen finanziert wird, während der zweite Markt privat finanzierte Leistungen wie Fitness, Wellness und frei verkäufliche Produkte beinhaltet.

Warum ist das Thema "Kundenzentrierung" für Versicherer so relevant?

Da die Erwartungen der Patienten durch die fortschreitende Digitalisierung steigen, müssen Versicherer ihre Rolle von reinen Produktanbietern hin zu aktiven Gesundheitsbegleitern wandeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Wie bewerten die befragten Experten das Potenzial von Netzwerkeffekten im Gesundheitswesen?

Die Experten sind sich weitgehend einig, dass Netzwerkeffekte entscheidend für den Erfolg von Gesundheitsplattformen sind, da sie eine effiziente Vernetzung und einen Mehrwert für alle Beteiligten durch gebündelte Ressourcen ermöglichen.

Ende der Leseprobe aus 85 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Digitalisierung in der Versicherungswirtschaft. Chancen und Risiken einer digitalen Gesundheitsplattform
Hochschule
Hochschule Fresenius; Köln
Note
1,3
Autor
Kevin Lehr (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
85
Katalognummer
V907200
ISBN (eBook)
9783346216588
ISBN (Buch)
9783346216595
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Versicherung Digitalisierung Plattform Industrie Plattformökonomie Versicherungswirtschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kevin Lehr (Autor:in), 2018, Die Digitalisierung in der Versicherungswirtschaft. Chancen und Risiken einer digitalen Gesundheitsplattform, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/907200
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Leseprobe aus  85  Seiten
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