Die Arbeit beschäftigt sich mit den Brexit Verhandlungen, sowie den bereits resultierten und möglichen zukünftigen Folgen und Auswirkungen des EU-Austrittes des Vereinigten Königreiches.
Bereits kurz nach dem Beitritt des Vereinigten Königreiches in die Europäische Union (EU) im Jahre 1973 zeichnete sich eine problematische Beziehung des Landes zu dem Bündnis ab. So kam es 1975 erstmals zu einer Abstimmung, bei der die Bürger des Vereinigten Königreiches über ein mögliches Ausscheiden aus dem Bündnis entschieden. Im Laufe seiner Mitgliedschaft handelte das Vereinigte Königreich immer wieder Sonderregelungen mit der EU aus, die die Diskrepanzen innerhalb der britisch-europäischen Beziehung jedoch nie vollständig überwinden konnten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Formen des Austritts
2.1 Brexit mit Austrittsabkommen
2.1.1 Übergangsphase und Handelsabkommen
2.1.2 Bürgerrechte
2.1.3 Finanzverpflichtungen
2.1.4 Gibraltar-Regelung
2.1.5 Umgang mit der inneririschen Grenze
2.2 No-Deal-Szenario
3. Auswirkungen des Brexits
3.1 Gesellschaftliche Folgen
3.1.1 Migration
3.1.2 Schottische Identität
3.2 Wirtschaftliche Folgen
3.2.1 Auswirkungen auf den Luftverkehr
3.2.2 Auswirkungen auf den Finanzsektor mit Blick auf das Bankenwesen
4. Konklusion
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert die komplexen Brexit-Verhandlungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union sowie die daraus resultierenden gesellschaftlichen und ökonomischen Konsequenzen. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf den Auswirkungen für den Luftverkehr, den Finanzsektor, das Migrationswesen und die Identitätspolitik innerhalb des Vereinigten Königreichs.
- Analyse der Formen des Austritts (mit Abkommen vs. No-Deal-Szenario)
- Untersuchung gesellschaftlicher Folgen (Migration und regionale Identitätsfragen)
- Bewertung ökonomischer Auswirkungen am Beispiel der Luftfahrt
- Evaluierung der Folgen für den Finanzstandort London
- Betrachtung der politischen Souveränitätsfragen im Kontext der EU-Mitgliedschaft
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Auswirkungen auf den Luftverkehr
Die EU zielte mit der Schaffung des Luftverkehrsbinnenmarktes auf einen stärkeren Wettbewerb und ein höheres Wachstum in der Flugbranche ab. Teilnehmende Fluggesellschaften müssen unter anderem vorweisen können, dass sie von Eigentümern aus einem der Mitgliedsstaaten kontrolliert werden und sich der Hauptsitz des Unternehmens in einem der Mitgliedsstaaten befindet. Die Zahl der Beförderten durch den Luftverkehr stieg zwischen 1995 und 2014 erfolgreich um 74%, wodurch dieser den größten Anstieg aller Beförderungsarten verzeichnen konnte. Ryanair und easyJet können, dank des Binnenmarkts, Flüge zwischen zwei EU-Mitgliedstaaten anbieten. Dies war ein wichtiger Faktor für ihren wirtschaftlichen Aufstieg, denn zuvor musste entweder das Start- oder Zielland der Hauptsitz der Fluggesellschaft sein. Aufgrund dieser Regelung wurde der Wettbewerb angeregt und die Monopolisten der jeweiligen Staaten sind seitdem höherer Konkurrenz ausgesetzt. Zwar tritt durch den Brexit nur eines von insgesamt 28 Staaten aus der EU aus, aber ein Viertel der innereuropäischen Flüge sind potenziell von dem Brexit betroffen – darunter 42% aller Flüge von Ryanair und 39% der Flüge von easyJet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über die britisch-europäische Beziehung seit 1973 und erläutert den Anlass sowie die Zielsetzung der Arbeit vor dem Hintergrund der Brexit-Verhandlungen bis Ende 2019.
2. Formen des Austritts: Es werden die verschiedenen Austrittsszenarien, insbesondere das ausgehandelte Austrittsabkommen mit seinen Übergangsregelungen sowie die Risiken eines No-Deal-Szenarios, detailliert erörtert.
3. Auswirkungen des Brexits: Dieses Hauptkapitel beleuchtet die gesellschaftlichen Folgen hinsichtlich Migration und schottischer Identität sowie die ökonomischen Konsequenzen für den Luftverkehr und den Finanzsektor.
4. Konklusion: Das Fazit fasst zusammen, dass der Brexit trotz des Austritts keine endgültige Lösung der innerbritischen Probleme darstellt, sondern neue Herausforderungen für die Souveränität und die wirtschaftliche Stabilität schafft.
Schlüsselwörter
Brexit, Europäische Union, Vereinigtes Königreich, Austrittsabkommen, No-Deal-Szenario, Luftverkehr, Finanzsektor, Migration, Nordirland, Schottland, Binnenmarkt, Zollunion, Souveränität, Handelspolitik, Wirtschaftsfolgen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit untersucht die Folgen und Auswirkungen des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union, basierend auf den politischen und ökonomischen Entwicklungen zum Stand November 2019.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?
Die zentralen Felder sind die Austrittsmodalitäten, die gesellschaftliche Entwicklung (insbesondere Migration und nationale Identitäten) sowie spezifische ökonomische Sektoren wie Luftfahrt und Finanzwesen.
Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?
Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie sich der Brexit auf das Vereinigte Königreich auswirkt und welche wirtschaftlichen sowie gesellschaftlichen Konsequenzen durch verschiedene Austrittsszenarien entstehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär genutzt?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse und Auswertung von Sekundärquellen, politischen Dokumenten, Verträgen sowie aktuellen Wirtschaftsberichten und Nachrichten.
Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Austrittsformen (Abkommen vs. No-Deal), sozio-politische Folgen wie die Situation in Nordirland und Schottland sowie eine sektorspezifische Analyse der Flugbranche und des Bankwesens.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Brexit, EU-Binnenmarkt, No-Deal-Szenario, Handelsabkommen und wirtschaftliche Stabilität gekennzeichnet.
Wie verändert der Brexit die Position des Finanzsektors in London?
London verliert seinen Status als exklusives Tor zum europäischen Binnenmarkt, was Banken zwingt, ihre Strukturen anzupassen und teilweise Kapazitäten in andere EU-Städte, wie beispielsweise Frankfurt, zu verlagern.
Welche Bedeutung hat das irische Grenzproblem für den Brexit-Prozess?
Die Grenzfrage ist ein zentraler Konfliktpunkt, da sie historische Spannungen zwischen Bevölkerungsgruppen in Nordirland berührt und eine offene Grenze bei gleichzeitigem EU-Austritt eine politische Herausforderung für alle Verhandlungsparteien darstellt.
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- Anonym (Author), 2019, Der Brexit und seine gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/907606