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Wie kommen Unternehmen an die Börse?

Title: Wie kommen Unternehmen an die Börse?

Seminar Paper , 2006 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Souad Inibi (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Der Börsengang für ein Unternehmen ist eine wichtige Angelegenheit und verlangt eine lange
Überlegung. Der Erfolg oder Misserfolg, des Börsenganges, ist entscheidend für die Zukunft
des Unternehmens. Die Einbeziehung von Aktien stellt ein Unternehmen auf eine breitere
Eigenkapitalbasis. Ein Vorteil für den Börsengang, auch Initial public offering oder going
public genannt, ist der schnelle Wachstum und ein besserer Bestand im internationalen Wettbewerb. Dieser Schritt sollte daher auch nur dann getan werden, wenn das Unternehmen
auch ausreichend dafür gerüstet und das Marktumfeld günstig ist. Ist das Unternehmen personell
und strukturell noch nicht gefestigt, kann die Vorbereitung des Börsengangs dazu führen,
dass das operative Geschäft leidet und dadurch die Attraktivität des Unternehmens für den
Anleger. Unternehmen arbeiten generell mit zwei Finanzierungsarten. Das Eigenkapital und
das Fremdkapital. Das Eigenkapital trägt im speziellen Maß das unternehmerische Risiko,
dementsprechend sind die Verzinsungserwartungen der Investoren hoch. Ein Finanzierungsmix,
indem Eigen- und Fremdkapital individuell gewichtet sind, führen langfristig zu niedrigen
Kapitalkosten. Börsennotierte Unternehmen sind in der Öffentlichkeit wesentlich präsenter
als andere Unternehmen. Medien berichten über die Unternehmensentwicklung und die
Narichtenagenturen wirken als Multiplikatoren für das Unternehmen. Die Präsenz in den Medien
steigert allerdings auch das Interesse an Neukunden. Eine Börsennotierung verbessert die
Kreditwürdigkeit, denn Kreditgeber können bei der Bonitätsprüfung auf ein höheres Eigenkapital
zugreifen.
In dieser Hausarbeit zu dem Thema „Wie kommen Unternehmen an die Börse“ stelle ich den
Börsengang an der Deutschen Börse vor. Außerdem werde ich im 5. Kapitel das Thema „Underpricing“
behandeln. Die Börse ist ein organisierter Markt für Aktien, Anleihen, Devisen oder bestimmte Waren.
Zu bestimmten Handelszeiten werden von Maklern Kurse festgesetzt. Durch Angebot und
Nachfrage kommt dadurch ein Handel zustande. Die Preisbildung an der Börse geschieht unter
Beaufsichtigung von Handelsüberwachungsstellen. Die Handelsüberwachungsstelle ist ein
Börsenorgan, welches von einer Wertpapierbörse unter Beachtung von Maßnahmen der Börsenaufsichtsbehörde eingerichtet und betrieben wird. In Deutschland gibt es sieben Börsenplätze.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Problemstellung

2 Börse und Unternehmen

2.1 Zulassungsanforderungen

3 Gründe für ein Going Public

4 Börsenreife

5 Bewertungsgrundlagen und Emissionspreisfindung

5.1 Vorbereitende Tätigkeiten

5.2 Ermittlung des Emissionspreises auf Basis des Kurs-Gewinn-Verhältnisses

6 Underpricing als Instrument beim Going Public

6.1 Entstehung des Underpricing-Phänomens

6.2 Hypothesen für ein Underpricing

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess des Börsengangs von Unternehmen, beleuchtet die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Going Public und analysiert kritisch das Phänomen des Underpricings im Rahmen der Emissionspreisfindung.

  • Grundlagen des Börsenhandels und Zulassungsvoraussetzungen
  • Motive für den Gang an die Börse
  • Verfahren der Emissionspreisfindung (Bookbuilding vs. Festpreis)
  • Analyse und theoretische Erklärungsansätze für das Underpricing-Phänomen

Auszug aus dem Buch

6 Underpricing als Instrument beim Going Public

In der Literatur existiert keine einheitliche Definition für den Begriff Underpricing. Im allgemeinen kann man Underpricing als Differenz zwischen dem Emissionspreis und späterem, ersten Sekundärmarktpreis beschreiben (ex-post-Definition) oder die systematische negative Preisabweichung zwischen dem Emissionskurs (Primärmarkt) und dem 1. Börsenkurs (Sekundärmarkt). Im deutschsprachigen Raum wird Underpricing auch als Emissionsrendite oder Zeichnungsrendite definiert. Im Englischen wird der Sachverhalt als „money left on the table“ bezeichnet.

Bei der theoretischen und empirischen Erforschung der Finanzmärkte existieren bis heute einige ungeklärte Fragen, für welche die Forschung noch keine wirklich überzeugende Antwort gefunden hat. So kann man selbst in den äußerst liquiden und straff organisierten Märkten in den USA beobachten, dass der Emissionspreis neuemittierter Wertpapiere oftmals erheblich unter den ersten notierten Börsenkurs liegen. Dieses Underpricing-Phänomen wurde erstmals 1969 durch eine empirische Untersuchung bei Aktienemission von Reilly und Hatfield empirisch belegt. Somit stammen die Hypothesen zur Erklärung des Underpricing-Phänomens überwiegend aus den USA.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Problemstellung: Hinführung zum Thema Börsengang und Darlegung der Bedeutung für Unternehmen sowie Definition der zentralen Fragestellung.

2 Börse und Unternehmen: Erläuterung der Börsenfunktionen und der spezifischen Anforderungen, die an Unternehmen für eine Börsenzulassung gestellt werden.

3 Gründe für ein Going Public: Analyse der strategischen Beweggründe wie Kapitalzufuhr, Wachstumsfinanzierung und Imagegewinn.

4 Börsenreife: Abgrenzung von objektiven und subjektiven Kriterien, die ein Unternehmen erfüllen muss, um die Börsenfähigkeit zu erlangen.

5 Bewertungsgrundlagen und Emissionspreisfindung: Darstellung der Preisfindungsverfahren und der Anwendung des Kurs-Gewinn-Verhältnisses als Bewertungskennzahl.

6 Underpricing als Instrument beim Going Public: Untersuchung des Phänomens der systematischen Unterbewertung bei Neuemissionen und Diskussion verschiedener theoretischer Erklärungsmodelle.

7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Vor- und Nachteile eines Börsengangs, insbesondere für mittelständische Unternehmen.

Schlüsselwörter

Börsengang, Going Public, Initial Public Offering, Emission, Underpricing, Emissionspreis, Bookbuilding-Verfahren, Festpreisverfahren, Kurs-Gewinn-Verhältnis, Kapitalerhöhung, Börsenreife, Eigenkapital, Finanzierung, Unternehmensbewertung, Wertpapierbörse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Prozess, wie Unternehmen erfolgreich an die Börse gehen und welche ökonomischen Mechanismen dabei, insbesondere bei der Preisbildung, eine Rolle spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Zulassungsvoraussetzungen, den strategischen Motiven für ein Going Public und der wissenschaftlichen Analyse des Underpricing-Phänomens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den organisatorischen Ablauf eines Börsengangs zu skizzieren und zu verstehen, warum Emissionskurse bei Erstnotizen häufig unter dem späteren Marktwert liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die auf empirischen Studien und theoretischen Hypothesen zur Finanzmarktforschung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Voraussetzungen der Börsenzulassung, die Bewertungsmethoden, den Vergleich zwischen Bookbuilding und Festpreisverfahren sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Underpricing.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Börsengang, IPO, Underpricing, Emissionsvolumen, Kapitalerhöhung und Unternehmensbewertung.

Was unterscheidet das Bookbuilding-Verfahren vom Festpreisverfahren?

Beim Bookbuilding wird der Preis durch eine dynamische Nachfrageanalyse während der Zeichnungsfrist ermittelt, während beim Festpreisverfahren der Preis vorab festgeschrieben wird, was ein höheres Risiko für die Konsortialbanken birgt.

Warum betreiben Unternehmen bewusst Underpricing?

Gemäß der Reputationshypothese kann ein bewusst niedriger Ausgabepreis zu einer positiven Berichterstattung in der Wirtschaftspresse führen, was dem Unternehmen langfristig durch eingesparte Marketingkosten zugutekommt.

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Details

Title
Wie kommen Unternehmen an die Börse?
College
University of Applied Sciences Frankfurt am Main
Grade
2,0
Author
Souad Inibi (Author)
Publication Year
2006
Pages
16
Catalog Number
V90851
ISBN (eBook)
9783638053051
ISBN (Book)
9783638945615
Language
German
Tags
Unternehmen Börse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Souad Inibi (Author), 2006, Wie kommen Unternehmen an die Börse?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90851
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