Diese Arbeit beschreibt die Kompetenzfelder der ökonomischen Bildung und erläutert, was ein Wirtschaftsbürger ausmacht. Dies wird anschließend auf die Mittelschule bezogen. Daraufhin wird ein Unterrichtsentwurf erstellt. Schülerinnen und Schüler müssen in der heutigen, von Wirtschaft und Arbeit geprägten Welt bestehen. Schülerinnen und Schüler müssen mit zunehmendem Alter auch Kaufverträge abschließen oder ihre Rechte in kleinen Jobs wahrnehmen können. Sie erlernen dies an den meisten Schulformen allerdings nicht. An der Mittelschule in Bayern tun sie dies allerdings schon. Die Bildung, um in der wirtschaftlich geprägten Gesellschaft zu bestehen, wird hier gelehrt.
Im LehrplanPlus in Bayern heißt es hier, dass die SuS im Fach Wirtschaft und Beruf die Gegenstandsbereiche Arbeit, Wirtschaft, Recht und Berufsorientierung lernen. Dabei setzen sie sich mit den wichtigen Tatsachen und Zusammenhängen der Arbeits- und Wirtschaftswelt auseinander. Hier wird auch mit der Berufsagentur für Arbeit und dessen Einrichtungen für die Berufsorientierung kooperiert. Um in der von Wirtschaft und Arbeit geprägten Welt zu bestehen, brauchen die Schülerinnen und Schüler das Wissen um ihre Rechten und Pflichten in der Alltags- und Wirtschaftswelt. Ebenso brauchen sie eine grundlegende Bildung über die wirtschaftlichen Zusammenhänge, die sogenannte ökonomische Bildung. Dies macht den Schüler oder die Schülerin zum Wirtschaftsbürger, wie diese Ausarbeitung zeigen wird.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung: Wirtschaft im Unterricht
Die ökonomische Bildung
Der Schüler als mündiger Wirtschaftsbürger
Die Lernziele im Bereich des Wirtschaftsbürgers im Schulfach Wirtschaft und Beruf an Haupt-/Mittelschulen
Fachmethoden, um die SuS zu mündigen Verbrauchern zu erziehen
Unterrichtseinheit: Grundwissen als Lohn- und Gehaltsempfänger
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der ökonomischen Bildung an bayerischen Mittelschulen mit dem Ziel, Schülerinnen und Schüler zu mündigen Wirtschaftsbürgern zu erziehen. Dabei wird analysiert, wie das Fach „Wirtschaft und Beruf“ die Lernenden auf ihre zukünftigen Rollen im Wirtschaftsleben vorbereitet und welche methodischen Ansätze, insbesondere das Rollenspiel und die Projektmethode, zur Förderung der Handlungskompetenz beitragen.
- Ökonomische Bildung als Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe
- Rollenverständnis des Wirtschaftsbürgers im Kontext der Lebenswelt
- Kompetenzorientierung im bayerischen LehrplanPlus
- Methoden der Verbrauchererziehung (Projektmethode, Rollenspiel)
- Praktische Umsetzung: Unterrichtseinheit zur Gehaltsverhandlung
Auszug aus dem Buch
Fachmethoden, um die SuS zu mündigen Verbrauchern zu erziehen
Es gibt die verschiedensten Methoden, Schülerinnen und Schüler zu mündigen Verbrauchern zu erziehen. Hier hat allerdings besonders die Handlungsorientierung, die Selbsttätigkeit und die Reflektion eine hohe Bedeutung. Als einfache Methode bietet sich das Beobachten und Befragen im eigenen Haushalt an. Beispielsweise stellen sich die SuS die Frage, warum nicht wesentlich mehr Süßigkeiten gekauft werden. Hier bieten sich ein Haushaltsbuch, oder Protokolle an, um diese zu reflektieren und zu analysieren (vgl. SchulministeriumNRW: 25).
Eine besonders schwerwiegende Bedeutung für das Thema der Verbrauchererziehung hat die Projektmethode. Die Projektmethode zielt auf eine handlungsorientierte, aber auch selbstständige und vor allem eigenständige und reflexive Vermittlung von Wissen. Die Wesensmerkmale der Projektmethode sind neben der Handlungsorientierung die Interdisziplinarität, welche die Verbraucherbildung einschließen lässt, aber auch die Schülerorientierung, der Gesellschaftsbezug und die Teamarbeit (vgl. Kaiser/Kaminski 1999: 280). Die Projektmethode orientiert sich an der vollständigen Handlung: Handlungsziel, Handlungsplan, Handlungsdurchführung, Handlungsbewertung, Verinnerlichung (vgl. GUDJONS 2008: 50). Im Zusammenhang mit der Verbraucherbildung hat diese Methode Potential die Mündigkeit und die Verbraucherbildung zu stärken.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Wirtschaft im Unterricht: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit ökonomischer Grundkenntnisse für Schülerinnen und Schüler, um in einer von Wirtschaft und Arbeit geprägten Gesellschaft bestehen zu können.
Die ökonomische Bildung: Es wird definiert, dass ökonomische Bildung als pädagogisches Bemühen zu verstehen ist, junge Menschen zu einer selbstständigen Teilhabe am Wirtschaftsleben zu befähigen.
Der Schüler als mündiger Wirtschaftsbürger: Hier werden die verschiedenen Rollen wie Erwerbstätiger, Konsument und Wirtschaftsbürger im Kontext der individuellen Lebenswelt der Schüler diskutiert.
Die Lernziele im Bereich des Wirtschaftsbürgers im Schulfach Wirtschaft und Beruf an Haupt-/Mittelschulen: Das Kapitel beschreibt, wie der bayerische LehrplanPlus darauf abzielt, Schülerinnen und Schüler auf ihre zukünftigen Rollen in der Arbeits- und Wirtschaftswelt vorzubereiten.
Fachmethoden, um die SuS zu mündigen Verbrauchern zu erziehen: Diese Ausführungen fokussieren auf handlungsorientierte Unterrichtsmethoden wie das Rollenspiel und die Projektmethode zur Förderung der Mündigkeit.
Unterrichtseinheit: Grundwissen als Lohn- und Gehaltsempfänger: In diesem Kapitel wird ein konkretes Unterrichtsbeispiel zur Gehaltsverhandlung vorgestellt, das theoretisches Wissen mit praktischer Anwendung verbindet.
Schlüsselwörter
Ökonomische Bildung, Wirtschaftsbürger, Verbraucherbildung, Mittelschule, LehrplanPlus, Handlungsorientierung, Projektmethode, Gehaltsverhandlung, Mündigkeit, Wirtschaft und Beruf, Kompetenzorientierung, Erwerbstätigkeit, Partizipation, Finanzkompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Bildung an bayerischen Mittelschulen und dem Ziel, Jugendliche zu einer verantwortungsbewussten Teilnahme am Wirtschaftsleben zu befähigen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Verbraucherbildung, dem Verständnis von Arbeitsverhältnissen, dem Rollenbild des Wirtschaftsbürgers sowie didaktischen Methoden im Fach „Wirtschaft und Beruf“.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Schüler durch gezielte Bildungsangebote zu „mündigen Wirtschaftsbürgern“ entwickelt werden können, die ihre Rechte und Pflichten kennen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit stützt sich auf eine fachdidaktische Analyse aktueller Lehrpläne und erprobt handlungsorientierte Lehrmethoden wie das Rollenspiel.
Was umfasst der Hauptteil?
Der Hauptteil analysiert das theoretische Konzept der ökonomischen Bildung, die Anforderungen des LehrplanPlus und präsentiert eine praktische Unterrichtseinheit zur Thematik Lohn- und Gehaltsempfänger.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen ökonomische Mündigkeit, Handlungskompetenz, Verbrauchererziehung und das Kompetenzstrukturmodell des Faches Wirtschaft und Beruf.
Wie unterscheidet sich der Wirtschaftsbürger vom Konsumenten?
Während der Konsument primär als Käufer oder Nutzer auftritt, agiert der Wirtschaftsbürger zusätzlich als Steuerzahler, Empfänger staatlicher Leistungen und als politisch Beteiligter an der Wirtschaftspolitik.
Warum ist die Projektmethode für dieses Thema besonders relevant?
Die Projektmethode fördert laut der Arbeit die Selbsttätigkeit, Teamarbeit und Reflexion, was essenziell ist, um komplexes wirtschaftliches Handeln eigenständig zu verstehen und anzuwenden.
- Arbeit zitieren
- Chris K. (Autor:in), 2020, Der Schüler als mündiger Wirtschaftsbürger mit ökonomischer Bildung. Überblick über Fachmethoden und Wirtschaft im Unterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/908607