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Schmerzen und der Einsatz von Opioiden

Können sie einer Manifestierung des Schmerzgedächtnisses effektiv entgegenwirken?

Titel: Schmerzen und der Einsatz von Opioiden

Facharbeit (Schule) , 2018 , 16 Seiten , Note: 1

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Medizin - Therapie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Schularbeit wird zunächst sehr zugänglich auf die Entstehung und Klassifizierung von Schmerz eingegangen, um auf Grundlage dessen zu untersuchen, ob eine Therapie mit Stufe I-III Opioden bei der Behandlung von chronischen Schmerzen ein langfristig befriedigendes Ergebnis erzielen kann. Hierzu werden verschiedene Studien betrachtet und miteinander verglichen, um ein differenziertes Fazit zu ziehen.

Es soll der Einsatz von Opioiden bei nicht tumorbedingten Schmerzen auf ihre Effektivität geprüft und dabei auf die Einsatzmöglichkeiten der Analgesie, sprich der Hemmung von Schmerzen, durch Opioide eingegangen werden.

Insbesondere soll sowohl die Effekte einer präventiven Therapie, als auch die einer Therapie bei bereits Schmerzkranken untersucht werden, unter Berücksichtigung des erstgestellten Ziels jeder Schmerztherapie, nämlich der Erhaltung beziehungsweise Verbesserung der Lebensqualität.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Die Entstehung von Schmerz

2.1 Differenzierung akuter und chronischer Schmerzen

2.2 Entstehung des Schmerzgedächtnisses

3 Opioide als Analgetikum

3.1 Auswirkung von Opioiden auf den menschlichen Körper

3.2 Die Opioid-Therapie

3.3 Vorbeugung eines Schmerzgedächtnisses

3.4 Einfluss von Opioiden auf die Langzeit Potenzierung

4 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Projektarbeit untersucht die Effektivität von Opioiden bei der Behandlung von nicht tumorbedingten Schmerzen, mit dem primären Ziel zu klären, ob diese Medikamente zur Hemmung oder Löschung eines manifestierten Schmerzgedächtnisses beitragen können, ohne die Lebensqualität des Patienten zu beeinträchtigen.

  • Physiologische Mechanismen der Schmerzentstehung und Chronifizierung
  • Wirkweise von Opioiden und das WHO-Stufenschema
  • Präventive Ansätze zur Vermeidung von Schmerzgedächtnissen
  • Kritische Analyse kontroverser Studienergebnisse zur Langzeit-Potenzierung
  • Abwägung von therapeutischem Nutzen und Risiken wie Abhängigkeit und Nebenwirkungen

Auszug aus dem Buch

2.2 Entstehung des Schmerzgedächtnisses

Werden akute Schmerzen über einen längeren Zeitraum nicht entsprechend behandelt, kann sich im ZNS eine Hyperalgesie ausbilden. Dies geschieht, da die betroffenen Nervenzellen größer werden und sich ein sogenanntes Schmerzgedächtnis ausbildet. Dieser Prozess wird auch Langzeit-Potenzierung, kurz LTP, genannt und ist vergleichbar mit dem kognitiven Lernen. [15]

Wie schon erwähnt, strömen bei einem einkommenden Aktionspotenzial Calcium-Ionen aus der Umgebung in das Endköpfchen der Synapse. Bei sehr langen, hefigen Schmerzen jedoch, sorgen diese Calcium-Ionen dafür, dass die Nervenzellen im Rückenmark neue Kontakte zu weiteren Synapsen schließen. Jüngste Forschungen haben gezeigt, dass der hohe Einstrom von Calcium-Ionen dafür sorgt, dass diese Ionen auch in den Zellkern der Nervenzelle gelangen. Dort sorgen sie für eine epigenetische Änderung, das heißt, sie nehmen Einfluss darauf, welche Gene aktiviert oder deaktiviert werden. In diesem Fall deaktivieren sie die Genfamilie, welche für die Regulation der Ausbildung neuer Verbindungen zwischen den Synapsen verantwortlich ist. Dies führt zu einer hohen Anzahl an neuen Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Folglich entwickelt der Betroffene aufgrund der effektiveren Schmerzweiterleitung durch neue Synapsenverbindungen eine Hyperalgesie.

Eine tierexperimentelle Studie der Universität Heidelberg hat gezeigt, dass bei Ratten, bei denen die erbgutsverändernde Wirkung von Calcium-Ionen im Zellkern geblockt wurde, trotz induzierter, chronischer Entzündungen keine LTP stattfand. Eine Hyperalgesie konnte somit erfolgreich unterbunden werden. [16]

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Einleitung in die Problematik chronischer Schmerzen und Erläuterung des Ziels, den Einsatz von Opioiden hinsichtlich ihrer Effektivität und Präventionsmöglichkeiten zu untersuchen.

2 Die Entstehung von Schmerz: Detaillierte Darstellung der neurophysiologischen Grundlagen von Schmerz, von der Nozizeption bis hin zur Schmerzmodulation und Chronifizierung im ZNS.

2.1 Differenzierung akuter und chronischer Schmerzen: Abgrenzung von Schmerz als Warnsignal bei akuten Verletzungen gegenüber dem eigenständigen Krankheitsbild des chronischen Schmerzsyndroms.

2.2 Entstehung des Schmerzgedächtnisses: Erläuterung der Langzeit-Potenzierung (LTP) als Prozess der synaptischen Veränderung, der zu einer dauerhaften Schmerzüberempfindlichkeit führt.

3 Opioide als Analgetikum: Einführung in die Wirkstoffgruppe der Opioide, ihre Klassifizierung und die Bindung an körpereigene Opioidrezeptoren.

3.1 Auswirkung von Opioiden auf den menschlichen Körper: Analyse der Rezeptoraktivierung (µ1, µ2, κ) und deren Einfluss auf die Signaltransduktion sowie mögliche Nebenwirkungen wie Sedierung und Atemdepression.

3.2 Die Opioid-Therapie: Vorstellung des WHO-Stufenschemas als therapeutisches Gerüst und Diskussion der verschiedenen Verabreichungsformen von Opioidanalgetika.

3.3 Vorbeugung eines Schmerzgedächtnisses: Diskussion theoretischer Ansätze zur frühzeitigen Schmerzbehandlung und präventiven Analgesie bei absehbaren Schmerzereignissen wie Operationen.

3.4 Einfluss von Opioiden auf die Langzeit Potenzierung: Kritische Gegenüberstellung von Studien, die teils eine Löschung des Schmerzgedächtnisses zeigen, teils eine Förderung der Hyperalgesie durch Mikroglia-Aktivierung belegen.

4 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Opioid-Therapie bei nicht tumorbedingten Schmerzen unter Berücksichtigung von Abhängigkeitsrisiken und der Notwendigkeit einer individuellen Therapieentscheidung.

Schlüsselwörter

Opioide, Schmerzgedächtnis, Langzeit-Potenzierung, Chronifizierung, Hyperalgesie, Analgesie, WHO-Stufenschema, Neurophysiologie, Nozizeptoren, Schmerztherapie, Abhängigkeitspotenzial, Mikroglia, Prävention, Lebensqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Projektarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit von Opioiden bei der Behandlung chronischer Schmerzen und der theoretischen Möglichkeit, damit ein manifestiertes Schmerzgedächtnis zu beeinflussen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Schwerpunkte sind die physiologische Schmerzentstehung, die pharmakologische Wirkweise von Opioiden, die Chronifizierung von Schmerzen und die Bewertung der Opioid-Therapie anhand aktueller Forschungsergebnisse.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu prüfen, ob Opioide effektiv zur Hemmung oder Rückbildung von Schmerzgedächtnissen eingesetzt werden können, ohne dabei die Lebensqualität der Patienten durch Nebenwirkungen oder Abhängigkeiten zu gefährden.

Welche wissenschaftliche Methode wird für die Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die Erkenntnisse aus medizinischen Artikeln, Fachbroschüren, Lexika und tierexperimentellen Studien systematisch auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Schmerzphysiologie, die Einführung in die Opioid-Therapie gemäß WHO-Stufenschema und eine kritische Auseinandersetzung mit kontroversen Studienergebnissen zum Einfluss von Opioiden auf die Langzeit-Potenzierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Opioide, Schmerzgedächtnis, Langzeit-Potenzierung, Chronifizierung, Analgesie und das WHO-Stufenschema.

Warum wird das Schmerzgedächtnis als vergleichbar mit dem Lernen bezeichnet?

Weil bei der Langzeit-Potenzierung (LTP) ähnlich wie beim kognitiven Lernen neue synaptische Verbindungen zwischen Nervenzellen entstehen, die die Schmerzsignale künftig effizienter und intensiver weiterleiten.

Welche Rolle spielen Mikroglia-Zellen bei der Schmerztherapie mit Opioiden?

Studien deuten darauf hin, dass Opioide eine Aktivierung von Mikroglia-Zellen im ZNS auslösen können, was paradoxerweise zu einer erhöhten Schmerzempfindlichkeit führen kann, anstatt diese zu dämpfen.

Ist eine Opioid-Therapie bei nicht tumorbedingten Schmerzen empfehlenswert?

Der Autor steht einer langfristigen Opioid-Therapie bei nicht tumorbedingten Schmerzen kritisch gegenüber und betont, dass alternative Schmerztherapien aufgrund von Komplikationen und Nebenwirkungen bevorzugt werden sollten.

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Details

Titel
Schmerzen und der Einsatz von Opioiden
Untertitel
Können sie einer Manifestierung des Schmerzgedächtnisses effektiv entgegenwirken?
Note
1
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
16
Katalognummer
V908748
ISBN (eBook)
9783346257048
Sprache
Deutsch
Schlagworte
schmerzen einsatz opioiden können manifestierung schmerzgedächtnisses
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Schmerzen und der Einsatz von Opioiden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/908748
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Leseprobe aus  16  Seiten
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