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Zur Bedeutung der Gesundheitswissenschaft für die Pflege.

Am Beispiel der Prävention

Title: Zur Bedeutung der Gesundheitswissenschaft für die Pflege.

Term Paper , 2002 , 38 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Diplom Pflegewirt (FH) Frank Schneider (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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Summary Excerpt Details

Steigende Beitragssätze in der privaten und gesetzlichen Krankenversicherung und zunehmende Leistungseinschränkungen zeigen die finanzielle Schwierigkeiten an, in der das deutsche Gesundheitssystem steckt. Insbesondere die Krankenpflege steht unter einem enormen Kostendruck und muss oft für ein relativ geringes Honorar immer mehr Leistung erbringen.
In dieser schwierigen Zeit konstituiert sich in Deutschland eine neue Disziplin, die Gesundheitswissenschaft. Sie ist das Äquivalent zu dem in den USA bereits etablierten „Public Health“.
Ihre Versprechungen scheinen gerade zur rechten Zeit zu kommen. Auf neuen Wegen will sie das Gesundheitssystem durchdringen und mit ihren Theorien neue Konzepte entwickeln, die das Gesundheitsverständnis und damit das Gesundheitswesen völlig reformieren sollen.
Im Folgenden soll untersucht werden, welchen Einfluss die Gesundheitswissenschaft auf die Pflege und welche Bedeutung sie bei der Verwissenschaftlichung der Krankenpflege hat. Verdeutlicht wird dies am Beispiel der Prävention.

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Inhaltsverzeichnis

1 Gesundheitswissenschaft

1.1 Definition von Gesundheitswissenschaft

1.2 Fachliche Einzeldisziplinen

1.3 Aufgabenbereiche der Gesundheitswissenschaft

1.4 Definition von Gesundheit

1.5 Entstehung der Gesundheitswissenschaft

1.5.1 Veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen

1.5.2 Notwendigkeit der Gesundheitswissenschaft

1.6 Einfluss und zukünftige Entwicklung

2 Krankenpflege und Pflegewissenschaft

2.1 Ursprünge der Pflegewissenschaft

2.2 Entwicklung der Pflege in Deutschland

2.3 Etablierung der Pflegewissenschaft in Deutschland

2.4 Gegenstandsbereiche der Pflegewissenschaft

2.4.1 Drei Ebenen der Pflegewissenschaft

2.4.2 Metaparadigmen der Pflege

2.5 Pflege und ihre Bezugswissenschaften

2.5.1 Bezugsdisziplinen der Pflegewissenschaft

2.5.2 Pflegewissenschaft als multidisziplinäre Wissenschaft

2.6 Einfluss und zukünftige Entwicklung

3 Das Konzept der Prävention

3.1 Prävention in Abgrenzung zur Gesundheitsförderung

3.2 Einteilung der Prävention nach dem Zeitpunkt

3.2.1 Primärprävention

3.2.2 Sekundärprävention

3.2.3 Tertiärprävention

3.3 Einteilung der Prävention nach der Zielgröße

3.3.1 Prävention auf der personalen Ebene

3.3.2 Verhaltensprävention

3.3.3 Verhältnisprävention

3.4 Klassifikation nach Nasseri

3.5 Bedeutung der Prävention für das Gesundheitswesen

3.5.1 Neue Perspektiven

3.5.2 Grenzen der Prävention

3.6 Methoden der Prävention

3.6.1 Gesundheitserziehung und Gesundheitsbildung

3.6.2 Gesundheitsaufklärung und Gesundheitsberatung

3.6.3 Gesundheitsselbsthilfe

3.6.4 Gesundheitstraining

3.6.5 Präventivmedizin

4 Prävention in der Krankenpflege

4.1 Forderungen des Gesetzgebers

4.2 Prävention als Teil der pflegerischen Ausbildung

4.3 Primäre, sekundäre und tertiäre Prävention in der Pflege

4.3.1 Primäre Prävention

4.3.2 Sekundäre Prävention

4.3.3 Tertiäre Prävention

4.4 Prävention als treibende Kraft der Pflege

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht den Einfluss der Gesundheitswissenschaft auf die moderne Krankenpflege, insbesondere im Hinblick auf die Verwissenschaftlichung des Pflegeberufs und die Bedeutung präventiver Ansätze in der pflegerischen Praxis.

  • Grundlagen und Entstehung der Gesundheitswissenschaft und Pflegewissenschaft
  • Differenzierung und Zusammenhänge zwischen Prävention und Gesundheitsförderung
  • Methoden der Prävention im Gesundheitswesen (z.B. Aufklärung, Selbsthilfe, Training)
  • Integration präventiver Konzepte in den pflegerischen Pflegeprozess
  • Die Rolle der Pflege als zukünftige Akteurin in der Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention

Auszug aus dem Buch

3.6.1 Gesundheitserziehung und Gesundheitsbildung

„Gesundheitsbildung / Gesundheitserziehung umfasst bewusst gestaltete Lernmöglichkeiten, die gewisse Formen der Kommunikation einschließen und zur Verbesserung der Gesundheitsalphabetisierung entwickelt wurden.“ (WHO 1998). Das heißt es geht nicht nur um die Weitergabe von Informationen, sondern auch um die Entwicklung von Kompetenzen.

Gesundheitserziehung geht vom Grundsatz aus: „Nur ein informierter Mensch kann ein gesunder Mensch sein“. Ziel ist insbesondere die Vorbeugung von Krankheiten. Vor allem durch Informationsmaterialien (Broschüren, Filme etc.) soll gesundheitsschädigendes Verhalten in der Bevölkerung verändert werden (Verhaltensprävention). Tatsache ist jedoch, dass die Gesundheitserziehung oft den Eindruck der Belehrung mit erhobenen Zeigefinger macht. Fraglich ist, ob eine solche lehrmeisterhafte Bevormundung des Einzelnen nicht eher zu einer trotzigen Ablehnung als zu einer wirklichen Verhaltenänderung führt.

Die Gesundheitsbildung legt Wert auf die freie Selbstbestimmung des Menschen. Ziel ist die Erkennung und Förderung von Gesundheitspotentialen. Das heißt sie geht von einem mündigen Menschen aus, der nicht erzogen werden muss, sondern bereits Potentiale in sich trägt die lediglich gefördert werden müssen. Gesundheitsbildung ist also die Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Gesundheitswissenschaft: Dieses Kapitel definiert die Gesundheitswissenschaft als neue Disziplin und beleuchtet deren Entstehung, Aufgaben und die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Betrachtungsweise angesichts demographischer Veränderungen.

2 Krankenpflege und Pflegewissenschaft: Hier wird der Prozess der Akademisierung der Pflege betrachtet, von den historischen Wurzeln in den USA bis zur Etablierung einer eigenständigen Pflegewissenschaft in Deutschland.

3 Das Konzept der Prävention: Das Kapitel analysiert Prävention als zentrale Handlungsstrategie, differenziert zwischen verschiedenen Zeitpunkten und Zielgruppen und erläutert konkrete präventive Methoden.

4 Prävention in der Krankenpflege: Der letzte Teil untersucht die praktische Integration präventiver Maßnahmen in die Pflege, die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Rolle der Pflege im Rahmen des Pflegeprozesses.

Schlüsselwörter

Gesundheitswissenschaft, Pflegewissenschaft, Prävention, Gesundheitsförderung, Krankenpflege, Präventivmedizin, Gesundheitserziehung, Gesundheitsbildung, Pflegeprozess, Public Health, Salutogenese, Verhaltensprävention, Verhältnisprävention, Professionalisierung, Patientenversorgung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Schnittstellenbereich zwischen der Gesundheitswissenschaft und der Pflegewissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Prävention.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen beider Disziplinen, die Entwicklung der Pflege von einem Hilfsberuf zu einer eigenständigen Wissenschaft sowie verschiedene Präventionsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu untersuchen, wie die Gesundheitswissenschaft die Pflege beeinflusst und welche Bedeutung präventive Methoden für eine moderne, wissenschaftlich fundierte Krankenpflege haben.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine theoretische Analyse durch, bei der Literatur zur Gesundheits- und Pflegewissenschaft ausgewertet und mit der pflegerischen Praxis verknüpft wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der beiden Wissenschaftszweige, die tiefgehende Analyse des Präventionsbegriffs und die Anwendung präventiver Konzepte im pflegerischen Alltag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Gesundheitswissenschaft, Pflegewissenschaft, Prävention, Gesundheitsförderung, aktivierende Pflege und der Pflegeprozess.

Welche Rolle spielt die Salutogenese nach Antonovsky in der Arbeit?

Die Salutogenese dient als theoretische Grundlage, um den Paradigmenwechsel der Pflege von einer rein defizitorientierten Krankheitsbetrachtung hin zu einer gesundheitsorientierten Perspektive zu untermauern.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Prävention und Gesundheitsförderung laut dem Autor relevant?

Obwohl die Grenzen in der Praxis oft verschwimmen, betont der Autor die theoretische Unterscheidung, da Prävention primär auf die Risikovermeidung und Krankheitsvorbeugung abzielt, während die Gesundheitsförderung die Stärkung von Ressourcen und die Entwicklung von Gesundheit in den Vordergrund stellt.

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Details

Title
Zur Bedeutung der Gesundheitswissenschaft für die Pflege.
Subtitle
Am Beispiel der Prävention
College
University of Applied Sciences Hamburg  (Studiengang Pflegemanagement)
Grade
1,0
Author
Diplom Pflegewirt (FH) Frank Schneider (Author)
Publication Year
2002
Pages
38
Catalog Number
V9091
ISBN (eBook)
9783638158930
ISBN (Book)
9783638640855
Language
German
Tags
Gesundheitsförderung Pflege Prävention Salutogenese
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Pflegewirt (FH) Frank Schneider (Author), 2002, Zur Bedeutung der Gesundheitswissenschaft für die Pflege., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9091
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