In dieser Arbeit soll untersucht werden, ob das "Gesetz über Leistungsverbesserungen in der gesetzlichen Rentenversicherung", von nun an kurz als Rente mit 63 bezeichnet, den Trend der vorherigen Änderungen am Rentensystem weiter fortsetzt oder ob eine Umkehr der Rentenpolitik stattgefunden hat.
Am 1. Juli 2014 trat das "Gesetz über Leistungsverbesserungen in der gesetzlichen Rentenversicherung" in Kraft. Die Änderungen an der gesetzlichen Rentenversicherung in der BRD waren eines der Kernthemen des Wahlkampfs zur Bundestagswahl 2013. Im Wahlprogramm der SPD ist an dieser Stelle bereits ausformuliert, wie dies umgesetzt werden sollte. Eine abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren, sollte immer dann möglich sein, wenn 45 Beitragsjahre bereits mit 63 Jahren erreicht seien.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Die „Rente mit 63“
- 2.1 Die Senkung des Eintrittsalters
- 2.2 Die „Mütterrente“
- 2.3 Verbesserung der Erwerbsminderungsrente
- 2.4 Erhöhung des Reha-Budgets
- 3. Änderungen der gesetzlichen Rentenversicherung seit 1990
- 3.1 1992 Rentenreformgesetz
- 3.2 1996-1997 Änderungen am SGB VI, Wachstums- und Beschäftigungsgesetz und am Gesetz zur Förderung eines gleitenden Übergangs in den Ruhestand
- 3.3 1999 Rentenreformgesetz
- 3.4 2000-2001 Haushaltssanierungsgesetz und Gesetz zur Reform der Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit
- 3.5 2001-2002 Altersvermögensergänzungsgesetz und Altersvermögensgesetz
- 3.6 2003-2004 Beitragssicherungsgesetz
- 3.7 2005 RV- Nachhaltigkeitsgesetz, Alterseinkünftegesetz, Gesetz zur Organisationsreform der gesetzlichen Rentenversicherung
- 3.8 2006-2007 Beitragssatzerhöhung und Weiteres
- 3.9 2008 RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz
- 3.10 2009-2010 Flexi II Gesetz, Änderungen SGB
- 3.11 2011-2014 Haushaltsbegleitgesetz 2011 und 2013
- 4. Trends in der gesetzlichen Rentenversicherung seit 1990
- 4.1 Trend Eintrittsalter
- 4.2 Trend Beitragssätze
- 4.3 Trend Familienpolitik
- 4.4 Zusammenfassung der Einzel-Trends
- 5. Die „Rente mit 63“ im Vergleich mit den Trends der vergangenen 25 Jahren
- 6. Kritik an der „Rente mit 63“
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der „Rente mit 63“ und analysiert, ob diese die Fortsetzung oder Umkehr der Rentenpolitik seit der Wiedervereinigung darstellt. Sie untersucht die Änderungen, die durch die „Rente mit 63“ herbeigeführt wurden, setzt diese in den Kontext der Entwicklungen in der gesetzlichen Rentenversicherung seit 1990 und bewertet die Auswirkungen auf die Rentenpolitik.
- Die „Rente mit 63“ und ihre Auswirkungen auf das Rentensystem
- Entwicklungen in der gesetzlichen Rentenversicherung seit der Wiedervereinigung
- Vergleich der „Rente mit 63“ mit den Trends der vergangenen 25 Jahre
- Kritik an der „Rente mit 63“
- Bewertung der „Rente mit 63“ als Fortsetzung oder Umkehr der Rentenpolitik
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 führt in die Thematik der „Rente mit 63“ ein und stellt die Forschungsfrage, ob diese eine Umkehr oder Fortsetzung der Rentenpolitik bedeutet. Kapitel 2 beleuchtet die Änderungen, die durch die „Rente mit 63“ herbeigeführt wurden, einschließlich der Senkung des Eintrittsalters, der Einführung der „Mütterrente“ und der Verbesserung der Erwerbsminderungsrente. Kapitel 3 analysiert die Entwicklungen in der gesetzlichen Rentenversicherung seit der Wiedervereinigung und stellt die wichtigsten Änderungen und Reformen dar. Kapitel 4 fasst die Trends in der Rentenversicherung seit 1990 zusammen, insbesondere in Bezug auf das Eintrittsalter, die Beitragssätze und die Familienpolitik. Kapitel 5 vergleicht die „Rente mit 63“ mit den Trends der vergangenen 25 Jahre und analysiert mögliche Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Kapitel 6 beleuchtet die Kritik an der „Rente mit 63“ und diskutiert die Argumente von verschiedenen Seiten.
Schlüsselwörter
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen: „Rente mit 63“, Rentenpolitik, gesetzliche Rentenversicherung, Eintrittsalter, Beitragssätze, Familienpolitik, Trends, Entwicklungen, Umkehr, Fortsetzung, Kritik.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet "Rente mit 63" konkret?
Es handelt sich um das Gesetz von 2014, das eine abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren bereits mit 63 Jahren ermöglicht.
Stellt die Rente mit 63 eine Umkehr der bisherigen Rentenpolitik dar?
Die Arbeit untersucht, ob dieses Gesetz den Trend zur Erhöhung des Rentenalters bricht oder lediglich eine kurzfristige Korrektur innerhalb der langfristigen Entwicklung ist.
Was ist die sogenannte "Mütterrente"?
Dies ist ein Teil des Rentenpakets von 2014, das die Erziehungsleistungen für vor 1992 geborene Kinder bei der Rentenberechnung stärker berücksichtigt.
Welche Trends gab es in der gesetzlichen Rentenversicherung seit 1990?
Zentrale Trends waren die schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters (Rente mit 67), die Stabilisierung der Beitragssätze und eine stärkere Berücksichtigung der Familienpolitik.
Welche Kritik wird an der Rente mit 63 geübt?
Kritiker bemängeln die hohen Kosten, den drohenden Fachkräftemangel durch frühen Renteneintritt und eine mögliche Gefährdung der Generationengerechtigkeit.
Wie wurden Erwerbsminderungsrenten durch das Gesetz verbessert?
Das Gesetz von 2014 sah vor, die Zurechnungszeiten zu verlängern, sodass Menschen, die frühzeitig aus gesundheitlichen Gründen in Rente gehen müssen, eine höhere monatliche Zahlung erhalten.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2015, Die "Rente mit 63". Umkehr oder Fortsetzung der Rentenpolitik?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/909402