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Die "Rente mit 63". Umkehr oder Fortsetzung der Rentenpolitik?

Title: Die "Rente mit 63". Umkehr oder Fortsetzung der Rentenpolitik?

Term Paper , 2015 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Business economics - Economic Policy
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit soll untersucht werden, ob das "Gesetz über Leistungsverbesserungen in der gesetzlichen Rentenversicherung", von nun an kurz als Rente mit 63 bezeichnet, den Trend der vorherigen Änderungen am Rentensystem weiter fortsetzt oder ob eine Umkehr der Rentenpolitik stattgefunden hat.

Am 1. Juli 2014 trat das "Gesetz über Leistungsverbesserungen in der gesetzlichen Rentenversicherung" in Kraft. Die Änderungen an der gesetzlichen Rentenversicherung in der BRD waren eines der Kernthemen des Wahlkampfs zur Bundestagswahl 2013. Im Wahlprogramm der SPD ist an dieser Stelle bereits ausformuliert, wie dies umgesetzt werden sollte. Eine abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren, sollte immer dann möglich sein, wenn 45 Beitragsjahre bereits mit 63 Jahren erreicht seien.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die „Rente mit 63“

2.1 Die Senkung des Eintrittsalters

2.2 Die „Mütterrente“

2.3 Verbesserung der Erwerbsminderungsrente

2.4 Erhöhung des Reha-Budgets

3. Änderungen der gesetzlichen Rentenversicherung seit 1990

3.1 1992 Rentenreformgesetz

3.2 1996 – 1997 Änderungen am SGB VI, Wachstums- und Beschäftigungsgesetz und am Gesetz zur Förderung eines gleitenden Übergangs in den Ruhestand

3.3. 1999 Rentenreformgesetz

3.4 2000 – 2001 Haushaltssanierungsgesetz und Gesetz zur Reform der Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit

3.5 2001 – 2002 Altersvermögensergänzungsgesetz und Altersvermögensgesetz

3.6 2003 – 2004 Beitragssicherungsgesetz

3.7 2005 RV- Nachhaltigkeitsgesetz, Alterseinkünftegesetz, Gesetz zur Organisationsreform der gesetzlichen Rentenversicherung

3.8 2006 – 2007 Beitragssatzerhöhung und Weiteres

3.9 2008 RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz

3.10 2009 – 2010 Flexi II Gesetz, Änderungen SGB

3.11 2011 – 2014 Haushaltsbegleitgesetz 2011 und 2013

4. Trends in der gesetzlichen Rentenversicherung seit 1990

4.1 Trend Eintrittsalter

4.2 Trend Beitragssätze

4.3 Trend Familienpolitik

4.4 Zusammenfassung der Einzel-Trends

5. Die „Rente mit 63“ im Vergleich mit den Trends der vergangenen 25 Jahren

6. Kritik an der „Rente mit 63“

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das „Gesetz über Leistungsverbesserungen in der gesetzlichen Rentenversicherung“ – gemeinhin als „Rente mit 63“ bekannt – daraufhin, ob es eine Fortsetzung der bisherigen Rentenpolitik darstellt oder eine grundlegende Umkehr des bestehenden Trends einleitet.

  • Historische Analyse der rentenpolitischen Veränderungen seit 1990
  • Detaillierte Untersuchung der Neuregelungen der „Rente mit 63“
  • Vergleich der aktuellen Rentenreform mit den Trends der letzten 25 Jahre
  • Kritische Würdigung der „Rente mit 63“ unter Berücksichtigung politischer und gesellschaftlicher Stimmen
  • Diskussion über das Potenzial von Klientelpolitik innerhalb der Rentenversicherung

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Senkung des Eintrittsalters

Die Senkung des Renteneintrittsalters ist der Hauptpunkt der Änderungen am Rentensystem. So ist seit dem 01. Juli 2014 möglich abschlagsfrei in Altersrente zu gehen. Diese Möglichkeit besteht allerdings nur dann, wenn zuvor 45 Beitragsjahre erreicht wurden. Neben Beitragsjahren aus Beschäftigung oder selbstständiger Arbeit, werden hier auch Pflegezeiten und Kindererziehung bis zum 10. Lebensjahr des Kindes angerechnet (vgl. Deutsche Rentenversicherung in Bayern 2014). Um etwaige Härtefälle zu vermeiden, werden des Weiteren, auf die 45-jährige Wartezeit auch jene Zeiten angerechnet, in denen Arbeitslosengeld oder andere Versicherungsleistungen empfangen wurden. Grundlegend für die Anrechnung auf die Wartezeit ist jedoch, dass vorab Beiträge geleistet wurden. Dies schließt sämtliche Bezüge mit Fürsorgecharakter aus – beispielhaft steht hierfür der Bezug von Arbeitslosenhilfe oder Arbeitslosengeld 2. Elterngeltersatzleistungen werden nur dann berücksichtigt, wenn sie nicht innerhalb zweier Jahre vor individuellem Renteneintritt liegen (vgl. Deutsche Rentenversicherung in Bayern 2014).

Neben den bereits genannten Bedingungen, werden freiwillig geleistete Beiträge ebenfalls berücksichtigt, sollten diese nicht näher als zwei Jahre am individuellen Renteneintritt liegen und zugleich eine Anrechnungszeit wegen Arbeitslosigkeit vorliegt (vgl. Deutsche Rentenversicherung in Bayern 2014).

Grundsätzlich gelten diese Regelungen nur für die Jahrgänge vor 1953 bis maximal 1964. Die Jahrgänge vor 1953 können bereits mit 63 Jahren abschlagsfrei in die Altersrente eintreten. Für die Jahrgänge zwischen 1953 und 1964 gilt ein stufenweiser Anstieg des frühestmöglichen, abschlagsfreien Eintritts. Die Schrittweite beträgt hier zwei Monate pro Jahr (vgl. Deutsche Rentenversicherung in Bayern 2014).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage und des Kontextes des „Gesetzes über Leistungsverbesserungen in der gesetzlichen Rentenversicherung“.

2. Die „Rente mit 63“: Analyse der spezifischen inhaltlichen Änderungen des Gesetzes, inklusive Eintrittsalter, Mütterrente und Reha-Budget.

3. Änderungen der gesetzlichen Rentenversicherung seit 1990: Chronologischer Überblick über die maßgeblichen Reformgesetze in der deutschen Rentenversicherung über zwei Jahrzehnte.

4. Trends in der gesetzlichen Rentenversicherung seit 1990: Ableitung zentraler Entwicklungslinien hinsichtlich Renteneintrittsalter, Beitragssätzen und familienpolitischer Maßnahmen.

5. Die „Rente mit 63“ im Vergleich mit den Trends der vergangenen 25 Jahren: Abgleich der jüngsten Reformschritte mit den zuvor identifizierten langfristigen Trends.

6. Kritik an der „Rente mit 63“: Zusammenstellung kontroverser Positionen aus Politik, Wirtschaft und Expertenkreisen.

7. Fazit: Synthese der Ergebnisse und Beantwortung der Frage nach der „Umkehr oder Fortsetzung“ der Rentenpolitik.

Schlüsselwörter

Rente mit 63, Rentenversicherung, Altersvorsorge, Renteneintrittsalter, Rentenpolitik, Mütterrente, Demografischer Wandel, Beitragsjahre, Erwerbsminderungsrente, Rentenreform, Klientelpolitik, Altersgrenze, Sozialversicherung, Rentenniveau, Leistungsverbesserungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht das „Gesetz über Leistungsverbesserungen in der gesetzlichen Rentenversicherung“ von 2014 und analysiert, ob dieses den seit 1990 bestehenden Trend der Rentenpolitik fortsetzt oder eine Trendwende darstellt.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die Arbeit behandelt Themen wie das Renteneintrittsalter, die sogenannte „Mütterrente“, die Erwerbsminderungsrente, Beitragssatzentwicklungen und die allgemeine Ausrichtung der Familienpolitik innerhalb des Rentensystems.

Was ist die Kernforschungsfrage des Autors?

Die zentrale Frage ist, ob die „Rente mit 63“ als eine Umkehr der bisherigen Spar- und Reformpolitik zu verstehen ist oder lediglich eine Fortsetzung der bestehenden Trends unter Berücksichtigung neuer politischer Schwerpunkte bedeutet.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde für die Arbeit gewählt?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse und historischen Aufarbeitung relevanter Rentengesetze seit 1990, ergänzt durch einen Vergleich der „Rente mit 63“ mit den statistisch ermittelten Trends der letzten 25 Jahre.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil der Untersuchung im Fokus?

Im Hauptteil werden zunächst die Details der neuen Regelung „Rente mit 63“ erläutert, gefolgt von einer detaillierten chronologischen Auflistung der Rentenreformen seit 1990, um Trends bei Eintrittsalter, Beitragssätzen und Familienpolitik zu identifizieren.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Rentenversicherung, demografischer Wandel, Renteneintrittsalter, Leistungsverbesserung und Rentenreform geprägt.

Welche Rolle spielt die „Mütterrente“ in der Argumentation des Autors?

Die Mütterrente wird als Beispiel für familienpolitische Maßnahmen genutzt, um zu zeigen, dass trotz der allgemeinen Reformen bestimmte soziale Ausgleiche weiter forciert wurden, auch wenn dies kritisch im Hinblick auf die Finanzierung diskutiert wird.

Was ist das zentrale Ergebnis der kritischen Betrachtung?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass es sich bei der „Rente mit 63“ durchaus um Klientelpolitik handelt, da sie vor allem bestimmte Beschäftigtengruppen begünstigt, während die Finanzierungslast auf alle Beitragszahler verteilt wird.

Wie bewertet der Autor die langfristige Gerechtigkeit der Reform?

Während der Autor die inhaltlichen Verbesserungen (wie bei der Erwerbsminderungsrente) begrüßt, sieht er die Senkung des Eintrittsalters als zukünftige Belastung für kommende Generationen und als potenziell ungerecht an.

Warum wird die „Rente mit 63“ oft als kontrovers bezeichnet?

Die Kontroverse ergibt sich aus der Diskrepanz zwischen dem Wunsch nach Leistungsverbesserungen für Arbeitnehmer und der Sorge über die langfristige finanzielle Tragfähigkeit des Rentensystems sowie der Frage, ob eine solche Maßnahme dem demografischen Druck entgegensteht.

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Details

Title
Die "Rente mit 63". Umkehr oder Fortsetzung der Rentenpolitik?
College
University of Siegen
Course
Systeme der Alterssicherung
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2015
Pages
25
Catalog Number
V909402
ISBN (eBook)
9783346222695
ISBN (Book)
9783346222701
Language
German
Tags
Rentenpolitik Rente Soziale Sicherung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2015, Die "Rente mit 63". Umkehr oder Fortsetzung der Rentenpolitik?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/909402
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