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Film-Recycling. Methoden zur Nutzung und Kontextualisierung von "Found Footage"

Title: Film-Recycling. Methoden zur Nutzung und Kontextualisierung von "Found Footage"

Bachelor Thesis , 2020 , 52 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nils Fricke (Author)

Film Science
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Die Ergebnisse dieser Arbeit sollen einen bewussteren Umgang mit der Neuverwendung von Filmmaterial fördern. Dazu soll folgende Forschungsfrage beantwortet werden: Wie wird die Kontextualisierung von Filmmaterial genutzt, um unterschiedliche Bedeutungen zu erzeugen?

Das Ziel der Arbeit ist das Aufzeigen und Abgrenzen von Methoden zur Kontextualisierung von Filmmaterial aus einem ursprünglich anderen Entstehungskontext. Zusätzlich soll beantwortet werden, ob das Filmmaterial bereits auf eine optimale Verwendungsmethode hinweisen kann; was die praktischen Implikationen der Kontextualisierungsmethoden sind; ob diese gleichzeitig auftreten können und wie Found-Footage untersucht werden muss, um durch Neukombination die gewünschten Effekte erzielen zu können. In einer qualitativen Studie werden dazu die Werkzeuge zur praktischen Umsetzung von Kontextualisierungsmethoden aus der vorhandenen Literatur herausgearbeitet. Um einen Einstieg in das Thema Found-Footage zu gewährleisten, wird der Begriff zunächst in seiner Definition eingegrenzt, geschichtlich eingeordnet und relevante Fachwörter erklärt. Ausgehend von Methoden, die William C. Wees und Paul Arthur definiert haben, soll herausgearbeitet werden, wie diese in Found-Footage-Filmen praktische Anwendung finden. Die Ergebnisse der Untersuchung werden daraufhin in einer Übersicht zusammengefasst und in die Erläuterung der praktischen Arbeit "Aufwind Club – PROJEKT: BREMERHAVEN" mit einbezogen:
https://youtu.be/0k4KXz9x0gA

In zeitgenössischen Dokumentationen, Video Essays, Werbefilmen, Top-Ten Listen, Reaction- oder Remix Videos, aber auch in kurzen Memes auf Instagram oder TikTok ist ein deutlicher Trend zu erkennen: Die Wiederverwertung bestehender Filmaufnahmen gewinnt zunehmend an Popularität. Transformative Filmwerke, die solches Material nutzen, sind derart omnipräsent, dass diese Praxis als selbstverständlich wahrgenommen werden kann. In der bestehenden Literatur zum Thema Found-Footage-Film werden zwar Phänomene bei der Wahrnehmung dieser beschrieben, doch eine konkrete Übersicht der Möglichkeiten und Implikationen der praktischen Found-Footage Nutzung bleibt aus.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Found-Footage-Film

2.1 Begriffsdefinition

2.2 Geschichte

2.3 Genre-Überblick

2.3.1 „Kompilationsfilm“

2.3.2 Essayfilm

2.3.3 Mockumentary

2.4 Kontextualisierungsmethoden nach William C. Wees

2.5 Nutzungsmodi nach Paul Arthur

3. Methoden der Materialnutzung

3.1 Methodik

3.2 Merkmale der Kompilation

3.3 Merkmale der Collage

3.4 Merkmale der Aneignung

3.5 Zusammenfassung der Ergebnisse

4. Aufwind Club – PROJEKT: BREMERHAVEN

4.1 Projektbeschreibung

4.2 Recherche

4.3 Konzeption

4.4 Praktische Anwendung der erarbeiteten Methoden

4.4.1 Erstes Kapitel

4.4.2 Zweites Kapitel

4.4.3 Drittes Kapitel

4.5 Reflexion

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Methoden zur Kontextualisierung von gefundenem Filmmaterial („Found Footage“), um aufzuzeigen, wie durch Montage und Neukombination unterschiedliche Bedeutungen erzeugt werden können, und erprobt diese Erkenntnisse in einem eigenen Filmprojekt.

  • Definition und Geschichte des Found-Footage-Films
  • Analyse der Kontextualisierungsmethoden nach William C. Wees (Kompilation, Collage, Aneignung)
  • Untersuchung der Nutzungsmodi nach Paul Arthur
  • Praktische Anwendung der Methoden am Beispiel des Strukturwandels in Bremerhaven
  • Reflexion über die ethischen und gestalterischen Aspekte der Filmmontage

Auszug aus dem Buch

2.4 Kontextualisierungsmethoden nach William C. Wees

Um die Art und Weise unterscheiden zu können, wie Found-Footage-Filme Quellmaterial kontextualisieren, hat William C. Wees in seinem Artikel Recycled Images: The Art and Politics of Found Footage Films die drei Methoden Compilation, Collage und Appropriation herausgearbeitet (vgl. Wees 1993, 34). Diese drei Begriffe, in ihren deutschen Übersetzungen Kompilation, Collage und Aneignung, sollen im Folgenden als Ausgangspunkt für die Erläuterung des Diskurses über die Kontextualisierung von Found-Footage dienen und abschließend die Grundlage für die Beantwortung der Forschungsfrage bilden.

Zur sprachlichen Vereinfachung werden die darauf basierenden Verben kompilieren, collagieren und aneignen genutzt. Die drei Begriffe werden in dieser Arbeit ausdrücklich als Methoden und nicht als Genres oder Gattungen verstanden. Wees nutzt in seinem Text mehrfach Formulierungen wie „compilation film“ (Wees 1993, 41). Diese Methoden sind nach seiner tabellarischen Darstellung (s.u.) jedoch nicht auf Genres festgelegt, auch wenn es charakteristische Filmgenres gibt. Demnach können innerhalb eines Films mehrere der Methoden angewandt werden. Die Unterscheidung der Methoden ist jedoch von Bedeutung, um den jeweiligen Umgang mit Found-Footage beurteilen zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Phänomen der zunehmenden Popularität von Found-Footage-Material ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Methoden der Kontextualisierung wissenschaftlich zu untersuchen und praktisch anzuwenden.

2. Found-Footage-Film: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffsdefinitionen geklärt, die Geschichte des Genres beleuchtet sowie theoretische Frameworks von William C. Wees und Paul Arthur vorgestellt.

3. Methoden der Materialnutzung: Das Kapitel spezifiziert die Methoden der Kompilation, Collage und Aneignung anhand von Fachliteratur und illustriert diese durch diverse Filmbeispiele.

4. Aufwind Club – PROJEKT: BREMERHAVEN: Dieses Kapitel dokumentiert die praktische Umsetzung des erarbeiteten theoretischen Wissens in einem Filmprojekt, das den Strukturwandel in Bremerhaven thematisiert.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont, dass keine „optimale“ Methode existiert, sondern die Wahl der Technik vom intendierten Zweck und der gewünschten Zuschauerreaktion abhängt.

Schlüsselwörter

Found Footage, Filmmontage, Kontextualisierung, Kompilation, Collage, Aneignung, Quellmaterial, Strukturwandel, Archiv, William C. Wees, Archive Effect, Medialisierung, Filmtheorie, Videoessay, Dokumentarfilm

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Found-Footage-Filme bestehendes Filmmaterial wiederverwenden und durch neue Kontextualisierung neue Bedeutungen erzeugen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die theoretische Kategorisierung von Found-Footage-Methoden (Kompilation, Collage, Aneignung) und deren praktische Erprobung an einem Filmprojekt über Bremerhaven.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen und abzugrenzen, wie Filmmaterial aus einem ursprünglich anderen Entstehungskontext mittels spezifischer Methoden kontextualisiert werden kann, um unterschiedliche Effekte und Bedeutungen zu erzielen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Untersuchung von Fachliteratur, die mit der praktischen Anwendung und Reflexion eines eigenen Filmprojekts verknüpft wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die theoretischen Konzepte von William C. Wees und Paul Arthur sowie deren praktische Anwendung in Filmen und im eigenen Praxisprojekt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Found Footage, Filmmontage, Archiv, Kontextualisierung, sowie die drei spezifischen Methoden Kompilation, Collage und Aneignung.

Warum wurde der Strukturwandel in Bremerhaven als Thema für den Film gewählt?

Der Strukturwandel in Bremerhaven bot ein lokales, gut recherchierbares Thema mit ausreichendem Archivmaterial, um die theoretischen Methoden des Found-Footage-Films in einem praktischen Kontext zu erproben.

Wie beeinflusst die Wahl des Seitenverhältnisses (1x1) die Gestaltung des Projekts?

Das quadratische Format diente dazu, die Aufmerksamkeit auf bestimmte Bildabschnitte zu lenken und die unterschiedlichen Bilddimensionen der gesammelten Quellen aneinander anzugleichen.

Welche Rolle spielt die „Kritik an der Methode“ im Zusammenhang mit dem Filmprojekt?

Der Autor versucht im dritten Kapitel, durch die bewusste Übertreibung der werbenden Charakteristik der „Aneignung“, das Verfahren selbst zu reflektieren und als Pastiche bzw. Parodie kenntlich zu machen.

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Details

Title
Film-Recycling. Methoden zur Nutzung und Kontextualisierung von "Found Footage"
College
University of Applied Sciences Bremerhaven
Grade
1,0
Author
Nils Fricke (Author)
Publication Year
2020
Pages
52
Catalog Number
V909612
ISBN (eBook)
9783346222589
ISBN (Book)
9783346222596
Language
German
Tags
Film Montage Schnitt Editing Found Footage Bremerhaven Bremen Kompilationsfilm Essayfilm Mockumentary William C. Wees Kontextualisierungsmethoden Paul Arthur Methodik Kompilation Collage Aneignung Etienne Souriau the Birds Duck and Cover Sans Soleil Tribulation 99 Craig Baldwin Apollo 11 A Movie Bruce Conner Our Nixon Penny Lane Rose Hobart From the Sea to the Land Beyond Man in the Mirror Ein Tag im Leben der Endverbraucher Harun Farocki Perfect Film Ken Jacobs The Atomic Cafe Jayne Loader Pierce Rafferty Kevin Rafferty The Bomb Grizzly Man Werner Herzog Esfir Shub Sergei Eisenstein Senna Double Take Johan Grimonprez Jaimie Baron Eli Horwatt Phillip Lopate Bill Nichols Michael Zryd
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Nils Fricke (Author), 2020, Film-Recycling. Methoden zur Nutzung und Kontextualisierung von "Found Footage", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/909612
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