Die Arbeit stellt einen Unterrichtsentwurf dar, der in der Jahrgangsstufe 9 oder 10, in einer nordrheinwestfälischen Gesamtschule entworfen wurde. Das Fach, welches hier exemplarisch dargestellt wird, ist die praktische Philosophie. Der Unterrichtsentwurf setzt sich mit der Frage nach dem Selbst auseinander.
Schülerinnen und Schüler erläutern im Schwerpunkt die Kernaspekte der deterministischen Position für das Strafgesetz anhand der Folgen des Libet-Experiments für die Willensfreiheit.
Inhaltsverzeichnis
1. Curriculare Legitimation des geplanten Unterrichts
2. Einbettung der Unterrichtsstunde in die Unterrichtsreihe
3. Lernziele
3.1 Kernanliegen
3.2 Teilziele
4. Lehr- und Lernausgangslage
5. Didaktische und methodische Überlegungen
5.1 Didaktische Überlegungen
5.1.1 Gegenwartsbedeutung
5.1.2 Zukunftsbedeutung
5.2 Methodische Überlegungen
6. Verlaufsplan
7. Quellenangaben
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit widmet sich der didaktischen Planung und legitimatorischen Einordnung einer Unterrichtseinheit im Fach Praktische Philosophie. Das primäre Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern die Auseinandersetzung mit komplexen philosophischen Fragestellungen zur Freiheit und Determiniertheit zu ermöglichen, um ihre Reflexionsfähigkeit und methodische Kompetenz zu stärken.
- Legitimation durch den Kernlehrplan des Landes NRW
- Methodische Gestaltung von Philosophieunterricht nach dem Bonbonmodell
- Analyse der Schülerlernausgangslage und Binnendifferenzierung
- Verknüpfung von Freiheitsthematiken mit ethischer Urteilsbildung
Auszug aus dem Buch
Methodische Überlegungen
Anspruchsvoller und für Schülerinnen und Schüler interessant gestalteter Unterricht ist nichtallein an Inhalten des Lehrplans festzumachen, sondern rekurriert besonders auf eine gelungene Gesprächsführung, da diese die Grundlage einer erfolgreichen Vermittlung der Lerninhalte darstellt. Die Wahl der richtigen Methoden ist für dieses Vorhaben unabdingbar. Dies gilt vor allem für den Ethik- und Philosophieunterricht, weil hier das Unterrichtsgespräch von kontroversen Themen und Diskussionen geprägt ist - eben von der Tatsache des Philosophierens im Allgemeinen.
Die Struktur der geplanten Unterrichtsstunde fußt dem „Bonbonmodell“ von Rolf Sistermann. Dieses ermöglicht durch die Ergänzung lernpsychologischer Erkenntnisse von Heinrich Roth eine Strukturierung der Lernprozesse seitens der Schülerinnen und Schüler. Eine solche Strukturierung hat einen Unterrichtsverlauf, der von abwechslungsreichen und vor allem ertragreichen Denkprozessen geprägt ist, zum Ziel. Realisiert werden soll dieses durch eine zuerst selbstgesteuert-intuitive Problemlösungsphase, der eine angeleitet kontrollierte folgt.
Um einen deutlich wahrnehmbaren Lernfortschritt zu erreichen und den Zugang zum anspruchsvollen Text zu erleichtern, muss dieser an eine Problemstellung angebunden werden, mit der sich Schüler beschäftigen können, bevor sie das betreffende Arbeitsmedium erhalten. Sie haben damit die Möglichkeit, in der selbstgesteuerten-intuitiven Problemlösungsphase eigene Antworten zu finden, die in der anschließenden angeleitet kontrollierten Problemlösungsphase mit den Antworten des Textes verglichen werden können. Sie können auf diese Weise wesentlich leichter ein Verständnis des Textes entwickeln, den Wert der dort gegebenen Antworten ermessen und kritisch dazu Stellung nehmen.
Zusammenfassung der Kapitel
Curriculare Legitimation des geplanten Unterrichts: Dieses Kapitel verankert die Unterrichtsinhalte in den Vorgaben des Kernlehrplans NRW und zeigt die didaktischen Spielräume innerhalb der Lehrpläne auf.
Einbettung der Unterrichtsstunde in die Unterrichtsreihe: Hier wird der tabellarische Überblick über die gesamte Unterrichtsreihe gegeben, inklusive der Lerninhalte und angestrebten Kompetenzzuwächse für jede Stunde.
Lernziele: Dieses Kapitel definiert das übergeordnete Kernanliegen sowie spezifische Teilziele, die kognitive und methodische Lernfortschritte der Schüler adressieren.
Lehr- und Lernausgangslage: Eine Analyse der Lerngruppe bezüglich Motivation, Leistungsstand und methodischer Fähigkeiten, um den Unterricht optimal an die Bedürfnisse der Schüler anzupassen.
Didaktische und methodische Überlegungen: Darlegung der fachdidaktischen Begründung der Themenwahl unter Berücksichtigung von Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung sowie die methodische Umsetzung.
Verlaufsplan: Eine detaillierte Aufstellung der Unterrichtsphasen inklusive Sozialformen und eingesetzter Medien.
Quellenangaben: Auflistung der verwendeten Literatur und Online-Ressourcen zur theoretischen Fundierung der Unterrichtseinheit.
Schlüsselwörter
Praktische Philosophie, Freiheit, Determinismus, Bonbonmodell, Unterrichtsplanung, Kernlehrplan NRW, Willensfreiheit, Kompetenzorientierung, Didaktik, Problemlösungsphase, Ethik, Urteilsbildung, Lernausgangslage, Schülermotivation, Philosophieunterricht
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der detaillierten didaktischen und methodischen Vorbereitung einer Unterrichtssequenz im Fach Praktische Philosophie für die Jahrgangsstufen 9/10.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder umfassen die Problematik der Willensfreiheit, den Determinismus sowie die ethische Einordnung von Entscheidungen im Kontext des menschlichen Handelns.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist die Konzeption eines zielorientierten Unterrichts, der Schülern ermöglicht, philosophische Positionen zur Freiheit kritisch zu reflektieren und methodisch zu bearbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird das „Bonbonmodell“ nach Rolf Sistermann angewandt, welches durch einen Wechsel von intuitiven Problemlösungsphasen und angeleiteten Reflexionsphasen gekennzeichnet ist.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die curriculare Legitimation, die Analyse der spezifischen Lernausgangslage der Klasse sowie die didaktische Begründung der Unterrichtsschritte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Freiheit, Determinismus, Unterrichtsplanung, Bonbonmodell und Kompetenzorientierung maßgeblich definiert.
Warum spielt das „Bonbonmodell“ eine zentrale Rolle?
Das Modell dient dazu, komplexe philosophische Inhalte strukturiert zu vermitteln, indem es die Eigenaktivität der Schüler in einer intuitiven Phase fördert und anschließend fachlich anleitet.
Wie wird die Heterogenität der Lerngruppe berücksichtigt?
Durch Differenzierungsangebote wie ergänzende Erklärungen auf Arbeitsblättern und variierende Anforderungen an die sprachliche Genauigkeit wird dem unterschiedlichen Sprachniveau begegnet.
- Arbeit zitieren
- Christoph Höveler (Autor:in), 2019, Das Libet-Experiment in einer Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen im Fach Philosophie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/909623