Diese Arbeit beschäftigt sich im philosophischen Kontext mit den Begriffen der Ontologie, Zeit und Logik bei Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Dabei wird vertieft auf deren Zusammenhänge eingegangen. In Anlehnung an Adelhard Scheffczyk, Fred Sommer und Willard van Orman Quines werden die Begrifflichkeiten näher analysiert.
Wir teilen Fred Sommers Ontologieverständnis, Ontologie verbinde die Sachen, über die wir reden mit den Sorten von Dingen, die wir über diese Sachen sagen und lehnen mit Sommers die Ansicht Willard van Orman Quines ab, dass wir nicht denkend auseinanderhalten können, wovon wir reden und was wir darüber sagen.
Wir machen im Folgenden die Erkenntnis von Adelhard Scheffczyk, dass Gegenständlichkeit nur als Sinn und Bedeutung in die Logik eingehen kann, fruchtbar.
Hegel hat Licht darauf geworfen, dass und wie jedes relevante Seiende durch die Logik geregelt wird. Hegel denkt in erhellender Art und Weise Ontologie und Logik zusammen, da Logik die allgemeine Theorie der Möglichkeiten bzw. der Regulation der Seienden und des Seins ist.
Inhaltsverzeichnis
1.1. Einleitung
1.2. Hegels impliziter Grundgedanke
1.3. Ein Jegliches weiß durch die Logik, wie es sich zu verhalten hat als Zeitentität
2. Hegels technische Sprache, Reflexion, Gesetztsein
3. Die 3 Momente des hegelschen Begriffs
4. Die 5 Unmittelbarkeiten der Logik
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, Hegels Logik in Bezug auf Ontologie und Zeit zu erschließen und die systematische Verknüpfung dieser Kategorien innerhalb seines philosophischen Systems darzulegen. Dabei wird untersucht, wie das Seiende durch logische Regelsysteme konstituiert wird und welche Rolle die Zeit als Negativität in diesem Prozess spielt.
- Ontologisches Verständnis nach Fred Sommers
- Hegels logische Struktur des Absoluten
- Die Dialektik von Zeit, Sinn und Bedeutung
- Analyse der fünf Unmittelbarkeiten der Logik
- Bestimmung des hegelschen Begriffs und seiner Momente
Auszug aus dem Buch
Die 3 Momente des hegelschen Begriffs
Der hegelsche Begriff ist „die Selbstständigkeit, welche das sich von sich Abstoßen in unterschiedene Selbstständige, als dies Abstoßen identisch mit sich, und diese bei sich selbstbleibende Wechselbewegung nur mit sich ist.“ (E § 158)
Der hegelsche Begriff hat 3 Momente, nämlich die Allgemeinheit, die Besonderheit und die Einzelheit.
Das erste Moment des hegelschen Begriffs ist die Allgemeinheit.
Die Allgemeinheit besteht in der sich auf sich beziehenden Negation.
Das zweite Moment des hegelschen Begriffs ist die Besonderheit.
Die Besonderheit besteht in der in der sich auf sich beziehenden Negation impliziten einfachen oder ersten Negation.
Das dritte Moment des hegelschen Begriffs ist die Einzelheit.
Die Einzelheit besteht in der sich auf sich beziehenden Negation, die als solche gesetzt ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1.1. Einleitung: Hier wird der theoretische Rahmen abgesteckt, der Ontologie und Logik als allgemeine Theorie der Möglichkeiten und Regulation des Seienden zusammenführt.
1.2. Hegels impliziter Grundgedanke: Dieses Kapitel erläutert die Präsenz des Weltganzen in allen Dingen durch das Verhältnis von Sinn-Bedeutungs-Konstellationen.
1.3. Ein Jegliches weiß durch die Logik, wie es sich zu verhalten hat als Zeitentität: Es wird untersucht, wie jede Entität durch ihre logische Verortung eine Funktion im Weltganzen einnimmt und warum Hegel Existenz als Abbruch des Werdens thematisiert.
2. Hegels technische Sprache, Reflexion, Gesetztsein: Dieses Kapitel widmet sich der reflexiven Struktur in der Wesens- und Seinslogik sowie der Bestimmung des Gesetztseins als notwendigem Moment der Negation.
3. Die 3 Momente des hegelschen Begriffs: Die Untersuchung der drei fundamentalen Momente – Allgemeinheit, Besonderheit und Einzelheit – bildet das Zentrum dieses Abschnitts.
4. Die 5 Unmittelbarkeiten der Logik: Hier werden die fünf logischen Unmittelbarkeiten definiert, die den Übergang von der absoluten Idee bis hin zur Objektivität strukturieren.
Schlüsselwörter
Hegel, Logik, Ontologie, Zeit, Reflexion, Gesetztsein, Begriff, Allgemeinheit, Besonderheit, Einzelheit, Unmittelbarkeit, Weltganzes, Idealismus, Sein, Wahrheit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine fundierte Einführung in Hegels Logik, indem sie die tiefgreifenden Zusammenhänge zwischen Ontologie, Zeit und logischer Struktur analysiert.
Welche thematischen Schwerpunkte werden behandelt?
Zu den Schwerpunkten gehören das Verständnis des hegelschen Begriffs, die Rolle der Zeit als Außersichsein sowie die Analyse der logischen Unmittelbarkeiten.
Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?
Die Arbeit untersucht, wie Hegel Ontologie und Logik synthetisiert, um die Regulation des Seienden und die Bedeutung der Zeit im Rahmen des Absoluten zu erklären.
Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?
Es wird eine systematische philosophische Textanalyse der hegelschen Schriften unter Einbezug moderner interpretativer Literatur durchgeführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Hegels technischer Sprache, der triadischen Struktur des Begriffs und der Herleitung der fünf Unmittelbarkeiten der Logik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Die zentralen Begriffe sind Hegel, Ontologie, Zeit, Reflexion und die Struktur des hegelschen Begriffs.
Wie definiert der Autor das Verhältnis von Zeit und Logik?
Zeit wird als Negativität der Äußerlichkeit betrachtet, die untrennbar mit der logischen Konstitution des Seienden verbunden ist.
Was bedeuten die "fünf Unmittelbarkeiten" in Hegels Logik?
Sie repräsentieren verschiedene logische Stadien oder Schichten, die vom Nullhorizont des Seins und Nichts bis hin zur Objektivität reichen.
- Arbeit zitieren
- Claus Lippe (Autor:in), 2020, Ontologie, Zeit und Logik bei Georg Wilhelm Friedrich Hegel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/909653