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Hat die Liebesbeziehung zwischen Tristan und Isolde in Gottfried von Straßburgs „Tristan“ einen gleichberechtigten Charakter?

Title: Hat die Liebesbeziehung  zwischen Tristan und Isolde in Gottfried von Straßburgs „Tristan“ einen gleichberechtigten Charakter?

Term Paper , 2020 , 11 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Dave Buhrs (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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Diese Hausarbeit beschäftigt sich damit, inwiefern die Beziehung zwischen Tristan und Isolde einen gleichberechtigten Charakter aufweist. Untersucht wird die Frage: wie sieht die Liebesbeziehung zwischen Tristan und Isolde in Gottfrieds Tristan-Version in Bezug auf Gleichwertigkeit aus? Um diese Frage beantworten zu können, soll unser Blick zuerst auf den gesellschaftlichen Kontext, in den das Werk erschienen ist, gelenkt werden. Ebenso sollen die Tendenzen in der Minne-Dichtung hinsichtlich der Gleichwertigkeit in der Liebe berücksichtigt werden. Danach wird der Versuch unternommen, anhand von Interpretationsansätzen aus der Sekundärliteratur sowie geeigneten Textstellen aus dem Werk die Forschungsfrage zu beantworten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1. Das Liebeskonzept in der hochmittelalterlicher Gesellschaft

2.2. Das Liebeskonzept in der Minne-Lyrik

2.3. Das Liebeskonzept bei Gottfried von Straßburg

3. Schluss

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Mini-Hausarbeit untersucht die Liebesbeziehung zwischen Tristan und Isolde in der Version von Gottfried von Straßburg im Hinblick auf das Konzept der Gleichwertigkeit. Dabei wird analysiert, inwieweit das Werk tatsächlich ein gleichberechtigtes Verhältnis darstellt oder ob gesellschaftliche und kirchliche Rollenbilder der Zeit dieses Ideal einschränken.

  • Gesellschaftlicher Kontext der hochmittelalterlichen Lebenswelt
  • Entwicklung und Merkmale der hohen und ebenen Minne
  • Die Darstellung der Liebesbeziehung bei Gottfried von Straßburg
  • Der Einfluss des Minnetranks und die Rolle des Frauenbildes
  • Der "Huote-Exkurs" als Kommentar zum mittelalterlichen Frauenbild

Auszug aus dem Buch

Das Liebeskonzept bei Gottfried von Straßburg

Dann kommen wir jetzt zu der eigentlichen Frage dieser Hausarbeit: wie lässt sich das Liebeskonzept in „Tristan“ anhand des Textes einordnen? Rinn ist der Meinung, dass das Werk ein Musterbeispiel für die Darstellung einer Liebesbeziehung mit gegenseitigem Charakter ist. Das Kommentar des Autors nach der Einnahme des Minnetranks illustriert eben diese Gegenseitigkeit:

„si haeten beide ein herze ir swaere war sîn smerze sîn smerze war ir swaere. si wâren beide einbaere an liebe unde an leide“

Auch Fourie ist der Meinung, dass eine intime Verbindung angegangen wird: die beiden teilen quasi eine Identität und seien „identity-less without the other.“ Zu gleicher Zeit ist es Fourie, der daraufhin weist, dass es für mittelalterliche Verhältnisse ungewöhnlich ist, wie gebildet Isolde ist. Im Einklang mit dem patriarchalen Gesellschaftsbild ist es dennoch Tristan selbst, die ihr geschult hat. Dadurch, dass die beiden sehr gebildet sind, stehen sie einander sehr nahe, was das Fundament für die Tristanliebe sei, welche, ihm zufolge, „is realised through the Minnetrank on the ship“ Schindele dagegen, nimmt sehr deutlich Stellung dagegen ein und meint, dass die Geschichte auch ohne den Zaubertrank hätte stattfinden können. Demzufolge könnte der Minnetrank lediglich als symbolisches Ausdrucksmittel für die Liebe aufgefasst werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, skizziert den "Tristan"-Stoff und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Gleichberechtigung der Liebenden in Gottfrieds Werk.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert den gesellschaftlichen Kontext, die Minne-Lyrik und das spezifische Liebeskonzept bei Gottfried von Straßburg, inklusive einer kritischen Untersuchung des Minnetranks.

2.1. Das Liebeskonzept in der hochmittelalterlicher Gesellschaft: Dieses Kapitel erläutert die damalige gesellschaftliche Unterordnung der Frau, die doppelte Geschlechtsmoral und den Einfluss kirchlicher Lehren auf die Liebeskonzeption.

2.2. Das Liebeskonzept in der Minne-Lyrik: Hier wird die höfische Minne als Idealbild und Statussymbol des Adels analysiert und der Übergang zur "ebenen" Minne durch Dichter wie Walther von der Vogelweide beschrieben.

2.3. Das Liebeskonzept bei Gottfried von Straßburg: Dieses Kapitel untersucht die spezifische Darstellung der Tristan-Isolde-Beziehung, die Rolle des Minnetranks und die Ambivalenz durch den "Huote-Exkurs".

3. Schluss: Der Schlussteil fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Ergebnis, dass trotz des Ideals einer privaten, gleichwertigen Liebe, gesellschaftliche Schranken und der Huote-Exkurs eine volle Gleichstellung der Frau in Frage stellen.

Schlüsselwörter

Tristan und Isolde, Gottfried von Straßburg, Mittelalter, Liebeskonzept, Gleichberechtigung, Minne, höfische Literatur, Minnetrank, Frauenbild, Huote-Exkurs, hochmittelalterliche Gesellschaft, Geschlechtsmoral, Literaturwissenschaft, Personenliebe, Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Liebesbeziehung zwischen Tristan und Isolde in Gottfried von Straßburgs Epos "Tristan" unter dem Aspekt der Gleichberechtigung bzw. Gleichwertigkeit der Partner.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind der gesellschaftliche Kontext des Mittelalters, das literarische Ideal der Minne, die Interpretation des Minnetranks sowie das mittelalterliche Frauenbild.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu klären, ob die Beziehung zwischen Tristan und Isolde als gleichberechtigt eingestuft werden kann oder ob sie an zeitgenössische patriarchale Normen gebunden bleibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, indem sie das Primärwerk durch Sekundärliteratur (Interpretationsansätze) und den direkten Rückbezug auf Textstellen analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und das Minne-Konzept dargelegt, gefolgt von einer Analyse des Liebesbegriffs im konkreten Werk "Tristan".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Tristan und Isolde, Minne, Gleichberechtigung, mittelalterliches Frauenbild, Minnetrank und Gottfried von Straßburg.

Welche Bedeutung misst der Autor dem "Huote-Exkurs" bei?

Der Autor nutzt den Exkurs, um aufzuzeigen, dass Gottfried von Straßburg trotz der idealisierten Liebe letztlich kirchliche Vorstellungen zur Sündhaftigkeit der Frau und zur Notwendigkeit von Mäßigung teilt, was die Gleichwertigkeit einschränkt.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle des Minnetranks?

Die Arbeit beleuchtet zwei Perspektiven: Einerseits als magisches Element, das die Liebe begründet, andererseits als symbolisches Ausdrucksmittel, wobei kritisch gefragt wird, ob Isolde durch den Trank ihre Autonomie verliert.

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Details

Title
Hat die Liebesbeziehung zwischen Tristan und Isolde in Gottfried von Straßburgs „Tristan“ einen gleichberechtigten Charakter?
College
Utrecht University
Grade
1,2
Author
Dave Buhrs (Author)
Publication Year
2020
Pages
11
Catalog Number
V909664
ISBN (eBook)
9783346211798
ISBN (Book)
9783346211804
Language
German
Tags
Tristan & Isolde Tristan Gottfried von Straßburg Mittelalter Epos Deutsche Literatur vor 1800 Legende Gleichberechtigung Gender studies Minne Konzept Minne Liebesbeziehung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dave Buhrs (Author), 2020, Hat die Liebesbeziehung zwischen Tristan und Isolde in Gottfried von Straßburgs „Tristan“ einen gleichberechtigten Charakter?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/909664
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