Die vorliegende Arbeit überprüft, ob der tranformationale Stil eine adäquate Führungsform in der digitalen Transformation darstellt. Im ersten Teil dieser Studienarbeit werden die Konsequenzen der Digitalisierung auf Unternehmen, Arbeitswelt und die Führungsrolle analysiert. Im Weiteren werden die hieraus resultierenden neuen Anforderungen und Kompetenzen an die Führungsrolle im digitalen Zeitalter aufgezeigt. In diesem Kontext wird der, seit den 80er Jahren bekannte, transformationale Führungsstil untersucht. Er hat eine zentrale Rolle unter den modernen Führungsansätzen eingenommen. Die Arbeit schließt mit der Beantwortung der Frage, ob der transformationale Führungsansatz, im Kontext der digitalen Unternehmenstransformation, geeignet ist, ab. Bedeutsam ist hierbei, dass der transformationale Führungsstil als fördernde Wahl im Transformationsprozess gesehen werden kann, da er den Menschen und seine Fähigkeiten in den Mittelpunkt stellt. Die anschließende Evaluation untersucht und bewertet abschließend die Effekte und Auswirkungen einer transformationalen Führung in Unternehmen.
Inhaltsverzeichnis
1 Abstract
2 Die Digitalisierung und ihre Konsequenzen
2.1 Auswirkungen auf Unternehmen und Arbeitswelt
2.2 Digitalisierung der Führungsrolle: Anforderungsanalyse für Digital Leader
3 Der transformationale Führungsansatz
3.1 Die vier Komponenten der transformationalen Führung
3.2 Evaluierung im Kontext der digitalen Transformation
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung, ob der transformationale Führungsansatz eine geeignete Führungsform darstellt, um den spezifischen Herausforderungen im Kontext der digitalen Transformation zu begegnen.
- Analyse der Auswirkungen der Digitalisierung auf Unternehmen und die moderne Arbeitswelt.
- Identifikation veränderter Kompetenzanforderungen an Führungskräfte (Digital Leader).
- Detaillierte Untersuchung des transformationalen Führungsmodells nach Bass und Riggio.
- Evaluation der Geeignetheit transformationaler Führung für die digitale Unternehmenstransformation.
Auszug aus dem Buch
Die vier Komponenten der transformationalen Führung
Der Gesamtrahmen der transformationalen Führung wird von Bass und Riggio an Hand von vier Komponenten erläutert. Hierbei wird schnell deutlich, dass es nicht allein auf eine Kompetenz oder Fähigkeit der FK ankommt. Sie definierten die Dimension der Führung nach folgenden vier Komponenten:
[...] Idealized Influence
Inspirational Motivation
Intellectual Stimulation
Individualized Consideration [...].90
Die im Folgenden erläuterten Kompetenzen und Techniken sind nur dann als nützlich zu sehen, wenn sie im Gesamtkontext angewendet werden.91 Idealized Influence (idealisierter Einfluss) steht für die Wirkung der FK, d. h. welche Ausstrahlung diese auf andere hat. Diese, auch Charisma genannt, kommt unabhängig von der fachlichen Expertise der FK zur Geltung. Das Charisma der FK hat zwar einen hohen Stellenwert im transformationalen Führungsstil, reicht allein aber nicht aus.92 Die FK in der transformationalen Führung ist Vertrauensperson und Vorbild zugleich.93 Die FK vereinbart in dieser emotionalen Ebene mit den MA gemeinsame Ziele sowie eine Vision.94 Eine Anregung der Geführten erreicht die FK durch das Setzen von erreichbaren Zielen, die zu langfristigen Visionen hinleiten. Dies führt dazu, dass die MA eine starke Bewunderung verspüren und der Führende eine Vorbildfunktion für sie wird. Dadurch wird eine Vertrauensbasis zwischen FK und MA geschaffen.95 Bass charakterisiert die inspirational motivation (inspirierende Motivierung), ebenso wie die idealisierte Einflussnahme als emotionalen Teil der vier Komponenten.96 Sie beschreibt die Fähigkeit des Führenden, durch seine anspruchsvollen und attraktiven Ziele und Aufgaben, die MA zu motivieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Abstract: Diese Einleitung skizziert die durch die digitale Transformation geprägte VUCA-Welt und begründet die Relevanz der Untersuchung des transformationalen Führungsstils.
2 Die Digitalisierung und ihre Konsequenzen: Das Kapitel analysiert die disruptiven Auswirkungen der Digitalisierung auf Wirtschaft, Arbeit und Management sowie die daraus resultierenden neuen Anforderungen an Führungskräfte.
3 Der transformationale Führungsansatz: Dieser Abschnitt erläutert die theoretischen Grundlagen des Führungsstils, beschreibt dessen vier Kernkomponenten und evaluiert abschließend die Anwendbarkeit des Modells im digitalen Transformationsprozess.
Schlüsselwörter
Digitale Transformation, Digital Leadership, Transformationale Führung, VUCA, Arbeit 4.0, Führungsrolle, Kompetenzanforderungen, Ambidextrie, Mitarbeiterorientierung, Innovationsfähigkeit, Change Management, Führungskultur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Eignung des transformationalen Führungsansatzes als adäquate Führungsform unter den Rahmenbedingungen der digitalen Unternehmenstransformation.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit behandelt die Konsequenzen der Digitalisierung für Organisationen, die Definition des Rollenbilds eines „Digital Leaders“ sowie die theoretische Fundierung und Evaluation transformationaler Führung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es zu beantworten, ob und inwiefern der transformationale Führungsstil im Kontext der digitalen Transformation als fördernde Führungsstrategie fungieren kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und nutzt eine tabellarische Gegenüberstellung, um aktuelle Herausforderungen einer Führungskraft mit den Lösungsansätzen transformationaler Führung abzugleichen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Auswirkungen der Digitalisierung, die Ableitung von Kompetenzanforderungen für Führungskräfte und eine detaillierte Erörterung der vier Komponenten transformationaler Führung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind insbesondere Digitale Transformation, Digital Leadership, transformationale Führung, VUCA-Welt sowie die Kompetenzentwicklung von Führungskräften.
Was genau versteht der Autor unter einer „VUCA-Welt“?
Die VUCA-Welt beschreibt den heutigen Status quo der Arbeitswelt, charakterisiert durch Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit, welche hohe Anforderungen an die Anpassungsfähigkeit von Führungskräften stellen.
Warum reicht Fachkompetenz für einen „Digital Leader“ heute nicht mehr aus?
Aufgrund der hohen Dynamik und der Notwendigkeit zur kreativen Zusammenarbeit im Kontext der Digitalisierung wird von modernen Führungskräften verstärkt die Fähigkeit zum Coaching, Mentoring und zur Förderung der Innovationskraft erwartet.
Welche Rolle spielt die „Ambidextrie“ in dieser Arbeit?
Die Ambidextrie oder beidhändige Führung beschreibt die Notwendigkeit für Führungskräfte, sowohl das bisher Bewährte effizient zu verwalten (Exploitation) als auch Raum für Innovationen und Neues zu schaffen (Exploration).
Was ist das Ergebnis der Geeignetheitsprüfung in der abschließenden Tabelle?
Die Prüfung zeigt, dass transformationale Führung auf die meisten modernen Herausforderungen – wie etwa den Umgang mit verschiedenen Generationen oder die Forderung nach Flexibilität – eine positive Antwort liefert und somit als fördernd im Transformationsprozess angesehen werden kann.
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- Daniel Werner (Author), 2020, Geeignetheitsprüfung des transformationalen Führungsansatzes im Kontext der digitalen Transformation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/909730