Die Arbeit erarbeitet die Möglichkeiten des sozialen Aufstiegs durch Bildung im Mittelalter. Wie solche sozialen Aufstiege aus dem dritten in den ersten Stand durch Bildung gelingen konnten, möchte ich in dieser Arbeit anhand von drei Beispielen behandeln.
Vom Mittelalter ist die ständische Gesellschaft bekannt, in der es kaum soziale Mobilität gab. Jedoch ist das Wachstum der Verwaltung und des Klerus ein Zeichen dafür, dass immer mehr Menschen einen Aufstieg in die Verwaltung und den Pfarrdienst schafften. Allerdings verschlossen sich alte Eliten gegenüber niederen Aufsteigern, wie zum Beispiel Stadträte gegenüber den gelehrten Juristen, deren Dienste in Anspruch genommen wurden, welche aber darüber hinaus keinen Zugang zu den höheren Gesellschaften erhielten.
Inhaltsverzeichnis
- Studentenleben in der mittelalterlichen Universität
- Einführung und Forschungsfrage
- Methode
- Sozialer Aufstieg durch Bildung im Mittelalter
- Sozialer Aufstieg für Bürgerliche
- Die Universität als Karriereleiter
- Gelehrte im Mittelalter
- Ludwig Pfutzinger
- Gerhard von Wieringen
- Nikolaus von Kues
- Fazit
- Methodenreflektion
- Vergleich
- Ergebnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, ob und wie im Mittelalter ein sozialer Aufstieg durch Bildung möglich war. Im Mittelpunkt stehen die Chancen und Möglichkeiten ausgewählter Personen, die aus bürgerlichen Verhältnissen stammten und durch ihre Bildung Karriere im Klerus machten.
- Soziale Mobilität im mittelalterlichen Ständesystem
- Die Rolle der Universität als Institution des sozialen Aufstiegs
- Die Bedeutung von Bildung und Karriere im Klerus
- Analyse von Beispielkarrieren bürgerlicher Gelehrter
- Vergleichende Betrachtung der Aufstiegsmöglichkeiten im Spätmittelalter
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in die Forschungsfrage ein und stellt die Methode dar. Es werden die Herausforderungen des sozialen Aufstiegs im mittelalterlichen Ständesystem beleuchtet und die Universität als Institution des sozialen Aufstiegs vorgestellt.
Kapitel 2 konzentriert sich auf den sozialen Aufstieg von Bürgerlichen, insbesondere den Weg in den Klerus. Es werden die verschiedenen Karrieremöglichkeiten im mittelalterlichen Ständesystem aufgezeigt und die Bedeutung der Universität als Karriereleiter hervorgehoben.
Kapitel 3 stellt drei Beispielkarrieren von bürgerlichen Gelehrten vor: Ludwig Pfutzinger, Gerhard von Wieringen und Nikolaus von Kues. Es werden die sozialen Hintergründe, die Bildungswege und die Karrieren dieser Persönlichkeiten analysiert.
Schlüsselwörter
Sozialer Aufstieg, Bildung, Mittelalter, Ständesystem, Universität, Klerus, bürgerliche Gelehrte, Karrieren, Beispielkarrieren, Ludwig Pfutzinger, Gerhard von Wieringen, Nikolaus von Kues.
Häufig gestellte Fragen
War sozialer Aufstieg im Mittelalter möglich?
Ja, trotz der starren Ständegesellschaft bot vor allem Bildung den Weg für einen Aufstieg aus dem bürgerlichen Stand in den Klerus oder die Verwaltung.
Welche Rolle spielte die Universität als "Karriereleiter"?
Die Universität war eine zentrale Institution, die es begabten Bürgersöhnen ermöglichte, Qualifikationen für höhere Ämter in der Kirche oder an Fürstenhöfen zu erwerben.
Wer war Nikolaus von Kues?
Er ist ein prominentes Beispiel für einen Aufsteiger, der aus einfachen Verhältnissen stammte und durch seine Bildung zu einem bedeutenden Gelehrten und Kardinal aufstieg.
Wurden Aufsteiger von den alten Eliten akzeptiert?
Oft nur bedingt. Während ihre Dienste (z.B. als Juristen) geschätzt wurden, blieb ihnen der Zugang zu den höchsten gesellschaftlichen Kreisen der alten Eliten häufig verwehrt.
Welche Berufsfelder standen gebildeten Bürgerlichen offen?
Vor allem Positionen im Pfarrdienst, in der städtischen Verwaltung oder als gelehrte Berater an den Höfen des Adels.
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- Joram Deckert (Author), 2020, Sozialer Aufstieg durch Bildung im Mittelalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/910096