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Arend Lijpharts "Patterns of Democracy" und Polen. Ist die parlamentarische Republik Polen eine Konsens- oder Mehrheitsdemokratie?

Title: Arend Lijpharts "Patterns of Democracy" und Polen. Ist die parlamentarische Republik Polen eine Konsens- oder  Mehrheitsdemokratie?

Term Paper (Advanced seminar) , 2016 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Politics - Region: Eastern Europe
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Summary Excerpt Details

In dieser Hausarbeit unternimmt die Autorin den Versuch, die Studie von Arend Lijphart auf die parlamentarische Republik Polen anzuwenden, da er diese nicht untersuchte.

Die parlamentarische Republik Polen ist zurzeit sehr präsent. In vielen Medien wird von einem Anschlag auf die Demokratie und einer Gefährdung derselben gesprochen. Zahlreiche Menschen gehen in Polen auf die Straße, um für den Erhalt der polnischen Demokratie zu demonstrieren. An dieser Stelle habe ich mir die Frage gestellt, was eine Demokratie auszeichnet und ob es ein festgelegtes Demokratie-Axiom gibt. Die wohl bekannteste Demokratiedefinition stammt von Abraham Lincoln, welcher in seiner berühmten Rede, der "Gettysburg Address" von 1863, die Demokratie folgendermaßen beschrieb: "Government of the people, by the people and for the people" (Grotz/Nohlen 2011: 83). In diesem Zusammenhang kam die Frage auf, ob man Demokratien messen kann. Der niederländische Politikwissenschaftler Arend Lijphart hat ebendies in "Patterns of Democracy“ versucht. Demokratien lassen sich seiner Ansicht nach grundlegend in zwei Typen unterscheiden: Konsens- und Mehrheitsdemokratien.

Dementsprechend liegt der zeitlichen Rahmen dieser Hausarbeit auf die Jahre 1989 bis 2011 fest, da 1989 die erste demokratische Parlamentswahl der Dritten Polnischen Republik stattfand und bis 2011 die größtmögliche Breite an Daten verfügbar ist. Nachfolgend soll zunächst untersucht werden, was Arend Lijphart unter einer Konsens- und Mehrheitsdemokratie versteht und wie er diese versucht zu messen. Anschließend soll auf dieser Grundlage eine Untersuchung von Polen vorgenommen werden, um schlussendlich eine Einordnung des Demokratietyps vorzunehmen. Hinsichtlich dieser Gesichtspunkte ist das allgemeine Ziel dieser Hausarbeit, auf Grundlage von "Patterns of Democracy", den Demokratietyp von Polen zu bestimmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einführung in die Studie von Arend Lijphart

2.1 Konsensdemokratien nach Lijphart

2.2 Mehrheitsdemokratien nach Lijphart

2.3 Unterscheidungskriterien von Konsens- und Mehrheitsdemokratien

3. Exekutive-Parteien-Dimension

3.1 Regierungszusammensetzung

3.2 Verhältnis zwischen der Exekutive und Legislative

3.3 Parteiensystem

3.4 Wahlsystem

3.5 Interessengruppensystem

4. Föderalismus-Unitarismus-Dimension bei Lijphart

4.1 Staatsaufbau

4.2 Kammersystem

4.3 Rigidität der Verfassung

4.4 Normenkontrolle durch das Verfassungsgericht

4.5 Unabhängigkeit der Zentralbank

5. Exekutive-Parteien Dimension Polens

5.1 Regierungszusammensetzung in Polen

5.2 Verhältnis zwischen der Exekutive und Legislative in Polen

5.3 Parteiensystem in Polen

5.4 Wahlsystem in Polen

5.5 Interessengruppensystem in Polen

6. Föderalismus-Unitarismus-Dimension Polens

6.1 Staatsaufbau in Polen

6.2 Kammersystem in Polen

6.3 Rigidität der Verfassung in Polen

6.4 Normenkontrolle durch das Verfassungsgericht in Polen

6.5 Unabhängigkeit der Zentralbank in Polen

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das Demokratiemodell von Arend Lijphart auf die parlamentarische Republik Polen im Zeitraum von 1989 bis 2011 anzuwenden, um den Demokratietypus Polens innerhalb der Kategorien Konsens- oder Mehrheitsdemokratie zu bestimmen.

  • Grundlagen der Demokratietheorie nach Arend Lijphart
  • Die Exekutive-Parteien-Dimension als Analyseraster
  • Die Föderalismus-Unitarismus-Dimension als Analyseraster
  • Empirische Analyse der politischen Institutionen Polens
  • Einordnung der polnischen Demokratie in das Konsens-Mehrheits-Spektrum

Auszug aus dem Buch

3.3 Parteiensystem

Um ein eindeutiges Bild zu bekommen, wie viele Parteien wirklich effektiv im Parlament vertreten sind, nutzt Lijphart den Laakso/Taagepera-Index. Dieser Index berücksichtigt die Stärke einer Partei, wodurch die effektive Anzahl der parlamentarischen Parteien ermittelt werden kann. In diesem Zusammenhang muss jedoch beachtet werden, dass es Parteien gibt, die in sich fraktionell gespalten sind beziehungsweise Parteien, die sich so ähnlich sind und miteinander verbunden sind, dass sie auch als eine Partei fungieren könnten. In diesem Fall berechnet Lijphart den Index einmal mit einer Partei und einmal mit zwei Parteien als Wert, anschließend mittelt er das Ergebnis aus den beiden Rechnungen, um das Index-Endergebnis zu erhalten (Lijphart 2012: 63-67). Es wird zwischen Zweiparteiensystemen und Mehrparteiensystem unterschieden, hierbei entspricht der Wert von [2.0] einem eindeutigen Zweiparteiensystem und der Wert von [4.5] eindeutig einem Mehrparteiensystem (Lijphart 2012: 62).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt den zeitlichen Rahmen der Studie fest und formuliert die Forschungsfrage, ob Polen eine Konsens- oder Mehrheitsdemokratie darstellt.

2. Einführung in die Studie von Arend Lijphart: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen von Lijpharts Demokratiestudien und definiert die Unterscheidung zwischen Konsens- und Mehrheitsdemokratien.

3. Exekutive-Parteien-Dimension: Hier werden die fünf Variablen der Exekutive-Parteien-Dimension beschrieben, die als Messinstrumente für die Einordnung von Demokratien dienen.

4. Föderalismus-Unitarismus-Dimension bei Lijphart: Dieses Kapitel behandelt die verfassungsrechtlichen und institutionellen Merkmale, die Lijpharts zweite Dimension der Demokratieanalyse bilden.

5. Exekutive-Parteien Dimension Polens: Eine empirische Anwendung der Exekutive-Parteien-Dimension auf das politische System Polens im Zeitraum 1989-2011.

6. Föderalismus-Unitarismus-Dimension Polens: Eine Anwendung der zweiten Dimension auf die polnischen Institutionen, einschließlich Staatsaufbau und Unabhängigkeit der Zentralbank.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Polen tendenziell einer Konsensdemokratie zuzuordnen ist.

Schlüsselwörter

Arend Lijphart, Konsensdemokratie, Mehrheitsdemokratie, Polen, Exekutive-Parteien-Dimension, Föderalismus-Unitarismus-Dimension, Regierungszusammensetzung, Wahlsystem, Gallagher-Index, Laakso/Taagepera-Index, Parlament, Politische Institutionen, Demokratieforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das politische System der Republik Polen unter Anwendung der Demokratietheorie von Arend Lijphart.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit analysiert die institutionelle Ausgestaltung Polens anhand der zehn Demokratiemerkmale von Lijphart, unterteilt in zwei Hauptdimensionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob Polen eher als Konsens- oder als Mehrheitsdemokratie klassifiziert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Operationalisierungsmethoden von Arend Lijphart (wie z.B. den Gallagher-Index oder den Laakso/Taagepera-Index), um Daten aus der polnischen Politik empirisch einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung der Lijphart-Dimensionen und deren anschließende praktische Anwendung auf die polnischen politischen Gegebenheiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Konsensdemokratie, Mehrheitsdemokratie, Lijphart-Modell, Regierungszusammensetzung und politisches System Polens.

Warum wurde der Zeitraum 1989 bis 2011 gewählt?

Dieser Zeitraum markiert den Beginn der demokratischen Transformation Polens 1989 bis hin zur bestmöglichen Datenverfügbarkeit zum Zeitpunkt der Erstellung der Arbeit.

Welche Rolle spielt die Zentralbank in der Analyse?

Die Unabhängigkeit der Zentralbank ist eine der Variablen der Föderalismus-Unitarismus-Dimension und dient als Indikator für die demokratische Ausrichtung des Staates.

Welches Ergebnis zieht der Autor für Polen?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Polen zwar keine archetypische Konsensdemokratie ist, aber eine deutliche konsensdemokratische Ausrichtung in der Mehrheit der untersuchten Merkmale aufweist.

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Details

Title
Arend Lijpharts "Patterns of Democracy" und Polen. Ist die parlamentarische Republik Polen eine Konsens- oder Mehrheitsdemokratie?
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Politikwissenschaft)
Course
Analyse und Vergleich politischer Systeme
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2016
Pages
21
Catalog Number
V910149
ISBN (eBook)
9783346229915
ISBN (Book)
9783346229922
Language
German
Tags
Arend Lijphart Patterns of Democracy Konsensdemokratie Mehrheitsdemokratie Polen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2016, Arend Lijpharts "Patterns of Democracy" und Polen. Ist die parlamentarische Republik Polen eine Konsens- oder Mehrheitsdemokratie?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/910149
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