Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den handelsrechtlichen Jahresabschluss. Eine kritische Würdigung


Bachelorarbeit, 2020

46 Seiten, Note: 2,3

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das weltweite Phänomen des Coronavirus
2.1. Begriffsbestimmung
2.2. Pandemiebedingter Boom einiger Branchen
2.3. Schwächung der Wirtschaft durch die Pandemie

3. Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die handelsrechtliche Rechnungslegung zum 31.12.2019
3.1. Auswirkungen auf Bilanzierung und Erfolgsrechnung
3.2. Folgen für Berichterstattungen in Anhang und Lagebericht

4. Mögliche Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die handelsrechtliche Rechnungslegung zum 31.12.2020
4.1. Bilanzielle Auswirkungen
4.1.1. Aktivposten
4.1.2. Passivposten
4.1.3. Latente Steuern
4.2. Auswirkungen auf die Erfolgsrechnung
4.3. Folgen für Berichterstattungen in Anhang und Lagebericht

5. Kritische Würdigung unternehmerischer Maßnahmen zur Abschwächung negativer Auswirkungen auf den Jahresabschluss
5.1. Liquiditätsfördernde Maßnahmen
5.2. Finanzielle Restrukturierung
5.3. Bilanzielle Gestaltungsmaßnahmen

6. Fazit

7. Summary

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Die Corona-Pandemie bestimmt 2020 in Deutschland die Schlagzeilen und unser gesellschaftliches Leben. Um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen, wurde das soziale Leben mittels drastischer Maßnahmen eingeschränkt. Landesweit kam es zu Schulschließungen und Veranstaltungsverboten - Reisewarnungen und Kontaktverbote wurden verhängt. Alle nicht notwendigen Betriebe wie Friseure, Restaurants, Hotels, Bekleidungsgeschäfte, Kaufhäuser oder auch Fitnessstudios mussten zeitweise schließen. Auch Einschränkungen in der Produktion und im Handel vieler Branchen mussten hingenommen werden. Die Auswirkungen für die Wirtschaft sind immens. Die Zeit titelt: „Ökonomen befürchten die tiefste Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg.“1 Es wird davon ausgegangen, dass vor allem viele kleine und mittelständische Betriebe der betroffenen Branchen die Krise nicht überleben werden. Vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag wird vor einer „Pleitewelle“ gewarnt.2 Und auch die Zahlen sprechen für sich. Im April 2020 sackte die Fertigung im Produzierenden Gewerbe im Vergleich zum Vorjahresmonat um über 25 Prozent ab.3 Auch wenn von der Bundesregierung ein Maßnahmenpaket in Milliardenhöhe zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen in Aussicht gestellt wurde, werden viele Unternehmen vor eine große Herausforderung gestellt. Die Krise wird Auswirkungen auf alle Bereiche eines Unternehmens haben - so auch auf die Rechnungslegung und die Unternehmensberichterstattung. Die nachfolgende Arbeit soll in diesem Zusammenhang untersuchen, wie sich die Corona-Pandemie auf den handelsrechtlichen Jahresabschluss auswirken wird.

Zu diesem Zweck wird zunächst der Hintergrund der Corona-Krise erläutert sowie deren Auswirkung auf die wirtschaftliche Situation Deutschlands. Nicht alle Unternehmen werden in gleichem Maße von den Auswirkungen der Pandemie betroffen sein, weshalb die Auswirkungen auf den handelsrechtlichen Jahresabschluss stark differieren können. Da die Folgen der Pandemie jedoch für einen Großteil der Wirtschaft negativ sein werden, soll der Fokus der Arbeit anschließend auf den negativen Folgen liegen und untersucht werden, welche Konsequenzen sich für die einzelnen Bestandteile des handelsrechtlichen Jahresabschlusses und zusätzlich auch für den Lagebericht ergeben. Da viele Unternehmen bei Ausbruch der Pandemie mitten in den Jahresabschlussarbeiten für das Jahr 2019 steckten, stellt sich die Frage, inwiefern die Corona-Pandemie schon im Jahresabschluss zum 31.12.2019 zu berücksichtigen ist. Im Hauptteil der Arbeit sollen die Auswirkungen herausgestellt werden, die sich für den handelsrechtlichen Jahresabschluss und den Lagebericht im „Krisenjahr“ 2020 ergeben. Ziel ist es, anschließend unternehmerische Maßnahmen herauszustellen, die Unternehmen in der Krise zur Verfügung stehen, um die negativen Auswirkungen auf den Jahresabschluss abzuschwächen und somit das Bild des Unternehmens nach außen zu stärken. Die Relevanz des Themas ergibt sich vor allem aus der Aktualität der Thematik, wodurch viele Unternehmen sowie deren Anspruchsgruppen bisher kaum über die (möglichen) Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den handelsrechtlichen Jahresabschluss einschließlich geeigneter Gegenmaßnahmen informiert sind.

2. Das weltweite Phänomen des Coronavirus

2.1. Begriffsbestimmung

Der Begriff „Corona“ stammt aus dem lateinischen und bedeutet „Kranz“ oder auch „Krone“.4 Die Coronaviren haben ihren Namen aufgrund des kranzförmigen Aussehens der Viren und wurden Mitte der 1960er Jahre erstmals identifiziert.5 Ende 2019 ist in der chinesischen Millionenstadt Wuhan eine neuartige Ausprägung des Virus aufgetreten, das „Sars-CoV-2“. Dieses Virus löst die Infektionskrankheit „Covid-19“ (coronavirus disease 2019) aus, eine Erkrankung der Atemwege. Die Symptome reichen von leichtem Husten über Fieber bis hin zu schweren Lungenentzündungen, die besonders für ältere Menschen und Menschen mit schweren Vorerkrankungen gefährlich sind und zum Tod führen können.6 Durch die Globalisierung breitete sich die Krankheit ab Januar 2020 auf der Welt aus und schon Anfang Mai blieb kaum ein Land von dem Virus verschont.7 Weltweit haben sich bis Anfang Juli 2020 bereits über 10 Millionen mit dem Virus infiziert und knapp 520.000 Menschen sind daran gestorben (Stand: 01.07.2020). In Deutschland belaufen sich die Zahlen zu demselben Zeitpunkt auf knapp 196.000 Infizierte und über 9.000 Tote.8

2.2. Pandemiebedingter Boom einiger Branchen

Trotz der überwiegend negativen Auswirkungen der Corona- Pandemie auf die Wirtschaft gibt es auch einzelne Branchen, die durch die Corona-Krise wirtschaftlich nicht geschwächt werden, sondern im Gegenteil sogar einen steigenden Absatz verzeichnen können. Sie können als die „Gewinner“ der Corona-Pandemie bezeichnet werden. Eine Absatzsteigerung konnte zu Beginn der Corona-Krise vor allem im Lebensmittel-Einzelhandel beobachtet werden. Aufgrund einer wachsenden Unsicherheit innerhalb der Bevölkerung, ließen sich viele zu sogenannten „Hamsterkäufen“ verleiten. Es wurden große Mengen an Waren des täglichen Bedarfs zur Schaffung eines Vorrats gekauft, was die Regale vieler Supermärkte leerte. Unklar ist hier jedoch, ob dieser Nachfrageanstieg nur von temporärer Bedeutung war und die Vorratshaltung ggf. einen anschließenden Rückgang der Nachfrage zur Folge hat.9 In diesem Fall würden sich die Effekte im Laufe des Jahres ausgleichen, wodurch keine effektive Umsatzsteigerung für das Jahr 2020 zu erwarten ist, sondern lediglich eine kurzfristige Liquiditätssteigerung durch die zeitliche Verschiebung von Erlösen. Folglich würden sich in den Jahresabschlüssen der Lebensmittel-Einzelhändler unter Annahme des Bilanzstichtags zum 31.12.2020 keine durch die Pandemie bedingten Veränderungen ergeben.

In anderen Branchen wiederum sind tatsächliche positive Auswirkungen auf den Jahresabschluss zu erwarten, etwa wenn der Absatz im gesamten Jahr 2020 erwartungsgemäß deutlich über dem Vorjahresniveau liegen wird. Hier sind beispielsweise Desinfektionsmittelhersteller zu nennen. Um sich vor dem Coronavirus zu schützen, werden diese Produkte in der Krise besonders stark nachgefragt. Die Firma RB Hygiene Home Deutschland GmbH, ein großer deutscher Produzent von Reinigungs- und Hygieneartikeln wie unter anderem „Sagrotan“, spricht von einer „exponentiellen Zunahme“ der Nachfrage nach Desinfektionsmitteln und strebt danach, die Marktnachfrage durch eine Ausweitung der Produktion zu bedienen.10 Auch der Geschäftsführer der Beviston GmbH in Nordholz, ein Hersteller für Desinfektionsmittel, berichtet: „So groß war die Nachfrage noch nie“.11 Aber auch die Nachfrage nach Schutzkleidung wie Atemmasken und Schutzanzügen ist in Zeiten der Krise deutlich erhöht. Dies ist nicht nur durch die gestiegene Nachfrage der Krankenhäuser bedingt, sondern auch durch eingeführte Mundschutzpflichten in öffentlichen Bereichen. Von dem Nachfrageanstieg nach Desinfektionsmitteln und Schutzkleidung profitieren nicht nur die Produzenten, sondern ebenso die Händler der Produkte.12 Im Jahresabschluss wird sich dies vor allem auf den Posten der Umsatzerlöse in der GuV auswirken, der durch den Nachfrageanstieg einerseits und evtl. auch durch damit einhergehende Preiserhöhungen ansteigt. Zwar steigen durch die erhöhte Produktion auch Produktions- und Personalkosten, aber tendenziell ist von einer Verbesserung des Jahresergebnisses auszugehen, was sich wiederum auch positiv auf die Bilanz im Bereich des Eigenkapitals auswirkt. Im Falle von Desinfektionsmitteln und Schutzkleidung ist allerdings zu erwarten, dass die zusätzliche Nachfrage nur so lange anhält wie eine Bedrohung durch das Virus besteht. Nach überstandener Krise ist mit einem Rückgang der Nachfrage zu rechnen.

Bedingt durch die zusätzliche Freizeit, die viele während der Pandemie zu Hause verbringen, erleben auch Streaming-Dienste wie „Netflix“ einen Nachfrage-Boom. Im ersten Quartal des Jahres 2020 konnte Netflix einen Anstieg der Bezahl-Abos um 15,8 Millionen weltweit verzeichnen.13 Damit verbuchte Netflix während der Krise seinen bislang größten Kundenandrang und übertraf die eigenen Prognosen bei Weitem. Von der großen Nachfrage und dem damit einhergehenden Umsatzplus von rund 28 Prozent im Jahresvergleich sei Netflix selbst überrascht gewesen.14 In dem gleichen Zusammenhang profitiert auch die Gamingbranche von der Freizeit, die sich viele zu Hause vertreiben müssen. Die Gaming-Plattform „Steam“ stellte während der Krise einen neuen Nutzerrekord auf, indem am 29. März 2020 rund 23,4 Millionen Nutzer gleichzeitig auf der Plattform aktiv waren.15 Ebenso erleben Spielehersteller und -vertreiber genau wie Online-Casinos einen pandemiebedingten Aufschwung.16

Ferner profitiert die IT-Branche während der Pandemie in besonderem Maße dadurch, dass viele Unternehmen ihren Mitarbeitern die Möglichkeit des Home­Office anbieten, um den persönlichen Kontakt auch im Arbeitsumfeld so weit wie möglich zu reduzieren. Diese Entwicklung habe vielen Kollaboration-Tools einen bis dato ungesehenen Boom beschert.17 So hat z.B. Microsoft gemeldet, dass die Anzahl der täglich aktiven Nutzer auf Microsoft Teams von 20 Millionen im November 2019 auf 44 Millionen im April 2020 gestiegen ist.18 Aber auch Online-Konferenzdienste wie „Zoom“ und „Skype“ erleben in Home-Office-Zeiten einen Boom ebenso wie Fernwartungssoftware wie z.B. die App „TeamViewer“. Dies wirkt sich nicht nur auf die Downloadzahlen, sondern ebenso auf die Aktienkurse aus. So erreicht die TeamViewer-Aktie im April 2020 ein Rekordhoch und verzeichnet von Mitte März bis Mitte April ein Kursplus von 88 Prozent.19

2.3. Schwächung der Wirtschaft durch die Pandemie

Trotz vereinzelter Gewinner der Corona-Pandemie leidet der Großteil der Wirtschaft enorm unter der Krise. Viele kleinere Betriebe wie Friseure, Hotels, Gastronomiebetriebe und Kaufhäuser bangen wegen der Geschäftsschließungen und damit zeitweise vollkommen entfallender Umsätze um ihre Existenz. Durch die weltweite Reisewarnung ist auch die Tourismusbranche stark geschwächt, einschließlich der Reisebüros und Airlines.20 Aber auch Künstler sind betroffen ebenso wie Freizeitveranstalter und Messeveranstalter. Neben den Unternehmen, die wirtschaftlich direkt unter den landesweit verhängten Maßnahmen zur Eindämmung des Virus leiden, sind ganz wesentlich auch Unternehmen bzw. Konzerne mit Geschäftstätigkeiten in China bzw. Geschäftsbeziehungen mit in China ansässigen Unternehmen betroffen.21 Viele deutsche Unternehmen sind auf Bauteile und Vorprodukte aus China angewiesen, wo die Produktion teils über Wochen stillstand. Sei es aufgrund der fehlenden Fremdbauteile, der angeordneten Schließung von Produktionsstandorten oder der gesunkenen Nachfrage - auch die Produktion in Deutschland ist massiv eingebrochen. Von März auf April 2020 sackte die Fertigung im produzierenden Gewerbe im Monatsvergleich um knapp 18 Prozent ab, zum Vorjahresmonat betrug das Minus nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sogar 25,3 Prozent.22

Absatz- und Umsatzeinbrüche, Liquiditätsengpässe, evtl. abspringende Kapitalgeber - all dies macht den Betrieben in der Krise zu schaffen und wird sich auch in der Unternehmensberichterstattung niederschlagen. Im Folgenden werden die Auswirkungen auf den handelsrechtlichen Jahresabschluss dargestellt und analysiert im Hinblick auf mögliche Maßnahmen, die einem Unternehmen zur Abschwächung der negativen Auswirkungen zur Verfügung stehen.

3. Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die handelsrechtliche Rechnungslegung zum 31.12.2019

3.1. Auswirkungen auf Bilanzierung und Erfolgsrechnung

Zu Beginn der Corona-Krise in Deutschland im Jahr 2020 steckten viele deutsche Unternehmen mitten in den Jahresabschlussarbeiten für das Geschäftsjahr 2019. Im Folgenden wird zur Vereinfachung der Bilanzstichtag des 31.12. eines Jahres unterstellt, zu dem die meisten Unternehmen ihren Jahresabschluss aufstellen. Für Unternehmen stellte sich die Frage, inwiefern die Corona-Pandemie bereits im Jahresabschluss zum 31.12.2019 zu berücksichtigen ist. Gemäß §252 Abs. 1 Nr. 4 HGB sind „alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, zu berücksichtigen, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses entstanden sind“. Da das Ausmaß der Corona-Pandemie den meisten Unternehmen bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses für 2019 ersichtlich war, ist zu prüfen, ob für 2019 ggf. schon Rückstellungen zu bilden sind oder außerplanmäßige Abschreibungen vorzunehmen sind. Voraussetzung hierfür ist das Vorliegen einer wertaufhellenden Tatsache, d.h. ein Ereignis, das im Bilanzierungszeitpunkt begründet war.23 Im Fall der Corona-Pandemie sind die ersten Fälle in China zwar bereits im Dezember 2019 aufgetreten, doch die globale Verbreitung des Virus wie auch die ersten Fälle in Deutschland traten erst im Januar 2020 auf. Es handelt sich daher um eine wertbegründende Tatsache, die zwar bis zum Tag der Abschlusserstellung bekannt wurde, aber keinen Rückschluss auf die Verhältnisse am Bilanzstichtag zulässt.24 Aufgrund des Stichtagsprinzips wird eine solche Tatsache grundsätzlich nicht bei der Bewertung berücksichtigt25. Die Bildung von Rückstellungen im Jahresabschluss ist daher nicht zulässig, doch es dürfe zu fordern sein, dass Rücklagen zu bilden sind.26 Ein weiterer Bewertungsgrundsatz des HGB sieht vor, dass unter der Annahme der Unternehmensfortführung zu bilanzieren ist, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.27 Diese Annahme der Unternehmens­fortführung kann bei einigen Unternehmen, die von dem Krisenverlauf existenzbedrohend betroffen sind, verletzt sein.28 In die Entscheidung, ob von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit auszugehen ist, ist die Beabsichtigung der Inanspruchnahme öffentlicher Stützungsmaßnahmen einzubeziehen, deren Anspruchsvoraussetzungen zuvor zu prüfen sind.29 Wenn ein Unternehmen bei Abschlusserstellung trotz Berücksichtigung der öffentlichen Stützungsmaßnahmen nicht von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit für die Dauer von mindestens einem Jahr nach dem Abschlussstichtag ausgehen kann, sind die Auswirkungen des Coronavirus unter Durchbrechung des Stichtagsprinzips bei der Bewertung zu berücksichtigen.30 Lediglich in diesem Fall würden sich die Auswirkungen der Pandemie in der Bilanz zum 31.12.2019 niederschlagen.31 Vorgaben für eine Bilanzierung bei Wegfall der Going-Concern-Prämisse sind gesetzlich nicht explizit geregelt, jedoch ist in diesem Fall von einem verstärkten Ansatz der Vermögensgegenstände zu ihrem aktuellen Zeitwert, also dem Einzelveräußerungs­wert ohne Berücksichtigung der geltenden Bewertungsvorschriften, auszugehen.32 Die Anwendung des Grundsatzes der Unternehmensfortführung ist jedoch im Einzelfall, je nachdem wie stark ein Unternehmen von der Krise betroffen sein wird, zu prüfen.

3.2. Folgen für Berichterstattungen in Anhang und Lagebericht

[...]


1 Nienhaus, Lisa: Alle Macht dem Virus?, in: Die Zeit, 26. März 2020.

2 Ringel, Anja: Wegen Coronavirus: DIHK warnt vor Pleitewelle, in: Produktion, 03/2020.

3 destatis, Pressemitteilung Nr. 204 vom 8. Juni 2020.

4 Brockhaus Enzyklopädie Online: Corona.

5 ICC Portal: Coronavirus-Namensherkunft, 2. Februar 2020.

6 Vgl. Banner, Tanja: Corona: Symptome, Inkubationszeit und Ansteckung - Was bisher alles bekannt ist, in: Frankfurter Rundschau, 17. März 2020.

7 Bocksch, René: Wo es (angeblich) kein Corona gibt, statista.com, 6. Mai 2020.

8 Robert Koch Institut, COVID-19: Fallzahlen in Deutschland und weltweit, 23. Juni 2020.

9 Vgl. Hecking, Claus: Starke, teils irrationale Nachfrage, in: Spiegel Online, 29. März 2020.

10 dpa: Wegen Coronavirus: Desinfektionsmittelhersteller erhöhen Produktion, in: Mannheimer Morgen, 26. Februar 2020.

11 o.V.:Nachfrage-Boom: Nordholzer Firma stellt mehr Desinfektionsmittel her, in: Niederelbe­Zeitung, Cuxhavener Nachrichten, 11. März 2020.

12 Vgl. Koerth, Katharina: Welche Branchen unter Corona leiden - und welche profitieren, in: Spiegel Online, 12. März 2020.

13 Plantholt, Sebastian: Kundenansturm in Corona-Krise überrascht sogar Netflix, in: Die Welt, 23. April 2020.

14 Vgl. ebenda.

15 Böhm, Markus: Nutzerrekord in der Coronakrise. 24 Millionen Gamer gleichzeitig auf Spieleplattform Steam, in: Spiegel Online, 30. März 2020.

16 Vgl. o.V.: IT-Branche und Gaming-Branche in Zeiten der Coronavirus-Krise, AP-Verlag, 31. März 2020.

17 Bajorat, André: Corona-Krise: mögliche Gewinner und Verlierer, Payment & Banking, 27. März 2020.

18 Ebenda.

19 o.V.: TeamViewer-Aktie erreicht weitere Rekordmarke, in: finanzen.net, 22. April 2020.

20 Vgl. Koerth 2020 (wie Anm. 12).

21 Vgl. PwC GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Coronavirus: Auswirkungen der Ausbreitung auf die handelsrechtliche Finanzberichterstattung, in: HGB direkt, 3 (2020), S. 3.

22 destatis (wie Anm. 3).

23 Grottel, Bernd, et al., Beck'scher Bilanz-Kommentar: Handels- und Steuerbilanz ; §§ 238 bis 339, 342 bis 342e HGB, 10. Aufl., München 2016, HGB 252 Rn. 38.

24 Vgl. ebenda.

25 Vgl. PwC GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft 2020 (wie Anm. 21), S. 1.

26 Vgl. Grottel, Bernd, et al. 2016 (wie Anm. 23), HGB 252 Rn. 38.

27 § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

28 Vgl. o.V.: Wie wirkt sich die Corona-Krise auf Jahresabschluss und Lagebericht aus?, Ecovis Düsseldorf Rechtsanwälte und Steuerberater, 26. März 2020.

29 Vgl. Rahe, Ingo: Was bedeutet Covid-19 für die Going Concern-Prämisse und den Lagebericht?, KPMG, 2020.

30 Vgl. Kirsch, Hanno: Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Anhang und den Lagebericht, iww, 6. April 2020.

31 Vgl. PwC GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft 2020 (wie Anm. 21).

32 Vgl. Grottel, Bernd, et al. 2016 (wie Anm. 23), HGB 252 Rn 20.

Ende der Leseprobe aus 46 Seiten

Details

Titel
Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den handelsrechtlichen Jahresabschluss. Eine kritische Würdigung
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg
Note
2,3
Jahr
2020
Seiten
46
Katalognummer
V910186
ISBN (eBook)
9783346229939
ISBN (Buch)
9783346229946
Sprache
Deutsch
Schlagworte
auswirkungen, corona-pandemie, jahresabschluss, eine, würdigung
Arbeit zitieren
Anonym, 2020, Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den handelsrechtlichen Jahresabschluss. Eine kritische Würdigung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/910186

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