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Ein Auszug aus der Sprachphilosophie am Beispiel Wilhelm von Humboldts

Title: Ein Auszug aus der Sprachphilosophie am Beispiel Wilhelm von Humboldts

Term Paper , 2007 , 17 Pages , Grade: 2.7

Autor:in: Christian Ochota (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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In der folgenden Hausarbeit geht es um die Grundzüge der Sprachphilosophie Wilhelm von Humboldts. Er war einer der großen Denker seiner Zeit. Seinen Namen kann man ohne weiteres neben solche Größen wie Goethe, Schiller, oder Schlegel stellen.
Im ersten Teil wird die Biographie von Wilhelm von Humboldt vorgestellt. Das von ihm entworfene und zweifellos gelebte humanistische Bildungsideal hat an seiner Aktualität bis heute nichts verloren. Als Vertreter seiner Zeit war Humboldt vertraut mit dem damals aktuellen Wissenstand und trug durch sein Wirken wesentlich dazu bei, diesen zu erweitern. Wilhelm von Humboldt lebte die Idealvorstellung eines Sprachforschers, da er gründlich Kenntnisse einzelner Sprachen mit einem umfassenden Sprachdenken verband und in Einklang brachte und somit erstmals Sprachwissenschaft und Sprachphilosophie vereinte (vgl. Brockhaus-Enzyklopädie 1989, S. 299).
Der zweite Teil dieser Hausarbeit befasst sich im Einzelnen mit drei Bereichen der Humboldtschen Sprachphilosophie:
1. Dem Ursprung der Sprache,
2. Der Form der Sprache,
3. Der Natur und Beschaffenheit der Sprache.
Im Resümee stelle ich kurz die Bedeutung der Sprachphilosophie, am Beispiel Wilhelm von Humboldts dar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Biographie

1.1 Die Zeit des Studiums

1.2 Beruflicher Werdegang

2 Sprache aus Sicht Wilhelm von Humboldts

2.1 Ursprung der Sprache

2.2 Form der Sprache

2.3 Natur und Beschaffenheit der Sprache

3 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die wesentlichen Grundzüge der Sprachphilosophie von Wilhelm von Humboldt und ordnet diese in den Kontext seines humanistischen Bildungsideals ein.

  • Biographische Eckpunkte im Leben Wilhelm von Humboldts
  • Die dialogische Konstitution der Sprache
  • Sprache als "Energeia" (Tätigkeit) statt "Ergon" (Werk)
  • Der Zusammenhang von Denken, Lautform und Weltanschauung
  • Die Bedeutung der Sprache für die Bildung des Menschen

Auszug aus dem Buch

2.2 Form der Sprache

Laut Wilhelm von Humboldt sollte man die Sprache nicht als ein totes Erzeugtes, sondern vielmehr als eine Erzeugung sehen. Es sollte mehr von dem verallgemeinert werden, „was sie als Bezeichnung der Gegenstände und Vermittlung des Verständnisses wirkt, und dagegen sorgfältiger auf ihren mit der inneren Geistestätigkeit eng verwebten Ursprung und ihren gegenseitigen Einfluss darauf zurück gehen“ (W. von Humboldt 1836, S.39). Durch die Fortschritte der Studien zur Sprachphilosophie konnte eine Übersicht geschaffen werden, womit es leichter fällt einzelne Teilbereiche dieser, zu erforschen. Ein Problem bei der Ergründung ist hier sofort gegeben. „Die Sprache bietet uns eine Unendlichkeit von Einzelheiten dar, in Wörtern, Regeln, Analogien und Ausnahmen aller Art, und wir geraten in nicht geringe Verlegenheit, wie wir diese Menge, die uns, der schon in sie gebrachten Anordnung ungeachtet, doch noch als verwirrendes Chaos erscheint, mit der Einheit des Bildes der menschlichen Geisteskraft in beurteilende Vergleichung bringen sollen“ (W. von Humboldt 1836, S. 39).

Auch wenn man zweier Sprachen mächtig ist, bestehet noch immer die Frage: Woher kommt eine solche Form der einzelnen Sprachen? Wenn man dies beantworten kann, kommt man zu dem Resultat einer ganzen „Handhabe, an der man die Einzelheiten festzuhalten vermag“ (W. von Humboldt 1836, S. 40). Daher muss bei ungleichen Sprachen die Form erkundet werden, um die Fragen zu beantworten, die einen Aufschluss zur Resonanz dieser gibt. Zur Sprachuntersuchung wird dies des Öfteren genutzt und muss daher fortschreitend entwickelt werden. Das alles erscheint als recht wichtig, da nicht nur die Sprache als Einzelne gesehen werden soll, sondern vielmehr das gesamte dazugehörige Volk, um einen echten Eindruck der verschiedenen Bedeutungen von einzelnen Sprachen, dem Sprachstamm und des Dialekts zu bekommen (vgl. W. von Humboldt 1836, S. 40).

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Diese Einleitung führt in die anthropologischen Dimensionen des Sprechens ein und skizziert das Ziel, die sprachphilosophischen Grundlagen Wilhelm von Humboldts darzulegen.

1 Biographie: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Humboldts nach, von seiner frühen Erziehung über sein Studium bis hin zu seinen beruflichen Stationen im diplomatischen Staatsdienst.

1.1 Die Zeit des Studiums: Zusammenfassung der akademischen Ausbildung Humboldts in Frankfurt/Oder und Göttingen sowie seiner ersten Begegnungen mit Kants Philosophie.

1.2 Beruflicher Werdegang: Darstellung der politischen und diplomatischen Laufbahn Humboldts und seiner gleichzeitigen schriftstellerischen Tätigkeit.

2 Sprache aus Sicht Wilhelm von Humboldts: Untersuchung der komplexen sprachphilosophischen Auffassungen Humboldts, insbesondere der fundamentalen Rolle der dialogischen Zweiheit.

2.1 Ursprung der Sprache: Erörterung der Frage nach dem Ursprung der Sprache, die Humboldt nicht historisch-chronologisch, sondern als gegenwärtige Bedingung des menschlichen Denkens versteht.

2.2 Form der Sprache: Analyse der Sprache als tätigen Prozess (Energeia) und der Notwendigkeit, ihre Struktur als Ausdruck der menschlichen Geistestätigkeit zu begreifen.

2.3 Natur und Beschaffenheit der Sprache: Betrachtung der Lautform als konstitutives Prinzip der Sprachverschiedenheit und der unzertrennlichen Verbindung von Denken, Laut und Gehör.

3 Resümee: Zusammenfassende Reflexion über die Bedeutung der Humboldtschen Sprachphilosophie und ihre Einbettung in die Bildungstheorie.

Schlüsselwörter

Wilhelm von Humboldt, Sprachphilosophie, Anthropologie, Bildungsideal, Energeia, Ergon, Sprachursprung, Lautform, Geistestätigkeit, Weltanschauung, Denkvermögen, Wechselrede, Sprachforschung, Sprachwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Grundzügen der Sprachphilosophie von Wilhelm von Humboldt und setzt diese in Bezug zu anthropologischen Fragestellungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen der Ursprung der Sprache, die Form der Sprache sowie die Natur und Beschaffenheit von Sprache in ihrer Verbindung zum menschlichen Denken.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Humboldts sprachphilosophische Ansätze verständlich darzulegen und ihre Bedeutung als "bildendes Organ des Gedankens" zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der zentrale Schriften von und über Wilhelm von Humboldt herangezogen und interpretiert wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die biographische Vorstellung Humboldts und die detaillierte Analyse seiner sprachphilosophischen Kernkonzepte in drei Unterkapiteln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Sprachphilosophie, Bildungstheorie, Energeia, Spracherforschung und der Zusammenhang von Denken und Sprechen.

Wie unterscheidet Humboldt zwischen Ergon und Energeia?

Humboldt versteht Sprache nicht als totes Werk (Ergon), sondern als eine lebendige, sich ewig wiederholende Tätigkeit des Geistes (Energeia).

Welche Rolle spielt die "Zweiheit" in Humboldts Sprachdenken?

Die Zweiheit von Ich und Du, Sprecher und Hörer bildet den Urtypus der Sprache, da Denken und Sprechen wesentlich dialogisch konstituiert sind.

Warum ist die Sprache laut Humboldt ein "bildendes Organ"?

Weil Sprache nicht nur Wissen fixiert, sondern aktiv auf die Art der Gestaltung von Vorstellungen und Begriffen im menschlichen Geist einwirkt.

Wie bewertet der Autor die Bedeutung von Humboldts Werk heute?

Der Autor unterstreicht die anhaltende Aktualität Humboldts, da sein Verständnis von Bildung als Wechselwirkung zwischen Ich und Welt auch in der modernen Sprachphilosophie zentral bleibt.

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Details

Title
Ein Auszug aus der Sprachphilosophie am Beispiel Wilhelm von Humboldts
College
University of Applied Sciences North Rhine-Westphalia Paderborn
Grade
2.7
Author
Christian Ochota (Author)
Publication Year
2007
Pages
17
Catalog Number
V91024
ISBN (eBook)
9783638041409
Language
German
Tags
Auszug Sprachphilosophie Beispiel Wilhelm Humboldts
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Ochota (Author), 2007, Ein Auszug aus der Sprachphilosophie am Beispiel Wilhelm von Humboldts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91024
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