Diese Seminararbeit beschäftigt sich damit, welche Bedeutung die neuen Erwartungen von Kunden für Dienstleistungsunternehmen haben und wie sie damit am besten umgehen, um am Ende mit einer Dienstleistung den bestmöglichen Erfolg zu haben.
Die Wichtigkeit des Tertiären Sektors, der Dienstleistungen, nimmt in der heutigen Gesellschaft immer mehr zu. Bei langen Arbeitszeiten, Familie, Freunden und Hobbies fehlt die Zeit, alles selbst zu machen. Perfekt ist da ein Unternehmen, welches einem zahlreiche Arbeiten abnimmt. Ob Restaurants, Partnervermittlungen, Lieferservice oder Reinigungsunternehmen: der Bezug von Dienstleistungen hilft, Zeit zu sparen und die Arbeiten den Profis zu überlassen.
Durch die immer weiter fortschreitende Verbreitung des Internets geht auch eine zunehmende Ausweitung des Angebots von Dienstleistungen über diesen Weg einher. Doch der technische Fortschritt birgt für Dienstleistungsunternehmen sowohl Chancen als auch einige Risiken. Fast jeder hat inzwischen Zugriff auf das Internet, sowohl jüngere als auch ältere Generationen haben gelernt damit umzugehen. Die Vergleichbarkeit nimmt zu und durch die Sichtbarkeit der Möglichkeiten wollen Kunden immer mehr.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Dienstleistungen
3. Management von Kundenerwartungen
3.1. Kundenerwartngen
3.2. Das Confirmation/Disconfirmation-Paradigma
3.3. Das GAP-Modell
4. Anwendung am Beispiel “Tapas Laden”
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Seminararbeit untersucht die zentrale Bedeutung von Kundenerwartungen im Dienstleistungssektor und analysiert, wie Unternehmen diese durch gezieltes Management erfüllen oder übertreffen können, um langfristige Kundenzufriedenheit zu sichern.
- Definition und Charakteristika von Dienstleistungen
- Theoretische Grundlagen der Entstehung von Kundenerwartungen
- Analyse des Confirmation/Disconfirmation-Paradigmas
- Anwendung des GAP-Modells zur Identifikation von Qualitätslücken
- Praktische Handlungsempfehlungen am Beispiel eines Gastronomiebetriebs
Auszug aus dem Buch
3.1. Kundenerwartungen
Erwartungen stellen dabei einen Zustand dar, der rein psychologisch ist und sich auf zukünftig mögliche Verhaltenskonsequenzen eines Individuums bezieht. Vom Begriff der Erwartungen existieren viele Interpretationen, wobei diese meistens entweder prädikativ sind, oder normativ. Diese beiden Forschungsrichtungen unterscheiden sich insofern, dass bei normativen Erwartungen die Kundenerwartungen als vom Kunden gewünschte Zustände definiert werden. Bei dem prädikativen Ansatz hingegen werden Erwartungen eher als eine Art Vorhersage gesehen. Eine Erwartung spiegelt die vom Kunden gesehene Wahrscheinlichkeit eines Eintreffens zukünftiger Ereignisse und Zustände. Hier hält ein Kunde immer ein relativ hohes, oder ein relativ geringes Leistungsniveau für wahrscheinlich, er hat keine genaue Einordnung auf einer Leistungsskala vorgenommen. Dafür beziehen sich diese Erwartungen auch immer auf einen bestimmten Anbieter und die von ihm angebotene Leistung.
Wie diese Erwartungen letztendlich entstehen, hängt immer von mehreren Faktoren ab. Generell vermitteln mehrere Quellen einem Individuum Informationen verschiedenster Art. Diese zusammen bilden dann die entsprechende Erwartung. Allem voran spielen natürlich die eigentlichen Bedürfnisse eines Kunden eine große Rolle. Ein Kunde wird ein Produkt nur dann kaufen, wenn er denkt es erfülle seine Bedürfnisse. Doch auch andere Dinge bestimmen das Ausmaß der Erwartungen: das können vorhergegangene Erfahrungen mit dem Unternehmen sein, oder auch Erfahrungen mit einem Produkt gleicher Art, verkauft durch ein anderes Unternehmen. Einer der wichtigsten Faktoren ist sicher die Kommunikation. Sowohl die informelle Kommunikation, wie Mund-zu-Mund Kommunikation als auch die formelle Kommunikation, also alle Aussagen die vom Unternehmen zu dem Produkt getätigt werden können Erwartungen in die Höhe treiben. Der Kunde wird alles, was das Unternehmen von sich gibt als Versprechung ansehen und am liebsten auf der Erfüllung solcher Versprechungen bestehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung des Dienstleistungssektors durch den demografischen Wandel und technischen Fortschritt und definiert das Ziel, den Umgang mit Kundenerwartungen theoretisch und praktisch zu erforschen.
2. Dienstleistungen: Dieses Kapitel definiert Dienstleistungen über ihre konstitutiven Merkmale wie Immaterialität, Intangibilität sowie die Simultanität von Produktion und Absatz.
3. Management von Kundenerwartungen: Der Hauptteil erläutert die psychologischen Hintergründe von Kundenerwartungen, das C/D-Paradigma zur Messung von Zufriedenheit sowie das GAP-Modell zur Analyse von Qualitätslücken.
4. Anwendung am Beispiel “Tapas Laden”: Die theoretischen Modelle werden auf einen beispielhaften Gastronomiebetrieb übertragen, um konkrete Handlungsempfehlungen zur Lückenschließung im Management abzuleiten.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Erfolg eines Dienstleisters maßgeblich von der präzisen Steuerung der Kundenerwartungen abhängt und empfiehlt die Integration von Feedback-Mechanismen direkt in den Serviceprozess.
Schlüsselwörter
Dienstleistungsmanagement, Kundenerwartungen, Kundenzufriedenheit, C/D-Paradigma, GAP-Modell, Dienstleistungsqualität, Qualitätsmanagement, Serviceprozess, Kundenbedürfnisse, Kundenkommunikation, Marketing, Marktforschung, Leistungsniveau, Soll-Ist-Vergleich, Qualitätslücken.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der zentralen Rolle, die Kundenerwartungen im Dienstleistungsmanagement spielen und wie Unternehmen diese erfolgreich steuern können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Dienstleistungen, den theoretischen Ansätzen zur Erwartungsbildung und den Modellen zur Messung der Dienstleistungsqualität.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Dienstleister Erwartungen besser verstehen, steuern und durch gezielte Maßnahmen die Kundenzufriedenheit maximieren können.
Welche wissenschaftlichen Modelle werden verwendet?
Die Arbeit nutzt schwerpunktmäßig das Confirmation/Disconfirmation-Paradigma (C/D-Paradigma) sowie das GAP-Modell von Parasuraman, Zeithaml und Berry.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Erwartungsentstehung die fünf Konfliktbereiche (GAPs) zwischen Kundenwahrnehmung und Unternehmensleistung detailliert analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Dienstleistungsmanagement, Kundenzufriedenheit, GAP-Modell und C/D-Paradigma charakterisieren.
Wie lässt sich laut Autor das GAP 1 schließen?
Das GAP 1, also die Lücke zwischen Kundenwunsch und Managementeinschätzung, sollte primär durch marktorientierte Kundenbefragungen und eine engere Nähe zum Kunden durch Kontaktpersonen geschlossen werden.
Warum ist die Integration von Feedback in den Prozess so wichtig?
Die Integration von Feedback-Mechanismen, etwa durch Tablets am Tisch, verhindert, dass Kunden aufgrund zu aufwendiger Befragungen die Teilnahme verweigern, und liefert zeitnahe Erkenntnisse zur Optimierung.
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- Anonym (Author), 2018, Das Management von Kundenerwartungen im Dienstleistungsbereich. Chancen, Risiken und Handlungsempfehlungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/910410