Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › German Studies - Modern German Literature

Henrik Ibsens: "Nora" (Ein Puppenheim). Konzeption und Wandel der weiblichen Hauptfigur

Title: Henrik Ibsens: "Nora" (Ein Puppenheim). Konzeption und Wandel der weiblichen Hauptfigur

Term Paper , 2007 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Tobias Bunse (Author)

German Studies - Modern German Literature
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

1879 wurde das Schauspiel „Nora – Ein Puppenheim“ uraufgeführt und endete prompt mit einem Skandal. Die weibliche Hauptfigur hat es tatsächlich gewagt, ihren Mann und ihre Kinder zu verlassen. Scheint dies heut zu Tage durchaus im Bereich des Möglichen zu liegen, so war ein solches Vorgehen zur damaligen Zeit schier undenkbar.
Mag dieses Schauspiel zu Anfang unglaublich klingen, so muss es dennoch einen Ursprung besitzen. Was veranlasst Nora Helmer überhaupt dazu ihrem Mann und sogar ihren Kindern den Rücken zu kehren, um ein eigenes Leben führen zu wollen? Diese und andere Fragen sind es, die es zu beantworten gilt.
Die Hausarbeit beschäftigt sich daher in großem Maße mit der Figur Nora Helmer. Das Hauptanliegen ist es, die Beweggründe für ihre Entscheidung herauszufinden. Dabei ist es von zentraler Bedeutung, dass man sich dieser Figur Stück für Stück, das heißt Akt für Akt nähert, um sich ihren Charakter erschließen zu können, der in gerade einmal drei Tagen jenen gewaltigen Entwicklungsprozess durchläuft.
Hat man sich von Nora Helmer ein Bild verschafft, wird man bereits eine Analyse darüber anstellen können, weshalb sie am Ende des Schauspiels derart drastische Maßnahmen unternommen hat.
Um schließlich auch das Umfeld der Figur richtig einschätzen zu können, ist es wichtig, das Umfeld des Autoren und die Zeit, in der er gelebt hat, zu beleuchten. Daher bildet eine kultur- und literaturhistorische Einordnung die Einleitung dieser Hausarbeit.
Des Weiteren wird die Bedeutung der Frauenemanzipation zu thematisieren sein. Es gilt zu diskutieren, ob es Henrik Ibsen bewusst darauf angelegt hat, seinen Teil zum Thema Frauenemanzipation beizutragen. Daraus ergibt sich am Ende der Hausarbeit die Frage, wie aktuell dieses Schauspiel zu jener Zeit gewesen ist ...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kultur- und literaturhistorische Einordnung

3. Noras Wandlung

3.1 Nora zu Beginn des Stückes

3.2 Noras Leben und die Angst vor der Wahrheit

3.3. Die Bedeutung der Tarantella

3.4 Noras Abrechnung und ihr vollzogener Wandel

4. Die einstige Bedeutung als Schlüsselwerk der Frauenemanzipation

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der weiblichen Hauptfigur Nora Helmer in Henrik Ibsens Schauspiel „Nora – Ein Puppenheim“. Das primäre Ziel ist es, die Beweggründe für Noras Entscheidung zu ergründen, ihre Familie zu verlassen, und den Wandlungsprozess der Figur innerhalb der drei Tage des Dramas tiefgreifend zu analysieren.

  • Charakteranalyse von Nora Helmer und ihr Entwicklungsprozess
  • Kultur- und literaturhistorische Einbettung des Werkes
  • Die Bedeutung der „Puppenmetapher“ und der Frauenrolle im 19. Jahrhundert
  • Analyse der Schlüsselszenen wie der Tarantella und der finalen Abrechnung
  • Die Aktualität von Emanzipationsfragen in Henrik Ibsens Drama

Auszug aus dem Buch

3.1 Nora zu Beginn des Stückes

„Nora tritt vergnügt summend ins Zimmer“. Diese Textstelle ist die erste Berührung des Lesers mit Nora Helmer. Vermittelt der erste Eindruck das Gefühl einer fröhlichen und glücklichen Frau, so scheint sich dieser unmittelbar im folgenden Dialog mit ihrem Ehegatten Thorvald Helmer zu bestätigen. Dem Leser offenbaren sich Szenen einer scheinbar harmonischen Ehe, in der geneckt und gescherzt wird. Jedoch ist es von besonderer Bedeutung im gesamten Verlauf des Schauspiels einen scharfen Blick auf die Aussagen der Beteiligten werfen.

Beleuchtet man eben jenen ersten Dialog etwas deutlicher, so lassen sich bereits einige Charaktereigenschaften der Figuren ableiten.

Helmers erste Aussage zu Nora, welche Rückschlüsse auf die gesamte Ehe ziehen kann, lautet: „Ist das die Lerche, die da draußen zwitschert?“. Mit diesem und folgenden Tiernamen wird Nora unwillkürlich zu einem unterlegendem Wesen degradiert. Ein „Du“ benutzt Helmer höchst selten, anstelle dessen benutzt er die unpersönliche, in diesem Fall nahezu tierische, dritte Person und lässt Nora somit selbst zu einem Tier werden, welches gehorsam ist. Ob unbewusst oder nicht nimmt Helmer die Rolle eines Herren ein, der über, ein unter ihm gestelltes Wesen verfügt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Schauspiels ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach den Beweggründen für Noras drastische Entscheidung dar.

2. Kultur- und literaturhistorische Einordnung: Das Kapitel beleuchtet den gesellschaftlichen Kontext des 19. Jahrhunderts in Norwegen und die Position der Frau sowie Henrik Ibsens Intentionen.

3. Noras Wandlung: In diesem Hauptteil wird Nora Helmer in ihrer Entwicklung vom „Puppenkind“ zur emanzipierten Frau analysiert, wobei zentrale Aspekte wie die Tarantella und die Abrechnung thematisiert werden.

4. Die einstige Bedeutung als Schlüsselwerk der Frauenemanzipation: Hier wird diskutiert, inwiefern das Werk als befreiendes Signal für die Frauenbewegung der Zeit fungierte und welche historische Relevanz Ibsen damit beanspruchte.

5. Schluss: Der Schluss zieht ein Fazit über die Konzeption der Figur als Puppe und Nora Helmers Weg in die persönliche Emanzipation.

Schlüsselwörter

Henrik Ibsen, Nora Helmer, Frauenemanzipation, Puppenheim, Literaturhistorie, Charakterwandlung, Weibliche Hauptfigur, Psychologische Dramen, 19. Jahrhundert, Geschlechterrollen, Schuldgefühle, Selbstbefreiung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit dem Schauspiel „Nora – Ein Puppenheim“ von Henrik Ibsen und analysiert insbesondere die psychologische Entwicklung und die Beweggründe der Hauptfigur Nora Helmer.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Frauenrolle im 19. Jahrhundert, dem Emanzipationsprozess der Protagonistin, der gesellschaftlichen Einordnung des Werkes sowie der literarischen Analyse der zentralen Metapher des Puppenheims.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich Nora Helmer innerhalb der drei Tage des Stückes von einer unmündigen „Puppenfrau“ zu einem eigenständigen, emanzipierten Individuum entwickelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die auf dem Primärtext von Henrik Ibsen sowie auf ergänzender Fachliteratur (u.a. von Hans H. Hiebel und Dieter Bänsch) basiert, um Noras Psyche und Handeln zu deuten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf einer detaillierten Szenenanalyse: vom Beginn des Stückes, über die Bedeutung der Tarantella, bis hin zur finalen Abrechnung mit dem Ehemann.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Emanzipation, Identität, Geschlechterrollen, Ibsen, Puppenmetapher und psychologische Dramen definieren.

Welche Rolle spielt der Vater für die Charakterentwicklung Noras?

Der Vater fungiert als der erste „Puppenspieler“ in Noras Leben, der sie maßgeblich prägte und durch den sie lernte, ihre eigenen Bedürfnisse zugunsten derer ihrer männlichen Bezugspersonen zurückzustellen.

Warum wird die Tarantella-Szene als so zentral erachtet?

Die Tarantella wird als Klimax des Dramas betrachtet, da sich hier Noras Lebenswille gegenüber der Todeslust zu zeigen beginnt und sie erstmals eigenständige Forderungen äußert.

Inwiefern ist der „Schuldschein“ symbolträchtig?

Der Schuldschein symbolisiert Noras ureigenste Tat; er markiert den Wendepunkt ihrer persönlichen Emanzipation und den Ausbruch aus dem von Männern dominierten Puppenheim.

Excerpt out of 25 pages  - scroll top

Details

Title
Henrik Ibsens: "Nora" (Ein Puppenheim). Konzeption und Wandel der weiblichen Hauptfigur
College
University of Paderborn
Grade
1,7
Author
Tobias Bunse (Author)
Publication Year
2007
Pages
25
Catalog Number
V91082
ISBN (eBook)
9783638048767
ISBN (Book)
9783638942690
Language
German
Tags
Henrik Ibsens Nora Puppenheim) Konzeption Wandel Hauptfigur Emanzipation Stockholm Ibsen Figurenanalyse Germanistik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Bunse (Author), 2007, Henrik Ibsens: "Nora" (Ein Puppenheim). Konzeption und Wandel der weiblichen Hauptfigur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91082
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  25  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint