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Die Vor- und Nachteile des Gesamtkostenverfahrens und Umsatzkostenverfahrens

Titel: Die Vor- und Nachteile des Gesamtkostenverfahrens und Umsatzkostenverfahrens

Hausarbeit , 2020 , 12 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Lillian Fatehi (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Arbeit vergleicht der Autor das Gesamt- und Umsatzkostenverfahren. Das Rechnungswesen erfüllt betriebsinterne und externe Aufgaben. Die betriebsinterne Aufgabe besteht in der Kontrolle der Wirtschaftlichkeit und der Rentabilität des Unternehmens sowie der Bereitstellung und Aufbereitung von Zahlenmaterial als wesentliche Information für künftige Entscheidungen der Führungsebene.

Gemäß § 275 Abs. 1 S. 1 HGB ist die Gewinn- und Verlustrechnung in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren oder nach dem Umsatzkostenverfahren aufzustellen. § 275 Abs. 2 HGB weist hierbei die Staffelung bei der Anwendung des Gesamtkostenverfahrens aus, § 1275 Abs. 3 HGB die Staffelung bei der Anwendung des Umsatzkostenverfahrens. Da die Erträge und Aufwendungen um den gleichen Betrag differieren, führen beide Verfahren zum gleichen Ergebnis. Der Unterschied liegt ausschließlich in der differenzierten Behandlung der Bestandsveränderungen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gesamtkostenverfahren

3. Umsatzkostenverfahren

4. Vergleich

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist der systematische Vergleich der beiden in § 275 HGB zugelassenen Verfahren zur Gewinn- und Verlustrechnung – dem Gesamtkostenverfahren und dem Umsatzkostenverfahren – unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Vor- und Nachteile in der unternehmerischen Praxis.

  • Grundlagen des betrieblichen Rechnungswesens im Kontext von HGB und internationalen Standards
  • Methodische Funktionsweise und Ausweislogik des Gesamtkostenverfahrens
  • Methodische Funktionsweise und Ausweislogik des Umsatzkostenverfahrens
  • Kritische Gegenüberstellung der Bezugsgrößen und des Aggregationsgrades
  • Entscheidungskriterien für die Wahl des Verfahrens in unterschiedlichen Unternehmensstrukturen

Auszug aus dem Buch

3. Umsatzkostenverfahren

Das Umsatzkostenverfahren arbeitet mit den Primärkosten, die aus dem Rechnungswesen ersichtlich sind. Das Umsatzkostenverfahren hingegen gliedert nach Funktionsbereichen oder Produktgruppen (Baumbauch & Hopt, 2020, § 275, Rn 2). Bei der Entscheidung zwischen beiden Verfahren ist zu beachten, dass infolge des Grundsatzes der Stetigkeit nach § 165 Abs. 1 S. HGB eine Abweichung von dem gewählten Gliederungsschema nur in sachlich begründeten Ausnahmefällen zulässig ist (Beck`scher Bilanzkommentar/Schmidt/Klien, 2020, § 275, Rn 26). Dies ist insbesondere dann gegeben, wenn ein den tatsächlichen Verhältnissen besser entsprechendes Bild der Ertragslage vermittelt wird, weil sich bspw. die Geschäftstätigkeit des Unternehmens wesentlich geändert oder ein vermögensübertragender Umwandlungsvorgang stattgefunden hat, wenn sich die Konzernzugehörigkeit geändert hat und die Anpassung an die konzerneinheitliche Bilanzierungsrichtlinie erfolgen muss (Beck`scher Bilanzkommentar/Schmidt/Klien, 2020, § 275, Rn 26). Das Gesamtkostenverfahren hierbei eine Produktionserfolgsrechnung und das Umsatzkostenverfahren eine Umsatzerfolgsrechnung werden (Pelka & Petersen/Boecker, 2019, Kapitel B, Rn 2352).

Beim Umsatzkostenverfahren werden den Umsatzerlösen neben den zeitlich abzugrenzenden Aufwendungen die für die verkauften Leistungen entstandenen Herstellungskosten eggenübergestellt (Beck`scher Bilanzkommentar/Schmidt/Kliem, 2020, § 275, Rn 31). Wenn in einer vorangegangenen Periode hergestellte Erzeugnisse verkauft wurden, enthalten die zur Erzielung dieser Umsatzerlöse ausgewiesenen Herstellungskosten deshalb auch diejenigen Herstellungskosten, die in der Vorperiode angefallen sind. Die Aufwendungen werden vorrangig den betrieblichen Bereichen Herstellung, Vertrieb und allgemeine Verwaltung der Nr. 2, 4 und 5 zugeordnet und nur die Aufwendungen, die diesen Bereichen nicht zugeordnet werden können, sind in den nach Aufwandsarten gegliederten übrigen GuV -Posten zuzuordnen (Beck`scher Bilanzkommentar/Schmidt/Kliem, 2020, § 275, Rn 31; Coenenberg, Hallers & Schultze, 2018, S. 530).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Aufgaben des Rechnungswesens und führt die gesetzlichen Grundlagen gemäß § 275 HGB für die Gewinn- und Verlustrechnung ein.

2. Gesamtkostenverfahren: Hier wird die Gliederung der Gesamtkosten nach Aufwandsarten beschrieben und auf die spezifische Behandlung von Bestandsveränderungen sowie die Eignung für Fertigungsbetriebe eingegangen.

3. Umsatzkostenverfahren: Dieses Kapitel stellt die Gliederung nach Funktionsbereichen in den Fokus und diskutiert die Vorteile in Bezug auf die kurzfristige Ergebnisrechnung und Produktkalkulation.

4. Vergleich: Es findet eine direkte Gegenüberstellung der Bezugsgrößen und des unterschiedlichen Aggregationsgrades der beiden Verfahren statt.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass kein Verfahren universell überlegen ist, sondern die Wahl stark vom Informationsbedürfnis des Adressaten abhängt.

Schlüsselwörter

Rechnungswesen, Gesamtkostenverfahren, Umsatzkostenverfahren, HGB, Gewinn- und Verlustrechnung, Bestandsveränderung, Funktionsbereiche, Aufwandsarten, Jahresabschluss, Primärprinzip, Sekundärprinzip, Unternehmenssteuerung, Betriebsergebnis, Periodenabgrenzung, Kostenrechnung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die beiden gesetzlich zugelassenen Verfahren zur Erstellung der Gewinn- und Verlustrechnung nach deutschem Handelsrecht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Struktur des Gesamtkostenverfahrens, die Funktionsweise des Umsatzkostenverfahrens sowie ein direkter Vergleich beider Methoden hinsichtlich ihrer Aussagekraft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Unterschiede, Vor- und Nachteile sowie die Kriterien für die Wahl zwischen Gesamtkosten- und Umsatzkostenverfahren transparent darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse auf Basis einschlägiger Bilanzierungskommentare und betriebswirtschaftlicher Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die bilanzielle Behandlung von Kosten, die Gliederungsvorschriften nach HGB und die jeweiligen Konsequenzen für die interne Steuerung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Rechnungswesen, Gesamtkostenverfahren, Umsatzkostenverfahren, HGB, GuV-Rechnung und Betriebsergebnis sind zentrale Begriffe.

Warum ist die Wahl zwischen beiden Verfahren von der Unternehmensstruktur abhängig?

Das Gesamtkostenverfahren eignet sich besonders für Unternehmen mit ausgeprägter Fertigungstätigkeit, während das Umsatzkostenverfahren bei einer funktionalen Gliederung (z.B. Vertrieb, Verwaltung) aussagekräftigere Daten für die Produktkalkulation liefert.

Wie unterscheidet sich die Behandlung von Bestandsveränderungen?

Während das Gesamtkostenverfahren Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen explizit als Korrekturposten zur Gesamtleistung ausweist, werden diese im Umsatzkostenverfahren nicht gesondert dargestellt, da hier nur die Kosten der tatsächlich verkauften Leistungen einfließen.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Vor- und Nachteile des Gesamtkostenverfahrens und Umsatzkostenverfahrens
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Frankfurt früher Fachhochschule
Note
1,0
Autor
Lillian Fatehi (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
12
Katalognummer
V911016
ISBN (eBook)
9783346205216
ISBN (Buch)
9783346205223
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gesamtkostenverfahrens nachteile umsatzkostenverfahrens vor-
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lillian Fatehi (Autor:in), 2020, Die Vor- und Nachteile des Gesamtkostenverfahrens und Umsatzkostenverfahrens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/911016
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Leseprobe aus  12  Seiten
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