Diese Arbeit beschäftigt sich mit verschiedenen Aspekten der Implementierung eines integrierten Wasserresourcenmanagements. Im Anschluss an den Theorieteil werden Beispiele für eine institutionelle Koordination, sowie die Umsetzung auf politischer Steuerungsbasis vorgestellt.
Wasser zählt zu der wichtigsten Ressource für den Menschen. Es ist essentiell für jegliche Art von Leben und nicht substituierbar. Weltweit wird es zunehmend schwieriger, Wasser in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung zu stellen. Klimaveränderungen, demographischer Wandel, globale Wertschöpfungsketten sowie Verunreinigungen und Übernutzung stellen wesentliche Herausforderungen an eine nachhaltige Bewirtschaftung von natürlichen Wasserressourcen.
Vor dem Hintergrund einer weltweit zunehmenden Ressourcenverknappung ist eine effiziente Nutzung von Wasser zu fördern. Auch bedarf es der Erhöhung einer sicheren Ver- und Entsorgung von Wasser, um vor allem einen nachhaltigen Wasserkreislauf zu ermöglichen. Interessens- und Nutzungskonflikte, die aufgrund unterschiedlicher Ansprüche entstehen, sind unter der Beachtung der Nachhaltigkeit aufzuheben. Neben einem ansteigenden Nutzungsdruck wächst auch die Belastung von Schad- und Nährstoffeinträgen. Einhergehend mit einem zunehmenden Wassermangel erhöht dies kritisch die Verwundbarkeit von wasserbeeinflussten Ökosystemen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theorieteil
2.1 Begriffsbestimmungen
2.2 Konzeptioneller Rahmen
3. Hauptteil
3.1 SUMAR-Projekt im Einzugsgebiet des Toten Meeres
3.2 SGD Goal 6
3.3 Einschränkungen bei der Implementierung
4. Zusammenfassung und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des Integrierten Wasserressourcenmanagements (IWRM) als prozessbasierten Ansatz zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Wasser. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen des Konzepts zu erläutern und dessen praktische Anwendung sowie die damit verbundenen Herausforderungen kritisch zu analysieren, wobei insbesondere die Rolle von Koordination und Integration auf verschiedenen Ebenen im Fokus steht.
- Theoretische Fundierung und Begriffsbestimmung von IWRM
- Konzeptioneller Rahmen der Integration (Raum, Zeit, Institutionen, Ziele)
- Analyse des SUMAR-Projekts im Einzugsgebiet des Toten Meeres
- Bedeutung des UN-Nachhaltigkeitsziels "Goal 6" für das globale Wassermanagement
- Kritische Reflexion der Umsetzungshürden und praktischen Defizite
Auszug aus dem Buch
2.1 Begriffsbestimmungen
Der feststehende Ausdruck Integriertes Wasserressourcenmanagement besteht aus den vier Begriffen Integration, Wasser, Ressource und Management. Diese werden im Folgenden einzeln erläutert, da sie zum wesentlichen Verständnis des gesamten Ausdrucks und deren Definition beitragen. Basierend auf den einzelnen Definitionen wird Integriertes Wasserressourcenmanagement als zusammengesetzter Terminus nachfolgend erläutert.
Integration
Der Begriff Integration definiert das Zusammenfassen aller Fragmente zu einem einheitlichen Ganzen mit dem Zweck der Vervollständigung (DUDENREDAKTION o.J.). Integration ist ein Prozess, bei dem Komponenten in ein System aufgenommen werden, sodass eine neue Einheit entsteht. Diese ist durch eine hohe Vielfältigkeit in ihren Eigenschaften gekennzeichnet (MARTIN et al. 2001). Integration kann sowohl vertikal als auch horizontal verlaufen. Während in der Horizontalen Komponente einer Hierarchieebene zusammengeschlossen werden, sind in der Vertikalen verschiedene hierarchische Ebenen miteinander verbunden (BALDENHOFER 2001).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung der Ressource Wasser und Vorstellung des IWRM als vielversprechende, wenn auch herausfordernde Handlungsmaxime für ein nachhaltiges Management.
2. Theorieteil: Definition der zentralen Begriffe Integration, Wasser, Ressource und Management sowie Darstellung des konzeptionellen Rahmens anhand der vier Dimensionen Raum, Ziele, Institutionen und Zeit.
3. Hauptteil: Analyse der praktischen Anwendung von IWRM durch das SUMAR-Projekt im Toten Meer und Untersuchung der Rolle des UN-Nachhaltigkeitsziels „Goal 6“, gefolgt von einer Darstellung der Implementierungsschwächen.
4. Zusammenfassung und Fazit: Kritische Würdigung des IWRM-Ansatzes, der trotz theoretischen Potenzials in der Praxis häufig an unzureichenden Rahmenbedingungen und mangelnder Koordination scheitert.
Schlüsselwörter
Integriertes Wasserressourcenmanagement, IWRM, Wasserressourcen, Nachhaltigkeit, SUMAR-Projekt, Totes Meer, SGD Goal 6, Wasserverfügbarkeit, Partizipation, Institutionelle Koordination, Wasserpolitik, Managementstrategie, Ressourcenmanagement, Umweltmanagement, Grenzüberschreitende Zusammenarbeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Integrierte Wasserressourcenmanagement (IWRM) als einen prozessorientierten Ansatz zur nachhaltigen Bewirtschaftung globaler Wasserressourcen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Felder sind die theoretische Definition von IWRM, der konzeptionelle Rahmen der Integration, Fallbeispiele aus der Region des Toten Meeres sowie die Implementierung globaler Nachhaltigkeitsziele wie „Goal 6“.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Stärken und Schwächen von IWRM sowohl in der Theorie als auch in der praktischen Anwendung fundiert zu untersuchen und kritisch zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Fallbeispielen und Datenmaterial zu wasserwirtschaftlichen Projekten und internationalen politischen Zielsetzungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert das SUMAR-Projekt im Einzugsgebiet des Toten Meeres, die Einbettung in das UN-Ziel „Goal 6“ sowie die wesentlichen Einschränkungen bei der praktischen Implementierung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?
Wichtige Begriffe sind Integriertes Wasserressourcenmanagement, Nachhaltigkeit, Partizipation, Institutionelle Koordination, Wasserknappheit und das SUMAR-Projekt.
Warum ist die Region des Toten Meeres für das IWRM von besonderem Interesse?
Die Region zeichnet sich durch langjährige Konflikte, semi-aride Klimabedingungen und eine kritische Wasserknappheit aus, was sie zu einem anspruchsvollen Beispiel für die Notwendigkeit und Schwierigkeit grenzüberschreitender Koordination macht.
Was sind laut Autor die größten Hürden bei der Umsetzung von IWRM?
Zu den größten Hürden zählen unzureichende Rahmenbedingungen, mangelnde Koordination zwischen verschiedenen Institutionen sowie ein Mangel an fachspezifischem Wissen und verlässlichen Datengrundlagen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2018, Möglichkeiten des integrierten Wasserresourcenmanagements, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/911242