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Der Einfluss von Heimtieren auf die Entwicklung von Kindern, insbesondere auf den Erwerb emotionaler Kompetenzen

Title: Der Einfluss von Heimtieren auf die Entwicklung von Kindern, insbesondere auf den Erwerb emotionaler Kompetenzen

Diploma Thesis , 2008 , 117 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Diplompädagogin Sabine Mirring (Author)

Pedagogy - General
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In welchen Lebenswelten, unter welchen Bedingungen müssen Kinder heute die ‚Aufgaben des Großwerdens meistern’? Inwiefern können Tiere zu einem gesun-den Verlauf der Entwicklung von Kindern beitragen? Diesen Fragen wird in der vorliegenden Arbeit nachgegangen.

Die Umfeldbedingungen und Anforderungen heutiger Kindheit unterscheiden sich massiv von denen vorangegangener Generationen. In Fachkreisen sind für die bedeutsamsten Modernisierungstendenzen von Kindheit und die damit verbundenen veränderten Entwicklungsbedingungen in den letzten Jahren verschiedene Begriffe geprägt worden, die zunächst einer eingehenden Betrachtung unterzogen werden. In einer theoretischen Auseinandersetzung mit der Lebensphase Kindheit werden eingangs aus einer interdisziplinären und ressourcenorientierten Perspektive neuere Erkenntnisse der modernen Kindheitsforschung dargestellt.

Es stellt sich die Frage, welchen protektiven Faktoren für eine gesunde Entwicklung von Kindern unter modernen Lebensbedingungen eine besondere Bedeutung zu-kommt: Welches ‚Rüstzeug’ benötigen Kinder in ihrer modernen Lebenswelt? Wie können Heimtiere dazu beitragen, kindliche Ressourcen zu stärken?

Im zweiten Teil der Arbeit wird zunächst eine grundlegende Darstellung der kulturgeschichtlichen Entwicklung der Mensch-Tier-Beziehung vorgenommen. Dabei ist es unmöglich, alle Aspekte umfassend zu beschreiben, denn die Beziehung zwischen Menschen und Tieren gestaltet sich ähnlich facettenreich wie zwischenmenschliche Interaktionen: „gesellig und freundschaftlich wie utilitaristisch und nutzungsorientiert, zugewandt und liebevoll wie feindselig und gewaltförmig, kooperativ und hilfreich wie konkurrent, belastend und schädigend“ .
Nachfolgend werden die wichtigsten Stationen der tiergestützten Pädagogik und Therapie nachgezeichnet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Lebensphase Kindheit

2.1 Entwicklung und Sozialisation

2.2 Moderne Kindheitsforschung

2.3 Lebenswelten der modernen Kindheit

2.3.1 Verhäuslichung von Kindheit

2.3.2 Verinselung von Kindheit

2.3.3 Institutionalisierung von Kindheit

2.3.4 Medienkindheit

2.3.5 Kindheit in veränderten Familien

2.4 Fazit

3. Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung

3.1 Historischer Abriss

3.2 Entwicklung der tiergestützten Pädagogik und Therapie

4. Warum Kinder Tiere brauchen: Wirkfaktoren der Kind-Tier-Beziehung

4.1 Die Kind-Tier-Beziehung

4.1.1 Tierhaltung in der Familie

4.1.2 Du-Evidenz und Anthropomorphismus

4.1.3 Kommunikation zwischen Kind und Tier

4.2 Bio-psycho-soziales Wirkungsgefüge

4.2.1 Emotionale Ebene

4.2.2 Soziale Ebene

4.2.3 Physische Ebene

4.3 Mögliche Probleme der Kind-Tier-Beziehung

4.3.1 Tierquälerei

4.3.2 Unfallgefahr

4.3.3 Gesundheitliche Risiken

4.4 Aspekte der Anschaffung eines Heimtieres

5. Theoretische Erklärungsansätze

5.1 Analoge vs. digitale Kommunikation

5.2 Die Biophilie-Hypothese

5.3 Die Schichtenlehre der Persönlichkeit

5.4 Die Bindungstheorie

5.5 Das Konzept der Spiegelneuronen

5.6 Kritik

6. Schlussbetrachtung: Der Einfluss von Heimtieren auf die Entwicklung im Kindesalter

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss von Heimtieren auf die Entwicklung von Kindern in modernen Lebenswelten, mit besonderem Fokus auf den Erwerb emotionaler Kompetenzen. Dabei wird analysiert, wie Tiere als Ressourcen und protektive Faktoren zur Stärkung der kindlichen Entwicklung beitragen können.

  • Wandel der kindlichen Lebenswelten (Verhäuslichung, Verinselung, Mediatisierung)
  • Mensch-Tier-Beziehung in der Geschichte und in der tiergestützten Pädagogik
  • Wirkfaktoren der Kind-Tier-Interaktion (emotional, sozial, physisch)
  • Theoretische Erklärungsansätze (Biophilie, Bindungstheorie, Spiegelneuronen)
  • Rahmenbedingungen und Risiken bei der Anschaffung eines Heimtieres

Auszug aus dem Buch

4.1.3 Kommunikation zwischen Kind und Tier

Nicht nur Kinder sehen in ihrem Heimtier einen ‚echten’ Gesprächspartner, dem man Sorgen und Probleme anvertrauen und alltägliche Erlebnisse mitteilen kann. Die Annahme, ein Tier verstünde die menschliche Sprache, muss zwar als anthropomorpher Irrglaube eingestuft werden – doch kann es die Stimmung des Menschen wahrnehmen, indem es nonverbale Signale empfängt. Es ist die nonverbale Sprache, die eine Kommunikation zwischen Mensch und Tier ermöglicht.

Watzlawick, Beavin & Jackson unterscheiden in der Struktur menschlicher Kommunikation zwei Ebenen: auf der verbalen Ebene wird über Lautbildungen und Schriftzeichen kommuniziert, hier setzt eine gelingende Kommunikation die Transformation der Botschaft in gesprochene oder geschriebene Zeichensprache durch den Sender sowie deren Entschlüsselung durch den Empfänger voraus. Bei der verbalen Kommunikation wird die Beziehung zwischen einem gesprochenen oder geschriebenen Zeichen und dem damit benannten Inhalt willkürlich festgelegt. Aufgrund dieser Transformation (Digitalisierung) wird diese Form der Kommunikation auch als ‚digital’ bezeichnet. Mittels digitaler Kommunikation werden bestimmte Informationen mitgeteilt, durch sie wird die Kontrolle von Sachverhalten und Fakten ermöglicht. Es ist die Sprache der „rationalen, der wissenschaftlich und technologisch kontrollierten Welt“. Digitale Kommunikation ermöglicht die Weitergabe von Wissen von einer Generation zur nächsten, ohne ihre Entwicklung wären die meisten menschlichen Errungenschaften vermutlich nicht möglich gewesen.

Anders die nonverbale Kommunikation: Durch sie werden emotionale Inhalte ausgedrückt und reguliert. Auf dieser Ebene steht das sprachliche Symbol in einer direkten Beziehung zur Botschaft, die mitgeteilt werden soll. Die Kommunikation verläuft analog, da die Verständigung ohne Transformationsprozesse direkt über nonverbale Signale abläuft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, welche Bedeutung Heimtiere für die Entwicklung von Kindern unter heutigen modernen Lebensbedingungen haben und wie sie kindliche Ressourcen stärken können.

2. Lebensphase Kindheit: Dieses Kapitel thematisiert den Wandel kindlicher Lebenswelten im Zuge der Modernisierung, wobei insbesondere die Tendenzen zur Verhäuslichung, Verinselung, Institutionalisierung und Mediatisierung sowie die Situation in veränderten Familienstrukturen beleuchtet werden.

3. Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung: Es erfolgt ein historischer Abriss der Mensch-Tier-Beziehung, der die Entwicklung von einer ebenbürtigen Gefährtenschaft hin zu Instrumentalisierung und heutiger neuer Partnerbeziehung nachzeichnet, sowie eine Darstellung der historischen Wurzeln der tiergestützten Pädagogik.

4. Warum Kinder Tiere brauchen: Wirkfaktoren der Kind-Tier-Beziehung: Dieses Hauptkapitel analysiert das bio-psycho-soziale Wirkungsgefüge und definiert die Rolle von Heimtieren als Kommunikationspartner, "Eisbrecher" und Miterzieher bei der Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen.

5. Theoretische Erklärungsansätze: Hier werden wissenschaftliche Modelle wie die Biophilie-Hypothese, die Schichtenlehre der Persönlichkeit, Bindungstheorie und das Konzept der Spiegelneuronen vorgestellt, um die Wirkungen der Interaktion zwischen Mensch und Tier theoretisch zu fundieren.

6. Schlussbetrachtung: Der Einfluss von Heimtieren auf die Entwicklung im Kindesalter: Das Fazit fasst zusammen, dass Heimtiere als wichtige, authentische Erziehungshilfe und Stütze der emotionalen Entwicklung fungieren können, sofern die Anschaffung wohlüberlegt und verantwortungsbewusst erfolgt.

Schlüsselwörter

Heimtiere, Kindheit, emotionale Kompetenzen, Mensch-Tier-Beziehung, tiergestützte Pädagogik, Sozialisation, Resilienz, Bindungstheorie, Biophilie-Hypothese, Spiegelneuronen, nonverbale Kommunikation, Kindesentwicklung, Familienalltag, Tierhaltung, Kind-Tier-Interaktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht, inwiefern Heimtiere Kinder in ihrer emotionalen Entwicklung unterstützen und als protektive Faktoren in der modernen, oft belastenden Lebenswelt wirken können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Wandel moderner Kindheit, die historische Entwicklung der Mensch-Tier-Beziehung sowie die Analyse psychologischer und pädagogischer Wirkmechanismen bei der Haltung von Heimtieren durch Kinder.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu ergründen, ob und wie Heimtiere als "Rüstzeug" dienen, um Kinder bei den Herausforderungen des Großwerdens zu unterstützen und ihre emotionalen sowie sozialen Kompetenzen zu stärken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und interdisziplinären Literaturanalyse kindheitspsychologischer, erziehungswissenschaftlicher und soziobiologischer Modelle.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das "Bio-psycho-soziale Wirkungsgefüge", die Bedeutung der Du-Evidenz und Anthropomorphisierung sowie die Rolle von Tieren als Kommunikations- und Bindungspartner im Familiensystem.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Heimtiere, emotionale Kompetenz, Kind-Tier-Beziehung, Resilienz, Bindungstheorie und tiergestützte Pädagogik.

Warum wird der Hund als Heimtier in der Arbeit besonders fokussiert?

Der Hund gilt als das älteste Haustier des Menschen, das sich in der Evolutionsgeschichte optimal an menschliches Sozialverhalten angepasst hat, wodurch er eine besonders hohe Kooperationsbereitschaft für die kindliche Entwicklung aufweist.

Welche Rolle spielt die Kommunikation in der Kind-Tier-Beziehung?

Tiere kommunizieren primär analog und nonverbal. Dies bietet Kindern eine authentische, nicht-wertende Interaktion, in der sie ihre eigene nonverbale Kompetenz schulen und entlastende Bindungserfahrungen sammeln können.

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Details

Title
Der Einfluss von Heimtieren auf die Entwicklung von Kindern, insbesondere auf den Erwerb emotionaler Kompetenzen
College
University of Münster
Grade
1,5
Author
Diplompädagogin Sabine Mirring (Author)
Publication Year
2008
Pages
117
Catalog Number
V91147
ISBN (eBook)
9783638039895
ISBN (Book)
9783656561439
Language
German
Tags
Einfluss Heimtieren Entwicklung Kindern Erwerb Kompetenzen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplompädagogin Sabine Mirring (Author), 2008, Der Einfluss von Heimtieren auf die Entwicklung von Kindern, insbesondere auf den Erwerb emotionaler Kompetenzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91147
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