In dieser Hausarbeit wird die Konzipierung einer Rückenstunde im Gruppentraining beschrieben. Viele Fotos während der Übungsausführung veranschaulichen die Theorie aus den Texten. Zunächst gehe ich auf vorhandene Problematiken der Zielgruppe ein und lege dar, welche Inhalte in dieser Rückenkursstunde vermittelt werden. Dabei handelt es sich um lediglich eine Kursstunde, die systematisch in das Gesamtkonzept eingeordnet wird. Nach Darlegung des Ablaufs in tabellarischer Form konkretisiere ich einzelne Abschnitte der Kursstunde und benenne zu vermeidende Fehler bei der Durchführung. Auch werden angesprochene Muskeln in den dargestellten Übungen genannt. Den Abschluss dieser Facharbeit bildet eine Schlussfolgerung und ein Ausblick auf die Wirkung des Programms.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Beschreibung der Zielgruppe
1.2 Einordnung des geplanten Stundenkonzepts in die Gesamtplanung des Rückenkurses
2. Problemdarstellung der Zielgruppe und Hintergrund des Konzeptes
3. Beschreibung der verschiedenen Inhalte des Stundenkonzepts
3.1 Einleitung
3.2 Hauptteil
3.3 Schlussteil
4. Stundenkonzept in Tabellenform
5. Schlussfolgerung und Ausblick
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein strukturiertes Stundenkonzept für einen Rückenkurs zu entwickeln, das speziell auf die Bedürfnisse von Personen mit überwiegend sitzender Tätigkeit zugeschnitten ist, um präventiv gegen Rückenschmerzen vorzugehen und die Körperwahrnehmung der Teilnehmer zu schulen.
- Analyse der spezifischen Belastungsmuster von Zielgruppen im Büroalltag.
- Vermittlung von Übungen zur Körperwahrnehmung und Haltungsschulung.
- Kombination von Kräftigungs-, Beweglichkeits- und Entspannungselementen.
- Integration alltagsrelevanter Bewegungsmuster zur Vorbeugung von Fehlhaltungen.
- Systematische Einbettung einer beispielhaften Kursstunde in ein Gesamtkonzept.
Auszug aus dem Buch
Körperwahrnehmung
Damit später im Vergleich deutlich wird, wie viel Muskulatur an den kleinsten Bewegungen beteiligt ist, befinden sich die Teilnehmer im stabilen Stand. Sie stehen also hüftbreit mit etwas angewinkelten Knien, richten ihr Becken auf, ziehen die Schultern nach hinten unten und strecken die Halswirbelsäule mit dazugehöriger Muskelspannung in Gesäß, Bauch und Rücken. In dieser Positionen sollen sie nun bei gleichbleibender Stabilität des gesamten Körpers und der Gelenkstellungen gleichmäßig verschiedene Anteile der Fußsohle belasten, ohne dass die Füße sich bewegen oder vom Boden abheben. Dabei wird zunächst die Zehenpartie und danach die Ferse belastet. Der gesamte Körper bewegt sich dabei nur minimal nach vorn und hinten mit. Hier sollen die Kursteilnehmer bereits die stabilisierende Muskulatur rund um Fußgelenk, Knie und Hüfte spüren. Um diese Wahrnehmung noch zu verstärken, werden die Fußsohlen kreisförmig belastet: Man beginnt mit der Belastung der Ferse, bewegt sich dann wie ein Baum im Wind durch gleichzeitige Verlagerung des Körpergewichts auf die rechte Fußaußenseite und die linke Fußinnenseite nach rechts. Danach folgt die Belastung der Zehenpartie und abschließend über eine gleichzeitige Belastung der rechten Fußinnenseite und linken Fußaußenseite wieder zurück zur Fersenbelastung. Dieser Vorgang kann in beide Richtungen durchgeführt werden und vermittelt somit eine gute Körperwahrnehmung.
Anschließend soll selbiges auch im Sitzen passieren, wobei nun statt der Fußsohlen die Sitzhöcker belastet werden. Die Stabilisationsmuskulatur von Fußgelenk und Knie ist nicht mehr beteiligt und den Teilnehmern sollte auffallen, dass alle Bewegungen nun von der Lendenwirbelsäule initiiert werden. Im Sitzen befindet sich dort also der Hauptbelastungspunkt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel definiert die Zielgruppe als Personen mit sitzender Tätigkeit und ordnet das vorgestellte Stundenkonzept in ein sechswöchiges Gesamtprogramm ein.
2. Problemdarstellung der Zielgruppe und Hintergrund des Konzeptes: Der Autor erläutert die mechanischen und psychischen Belastungen durch langes Sitzen und begründet den multimodalen Interventionsansatz des Programms.
3. Beschreibung der verschiedenen Inhalte des Stundenkonzepts: Hier werden die methodischen Details der Kursstunde, unterteilt in Einstieg, Hauptteil und Schlussteil, detailliert mit Fokus auf Körperwahrnehmung und Übungsausführung beschrieben.
4. Stundenkonzept in Tabellenform: Dieses Kapitel liefert eine übersichtliche Zusammenfassung der Kursinhalte, gegliedert nach Stundenelementen, Keypoints, Fehlern, Variationen und Zielsetzungen.
5. Schlussfolgerung und Ausblick: Der Autor resümiert die Bedeutung der Körperwahrnehmung als Basis für langfristige Erfolge und betont die Notwendigkeit einer einfühlsamen Kursleitung für die Motivation der Teilnehmer.
Schlüsselwörter
Rückenschmerzen, Rückenkurs, Körperwahrnehmung, Wirbelsäule, Haltungsschulung, Kräftigung, Beweglichkeitstraining, Prävention, Büroalltag, multimodaler Interventionsansatz, biomechanische Grundlagen, Stressbewältigung, Ergonomie, Muskelkräftigung, Dehnübungen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit entwickelt ein praxisorientiertes Stundenkonzept für einen Rückenkurs, das speziell darauf ausgerichtet ist, Menschen mit vorwiegend sitzenden Tätigkeiten durch gezielte Übungen bei der Haltungsschulung und Schmerzprävention zu unterstützen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Analyse der durch sitzende Tätigkeiten verursachten muskulären Dysbalancen, die Verbesserung der Körperwahrnehmung sowie die Vermittlung anatomisch korrekter Bewegungsabläufe für den Alltag.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, durch die Reflexion der eigenen Körperhaltung und die gezielte Stärkung der Muskulatur den Teilnehmern Wege aufzuzeigen, wie sie aktiv und selbstständig Rückenschmerzen entgegenwirken können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einem multimodalen Interventionsansatz, der Übungen aus den Bereichen Krafttraining, Beweglichkeits- und Entspannungstraining kombiniert und diese mit biomechanischem Basiswissen verknüpft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil konzentriert sich auf eine detaillierte Anleitung zur Haltungs- und Bewegungsschule, einschließlich gezielter Kräftigungsübungen für Rumpf und Beine sowie Übungen zur bewussten Körperwahrnehmung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Rückenschmerzprävention, Körperwahrnehmung, Haltungsschulung, Büroalltag und multimodale Intervention beschreiben.
Wie werden die Teilnehmer in das Programm eingeführt?
Die Einführung erfolgt durch eine Fragerunde des Kursleiters, in der die Teilnehmer ihren eigenen Tagesverlauf reflektieren und ihr Bewegungsverhalten kritisch hinterfragen sollen.
Welche Rolle spielt die Atmung im Konzept?
Die Atmung dient sowohl als Hilfsmittel zur Intensivierung der Übungseffekte als auch als Methode zur Stressbewältigung und Entspannung des vegetativen Nervensystems.
Warum wird im Buch das Piriformis-Syndrom erwähnt?
Der M. piriformis wird aufgrund seiner vielfältigen Beteiligung an Hüftbewegungen und seiner Rolle bei Schmerzen im unteren Rücken als Beispiel für ein gezieltes Beweglichkeitstraining im Schlussteil angeführt.
- Arbeit zitieren
- Tobias Schlattmann (Autor:in), 2017, Trainingsplan für den Rücken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/911941