Ziel der vorgelegten Evaluation ist die Ermittlung und kritische Beurteilung von Einflussfaktoren auf nachhaltiges Wissensmanagement in Bezug auf Kollaborationstools aus dem eLearning-Kontext. Das Verwertungsziel dieser Hausarbeit soll die Ableitung eines geeigneten Kollaborationstools im Kontext des Online-Lernens sein. Hierzu wird sich eine Studentin der Bildungswissenschaft an der FernUniversität Hagen im Praktikum des Modul 3 im Mai/Juni dieses Jahres der Thematik annehmen und auf Grundlage dieser Evaluation ein Moodle-Container als Projektaufgabe entwickeln.
Nachhaltiges Wissensmanagement ist in der rettungsdienstlichen Ausbildung unersetzlich, um die notwendige Kompetenzstufe zu erreichen. Diese wurde in selbstorganisierten Gruppenarbeitsphasen umgesetzt. Anhand der Faktoren Zeit, Struktur und Interaktion wurde die Stärke des Einflusses in Bezug zu einer projizierten Nachhaltigkeit untersucht. Die Theorie ist durch den systemisch-konstruktivistischen Ansatz begleitet, in dem die Selbstorganisation und Autopoiesis bedeutende Rollen einnehmen. Mittels einer Online-Befragung wurde die Datenerhebung realisiert. In die Fragestellung konnte die Möglichkeit zur Nutzung von Kollaborationstools integriert werden. Die Umsetzung erfolgte durch die Korrelation und Regression der gemittelten Variablen, die Absicherung wurde anhand der Varianzanalyse vorgenommen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung, Erkenntnisinteresse und Evaluationsvorhaben
2. Bildungswissenschaftlich-theoretischer Rahmen
2.1. Spannungsfeld zwischen Konstruktivismus und Evaluation
2.1.1. Systemische Berufsbildung
2.1.2. Einflussfaktoren, Nachhaltigkeit und Herleitung Forschungsfrage
2.2. Evaluation und Kollaborationstools in rettungsdienstlicher Umgebung
2.2.1. Stand der aktuellen Forschung
2.2.2. Herleitung und Begründung der Hypothesen
3. Quantitative Evaluation der Einflussfaktoren
3.1. Vorstellen und Begründung der Erhebungsmethode
3.2. Operationalisierung
3.3. Vorbereitung und Durchführung der Datenerhebung
3.4. Auswertung der erhobenen Daten
3.5. Interpretation der Ergebnisse
4. Conclusio
Anlagen
Übersicht zur Gestaltung Fragebogen
Evaluation Ergebnissicherung Fragebogen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss die Faktoren Zeit, Struktur und Interaktion auf ein nachhaltiges Wissensmanagement mittels Kollaborationstools haben, um selbstorganisierte Gruppenarbeitsergebnisse in der Qualifizierung von Notfallsanitätern effektiver zu sichern.
- Analyse systemisch-konstruktivistischer Ansätze in der rettungsdienstlichen Ausbildung.
- Evaluation der Bedeutung zeitlicher Verfügbarkeit von Lernergebnissen.
- Untersuchung der Struktur und Interaktionsmöglichkeiten in digitalen Lernumgebungen.
- Methodische Durchführung einer quantitativen Befragung (Online-Evaluation) unter Teilnehmenden.
- Ableitung von Empfehlungen für die Gestaltung von Moodle-basierten Kollaborationsumgebungen.
Auszug aus dem Buch
Einflussfaktoren, Nachhaltigkeit und Herleitung Forschungsfrage
Weshalb wurden aus den vielen möglichen Faktoren die der „Zeit“, „Struktur“ und „Interaktion“ zur Evaluation gewählt? Zu den o.a. Rahmenbedingungen zählt die Möglichkeit, Anschluss an Themen, Fragen, Bewegungen und Befürchtungen zu erhalten, die zur Aneignung eines sozial integrierten Kompetenzprofils von Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten einladen (Arnold, 2013, p. 5). Aus diesen Überlegungen ergibt sich die Notwendigkeit zur nachhaltigen Sicherung der Gruppenarbeitsergebnisse, da die Entscheidungen der TN über Relevanz, Bedeutung und Wichtigkeit (vgl. oben) zeitversetzt stattfinden wird. Dieses auch unter dem Rahmen, dass die zeitliche Abfolge der Stationseinteilung arbeitsteilige Ergebnisse liefert. So erhalten unterschiedliche TN in unterschiedlichen Gruppen an unterschiedlichen Orten zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Erkenntnisse. Diese jedoch sollten an einem Ort zusammen- und weitergeführt werden, um damit weitere Erkenntnisse zu initiieren.
Zeit ist als limitierender Faktor zur Untersuchung unabdingbar. In dem die Relevanz des Zeitpunktes untersucht wird, an dem die Ergebnisse erfasst und verfügbar sind, könnte bereits eine Steigerung der Nachhaltigkeit erreicht werden. Wie o.a. sind Netzwerke Verbundsysteme auf Zeit und TN nutzen die angeführten Synergien. Der Zeitpunkt, zu dem Ergebnisse der Gruppenarbeitsphasen zur Verfügung stehen, entscheiden wohlmöglich über den Grad der Nachhaltigkeit.
Struktur dient als Kriterium der Übersichtlichkeit und damit Akzeptanz eines Kollaborationstools. Wenn selbstorganisierte Lernprozesse wie o.a. als Voraussetzung einer erfolgreicher Qualifikation angesehen werden können, so wird die Verwendung eines Kollaborationstools nur bei einer für den TN nachvollziehbaren Struktur erfolgreich sein (Erpenbeck, Sauter, & Sauter, 2015, p. 7).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung, Erkenntnisinteresse und Evaluationsvorhaben: Die Einleitung erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Notfallsanitäter-Qualifizierung und identifiziert die Notwendigkeit, das Wissensmanagement durch Kollaborationstools zu verbessern.
2. Bildungswissenschaftlich-theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel verankert die Evaluation in der systemisch-konstruktivistischen Pädagogik und leitet die Forschungsfragen sowie Hypothesen aus dem aktuellen Forschungsstand ab.
3. Quantitative Evaluation der Einflussfaktoren: Hier wird das methodische Design der Evaluation beschrieben, welches das CIPP-Modell nutzt, um Daten zu Zeit, Struktur und Interaktion systematisch zu erheben und mittels Korrelations- und Regressionsanalyse auszuwerten.
4. Conclusio: Die Conclusio fasst die Ergebnisse zusammen, wonach insbesondere der Faktor Zeit einen signifikanten Einfluss auf die Nachhaltigkeit hat, und bietet Ausblicke für die praktische Moodle-Umsetzung.
Schlüsselwörter
Wissensmanagement, Kollaborationstools, Notfallsanitäter, Systemische Berufsbildung, Konstruktivismus, Nachhaltigkeit, CIPP-Evaluationsmodell, Gruppenarbeit, E-Learning, Evaluation, Kompetenzentwicklung, Zeitmanagement, Lernplattform, Blended Learning, Online-Befragung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit evaluiert, wie Kollaborationstools dabei helfen können, Lernergebnisse aus selbstorganisierten Gruppenarbeitsphasen in der Ausbildung von Notfallsanitätern nachhaltig zu sichern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die systemische Berufsbildung, das nachhaltige Wissensmanagement, E-Learning-Konzepte in der medizinischen Ausbildung sowie die quantitative Evaluation von Lernarrangements.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Ermittlung des Effekts der Einflussfaktoren Zeit, Struktur und Interaktion auf ein nachhaltiges Wissensmanagement innerhalb der Notfallsanitäter-Qualifizierung.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf das systemisch-konstruktivistische Paradigma und nutzt das CIPP-Evaluationsmodell von Stufflebeam zur quantitativen Datenerhebung mittels einer Online-Umfrage, ausgewertet durch Korrelations- und Regressionsanalysen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung der Hypothesen, der Operationalisierung der Variablen, der Durchführung der Befragung bei Teilnehmenden sowie der anschließenden statistischen Interpretation der Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wissensmanagement, Kollaborationstools, Notfallsanitäter, Systemische Berufsbildung, Konstruktivismus, Nachhaltigkeit und CIPP-Evaluationsmodell.
Warum ist der Faktor Zeit in der Untersuchung so bedeutend?
Der Faktor Zeit ist entscheidend, da die zeitliche Verfügbarkeit der erarbeiteten Ergebnisse unmittelbar über deren Nutzbarkeit und somit über den Grad der Nachhaltigkeit für die Teilnehmenden entscheidet.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der Kollaborationstools?
Der Autor schlussfolgert, dass Kollaborationstools geeignet sind, um Lernergebnisse zu sichern, wobei insbesondere auf die Zeitpunkte der Erfassung und Bereitstellung der Daten geachtet werden muss.
- Arbeit zitieren
- Jochen Hanisch (Autor:in), 2017, Nachhaltiges Wissensmanagement durch Kollaborationstools in der rettungsdienstlichen Ausbildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/912021