Nachhaltiges Wissensmanagement durch Kollaborationstools in der rettungsdienstlichen Ausbildung

Evaluation von Einflussfaktoren am Beispiel der Sicherung selbstorganisierter Gruppenarbeitsergebnissen von Notfallsanitäter/innen


Hausarbeit (Hauptseminar), 2017

28 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhalt

Abkürzungen

Abbildungen

Tabellen

1. Einleitung, Erkenntnisinteresse und Evaluationsvorhaben

2. Bildungswissenschaftlich-theoretischer Rahmen
2.1. Spannungsfeld zwischen Konstruktivismus und Evaluation
2.1.1. Systemische Berufsbildung
2.1.2. Einflussfaktoren, Nachhaltigkeit und Herleitung Forschungsfrage
2.2. Evaluation und Kollaborationstools in rettungsdienstlicher Umgebung
2.2.1. Stand der aktuellen Forschung
2.2.2. Herleitung und Begründung der Hypothesen

3. Quantitative Evaluation der Einflussfaktoren
3.1. Vorstellen und Begründung der Erhebungsmethode
3.2. Operationalisierung
3.3. Vorbereitung und Durchführung der Datenerhebung
3.4. Auswertung der erhobenen Daten
3.5. Interpretation der Ergebnisse

4. Conclusio

Anlagen

Übersicht zur Gestaltung Fragebogen

Evaluation Ergebnissicherung Fragebogen

Abstract

Nachhaltiges Wissensmanagement ist in der rettungsdienstlichen Ausbildung unersetzlich, um die notwendige Kompetenzstufe zu erreichen. Diese wurde in selbstorganisierten Gruppenarbeitsphasen umgesetzt. Anhand der Faktoren Zeit, Struktur und Interaktion wurde die Stärke des Einflusses in Bezug zu einer projizierten Nachhaltigkeit untersucht. Die Theorie ist durch den systemisch-konstruktivistischen Ansatz begleitet, in dem die Selbstorganisation und Autopoiesis bedeutende Rollen einnehmen. Mittels einer Online-Befragung wurde die Datenerhebung realisiert. In die Fragestellung konnte die Möglichkeit zur Nutzung von Kollaborationstools integriert werden. Die Umsetzung erfolgte durch die Korrelation und Regression der gemittelten Variablen, die Absicherung wurde anhand der Varianzanalyse vorgenommen. Die Auswertung in Bezug auf den aktuellen Forschungsstand ergab, dass der Faktor Zeit, mit dem zum einen der Zeitpunkt der Erfassung und Verfügbarkeit betrachtet wurden, den Größen Einfluss auf die nachhaltige Sicherung von Gruppenarbeitsergebnissen hat. Die beiden weiteren Faktoren haben geringere Effektstärken. Aus den Ergebnissen dieser Evaluation lässt sich herleiten, dass Kollaborationstools die geeigneten Plattformen sind, um nachhaltiges Sichern von Ergebnissen aus selbstorganisierten Lernprozessen zu gewährleisten.

Abkürzungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungen

Abbildung 1 Systemische Nachhaltigkeitsfaktoren

Abbildung 2 Pfadanalyse

Tabellen

Tabelle 1 Forschungsdesign

Tabelle 2 Ermittlung Stichprobengröße

Tabelle 3 Übersicht Antwortverteilung

Tabelle 4: Übersicht Faktor - Variable - Fragentyp

1. Einleitung, Erkenntnisinteresse und Evaluationsvorhaben

Seit dem 1. Januar 2014 hat sich die rettungsdienstliche Ausbildung des nicht-ärztlichen Assistenzpersonals grundlegend geändert. Aus einer zweijährigen Berufsausbildung wurde eine um ein Jahr verlängerte, der dualen Ausbildung in Handwerk und Industrie nahekommende, Qualifizierung etabliert. Ausbildungsziel des Gesetzes über den Beruf der Notfallsanitäterin und des Notfallsanitäters (NotSanG) ist u.a. die Vermittlung von fachlichen, personalen und methodischen Kompetenzen, die zur eigenverantwortlichen Durchführung von Aufgaben der Notfallrettung, unter Berücksichtigung der jeweiligen Situation befähigen. Bisher im Rettungsdienst tätige Rettungsassistenten/innen erhalten die Möglichkeit, entweder eine Ergänzungsprüfung oder die staatliche (Voll-) Prüfung zum/r Notfallsanitäter/in abzulegen. Der individuelle zeitliche Rahmen zur Vorbereitung auf diese Gelegenheiten sind individuell und unterscheiden sich je nach Zeitrahmen, in dem die berufliche Beschäftigung ausgeübt wurde (Gesetz über den Beruf der Notfallsanitäterin und des Notfallsanitäters, 2014): Über fünf Jahren (EP1) sind keine Auflagen zu beachten, zwischen drei und fünf Jahren (EP2) müssen min. 480 Stunden, unter drei Jahren (EP3) müssen 960 Stunden theoretischer und praktischer Unterricht vor der Zulassung zur Ergänzungsprüfung absolviert sein. Unterschiede zwischen Ergänzung und der staatlichen Prüfung bestehen in Art und Umfang der Prüfungsteile: Die Ergänzungsprüfung fordert eine mündliche und zwei praktische, die staatliche (Voll-) Prüfung1 beinhaltet drei schriftliche, einer mündlichen und vier praktischen Prüfung.

Dieser Forschungsbericht bezieht sich ausnahmslos auf die staatliche Vollprüfung. Die jeweilige Vorbereitungszeit ist konzeptionell den anbietenden Bildungseinrichtungen der staatlichen Berufsfachschulen überlassen und reicht innerhalb der Bundesrepublik Deutschland von vier bis acht Wochen; lt. ersten Ergebnissen der #notsanumfrage, bereiten sich Teilnehmende (TN) zwischen null und 1000 Stunden vor. Beim Bildungszentrum des Deutschen Roten Kreuzes, Kreisverband Düsseldorf e.V. (BZ) wurde seitens des Verfassers ein sechswöchiges Konzept für TN der EP2 und EP3 entwickelt, in dem die jeweiligen Prüfungsteile im laufenden Lehrgangsbetrieb integriert sind. Grundlage des Konzeptes sind die Gedanken aus dem Interaktionistischen Konstruktivismus (Reich, 2006, p. 74, 2007), in dem die Fähigkeit zur Selbstreferenz eine ausgeprägte Rolle einnimmt (zur ausführlichen didaktischen Erläuterung vgl. Kapitel 2.1). Zentrale Elemente der Wissens- und damit Kompetenzgenerierung sind selbstorganisierten Gruppenarbeiten, in denen TN ihren individuellen Defiziten begegnen und diese, anhand der erarbeitenden Ergebnisse, zu ihren eigenen Bedingungen beseitigen.

Das BZ hat inzwischen Erfahrungen von 47 TN an der staatlichen Prüfung, insgesamt wurden bisher, ohne Berücksichtigung von Nachprüfungen, innerhalb des letzten Jahres 474 einzelne Prüfungen abgenommen (eig. Statistik, Anm. Verf.). Mit dieser Anzahl ist das BZ zum jetzigen Zeitpunkt bundesrepublikanisch führend in der Durchführung der staatlichen Prüfung zur Qualifizierung ehemaliger RettAss zu NotSan.

Bei den Prüfungsleistungen zeigen die Ergebnisse jedoch zum Teil deutliche Schwächen. Auffallend ist, dass die Unstimmigkeiten bereits innerhalb der Vorbereitung auftraten und von den Lernbegleitungen korrigiert wurden. Offensichtlich wenig nachhaltig. Vermutlich liegt ein Grund im defizitären Wissensmanagement der Teilnehmenden, woraus die These ableitbar ist, dass ein von den Teilnehmenden erstelltes und gepflegtes Online-Kollaborationstool hier Abhilfe schaffen könnte. Die vom BZ unterhaltene Plattform Moodle, findet z.Zt. keine Anwendung.

Die Prüfungsergebnisse wurden daher zum Anlass genommen, und hieraus leitet sich das Erkenntnisinteresse ab, das eLearning System zu reanimieren. Gute Prüfungsergebnisse sind für die Bildungseinrichtungen wirtschaftlich existentiell und im Sinne der Patientensicherheit notwendig. Die Einflussfaktoren, mit denen eine Wiedereinführung unter den günstigsten Voraussetzungen möglich ist, sind momentan völlig unklar und sollen evaluiert werden.

Ziel der vorgelegten Evaluation ist die Ermittlung und kritische Beurteilung von Einflussfaktoren auf nachhaltiges Wissensmanagement in Bezug auf Kollaborationstools aus dem eLearning-Kontext. Das Verwertungsziel dieser Hausarbeit soll die Ableitung eines geeigneten Kollaborationstools im Kontext des Online-Lernens sein. Hierzu wird sich eine Studentin der Bildungswissenschaft an der FernUniversität Hagen im Praktikum des Modul 3 im Mai/Juni dieses Jahres der Thematik annehmen und auf Grundlage dieser Evaluation ein Moodle-Container als Projektaufgabe entwickeln.

2. Bildungswissenschaftlich-theoretischer Rahmen

Ziel dieses Kapitels ist die Darstellung des Spannungsfeldes zwischen konstruktivistischer Lerntheorien innerhalb rettungsdienstlicher Ausbildungen und dem Stand der bisherigen Evaluation.

2.1. Spannungsfeld zwischen Konstruktivismus und Evaluation

Von der systemischen Berufsbildung ausgehend, soll die Notwendigkeit der zur Untersuchung herangezogenen Einflussfaktoren erläutert und mit Nachhaltigkeit in Zusammenhang gebracht werden. Damit soll ein Verständnis zwischen Theorie, Praxis und Evaluation geschaffen werden. Eine ausführliche Darstellung der tiefen und komplexen Theorie erfolgt aufgrund der Vorgaben nicht. Die Entwicklung der Forschungsfrage folgt.

2.1.1. Systemische Berufsbildung

Die Gedanken von Arnold, Reich und Siebert zur systemischen-Berufsbildung wurden bei der Konzeption der zu evaluierenden Bildungsmaßnahme zu Grunde gelegt. Die Forderungen der Anlage 1 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter gehen weit in den Bereich einer handlungsbasierten und kompetenzorientierten Ausbildung und Prüfung hinein, in dem in allen drei Prüfungsbereichen die Handlungskompetenz entweder wörtlich, mindestens als Intention gefordert wird (Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter, 2014).

Infolgedessen wurde im Rahmen des Vorbereitungslehrgangs ein großer Teil auf selbstreferentielle und autopoietische Prozesse verwendet. Hierbei soll nach Arnold seitens der TN die Fähigkeit erlangt werden, zukunftsorientierte Handlungskompetenzen, von aktuellen Herausforderungen ausgehend, individuell zu entwickeln und damit eine zukunftsorientierende Entwicklung zu ermöglichen. Inzwischen ist in der beruflichen Bildung Konsens, dass Kompetenzen nicht durch eine Steuerung der Details gemacht werden können. Hierzu orientieren sich umsetzbare Bildungsvorhaben an den zur Verfügung stehenden Ressourcen und den dadurch möglich werdenden individuellen Lösungen. Damit kann die Entwicklung von Kompetenzen nur in Haltung und Beratung der Lehrenden ermöglicht, jedoch keinesfalls erzwungen werden. Um die gesetzlich geforderten handlungsbasierten und kompetenzorientierten Prüfungen erfolgreich zu absolvieren, ist nach Arnold folgend die Bildung Erwachsener als „Inside-Out-Geschehen“ zu betrachten. Das Outcome von Lernprozessen kann demnach nur durch unmittelbare Beobachtung festgestellt und nur durch günstige Rahmenbedingungen ermöglicht werden. Handlungsleitend sind die individuellen Lebensbiografien der TN und weniger das Entwickeln eines Standardlernens. (Arnold, 2010, pp. VII–VIII, 2013, p. 5)

Die Maxime der Selbstbestimmung, wie sie von Reich vertreten wird, fand ebenfalls Einzug in die bereits dargestellte Konzeption. Diese Selbstbestimmung der TN ist für das didaktische Handeln insofern entscheidend, dass TN selbst bestimmen, was an welcher Stelle innerhalb der pädagogischen Prozesse für sie eine Relevanz, Bedeutung und Wichtigkeit hat. Je mehr die Entscheidungen selbst geführt werden, desto selbstbestimmter werden die eigenen Tätigkeiten reguliert. Zwischenmenschliche Beziehungen und Inhalte werden miteinander untrennbar verknüpft. Indem TN selber Erfahrungen machen, ausprobieren und experimentieren können, werden die eigenen Konstruktionen erneuert und adaptiert (Konstruktion). In Prozessen der Rekonstruktion lernen die TN das Verstehen aus Perspektive der früheren Beobachter; die Frage nach den Motiven steht hierbei im Vordergrund – Faktenlernen wird versinnlicht. Andere Blickwinkel und damit eine Nachentdeckung sollen bei der Dekonstruktion erreicht werden. Der unmittelbare Bezug zur Selbstständigkeit und -bestimmung wird durch dieses Erfinden, Entdecken und Enttarnen deutlich. Die drei angeführten Beobachterperspektiven stellen somit das Grundgerüst der Vorbereitungsmaßnahme dar. (Reich, 2006, p. 138, 2010, pp. 118–121)

Die gleiche Richtung wird von Siebert als Selbstorganisation vertreten. Hierbei handelt es sich, von der Systemtheorie abgeleitet, um die Selbststeuerung sozialer Systeme z.B. von Teams. Diese nehmen sich selbst als Referenz, Lernen, Erkennen und Beobachten können demnach als selbstreferenzielle Vorgänge bezeichnet werden. Neues und Interessantes kann nur in Relation zu unserem vorherigen Wissen eingeordnet werden. Infolgedessen lernen wir „ selbstorganisiert, operational geschlossen und strukturdeterminiert “. Neuronale Prozesse binden Prozesse des Denkens, Lernens und Fühlens. Erwachsene verfügen über feste Erfahrungsnetzwerke, auf deren Grundlage sie Entscheidungen der Informationsverarbeitung fällen. Diese Anschlussfähigkeit ist ebenfalls eine weitere Grundlage der Konzeption. Weiterhin können Netzwerke im Sinne von flexiblen Organisationsformen als „Verbundsysteme auf Zeit“ bezeichnet werden, in denen unterschiedliche Akteure zielorientiert zusammenwirken – beispielsweise zur Lösung einer Bildungsaufgabe. Die Synergieeffekte dieser zeitlich determinierten Kooperationen zeigen sich in der Kompensation individueller Schwächen und Einbringung der jeweiligen Stärken. Auch diesem Aspekt wurde bei der Umsetzung Rechnung getragen. (Siebert, 2005, p. 142, 2005, p. 13, 2005, p. 27, 2007, p. 49)

Weitere Erfahrungen und Forschungen aus den Bereichen der neurobiologischen Forschungen sollen an dieser Stelle aus Platzgründen unerwähnt bleiben. Spitzer und Hüther könnten angeführt werden, die Gedanken fanden auch Einlass in die Struktur des Vorbereitungslehrgangs.

2.1.2. Einflussfaktoren, Nachhaltigkeit und Herleitung Forschungsfrage

Weshalb wurden aus den vielen möglichen Faktoren die der „Zeit“, „Struktur“ und „Interaktion“ zur Evaluation gewählt? Zu den o.a. Rahmenbedingungen zählt die Möglichkeit, Anschluss an Themen, Fragen, Bewegungen und Befürchtungen zu erhalten, die zur Aneignung eines sozial integrierten Kompetenzprofils von Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten einladen (Arnold, 2013, p. 5). Aus diesen Überlegungen ergibt sich die Notwendigkeit zur nachhaltigen Sicherung der Gruppenarbeitsergebnisse, da die Entscheidungen der TN über Relevanz, Bedeutung und Wichtigkeit (vgl. oben) zeitversetzt stattfinden wird. Dieses auch unter dem Rahmen, dass die zeitliche Abfolge der Stationseinteilung arbeitsteilige Ergebnisse liefert. So erhalten unterschiedliche TN in unterschiedlichen Gruppen an unterschiedlichen Orten zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Erkenntnisse. Diese jedoch sollten an einem Ort zusammen- und weitergeführt werden, um damit weitere Erkenntnisse zu initiieren.

- Zeit ist als limitierender Faktor zur Untersuchung unabdingbar. In dem die Relevanz des Zeitpunktes untersucht wird, an dem die Ergebnisse erfasst und verfügbar sind, könnte bereits eine Steigerung der Nachhaltigkeit erreicht werden. Wie o.a. sind Netzwerke Verbundsysteme auf Zeit und TN nutzen die angeführten Synergien. Der Zeitpunkt, zu dem Ergebnisse der Gruppenarbeitsphasen zur Verfügung stehen, entscheiden wohlmöglich über den Grad der Nachhaltigkeit.
- Struktur dient als Kriterium der Übersichtlichkeit und damit Akzeptanz eines Kollaborationstools. Wenn selbstorganisierte Lernprozesse wie o.a. als Voraussetzung einer erfolgreicher Qualifikation angesehen werden können, so wird die Verwendung eines Kollaborationstools nur bei einer für den TN nachvollziehbaren Struktur erfolgreich sein (Erpenbeck, Sauter, & Sauter, 2015, p. 7).
- Interaktion im Sinne von Kommunikation, Lernbegleitung und Feedback trägt einen hohen Anteil am Gelingen selbstorganisierter Lernprozesse. So ist es günstig, wenn TN die Möglichkeit haben, Fragen an Lernbegleitung, Experten/innen und Mitlernenden stellen zu können. Damit geben die Gestaltenden Orientierung, z.B. in Form eines Themenspeichers. Feedback und Standortbestimmung sind weitere notwendige Voraussetzungen für gelingende selbstorganisierte Lernprozesse. (Erpenbeck et al., 2015, p. 8)

Alle Interventionen zur Sicherung von Gruppenarbeitsergebnissen müssen für die erfolgreiche Qualifikation, die Prüfung, konserviert und können als Nachhaltigkeit definiert werden. Nachhaltigkeit im systemisch-konstruktivistischen Sinne setzt sich aus denen in Abbildung 1 dargestellten Faktoren zusammen (Siebert, 2005, 37, Abb. 7).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 Systemische Nachhaltigkeitsfaktoren

Nach Arnold kann daher Nachhaltigkeit als „gelingende Reifung einer selbsttragenden Kompetenz“ definiert werden, wobei systemische Interventionen in das Blickfeld von Prozessen der Erwachsenendidaktik genommen werden (Arnold, 2013, p. 5). Demnach lernen TN nachhaltig, wenn eigenständige Problemlösung (Selbstorganisation und -referenz) thematisch sinnvoll, bedeutsam und als wichtig interpretiert wird.

Ob und inwieweit die eigene Qualifikation und Überleitung von RettAss zu NotSan den angeführten Gedankengängen entspricht, obliegt in der Eigenverantwortung der TN. Das BZ als ausbildende und prüfende Einrichtung ist jedoch in der Pflicht, die angesprochenen Einflussfaktoren bestmöglich zu beachten und damit den Erfolg zu ermöglichen. Insofern hat die eingangs gestellte Forschungsfrage auf die zukünftige Entwicklung der Lehrgänge einen erheblichen Einfluss.

[...]


1 Auch die Ergänzungsprüfung ist eine staatliche Prüfung. Bei der Bezeichnung wurde im NotSanG auf diesen Hinweis verzichtet. Als Unterscheidung wird üblicherweise die beschriebene staatliche Prüfung als Vollprüfung tituliert.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Nachhaltiges Wissensmanagement durch Kollaborationstools in der rettungsdienstlichen Ausbildung
Untertitel
Evaluation von Einflussfaktoren am Beispiel der Sicherung selbstorganisierter Gruppenarbeitsergebnissen von Notfallsanitäter/innen
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Empirische Bildungsforschung)
Note
1,3
Autor
Jahr
2017
Seiten
28
Katalognummer
V912021
ISBN (eBook)
9783346232380
ISBN (Buch)
9783346232397
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kollaboration, Wissensmanagement, Einflussfaktoren, Nachhaltigkeit, Notfallsanitäter, Notfallsanitäterin, Bildungswissenschaft
Arbeit zitieren
Jochen Hanisch (Autor), 2017, Nachhaltiges Wissensmanagement durch Kollaborationstools in der rettungsdienstlichen Ausbildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/912021

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