Die Religionskritiken von Sigmund Freud und Lou Andreas-Salomé

Die Ansichten zur Zukunft von Religion in der vergleichenden Analyse


Bachelorarbeit, 2018

38 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Sigmund Freud und Lou Andreas-Salomé

3 Die Religionskritik Sigmund Freuds
3.1 Die Analogie der Religion mit der Zwangsneurose
3.2 Darstellung der wichtigsten Thesen aus ,Die Zukunft einer Illusion‘
3.2.1. Jede Kultur beruht auf Arbeitszwang und Triebverzicht
3.2.2. Angst und Unzufriedenheit sind die Ursprünge der Religion
3.2.3. Religiöse Vorstellungen sind Illusionen
3.2.4. Rationalität sollte das Fundament der Kultur sein

4 Die Religionskritik Lou Andreas-Salomés
4.1 Darstellung der Religion
4.2 Drei Stufen des religiösen Prozesses
4.2.1 Erste Stufe: Ursprüngliche Gottesbildung
4.2.2 Zweite Stufe: Gottesentfremdung
4.2.3 Dritte Stufe: Religiöse Wiederbelebung
4.2.4 Die Darstellung der 3 Stufen anhand von Kunos Leben im Roman ,Im Kampf um Gott‘

5 Vergleich beider Ansichten
5.1 Religionsbegriff
5.2 Die Zukunft der Religion

6 Fazit

Literaturverzeichnis

Primärliteratur

Sekundärliteratur

Internetquellen

1 Einleitung

Das Ziel, welches Freud mit seinem Kampf gegen die Religion verfolgt, ist die Befreiung des Menschen. Der Mensch muss sich frei machen von jeder bedrohenden oder beschützenden Autorität, er muß es lernen, ganz auf sich selber gestellt zu sein, um seine Vernunft voll entfalten zu können. Der Weg zu diesem Ziel führt nicht über die Religion, sondern über die Wissenschaft.1

Sigmund Freud beschreibt in seinem Text ,Die Zukunft einer Illusion‘ (1927) was an der Kultur und der Gesellschaft verändert werden muss, damit sein Ziel – die Befreiung des Menschen – erreicht werden kann. Er übt damit harsche Kritik an der Religion, indem er sie als Illusion bezeichnet. Mit seiner Religionskritik reiht er sich selbst hinter Kritiker wie Feuerbach und Marx ein. Freud nennt diese Männer „andere, bessere Männer“, die ihre Kritik „vollständiger, kraftvoller und eindrucksvoller“2 vor ihm geäußert haben und füge jetzt nur noch eine „psychologische Begründung hinzu“, von der er aber nicht erwartet, dass „gerade dieser Zusatz die Wirkung erzwingen wird, die den früheren versagt geblieben ist“3.

Diesem rein negativen Bild der Religion, das Freud in seinen Texten beschreibt, stellt Lou Andreas-Salomé einen erweiterten Religionsbegriff gegenüber, indem sie Religiosität in drei Stufen beschreibt, wobei die erste Stufe mit dem Bild von Freud übereinstimmt. Sie ist die Frau, auf die von vielen Autoren viel zu oft nur als Muse von berühmten Männern wie Sigmund Freud, Friedrich Nietzsche und Rainer Maria Rilke Bezug genommen wird4 und die in ihrem Denken von den Ansichten Nietzsches zu denen Freuds gewandelt ist, wie Alfred Schöpf ihren „Denkweg“ kurz zusammenfasste.5

Sigmund Freud und Lou Andreas-Salomé lebten zu einer Zeit (Mitte des 19. Jahrhunderts), in der die Bestreitung religiöser Wahrheitsansprüche immer mehr Raum gewann. Die Grundsatzkritik an der Religion, wobei sich sowohl Sigmund Freud als auch Lou Andreas-Salomé auf westliche Religionen bezogen, die beispielhaft am Christentum geübt wurde, „[steigt] mit ihrer Absage an einen absoluten, transzendenten und personalen Gottesbegriff […] zu dem großen Thema der Epoche auf“6. Die kirchliche Praxis nahm in jeder Bevölkerungsgruppe ab, kehrte jedoch in anderer Gestalt gegen Ende des 19. Jahrhunderts zunehmend wieder zurück.7

In dieser Arbeit werden zunächst die Religionstheorien von Sigmund Freud und Lou Andreas-Salomé ausführlich dargestellt. Dazu wird der Text ,Die Zukunft einer Illusion‘ von Freud in für mich sinnvolle Hauptthesen eingeteilt und durch Aussagen aus ,Das Unbehagen in der Kultur‘ (1930) und anderen kleinen Schriften ergänzt.

Lou Andreas-Salomé veröffentlichte insgesamt über 1308 Artikel, unter anderem auch in der psychoanalytischen Zeitschrift ,Imago‘, die von Freud herausgegeben wurde, von denen in dieser Arbeit drei behandelt werden. Außerdem schrieb sie einige Romane, die den Inhalt ihrer Fachtexte in Literatur umwandeln, von denen zwei angeführt werden. Zum Schluss werden beide Religionsbegriffe verglichen und daraus auf eine mögliche Zukunft der Religion geschlossen, die sich in diesen Begriffen darstellt.

2 Sigmund Freud und Lou Andreas-Salomé

Lou Andreas-Salomé lernte im Sommer 1911 das damals noch junge Gebiet der Psychoanalyse kennen, als sie versuchte, im medizinischen und psychologischen Wissen Erklärungen und Hilfsmöglichkeiten für die Leiden und Probleme von Rainer Maria Rilke, den sie unter ihre Fittiche genommen hatte, zu finden. In ihr entstand der Plan, selbst bei Sigmund Freud in Wien zu studieren.9 Ab dem Winter desselben Jahres widmete sie sich den psychoanalytischen Texten von Freud, unter anderem ,Über Psychoanalyse‘ und ,Der Witz und seine Beziehung zum Unbewussten‘. Im Herbst 1912 bat Lou Andreas-Salomé Sigmund Freud per Brief, an seinem Kolleg teilnehmen zu dürfen und bekam schnell eine positive Antwort.10 Sie besuchte ein halbes Jahr lang das Samstagskolleg an der Wiener Universität und die Mittwochsitzungen der Wiener Psychologischen Vereinigung. Bei beiden Veranstaltungen war sie die erste Frau, die teilnahm.11 Zwischen Freud und Andreas-Salomé entstand schnell eine tiefe Freundschaft, nachdem Freud die intellektuellen und persönlichen Qualitäten der neuen Schülerin zu schätzen lernte.12 Für Freud wurde sie zu einem „festen Punkt“13 in seinen Vorlesungen, und er fing an, seinen Vortrag immer an sie zu richten, was dazu führte, dass er unsicher sprach, wenn sie nicht anwesend war. Außerdem fanden viele private Treffen im Hause Freud statt14, was auch, nach einem mehrwöchigen Aufenthalt im Hause Freud 1921, zu einer festen Freundschaft zwischen Lou Andreas-Salomé und Freuds Tochter Anna führte.15 Im Rahmen einer Arbeitsbeziehung konnte Andreas-Salomé mit Freud, den sie einmal als „das ,Vatergesicht‘ über ihrem Leben“16 bezeichnete, das große Thema ihres Lebens, die Auseinandersetzung mit einem Übervater, wieder aufgreifen. Von Anfang an „erwies Sigmund Freud Lou Andreas-Salomé große Hochachtung, Wertschätzung und offene Zugewandtheit“17 und wählte sie später als Vertraute und Ansprechpartnerin.18

3 Die Religionskritik Sigmund Freuds

Sigmund Freud empfand es als seine Lebensaufgabe, an den Rätseln dieser Welt zu forschen, um sie zu verstehen und vielleicht sogar etwas zu ihrer Lösung beitragen zu können. Bei der Anwendung psychoanalytischer Befunde und Erkenntnisse auf die Kultur traf Freud auf die Macht religiöser Vorstellungen und Vorschriften.19 Er entschloss sich dazu, sich intensiv mit diesen auseinanderzusetzen und tat dies nicht in der Rolle des Angreifers, sondern des Angegriffenen.

Freud ist der Meinung, dass die Religion die Aufgabe hat, den Menschen als Teilhaber einer Kultur mit der Kultur und der Natur zu versöhnen und dass sie dieser Aufgabe nicht gerecht wird. Man könnte dagegen zwar einwenden, wenn jeder die Gebote des Christentums, darunter das christliche Gebot „Liebe deinen Nächsten“, einhalten würde, alle Menschen glücklich in der Kultur wären, Freud hält jedoch dagegen, dass Liebe verdient werden müsse und ein Fremder daher nicht geliebt werden könne, und selbst wenn, würde er einen so kleinen Teil der Liebe abbekommen, dass er sogar niedriger sei als der Teil der Liebe, den, nach dem Urteil der Vernunft berechtigt, der Mensch für sich selbst zurückhalte.20 Liebe, die nicht auswähle, verliere einen wesentlichen Teil ihres Wertes.21

In seinen Beiträgen zur Religion bezieht sich Freud mehrmals auf den Ödipuskomplex, der seiner Meinung nach die ganze Menschheit beeinflusst und sie zu „sozio-kulturellen Reaktionen“22 zwingt. Diese Reaktionen erschienen in der Form religiöser Riten und Übungen.23 Wenn man sich näher mit Freuds Religionskritik befassen möchte, muss man jedoch beachten, dass diese sich immer nur gegen „äußere Religionsformen“24, also gegen das, was „der gemeine Mann unter Religion versteht“, richtet und nicht gegen das, was man eine „,religiöse Erfahrung‘“25 nennt, da sich diese nicht nachprüfen lässt. Freud selbst schränkt außerdem ein, dass er durch die Psychoanalyse nur eine der Wurzeln der Religion aufzeigen könne, der Ödipuskomplex sei dabei nicht die einzige.26 Auch merkte er an, dass ihm im Nachhinein die hauptsächlich negative Würdigung der Religion ungenügend erscheine.27

Freud wurde als Kind mit zwei Frömmigkeitstypen konfrontiert. Sein Vater vermittelte ihm die Weisheitslehre der jüdischen Tradition, die durch die Lektüre der Heiligen Schrift erfolgte. Mit seiner katholischen Kinderfrau besuchte er die Kirche, was dazu führte, dass er predigte und vom lieben Gott erzählte, wenn er nach Hause kam.28 Das Bild, das Freud in seiner Kindheit von der Religion bekam, war also auf der einen Seite „männlich-intellektuell“ und auf der anderen Seite „weiblich-emotional“29 bestimmt. In der Auseinandersetzung mit beiden Seiten im Verlauf seiner Eigenanalyse erreichte er eine weitgehende Bewusstheit der väterlichen Seite, die weibliche Seite blieb ihm jedoch lange verschlossen.30

3.1 Die Analogie der Religion mit der Zwangsneurose

Freud sieht eine Ähnlichkeit zwischen den Handlungen, mit denen Gläubige ihre Frömmigkeit bezeugen, und den Ritualen, die Zwangsneurotiker befolgen. Dieses „neurotische Zeremoniell besteht in kleinen Verrichtungen, Zutaten, Einschränkungen, Anordnungen, die bei gewissen Handlungen des täglichen Lebens in immer gleicher oder gesetzmäßig abgeänderter Weise vollzogen werden“31 und beim Unterlassen zu einer Angst bei dem Kranken führen, solange er dieses Zeremoniell nicht nachholt.32 Die Ähnlichkeit zwischen den „heiligen Handlungen des religiösen Ritus“33 und dem „neurotischen Zeremoniell“34 liege in der Angst bei der Unterlassung ebendieser Handlungen, in dem Verbot, sich bei diesen Handlungen durch etwas Anderes stören zu lassen und in der Gewissenhaftigkeit bei der Ausführung.35 Eine weitere Gemeinsamkeit liege darin, dass sowohl die neurotische als auch die religiöse Zwangshandlung dem Ausdruck „unbewußte[r] Motive und Vorstellungen“36 diene; der symbolische Sinn der Religionsübung sei meist, wenn überhaupt, nur den Priestern und Forschern bekannt, die „Motive, die zur Religionsübung drängen sind aber allen Gläubigen unbekannt oder werden in ihrem Bewußtsein durch vorgeschobene Motive vertreten“37.

Freud selbst gibt jedoch zu, dass die Ähnlichkeit der beiden nur oberflächlich ist38, da einige Unterschiede so groß seien, dass sie den Vergleich gotteslästerlich werden ließen.39 Different seien zum Beispiel die individuelle Variationsbreite der Zeremoniellhandlungen, die „Öffentlichkeit und Gemeinsamkeit der Religionsübung“40 im Gegensatz zum Privaten des Zwangsrituals, vor allem aber der Unterschied, „dass die kleinen Zutaten des religiösen Zeremoniells sinnvoll und symbolisch gemeint sind, während die des neurotischen läppisch und sinnlos erscheinen“.41 Wenn man jedoch mit Hilfe der Psychoanalyse diese kleinen Zwangshandlungen der Neurose untersuche, erfahre man, dass sie sehr wohl für den Neurotiker selbst in allen ihren Einzelheiten sinnvoll und für den Psychoanalytiker deutbar seien.42

Nach der Betrachtung dessen, was der Bildung einer Neurose zugrunde liegt, kommt Freud zu dem Schluss, dass sowohl der Religionsbildung als auch der Bildung einer Neurose der Verzicht auf gewisse Triebe zugrunde liegt, seien dies bei der Religionsbildung eigensüchtige, sozialschädliche Triebe, bei der Neurose sexuelle.43 Außerdem scheine es bei beiden eine Verschiebung des psychischen Wertes zu geben, sodass die Religionsübung zum Wesentlichen und der eigentliche Gedankeninhalt dahinter verdrängt werde, was der Grund für Religionsreformen sei, da diese versuchen würden, „das ursprüngliche Wertverhältnis [wieder] herzustellen“44. Nach diesen Analogien könne man „die Neurose als eine individuelle Religiosität, die Religion als eine universelle Zwangsneurose“45 bezeichnen.

3.2 Darstellung der wichtigsten Thesen aus ,Die Zukunft einer Illusion‘

In seiner Schrift ,Die Zukunft einer Illusion‘ erläutert Freud, warum die Religion eine Illusion sei, und stellt dazu vier Thesen auf, die er in zehn Kapiteln abhandelt. Die erste These lautet, dass jede Kultur auf Arbeitszwang und Triebverzicht aufbaut. Als Zweites beleuchtet Freud den Ursprung der Religion und behauptet, dass der Ursprung der Religion sich in der Angst der Menschen begründet. Aus der zweiten These entwickelt Freud die dritte, mit der Aussage, dass die religiösen Vorstellungen nur Illusionen sind, die dem Menschen seine Angst nehmen und ihn glücklich machen sollen. Die vierte These bezieht sich auf alle drei bereits genannten Thesen: Freud weist auf die Notwendigkeit hin, die Menschen zur Realität zu erziehen und die Kultur auf Rationalität aufzubauen, anstatt auf Arbeitszwang und Triebverzicht, wie es die Religion gebietet.

3.2.1. Jede Kultur beruht auf Arbeitszwang und Triebverzicht.

Im ersten Kapitel seines Werkes ,Die Zukunft einer Illusion‘ führt Freud den Begriff der Kultur ein, die seiner Meinung nach alles ist, was den Menschen vom Tier unterscheidet. Er unterscheidet hierbei nicht zwischen Kultur und Zivilisation, sondern benennt zwei Seiten der Kultur: Einerseits das Wissen und Können der Menschen, das diese brauchen, um die Kräfte der Natur beherrschen zu können und andererseits die Einrichtungen, die notwendig sind, um die Beziehungen der Menschen untereinander regeln zu können.46 Freud behauptet, dass bei allen Menschen destruktive Triebe vorhanden sind und sie nicht durch Argumente davon zu überzeugen sind, auf diese Triebe zu verzichten.47 Ohne Verzicht auf Triebe wie die ältesten Entbehrungen Inzest, Kannibalismus und Mordlust könne aber eine Kultur nicht aufgebaut werden48, daher würden Institutionen und Verbote benötigt, die diese Triebverzichte regeln. Freud unterscheidet zwischen Versagung, Verbot und Entbehrung, wobei es Entbehrungen gibt, die alle Menschen einer Kultur betreffen und solche, von denen nur einzelne Gruppen betroffen sind.49 Ein weiterer Bestandteil der Kultur sei der Arbeitszwang, der benötigt werde, da die Massen „träge und einsichtslos“50 seien und der zusammen mit dem Triebverzicht zu einer Opposition der Kulturteilnehmer führe. Diese bedrohen die Kultur durch Auflehnung und Zerstörungssucht, weil ihre Triebe unterdrückt werden, sodass die Kultur immer ein Gleichgewicht zwischen Triebverzicht und der Möglichkeit von Triebauslebung schaffen müsse, damit sie nicht zerstört wird. Freud behauptet also, dass diese zwei Eigenschaften der Menschen, die Arbeitsunlust und die Sturheit, ihre Triebe um jeden Preis ausleben zu wollen, schuld daran sind, dass die kulturellen Einrichtungen ein gewisses Maß von Zwang enthalten müssen.51

Das Gleichgewicht zwischen Triebverzicht und der Möglichkeit von Triebauslebung ist nach Freud noch lange nicht erreicht, doch seien durch die Schranken der Erziehbarkeit des Menschen auch einer Kulturveränderung Grenzen gesetzt. Den Vorgang, in dem ein Mensch den äußeren Zwang verinnerlicht, indem das Über-Ich die Gebote aufnimmt, nennt Freud „die Erstarkung des Über-Ichs“52. Durch diese Verinnerlichung werde aus einem Kulturgegner ein Kulturträger, der das Bestehen der Kultur sichert. Die Verinnerlichung der Triebverzichte sei für jedes Triebverbot unterschiedlich weit fortgeschritten, die drei ältesten seien schon weitgehend verinnerlicht, andere noch nicht.53

Es stellt sich die Frage, warum die Menschen die Kultur überhaupt sichern sollten, wenn diese nur ihre Triebe unterdrückt. Nach Freud verbleibt ohne die Kultur nur der rohe Naturzustand, der gefährlich ist und keinen Schutz bietet.54 Gegen diesen Naturzustand schafften die Menschen die Kultur, damit diese dem Menschen die Leistung abnehme, sich gegen die Übermächte der Natur zur Wehr zu setzen55. Dennoch sei die Natur nicht ganz bezwungen. Sie übe durch die Elemente oder Krankheiten und Tod weiterhin Angst auf die Menschheit aus,56 die deren Narzissmus kränke, der nach Freud bei allen Menschen vorhanden ist. Er zeige sich darin, dass die Ideale einer Gesellschaft aus erfolgreich erbrachten Leistungen gebildet würden und der Narzissmus in dem Stolz der Menschen auf eine bereits geglückte Leistung begründet sei. Gleichzeitig wirke aber genau deshalb dieser Narzissmus festigend auf die Kultur.57

3.2.2. Angst und Unzufriedenheit sind die Ursprünge der Religion.

Nach der ersten These des Textes folgt ein fließender Übergang zur zweiten These: Angst und Unzufriedenheit sind die Ursprünge der Religion. Religiosität ist dabei für Freud nicht nur ein „Gefühl der menschlichen Kleinheit und Ohnmacht vor dem Ganzen der Welt“58, sondern erst die Reaktion darauf, die dieses Gefühl zu beseitigen versucht.59 Seine These unterstützt Freud mit einer weiteren These: Die Menschen vermenschlichten die Natur, um ihr ein Stück von ihrer Gefährlichkeit und das „ewig Fremde“60 zu nehmen. Die Elemente würden demnach, genau wie der Mensch, von Leidenschaft getrieben, und auch der Tod sei nichts Spontanes mehr, sondern ein böser Wille, wodurch die Menschen versuchen könnten, einen Sinn hinter dem zu erkennen, was geschieht. So könnten die Menschen ihre Angst psychisch bewältigen, indem sie „gegen die gewalttätigen Übermenschen draußen dieselben Mittel in Anwendung bringen, deren [sie] sich in [ihrer] Gesellschaft [bedienen]“61.

„Solch ein Ersatz einer Naturwissenschaft durch Psychologie schafft nicht bloß sofortige Erleichterung, er zeigt auch den Weg zu einer weiteren Bewältigung der Situation“62. Diese Situation der Hilflosigkeit ist jedoch nach Freud nichts Neues für den Menschen, man könne hier eine ontogenetische Parallele „in der Hilflosigkeit des kleinen Kindes gegenüber seinen Eltern, zumal dem Vater, erblicken. Das kleine Kind ,fürchtet‘ den Vater, ist sich aber auch seines Schutzes in Gefahr gewiß“63. Der Mensch versuche nun, den jetzigen Zustand an den damaligen anzugleichen, und gebe den Naturkräften einen Vatercharakter, wodurch er sie zu Göttern mache. Die Götter hätten die Aufgabe, „die Schrecken der Natur zu bannen, mit der Grausamkeit des Schicksals […] zu versöhnen und für die Leiden und Entbehrungen zu entschädigen, die dem Menschen durch das kulturelle Zusammenleben auferlegt werden“64.

Nach der Veröffentlichung von ,Die Zukunft einer Illusion‘ erhält Freud einen Brief von einem Freund65, der der Meinung ist, dass Freud die eigentliche Quelle der Religiosität nicht erfasst habe. Er sagt, dass diese Quelle das sogenannte „ozeanische Gefühl“66 ist, das er als Empfindung der „Ewigkeit“, als ein „Gefühl wie von etwas Unbegrenztem, Schrankenlosem“ beschreibt. Es sei eine rein subjektive Tatsache und nur auf Grund dieses „ozeanischen Gefühls“ dürfe man sich religiös nennen.67 Freud versteht dieses Gefühl als ein „Gefühl der unauflösbaren Verbundenheit, der Zusammengehörigkeit mit dem Ganzen der Außenwelt“68. Er steht dem Standpunkt seines Freundes kritisch gegenüber, da es ihm unrealistisch erscheint, dass der Mensch nur durch ein Gefühl von seinem Zusammenhang mit der Umwelt erfahren solle.69 Er gibt zu, dass es bei vielen Menschen ein solches „ozeanisches Gefühl“ geben könnte, jedoch erscheint ihm dessen Anspruch, die Quelle der religiösen Bedürfnisse zu sein, nicht zwingend. Seiner Meinung nach kann ein Gefühl „nur dann eine Energiequelle sein, wenn es selbst der Ausdruck eines starken Bedürfnisses ist“70. Ein solches Gefühl sei zum Beispiel der Hass, der ein Ausdruck eines Bedürfnisses ist und nach Vernichtung drängt. Andere Beispiele für solche Gefühle sind Liebe oder Eifersucht, welche sehr starke Emotionen sind, die nach Taten drängen. Die Ableitung der religiösen Bedürfnisse von der „infantilen Hilflosigkeit und der durch sie geweckten Vatersehnsucht“71 scheint ihm unabweisbar und damit sei die Rolle des „ozeanischen Gefühls“ vom Vordergrund abgedrängt.72

In ,Die Zukunft einer Illusion‘ verweist Freud auf einen anderen Text, ,Totem und Tabu‘. Im vierten Aufsatz dieses Textes wird der Totemismus behandelt, in dem mit einer Art „Magie“73 versucht wird, auf die Naturkräfte Einfluss zu nehmen. Als man aber bemerkte, dass diese Magie wirkungslos blieb, entwickelte sich ein Glauben an Geister und Götter, um die Naturkräfte zu besänftigen.74 Freud behauptet, dass der Ursprung aller Religionen das Schuldgefühl bezüglich des Vatermordes der Menschen ist. Religionen seien Lösungsversuche des Problems des Schuldgefühls dem Urvater gegenüber.75 Freud geht dabei von einer Urhorde aus, die von einem herrschsüchtigen und gewalttätigen Urvater beherrscht wurde. In seiner Eifersucht beanspruchte er alle Weibchen für sich und vertrieb die heranwachsenden Söhne.76 In dieser Urhorde war also der „Gegensatz zwischen der die Vorteile einer Kultur genießenden Minderheit und einer dieser Vorteile beraubten Mehrzahl […] auf Äußerste getrieben“77. Der Ödipuskomplex jedoch brachte die Söhne dazu, ihren Vater zu töten und, um sich seine Macht einzuverleiben, ihn zu verzehren. Weil die Menschheit sich von dieser Schuld nie ganz befreien konnte, da durch den Ödipuskomplex in jedem Sohn die Wunschtendenz bestehen bliebe, den Vater zu töten78, halte sie an der Religion als Verdrängung fest. Dies erkenne man zum Beispiel in der Praktik des Abendmahls, in dem der Leib Jesu verspeist wird.79 Diese Wunschtendenz wird nach Freud in jedem Menschen ausgelöst, wenn dieser vor der Leiche einer geliebten Person stehe. In die Trauer über den Tod dieser Person würden sich gleichzeitig auch Hassgefühle und eine gewisse Befriedigung darüber mischen, dass der andere und nicht man selbst gestorben ist. Diese Hassbefriedigung werde jedoch verdrängt und durch den Glauben an ein Leben nach dem Tod ausgeglichen.80 Da mit dem Fortlauf der Menschheitsentwicklung die Ermordung des Vaters immer weiter zurückliegt, legt sich nach Freud mit der Zeit der Hass auf den Vater und weicht einer Sehnsucht. So sei die Vatersehnsucht die Wurzel der Religionsbildung.81

Mit der Zeit verlören die Naturkräfte jedoch ihre menschlichen Züge dadurch, dass gewisse Gesetzmäßigkeiten an den Naturerscheinungen beobachtet werden und sie sich nach inneren Notwendigkeiten von selbst abwickeln würden. Die Götter greifen nur noch ab und zu in das Geschehen ein, sodass die Ahnung bestehen bleibe, dass dem Menschen in seiner Rat- und Hilflosigkeit nicht geholfen werden könne. Von den ursprünglich drei Aufgaben bleibe also nur noch die letzte, die darin bestehe, die Mängel und Schäden der Kultur auszugleichen und über die Ausführung der Kulturvorschriften zu wachen. So bekommen die Kulturvorschriften selbst einen göttlichen Ursprung zugesprochen.82 Alles Gute finde so seinen Lohn, alles Böse seine Strafe, beides ausgeteilt von der gütigen, nur scheinbar gestrengen Vorsehung, die über jedem von uns wache.83 Zu dieser Vorsehung verschmolzen mit der Zeit die Götter der Vorzeiten, bis es nur noch den einen Gott gab, zu dem man eine innige und intensive Beziehung wie zum Vater wiedergewinnen konnte.84 Dieser Gott übe Repression aus, um Kultur zu ermöglichen, beschütze den Menschen auf der anderen Seite vor der Chaosangst, der Angst vor dem Schrecken der Natur und verheiße ihm zugleich Entschädigung für das Leiden, das ihm durch Triebverzicht und Arbeitszwang auferlegt werde.85 So konnten die Menschen ihr Bedürfnis nach einer starken Leitfigur durch die Religion befriedigen und ihre Angst vor den Naturgewalten besänftigen. Auch gab die Religion ihnen Antworten auf Fragen und verringerte so die Unzufriedenheit der Menschen hinsichtlich des Lebens nach dem Tod86 und der Sinnfrage87.

Freud sagt, dass es der Mensch durch Technik und Wissenschaft geschafft hat, die Dinge herzustellen, die ihm die meisten Wünsche erfüllen. Diesen Besitz dürfe er nun als Kulturerwerb ansehen. Da der Mensch sich seit langem eine Idealvorstellung von Allmacht und Allwissenheit gebildet habe, die er in seinen Göttern verkörpere und ihnen alles zuschrieb, was seinen Wünschen unerreichbar schien oder verboten war, könne man sagen, dass die Götter Kulturideale waren. Da es der Mensch nun durch Technik und Wissenschaft geschafft habe, sich diesem Ideal stark anzunähern, sei er selbst beinahe ein Gott geworden. Freud benutzt dabei die Bezeichnung „Prothesengott“88, wenn der Mensch alle seine Hilfsorgane anlegt. Er sei allerdings nicht vollkommen, da diese Hilfsorgane, Prothesen sozusagen, nicht mit ihm verwachsen seien und ihm gelegentlich noch zu schaffen machen würden. Freud betont jedoch noch einmal, dass der Mensch auch in seiner Gottähnlichkeit nicht glücklich sei.89

3.2.3. Religiöse Vorstellungen sind Illusionen.

Freud definiert religiöse Vorstellungen als „Lehrsätze oder Aussagen über Tatsachen und Verhältnisse der äußeren oder inneren Realität, die etwas mitteilen, das man selbst nicht gefunden hat und die beanspruchen, dass man ihnen Glauben schenkt“90. Er untersucht daraufhin, worauf religiöse Vorstellungen ihren Anspruch auf Glaubwürdigkeit gründen. Dafür betrachtet er die drei Gründe, die genannt werden, wenn man die Frage nach der Glaubwürdigkeit aufwirft, und widerlegt deren Glaubwürdigkeit.

Der erste besagt, dass der Glaube an die religiösen Vorstellungen verdient sei, da schon unsere Urväter daran geglaubt hätten. Freud argumentiert, dass unsere Urväter weit unwissender waren als wir und an Dinge geglaubt haben, die wir heutzutage nicht mehr annehmen können, weshalb dieser Grund den Anspruch auf Glaubwürdigkeit nicht stützt. Der zweite Grund sagt aus, dass es Beweise gäbe, die uns überliefert seien. Doch diese Beweise sind nach Freud in Schriften niedergelegt, die alle Eigenschaften der Unzuverlässigkeit aufweisen, da sie widersprüchlich, mehrfach überarbeitet und verfälscht sind und dadurch als Beweismittel unzulässig seien. Der dritte Grund, dass es überhaupt verboten sei, die Frage nach Beglaubigung aufzuwerfen, sollte nach Freud am stärksten unser Misstrauen wecken, da solch ein Verbot nur die Motivierung haben kann, dass die Gesellschaft die Unsicherheit des Anspruches sehr wohl kennt und daran gehindert werden soll, ihm auf den Grund zu gehen.91 Freud kommt so zu dem Ergebnis, dass „gerade diejenigen Mitteilungen unseres Kulturbesitzes, die die größte Bedeutung für uns haben können […] die allerschwächste Beglaubigung haben“92.

Da alle Beweise, die für die Glaubwürdigkeit der religiösen Lehren vorgebracht werden, aus der Vergangenheit stammen, solle man nach neuen Beweisen in der Gegenwart suchen. Dies sei die Tätigkeit der Spiritisten, denen es jedoch nicht gelinge, zu widerlegen, dass alle Erscheinungen, die diese haben, nicht nur ihren Wünschen entspringen und sie sie sehen, weil sie sie sehen möchten.93 Es gebe zwei Versuche, diesem Problem zu begegnen. Freud steht jedoch beiden sehr kritisch gegenüber, da der eine annimmt, dass es eine Instanz über der Vernunft gibt, was Freud ablehnt, und der andere fordert, dass wir uns so benehmen sollten, „,als ob‘ wir an diese Fiktionen glauben“94, was nach Freud kein Mensch annehmen könnte, der von der Philosophie in seinem Denken unbeeinflusst ist.

Freud erkennt, dass „Glaubensaussagen nur in einem ,höheren Sinn‘ als Wahrheit bezeichnet werden dürfen“95. Da der „,gemeine Mann‘“96 aber nur eine Wahrheit kenne, und diese nicht steigerbar sei, muss er die Glaubensaussagen zwangsläufig als „Information über einen Wirklichkeitsausschnitt“ missverstehen, was sehr gefährlich für ihn ist. Religiöse Lehren sind also nach Freud keine Niederschläge der Erfahrung oder Endresultate des Denkens, sondern Illusionen, die die ältesten, stärksten und dringendsten Wünsche der Menschen erfüllen. Freud grenzt hierbei Illusion von Irrtum ab. Eine Illusion sei nicht dasselbe wie ein Irrtum und auch nicht zwangsweise ein Irrtum. Es sei charakteristisch für eine Illusion, dass sie sich aus menschlichen Wünschen ableite.97 „Wir heißen also einen Glauben eine Illusion, wenn sich in seiner Motivierung die Wunscherfüllung vordrängt, und sehen dabei von seinem Verhältnis zur Wirklichkeit ab“98. Das Geheimnis der Stärke der religiösen Lehren sei also die Stärke der Wünsche der Menschen. Diese wollen an der Existenz eines Vaters festhalten, der die Angst vor den Gefahren des Lebens beschwichtige und die Erfüllung der Gerechtigkeitsforderung durch das Einsetzen einer sittlichen Weltordnung versichere. Durch die Verlängerung des Lebens im Leben nach dem Tod werde auch der zeitliche Rahmen festgelegt, in dem sich diese Wünsche erfüllen.99 Die Illusion der religiösen Vorstellungen sei damit unbeweisbar und niemand dürfe gezwungen werden, sie zu glauben.100 Andererseits dürfe man über ihren Realitätswert nicht urteilen, da man noch zu wenig über sie wisse, also seien sie nicht nur unbeweisbar, sondern auch unwiderlegbar, was nach Freud ein Vorwand ist: Etwas glauben, weil man nicht zum Unglauben gezwungen werden kann. Aus Unwissenheit leite sich kein Recht ab, etwas zu glauben, und wenn man es dennoch tue, so täusche man sich selbst.101

In diesem Festhalten an der Existenz des Vaters befürchtet Freud jedoch den „Hang zur infantilen Haltung der Neurotiker“102. Da der Mensch nicht ewig ein Kind bleiben könne und weil in der Welt der Religion der Mensch dem Lustprinzip stärker gehorche als dem Realitätsprinzip, fordert Freud die „Erziehung zur Realität“103. Dies bedeute aber, die Erwartungen vom Jenseits abzuziehen und sich stattdessen auf das irdische Leben zu konzentrieren. Seiner Meinung nach verdient es die christliche Kultur nicht, sich weiterhin erhalten zu können, wenn sie darauf aufbaut, dass eine Anzahl von Kulturteilhabern unterdrückt wird, damit die anderen ihre Befriedigung erlangen.104

[...]


1 Müller-Pozzi, Heinz: Psychologie des Glaubens. Versuch einer Verhältnisbestimmung von Theologie und Psychologie. München/Mainz: Kaiser/Grünewald 1955 (= Praxis der Kirche Nr. 18), S. 89. Im Folgenden zitiert als: Müller 1955.

2 Freud, Sigmund: Massenpsychologie und Ich-Analyse/Die Zukunft einer Illusion. Einleitung von Reimut Reiche. 10. Auflage. Frankfurt am Main: Fischer 2015, S. 138. Im Folgenden zitiert als: Freud 1927.

3 Ebd.

4 Vgl. Welsch, Ursula: Lou Andreas-Salomé. Vom „Geschwistergehirn“ Nietzsches zur „Versteherin“ Freuds, in: Gestalten des 19. Jahrhunderts. Von Lou Andreas-Salomé bis Leopold von Sacher-Masoch, hg. von A. Zerbst und H. Böhringer. München: Wilhelm Fink Verlag 2010, S. 199. Im Folgenden zitiert als: Welsch 2010.

5 Vgl. Schöpf, Alfred: Von Nietzsche zu Freud? Lou Andreas-Salomés philosophische Denkmotive, in: Von Nietzsche zu Freud: Übereinstimmungen und Differenzen von Denkmotiven. Hg. von Johann Figl und Hans Hödl. Wien: WUV Universitätsverlag 1996, S. 133. Im Folgenden zitiert als: Schöpf 1996.

6 Schwab, Hans-Rüdiger: Mein Gott! Zu Andreas-Salomés religionskundlichen Schriften. In: Von der Bestie bis zum Gott. Aufsätze und Essays. Band 1: Religion, hg. und mit einem Nachwort versehen von Hans-Rüdiger Schwab. Taching im See: MedienEdition Welsch 2011, S. 304. Im Folgenden zitiert als: Schwab 2011.

7 Vgl. Ebd., S. 304.

8 Vgl. Ebd., S. 302.

9 Vgl. Welsch 2010, S. 213.

10 Vgl. Wieder, Christiane: Die Psychoanalytikerin Lou Andreas-Salomé. Ihr Werk im Spannungsfeld zwischen Sigmund Freud und Rainer Maria Rilke. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2011, S. 29. Im Folgenden zitiert als: Wieder 2011.

11 Ebd., S. 29f.

12 Welsch 2010, S. 213.

13 Wieder 2011, S. 30.

14 Vgl. Ebd., S. 30.

15 Vgl. Ebd., S. 32f.

16 Ebd., S. 38.

17 Ebd., S. 39.

18 Vgl. Ebd., S. 39.

19 Vgl. Scharfenberg, Joachim: Sigmund Freud und seine Religionskritik als Herausforderung für den christlichen Glauben. 2., durchgesehene Auflage. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1970, S. 135. Im Folgenden zitiert als: Scharfenberg 1970.

20 Vgl. Freud, Sigmund: Das Unbehagen in der Kultur. 2., durchgesehene Auflage. Stuttgart: Reclam 2016 (= Reclam 18697), S. 59. Im Folgenden zitiert als: Freud 1930.

21 Vgl. Wiesenhütter, Eckart: Verdrängter Glaube – Freuds Ende einer Illusion. In: Jesus und Freud. Ein Symposion von Psychoanalytikern und Theologen, hg. von Heinz Zahrnt. München: Piper 1972 (= Piper 329), S. 66f. Im Folgenden zitiert als: Wiesenhütter 1972.

22 Ebd., S. 64.

23 Vgl. Ebd., S. 64.

24 Seidmann, Peter: Der Weg der Tiefenpsychologie in geistesgeschichtlicher Perspektive. Zürich und Stuttgart: Rascher 1959, S. 76.

25 Scharfenberg 1970, S. 137.

26 Wiesenhütter 1972, S. 75.

27 Freud, Sigmund: Nachschrift zur ,Selbstdarstellung‘ (1935). In: Sigmund Freud. Gesammelte Werke. Chronologisch geordnet, hg. von Anna Freud. Band 16: Gesammelte Werke. Chronologisch geordnet. Werke aus den Jahren 1932-1939. 2. Auflage. London: Fischer 1950, S. 33.

28 Vgl. Scharfenberg 1970, S. 41.

29 Ebd., S. 138.

30 Vgl. Ebd., S. 138.

31 Freud, Sigmund: Zwangshandlungen und Religionsübungen (1907). In: Sigmund Freud. Gesammelte Werke. Chronologisch geordnet, hg. von Anna Freud. Band 7: Gesammelte Werke. Chronologisch geordnet. Werke aus den Jahren 1906-1909. 4. Auflage. London: Fischer 1941, S. 129f. Im Folgenden zitiert als: Freud 1907.

32 Vgl. Ebd.

33 Ebd., S. 131.

34 Ebd., S. 130.

35 Vgl. Ebd., S. 131.

36 Ebd., S. 135.

37 Ebd.

38 Vgl. Ebd., S. 129.

39 Vgl. Ebd., S. 131.

40 Ebd., S. 132.

41 Vgl. Ebd., S. 132.

42 Vgl. Freud 1907, S. 132ff.

43 Vgl. Ebd., S. 137.

44 Ebd., S. 138.

45 Ebd., S. 139.

46 Vgl. Freud 1927, S. 110.

47 Vgl. Ebd., S. 111f.

48 Vgl. Casper, Bernhard: Wesen und Grenzen der Religionskritik. Feuerbach. Marx. Freud. Würzburg: Echter Verlag 1974, S. 63. Im Folgenden zitiert als: Casper 1974.

49 Vgl. Freud 1927, S. 114.

50 Ebd., S. 112.

51 Vgl. Ebd., S. 112.

52 Ebd., S. 115.

53 Vgl. Ebd., S. 115.

54 Vgl. Müller 1975, S. 87.

55 Vgl. Freud 1927, S. 120.

56 Vgl. Ebd., S. 119.

57 Vgl. Ebd., S. 117.

58 Ebd., S. 136.

59 Vgl. Ebd., S. 136.

60 Müller 1975, S. 87.

61 Freud 1927, S. 120.

62 Ebd., S. 120.

63 Freud 1927, S. 127.

64 Ebd., S. 121.

65 Gemeint ist hier Romain Roland. Vgl. Freud 1927, S. 8.

66 Freud 1930, S. 7.

67 Vgl. Ebd., S. 7f.

68 Ebd., S. 8.

69 Vgl. Ebd., S. 9.

70 Ebd., S. 16.

71 Ebd.

72 Vgl. Ebd.

73 Küng, Hans: Freud und die Zukunft der Religion. Band 709. München: Piper 1987, S. 37. Im Folgenden zitiert als: Küng 1987.

74 Vgl. Ebd., S. 37f.

75 Vgl. Scharfenberg 1970, S. 143.

76 Vgl. Wiesenhütter1972, S. 69.

77 Freud 1930, S. 65.

78 Vgl. Wiesenhütter 1972, S. 69.

79 Vgl. Ebd., S. 64f.

80 Vgl. Ebd., S. 69.

81 Vgl. Ebd., S. 69f.

82 Vgl. Freud 1927, S. 122.

83 Vgl. Ebd., S. 122f.

84 Vgl. Ebd., S. 123.

85 Vgl. Casper 1974, S. 64.

86 Freud 1927, S. 124.

87 Vgl. Casper 1974, S. 87.

88 Freud 1930, S. 39.

89 Vgl. Ebd., S. 38f.

90 Freud 1930, S. 128.

91 Vgl. Ebd., S. 129f.

92 Ebd., S. 130.

93 Vgl. Ebd., S. 131.

94 Freud 1927, S. 132.

95 Scharfenberg 1970, S. 146.

96 Ebd.

97 Vgl. Freud 1927, S. 134.

98 Ebd., S. 134.

99 Vgl. Ebd., S. 132.

100 Vgl. Ebd., S. 134.

101 Vgl. Ebd., S. 135.

102 Scharfenberg 1970, S. 146.

103 Freud 1927, S. 151.

104 Vgl. Scharfenberg 1970, S. 147.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten

Details

Titel
Die Religionskritiken von Sigmund Freud und Lou Andreas-Salomé
Untertitel
Die Ansichten zur Zukunft von Religion in der vergleichenden Analyse
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Institut für germanistische und allgemeine Literaturwissenschaft der RWTH Aachen)
Note
1,3
Autor
Jahr
2018
Seiten
38
Katalognummer
V912337
ISBN (eBook)
9783346228246
ISBN (Buch)
9783346228253
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sigmund Freud, Lou Andreas-Salomé, Religion, Zukunft, Psychoanalyse
Arbeit zitieren
Lena Hans (Autor), 2018, Die Religionskritiken von Sigmund Freud und Lou Andreas-Salomé, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/912337

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