Innerhalb dieses Essays wird zunächst auf die Portfolioanalyse eingegangen und anschließend sowohl die Boston-Consulting-Matrix und die McKinsey-Matrix dargestellt, ihre Vorteile wie auch Nachteile offengelegt, sowie ihre Unterschiede dargestellt. Große Unternehmen sind heutzutage fast ausschließlich in strategische Geschäftseinheiten unterteilt, diese wiederum kämpfen für den größtmöglichen Erfolg um festgelegte Ressourcen. In den 1960er Jahren wurde aufgrund der hohen Expansion von Unternehmen ein Modell benötigt, welche die einzelnen strategischen Geschäftseinheiten in einen Vergleich sowohl untereinander als auch im Wettbewerbsmarkt stellt. Im Laufe der Zeit wurden somit Portfolioanalysen für die strategische Unternehmensentwicklung immer wichtiger. Zu den beiden klassischen Portfolioanalysen gehört die Boston-Consulting-Matrix und die McKinsey-Matrix, beide haben sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Verwendung von Portfoliotheorien
3 Boston Consulting Matrix
3.1 Vor- und Nachteile der Boston Consulting Matrix
3.1.1 Vorteile der Boston Consulting Matrix
3.1.2 Nachteile des Boston Consulting Matrix
3.2 Zusammenfassung Boston Consulting Matrix
4 McKinsey Matrix
4.1 Vorgehensweise & Grundannahmen
4.1.1 Vorteile der McKinsey Matrix
4.1.2 Nachteile der McKinsey Matrix
5 Vergleich McKinsey Matrix und Boston Consulting Matrix
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die beiden klassischen Portfolioanalyse-Modelle, die Boston Consulting Matrix und die McKinsey Matrix, in ihren Funktionsweisen und Anwendungsgebieten zu vergleichen, um Unternehmen fundierte Entscheidungsgrundlagen für die strategische Ressourcenallokation zu bieten.
- Grundlagen der Portfoliotheorien und deren Bedeutung für das strategische Controlling
- Detaillierte Analyse der Boston Consulting Matrix inklusive ihrer Vor- und Nachteile
- Untersuchung der McKinsey Matrix unter Berücksichtigung ihrer Grundannahmen und Anwendungsbereiche
- Direkter Vergleich der beiden Portfolio-Modelle hinsichtlich Skalierung und Faktorenwahl
- Ableitung von Handlungsempfehlungen für die strategische Unternehmensplanung
Auszug aus dem Buch
3 Boston Consulting Matrix
Die Boston Consulting Matrix (BCG – Matrix) wurde in den 1960er Jahren von Bruce Henderson entwickelt, dieser war Gründer der renommierten Boston Consulting Group. Ziel dieser Portfolioanalyse ist es, mithilfe eines externen (Marktwachstum) und eines internen (relativer Marktanteil) Wirtschaftsfaktors, verschiedene Produkte oder Dienstleistungen eines Unternehmens innerhalb einer Matrix miteinander zu vergleichen und hinsichtlich ihrer Erfolgschancen auf dem Markt einordnen und analysieren zu können. Diese strategischen Geschäftseinheiten (SGE) können sowohl, Tochterunternehmen, Abteilungen, Produkte oder eine Marke sein, lediglich muss gegeben sein, dass jede dieser SGEs eigene Kunden oder Mitbewerber aufweisen kann.
Diese Einsortierung der SGEs in die insgesamt vier Segmente nach unternehmensinternen und unternehmensexternen Faktoren, bildet die Grundlage für weitere strategische Planungen und Analysen. Daraus resultierend hat jedes dieser vier Segmente eigene Handlungsempfehlungen, wie mit den dort platzierten SGEs umgegangen werden sollte.
Der interne Faktor, auch Unternehmensdimension genannt, ist der relative Marktanteil. Dieser Faktor bezeichnet den Marktanteil des ausgewählten SGEs im Verhältnis zu dem Marktanteil des stärksten Konkurrenten. Die Kennzahl wird anhand folgender Formel berechnet:
Der relative Marktanteil wird auf der horizontalen Achse der Portfolio Matrix eingetragen. Hierbei wird mit den Werten „0“, „1,0“ und „2,0“ skaliert, wobei „1,0“ die Mitte der Achse und „2,0“ das Maximum bezeichnet. Ergibt die Kennzahl des ausgewählten SGEs einen Wert größer als „1,0“, so ist dieses SGE Marktführer des betrachteten Marktes.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Notwendigkeit der Portfolioanalyse für große Unternehmen seit den 1960er Jahren ein und definiert das Ziel des Essays, die BCG- und die McKinsey Matrix zu vergleichen.
2 Verwendung von Portfoliotheorien: Das Kapitel erläutert die Portfolioanalyse als Konzept des strategischen Controllings und beleuchtet das zugrunde liegende Lebenszykluskonzept sowie die Zielsetzung des Portfoliomanagements.
3 Boston Consulting Matrix: Hier wird das von Bruce Henderson entwickelte Modell detailliert vorgestellt, inklusive der Berechnung des relativen Marktanteils und des Marktwachstums sowie der Einteilung in vier spezifische Segmente.
3.1 Vor- und Nachteile der Boston Consulting Matrix: Dieser Abschnitt bewertet die einfache Visualisierung des Modells gegenüber der Kritik an der radikalen Vereinfachung und der begrenzten Aussagekraft hinsichtlich der Rentabilität.
3.1.1 Vorteile der Boston Consulting Matrix: Fokus liegt auf der übersichtlichen Darstellung und der Unterstützung bei der strategischen Diskussion durch Normstrategien.
3.1.2 Nachteile des Boston Consulting Matrix: Aufgezeigt wird die Problematik der Faktorenreduktion und die mangelnde Berücksichtigung von Nischen- oder Differenzierungsstrategien.
3.2 Zusammenfassung Boston Consulting Matrix: Eine abschließende Betrachtung, wie die Matrix als Grundlage für strategische Maßnahmen dient.
4 McKinsey Matrix: Es wird dargelegt, warum General Electric das Modell als detailliertere Alternative zur BCG-Matrix entwickelte, um mehr Faktoren in die Analyse einzubeziehen.
4.1 Vorgehensweise & Grundannahmen: Dieses Unterkapitel beschreibt das Neun-Felder-Modell, die Bedeutung der Marktattraktivität und des Wettbewerbsvorteils sowie die Nutzung des Return on Investment.
4.1.1 Vorteile der McKinsey Matrix: Herausgestellt wird die höhere Differenzierung durch die Berücksichtigung einer größeren Anzahl qualitativer und quantitativer Faktoren.
4.1.2 Nachteile der McKinsey Matrix: Kritisch beleuchtet werden die subjektive Auswahl der Faktoren und die resultierende Komplexität des Modells.
5 Vergleich McKinsey Matrix und Boston Consulting Matrix: Eine komparative Analyse, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Skalierung und bei den strategischen Handlungsempfehlungen aufzeigt.
6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass beide Matrizen wertvolle Diagnoseinstrumente sind, die jedoch eine detaillierte strategische Planung nicht ersetzen können.
Schlüsselwörter
Portfolioanalyse, Boston Consulting Matrix, McKinsey Matrix, Strategisches Management, SGE, Wettbewerbsvorteil, Marktwachstum, Marktanteil, Ressourcenallokation, Strategische Planung, Unternehmensführung, Lebenszykluskonzept, Normstrategien, Diagnoseinstrumente, Controlling
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit primär?
Der Essay analysiert und vergleicht die Boston Consulting Matrix und die McKinsey Matrix, um deren Nutzen und Grenzen bei der strategischen Portfolioanalyse in Unternehmen aufzuzeigen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit behandelt die Grundlagen des Portfoliomanagements, die Funktionsweisen der beiden genannten Modelle sowie deren Stärken und Schwächen in der Anwendung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, ein Verständnis für die Unterschiede zwischen den beiden Modellen zu schaffen und zu erläutern, wie sie als Instrumente für strategische Entscheidungen in der Unternehmensplanung eingesetzt werden können.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Konzepte der Betriebswirtschaftslehre und des strategischen Controllings gegenüberstellt und kritisch reflektiert.
Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Mittelpunkt?
Im Hauptteil werden die Methodik, die Grundannahmen, die spezifischen Vor- und Nachteile sowie die operative Anwendung beider Portfolio-Matrizen detailliert dargestellt.
Was charakterisiert die vorgestellten Schlüsselwörter?
Die Schlüsselwörter beziehen sich auf Kernbegriffe des strategischen Managements wie Marktpositionierung, SGE-Analyse und die Methoden der Portfolio-Diagnose.
Warum wird die BCG-Matrix oft als „radikal vereinfacht“ kritisiert?
Die Kritik beruht darauf, dass das Modell lediglich zwei Dimensionen (Marktwachstum und relativer Marktanteil) berücksichtigt und damit komplexere Wettbewerbsfaktoren oder Rentabilitätskennzahlen vernachlässigt.
Was unterscheidet die McKinsey-Matrix von der BCG-Matrix in Bezug auf die Segmente?
Während die BCG-Matrix vier Segmente nutzt, differenziert die McKinsey-Matrix in neun Felder, was eine feinere Einordnung der strategischen Geschäftseinheiten ermöglicht.
Welche Bedeutung hat der „Return on Investment“ im Kontext der McKinsey-Matrix?
Der Return on Investment (ROI) erhält in der McKinsey-Matrix einen höheren Stellenwert als der Cash Flow in der BCG-Matrix, was die Investitionsplanung stärker am Kapitalertrag ausrichtet.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2020, Vergleich der BCG- und McKinsey-Matrix zur Portfolioanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/912515