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Die Intensität von Versicherheitlichung. Möglichkeiten der konzeptionellen Erfassung und Untersuchung

Titel: Die Intensität von Versicherheitlichung. Möglichkeiten der konzeptionellen Erfassung und Untersuchung

Hausarbeit , 2018 , 9 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Politik - Thema: Internationale Beziehungen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Fragestellung der Arbeit lautet: Wie lässt sich die unterschiedliche Intensität von Versicherheitlichung konzeptionell erfassen und empirisch untersuchen? Beschreibung und kritische Diskussion des Vorschlags Bourbeaus. Dieser hat am Beispiel der Migration ein Modell mit Indikatoren entwickelt, mit diesem man die Intensität der Versicherheitlichung bestimmen kann.

Obwohl der Beginn der Flüchtlingskrise schon im Jahr 2015 in Deutschland zu bemerken war, wird das Thema noch heute häufig diskutiert. Das zum Beispiel durch Institutionen wie die Grenzschutzagentur Frontex die starke Einwanderung von Flüchtlingen versicherheitlicht wurde, liegt auf der Hand. Vor Allem die Kopenhagener Schule der Versicherheitlichung hat hier eine Theorie geliefert, um den Prozess der Versicherheitlichung konzeptionell erfassen zu können. Wenn man nun aber die einzelnen Nationen Europas betrachtet fällt auf, dass einige Länder sehr viele Flüchtlinge aufgenommen haben. Andere hingegen stellen sich strikt gegen die Aufnahme der Flüchtlinge. Doch wie ist dieses Phänomen zu erklären, dass zwar die meisten Nationen Europas die Flüchtlingskrise versicherheitlicht haben, aber dies in unterschiedlicher Intensität? Hierfür gibt die Kopenhagener Schule der Versicherheitlichung erste Anlaufspunkt, zum Beispiel welche Akteure im Versicherheitlichungsprozess entscheidend sind und ab wann etwas versicherheitlicht wurde. Das Problem ist nur, dass man mit diesem Modell die Intensität der Versicherheitlichung nicht bemessen kann. Hier sehe ich eine interessante Lücke in der Politikforschung, an die ich mit dieser Hausarbeit anknüpfen möchte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Abgrenzung zur Kopenhagener Schule

2.1 Kopenhagener Schule

2.2 Theorie Phillipe Bourbeaus

2.2.1 Securitizing Agents

2.2.2 Contextual Factors

3. Intensität der Versicherheitlichung bei Bourbeau

3.1 Vergleich Frankreich und Kanada

3.2 Theoretisches Konzept der Intensität am Beispiel Migration

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie die unterschiedliche Intensität von Versicherheitlichungsprozessen konzeptionell erfasst und empirisch analysiert werden kann, wobei der Fokus auf der kritischen Auseinandersetzung mit dem Modell von Phillipe Bourbeau am Beispiel der Migration liegt.

  • Konstruktiver Ansatz der Versicherheitlichungstheorie
  • Vergleich der Versicherheitlichung in Frankreich und Kanada
  • Rolle von Securitizing Agents und Contextual Factors
  • Entwicklung und Anwendung von Indikatoren zur Intensitätsmessung
  • Kritische Diskussion der Übertragbarkeit des Bourbeau-Modells

Auszug aus dem Buch

2. Abgrenzung zur Kopenhagener Schule

Im Großen und Ganzen baut Bourbeau sein Werk auf dem sozial-konstruktiven Ansatz der Kopenhagener Schule auf. Um das Konzept des Konstruktivismus zu verstehen dient folgendes Zitat:

„Damit steht im Zentrum eines konstruktivistischen Zugangs eine Denaturalisierung des Sozialen, die Aufschlüsselung der Faktizität sozialer Erscheinungen eben als sozial konstruierte Fakten, allgemein: die Hinterfragung von vermeintlichen Selbstverständlichkeiten sozialer Bedeutungsprägungen. Es ist aber weniger die Demaskierung etablierter Bedeutungen/Wissensbestände als vielmehr die Untersuchung der Prozesse, die zu deren Etablierung (oder: Untergrabung) führen, welche aus konstruktivistischer Perspektive interessant sein dürften.“

In der Theorie geht man also davon aus, dass Dinge, von denen man ausgehen könnte sie seien selbstverständlich, oft sozial konstruiert wurden. So ist in der Theorie der Kopenhagener Schule die existentielle Bedrohung nur sozial konstruiert und muss damit nicht wirklich vorliegen. Diesen Ansatz übernimmt Bourbeau in seine Dissertation. Wie schon in der Einleitung angeklungen, gibt es jedoch auch Unterschiede zwischen der Theorie der Versicherheitlichung der Kopenhagener Schule und der Theorie von Phillipe Bourbeau. Dazu gehört auf der Seite der Kopenhagener Schule die Binarität der Versicherheitlichung und auf Bourbeaus Seite der Versuch, die Versicherheitlichung nicht nur binär zu betrachten, sondern auch die Intensität der Versicherheitlichung zu bestimmen. Zum anderen aber auch die unterschiedliche Bedeutung der sozialen Mechanismen im Rahmen der Versicherheitlichung. Im Folgenden werden beide Ansätze der unterschiedlichen Theorien bezüglich der sozialen Mechanismen und die Entstehung der Versicherheitlichung erläutert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Versicherheitlichung der Migration ein, erläutert die Forschungslücke bezüglich der Intensitätsmessung und stellt das Modell von Bourbeau als Forschungsgegenstand vor.

2. Abgrenzung zur Kopenhagener Schule: Dieses Kapitel stellt das theoretische Fundament dar, indem es den konstruktivistischen Ansatz der Kopenhagener Schule und Bourbeaus Erweiterungen durch Securitizing Agents und Contextual Factors gegenüberstellt.

3. Intensität der Versicherheitlichung bei Bourbeau: Das Kapitel vergleicht die Ansätze zur Intensitätsmessung anhand der Praxisbeispiele Frankreich und Kanada und erläutert die spezifischen Indikatoren von Bourbeau.

4. Resümee: Das Resümee fasst die theoretischen Beiträge zusammen und reflektiert kritisch über die Aussagekraft und die Übertragbarkeit von Bourbeaus Modell auf andere Konfliktfelder.

Schlüsselwörter

Versicherheitlichung, Kopenhagener Schule, Phillipe Bourbeau, Migration, Intensität, Konstruktivismus, Securitizing Agents, Contextual Factors, Existential Threat, Frankreich, Kanada, Politische Akteure, Diskursanalyse, Sicherheitsforschung, Sozialmechanismen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Theorie der Versicherheitlichung und untersucht, wie man nicht nur das "Ob", sondern auch das "Wie stark" (die Intensität) einer Versicherheitlichung messen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die Theorie der Versicherheitlichung nach der Kopenhagener Schule, deren Erweiterung durch Phillipe Bourbeau und die praktische Anwendung dieses Modells am Beispiel der Migrationspolitik.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, das Modell von Bourbeau zur Messung der Intensität von Versicherheitlichung zu beschreiben, zu diskutieren und anhand von empirischen Beispielen zu prüfen, ob es eine Lücke in der bisherigen Politikforschung schließt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet Bourbeau laut der Arbeit?

Bourbeau verwendet die Logik der Triangulation, die statistische Analysen, traditionelle Inhaltsanalysen von politischen Reden und Medienberichten sowie Fragebögen kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen abgegrenzt, danach die Akteure (Securitizing Agents) und Rahmenbedingungen (Contextual Factors) analysiert und schließlich die spezifischen Indikatoren zur Intensitätsmessung im Vergleich zwischen Frankreich und Kanada dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Versicherheitlichung, Konstruktivismus, Migration, Securitizing Agents und das Konzept der Intensität in der Sicherheitsforschung.

Warum unterscheidet Bourbeau zwischen verschiedenen Intensitätsstufen?

Bourbeau kritisiert, dass das ursprüngliche Modell der Kopenhagener Schule lediglich binär (versicherheitlicht oder nicht) argumentiert, was der Realität komplexer politischer Prozesse nicht gerecht wird.

Welche Rolle spielen die "Contextual Factors" in der Analyse?

Diese Faktoren, wie exogene Schocks (z.B. Terroranschläge) oder die Reaktion der Bevölkerung (Domestic Audience), beeinflussen maßgeblich, ob und wie intensiv ein politisches Thema als existenzielle Bedrohung konstruiert werden kann.

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Details

Titel
Die Intensität von Versicherheitlichung. Möglichkeiten der konzeptionellen Erfassung und Untersuchung
Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
9
Katalognummer
V912677
ISBN (eBook)
9783346232410
Sprache
Deutsch
Schlagworte
IR Internationale Beziehungen IB Sicherheitspolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Die Intensität von Versicherheitlichung. Möglichkeiten der konzeptionellen Erfassung und Untersuchung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/912677
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Leseprobe aus  9  Seiten
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