Diese Arbeit stellt die Bedeutung von Kommunikation als Element von Change Management im Unternehmenswandel heraus und beurteilt sie. Zur Veranschaulichung dessen dient ein Beispiel der Continental AG. Zunächst folgt ein theoretischer Teil mit Grundlagen des Konzepts "Change Management", um ein erstes Verständnis zu überliefern. Hier liegt der Fokus auf verschiedenen Begriffsklärungen, den möglichen Auslösern von organisatorischem Wandel sowie auf verschiedenen Dimensionen organisatorischen Wandels. Es werden ebenfalls diverse Theorien sowie Modelle angeführt, in denen Kommunikation als enormer Erfolgsfaktor gilt. Darauf folgt eine Analyse organisatorischen Wandels, bei der anhand eines Beispiels der Continental AG und der Einführung von "ConNext" die Bedeutung von Kommunikation während des Unternehmenswandels erforscht und beurteilt wird.
Change Management gehört heutzutage unmittelbar zur erfolgreichen Unternehmensführung und ist für das längerfristige Bestehen eines Unternehmens in der heutigen Zeit unabdingbar. Im Kern bedeutet Change Management die Steuerung von Veränderungsprozessen, die sich auf ein Unternehmen auswirken. Dabei haben sich im Laufe der Zeit unzählige Managementstrategien entwickelt, mithilfe derer der Weg vom Ausgangszustand bis hin zum Zielzustand optimal gestaltet werden kann. Welche Strategie im besten Falle angewendet wird, variiert von Unternehmen zu Unternehmen und hängt auch von der Art des Wandels ab. Was jedoch unabhängig von der Art des Wandels oder des Unternehmens ist, sind drei wichtige Aspekte, die beim Change Management nicht zu vernachlässigen sind, sondern eher in den Fokus gerückt werden müssen. Diese Ansatzpunkte betreffen die Individuen in einem Unternehmen, die Unternehmensstrukturen sowie die Unternehmenskultur.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Change Management
2.1 Begriff
2.2 Auslöser
2.3 Dimensionen organisatorischen Wandels nach Kezar
3 Feldtheorie und 3-Phasen-Modell nach Lewin
3.1 Feldtheorie
3.2 3-Phasen-Modell
4 Erfolgsfaktor Kommunikation
4.1 Formen der Kommunikation
4.2 Erfolgsbeitrag
5 Beispiel: Einführung von ConNext in die Continental AG
5.1 Vorstellung der Continental AG und ConNext
5.2 Organisatorischer Wandel der Continental AG durch ConNext
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der zentralen Bedeutung der Kommunikation als kritischem Erfolgsfaktor im Rahmen von Veränderungsprozessen (Change Management) in Unternehmen. Ziel ist es, theoretische Konzepte des Change Managements mit der praktischen Umsetzung bei der Einführung des internen sozialen Netzwerks "ConNext" bei der Continental AG zu verknüpfen und zu beurteilen.
- Grundlagen und Definitionen des Change Managements
- Feldtheorie und 3-Phasen-Modell nach Kurt Lewin
- Dimensionen organisatorischen Wandels nach Adrianna J. Kezar
- Kommunikationsformen und deren Beitrag zum Erfolg in Wandlungsprozessen
- Praxisbeispiel: Vernetzung durch das Enterprise Social Software "ConNext" bei Continental
Auszug aus dem Buch
5.2 Organisatorischer Wandel der Continental AG durch ConNext
Durch die Einführung des internen sozialen Netzwerkes ConNext in alle Standorte der Continental AG wurde in dem Unternehmen ein bedeutender Umbruch veranlasst. Da ConNext also vorrangig zur Vernetzung und zur Kommunikation aller Mitarbeiter_innen dient, lässt sich die Bedeutung der Kommunikation für organisatorischen Wandel anhand dieses Beispiels hervorragend herausarbeiten. Einleitend dazu ist erst einmal die Art des Wandels zu erforschen. Hierzu dienen die Dimensionen organisatorischen Wandels nach Kezar (2001), welche in Kapitel 2.3 behandelt wurden sowie die von Lauer (2014) angeführten Aspekte der Kommunikationsart als Grundlage. Anschließend wird der Erfolgsbeitrag beurteilt, welcher in Kapitel 4 thematisiert wurde.
Zu den Forces and Sources lässt sich anmerken, dass es sich bei ConNext um einen internen Auslöser handelt. Das Unternehmen hat das Projekt unabhängig von äußeren Einflüssen veranlasst, um zur Verbesserung der internen Kommunikationssituation beizutragen. Hier lässt sich der Wandel in den Übergang von der Differenzierungsphase in die Integrationsphase nach Lauer (2014) einordnen, da durch die Einführung von ConNext mögliche Kommunikationsbarrieren zwischen den weltweit vorhandenen Standorten beseitigt werden und die Kommunikation somit durch ein gemeinsames Netzwerk gefördert werden kann. Bei dem Aspekt Degree of Change ist ein erstrangiger Wandel einzuordnen, denn der Kern des Unternehmens wird nicht verändert, sondern nur ein Teilbereich des Ganzen. Dieser Teilbereich der Kommunikation ist zwar ein massiver und bedeutender, allerdings bleiben der Auftrag sowie die Ziele des Unternehmens dieselben. Es wird lediglich eine Methode eingeführt, wie sich diese Ziele und Aufträge besser realisieren lassen, weshalb keine absolute Umwandlung des Unternehmens gegeben ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz von Veränderungsprozessen in einer digitalisierten Gesellschaft und definiert das Ziel der Arbeit, die Bedeutung von Kommunikation als Change-Management-Element am Beispiel der Continental AG zu untersuchen.
2 Change Management: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe des Change Managements sowie Auslöser und theoretische Dimensionen des Wandels nach Kezar dargestellt.
3 Feldtheorie und 3-Phasen-Modell nach Lewin: Das Kapitel behandelt Lewins Feldtheorie und das 3-Phasen-Modell, welche als theoretische Basis für das Verständnis der Stabilisierung und Einleitung von Veränderungsprozessen dienen.
4 Erfolgsfaktor Kommunikation: Hier wird die Kommunikation als zentraler Erfolgsfaktor im Change Management analysiert, wobei verschiedene Kommunikationsformen und deren spezifischer Erfolgsbeitrag erläutert werden.
5 Beispiel: Einführung von ConNext in die Continental AG: Das Kapitel stellt die Continental AG und ihr soziales Netzwerk ConNext vor und analysiert diesen organisatorischen Wandel anhand der zuvor definierten theoretischen Kriterien.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und unterstreicht, dass Kommunikation zwar essenziell ist, jedoch immer im Zusammenspiel mit weiteren Erfolgsfaktoren für das langfristige Bestehen eines Unternehmens betrachtet werden muss.
Schlüsselwörter
Change Management, Kommunikation, Unternehmenskultur, Organisationswandel, Continental AG, ConNext, Feldtheorie, Lewin, Lauer, Kezar, interne Unternehmenskommunikation, soziale Integration, Digitalisierung, Vernetzung, Wandlungsfähigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht die essenzielle Rolle der internen Kommunikation für den Erfolg von unternehmerischen Veränderungsprozessen, dem sogenannten Change Management.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Change Management, theoretische Modelle zum organisatorischen Wandel nach Lewin und Kezar, sowie die Analyse der Kommunikation als Erfolgsfaktor.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, die Bedeutung von Kommunikation innerhalb von Veränderungsprozessen herauszustellen und diese theoretischen Erkenntnisse an einem konkreten Praxisbeispiel zu validieren.
Welche wissenschaftlichen Modelle werden als Grundlage verwendet?
Als theoretisches Fundament dienen die Feldtheorie und das 3-Phasen-Modell nach Kurt Lewin, die Dimensionen organisatorischen Wandels nach Adrianna J. Kezar sowie das Erfolgsfaktorenmodell nach Thomas Lauer.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erarbeitung von Change Management und Kommunikation sowie deren praktische Anwendung und Analyse am Beispiel des Netzwerks "ConNext" bei der Continental AG.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Change Management, Kommunikation, Unternehmenskultur, Digitalisierung, soziale Integration und Vernetzung charakterisiert.
Warum wurde die Continental AG als Fallbeispiel gewählt?
Die Continental AG dient als Beispiel für einen erfolgreichen Wandel durch die Implementierung des internen sozialen Netzwerks "ConNext", welches die Kommunikation der über 90.000 computergestützten Mitarbeiter global vernetzt.
Welche Auswirkung hatte die Einführung von ConNext laut der Arbeit?
Die Einführung führte zu einer verbesserten informatorischen Transparenz, einer stärkeren sozialen Integration über Standorte hinweg und trug nachweislich zum wirtschaftlichen Erfolg und Wachstum des Unternehmens bei.
- Quote paper
- Hanin Chehab (Author), 2019, Kommunikation im Change Management am Beispiel der Continental AG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/912711