Fehler und Fehlerkorrektur im Prozess des Spracherwerbs


Hausarbeit, 2007
15 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fehler
2.1 Fehlerdefinition
2.2 Fehlerursachen
2.3 Fehlerklassifikation

3. Fehlerkorrektur
3.1 Mündliche Fehlerkorrektur
3.2 Schriftliche Fehlerkorrektur
3.3 Angewandte Fehlerkorrektur

4. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Eine fremde Sprache zum Beispiel aus persönlichen oder beruflichen Gründen zu erlernen, stellt oft eine große Herausforderung dar.

Dabei muss sich der Lernende meist nicht nur mit Vokabeln und einer anderen Grammatik, sondern häufig auch mit einem völlig neuen Schriftsystem, einem grundlegend unterschiedlichen Kulturverständnis und zunächst rätselhaften Redewendungen und Bräuchen auseinandersetzen.

Dieser Prozess nimmt in vielen Fällen mehrere Jahre in Anspruch, in denen ein konsequentes Lernen stets erforderlich ist. Um dennoch möglichst schnell und sicher die Zielsprache zu erlernen, bedarf es von Anfang an einer kontinuierlichen Pädagogik.

Für viele Menschen wird sowohl im Ausland als auch hierzulande Deutsch als Fremdsprache angeboten.

Nicht anders als bei allen anderen zu erlernenden Sprachen werden von den Lernenden auch im Deutschen während der Erfassungs- und Vertiefungsprozesse viele Fehler gemacht, die es vom Lehrenden unentwegt zu identifizieren, verstehen, vermeiden und zu umgehen gilt.

Dabei ist aber einiges zu beachten, um den Schüler in seinem Selbstwertgefühl zu stärken und für weitere Lernphasen nicht zu entmutigen.

Die vorliegende Arbeit wird sich deshalb mit der umfangreichen Thematik ´Fehler und Fehlerkorrektur´ befassen.

Dabei sollen in im ersten Abschnitt zunächst die Grundlagen zur Fehlerdefinition und den Fehlerursachen sowie der daraus resultierenden Fehlerklassifikation nachvollziehbar erläutert werden. Im zweiten Abschnitt der Arbeit geht es darum, die unterschiedlichen Anforderungen der mündlichen und der schriftlichen Fehlerkorrektur herauszuarbeiten und deren jeweilige Besonderheiten, auch in der Unterrichtsdidaktik, ausgiebig darzustellen. Der darauf folgende Teil der Ausarbeitung wird schließlich einen Schwerpunkt auf die praktische, tatsächlich in Unterricht angewandte Fehlerkorrektur legen.

Dies soll dazu dienen, verwendbare und vor allem nützliche Tipps für die durchgeführten Korrekturmaßnahmen in allen Bereichen vorzuschlagen und somit Optimierungspotential für die Arbeit des Lehrenden aufzuzeigen, um Fehlentscheidungen in diesem Zusammenhang zu vermeiden. Die Schlussbetrachtung wird zusammenfassend aus den vorhergehenden Erörterungen ein Fazit ziehen und zur Abrundung der vorliegenden Arbeit Vor- und Nachteile der mündlichen und schriftlichen Fehlerkorrektur aufdecken.

2. Fehler

Der nun folgende Gliederungspunkt wird sich in drei Abschnitten eingehend mit der hinreichenden Definition des Fehlers, möglichen Ursachen von Fehlern bei Lernenden und Klassifikationsvorschlägen auseinandersetzten.

2.1 Fehlerdefinition

Fehler sind etwas ganz Natürliches und können überall und in jeden Lebensbereich auftreten.

Um aber dennoch eine gültige und diese Tatsache vollkommen entsprechende Begriffsbestimmung zu finden, hat sich folgende Definition durchgesetzt:

Ein Fehler ist etwas, was gegen etwas verstößt oder von etwas abweicht, was in der jeweiligen Situation vom Empfänger oder der Norm als richtig empfunden wird.[1]

Dieser doch auf den ersten Blick ein wenig befremdlichen Erklärung muss jedoch klar zugestimmt werden, da das anscheinend zu oft benutzte Wort ´etwas´ lediglich Synonym für die jeweilige Vergleichsgröße ist, deren Abweichung den Fehler letztendlich eindeutig bestimmt. Unabhängig davon unterliegt ein Fehler häufig auch der Relativität und somit zugleich der jeweiligen Situation und dem Beurteiler.[2]

Für den Leser sicherlich besser nachvollziehbar ist die Definition eines Sprachfehlers, um die sich während der theoretischen Auseinandersetzungen mit dem Begriff ab circa 1960 viele Wissenschaftler bemüht haben.

So ist ein Sprachfehler im Laufe der Forschungen unter anderem definiert worden als:

- eine Abweichung vom Sprachsystem
- eine Abweichung von der in der jeweiligen Sprache geltenden linguistischen Norm
- ein Verstoß gegen Sprache und Handlung der jeweiligen Sprachgemeinschaft
- das, was der Kommunikationspartner und /oder der Muttersprachler nicht versteht
- ein Verstoß gegen die geltenden Normen in Grammatiken und Lehrwerken
- eine der Situation völlig unangemessene Sprachweise.[3]

[...]


[1] Vgl. Kleppin, K. (2003), S. 14 ff.

[2] Vgl. Hüllen, W./ Jung, L. (1976), S. 145.

[3] Vgl. Kleppin, K. (2003), S. 19 f.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Fehler und Fehlerkorrektur im Prozess des Spracherwerbs
Hochschule
Technische Universität Berlin
Note
1,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
15
Katalognummer
V91282
ISBN (eBook)
9783638046152
ISBN (Buch)
9783638941587
Dateigröße
402 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fehler, Fehlerkorrektur, Prozess, Spracherwerbs
Arbeit zitieren
Diana Marossek (Autor), 2007, Fehler und Fehlerkorrektur im Prozess des Spracherwerbs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91282

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