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Träume in mittelalterlichen Texten des 12. und 13. Jahrhunderts. Darstellung und Funktionen

Titel: Träume in mittelalterlichen Texten des 12. und 13. Jahrhunderts. Darstellung und Funktionen

Masterarbeit , 2018 , 79 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung von Träumen in mittelalterlichen Texten. Dabei steht im Zentrum des Interesses zum einen die Darstellung der in den jeweiligen Werken aufgeführten Träume, zum anderen sollen ihre Funktionen vor dem Hintergrund des entsprechenden Handlungsgeschehens beleuchtet werden. Die Begrenzung auf ausgewählte Träume aus dem "Nibelungenlied", der "Nibelungenklage" sowie dem "Parzival" und dem "Prosa-Lancelot" begründet sich einerseits aus ihrer Zugehörigkeit zur epischen Dichtung und der einheitlichen Entstehungszeit im 12. und 13. Jahrhundert.

Andererseits soll die Tatsache, dass die thematisierten Träume Werken entstammen, welche unterschiedlichen Gattungen angehören, die Präsenz der fiktiven Träume in verschiedenen Textformen des Mittelalters betonen. Deren eminente Relevanz für die gesamte mittelalterliche Literatur soll schließlich anhand einer zusammenfassenden Darstellung der wesentlichen Ergebnisse deutlich werden, mit denen die vorliegende Arbeit abschließt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kontexte mittelalterlicher Träume

2.1 Die Relevanz der antiken Traumauffassung für das abendländische Mittelalter

2.2 Die Ursprünge der Traumdeutung und ihre Relevanz für das abendländische Mittelalter

2.3 Träume im kirchlichen Kontext

2.4 Zum Traum und zur Traumdeutung im Mittelalter

3. Literarische Träume im abendländischen Mittelalter

3.1 Die Träume im ‚Nibelungenlied‘

3.1.1 Kriemhilds Falkentraum

3.1.2 Kriemhilds Eber- und Bergtraum

3.1.3 Kriemhilds Traum von ihrem Bruder

3.1.4 Uotes Vogeltraum

3.1.5 Zusammenfassung zu den Träumen im ‚Nibelungenlied‘

3.2 Die Träume in der ‚Nibelungenklage‘

3.2.1 Die Träume Gotelinds und Dietlinds

3.2.2 Zusammenfassung zu den Träumen in der ‚Nibelungenklage‘

3.3 Die Träume im ‚Parzival‘

3.3.1 Der Traum Herzeloydes

3.3.2 Die Träume Parzivals auf der Gralsburg

3.3.3 Parzivals Tagtraum- Die Blutstropfenszene

3.3.4 Zusammenfassung zu den Träumen im ‚Parzival‘

3.4 Die Träume im ‚Prosa-Lancelot‘

3.4.1 Hectors Traum von der schwarzen Wolke

3.4.2 Galahots Todesträume

3.4.3 Zusammenfassung zu den Träumen im ‚Prosa-Lancelot‘

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Darstellung und Funktion fiktiver Träume in epischen Texten des Hochmittelalters. Im Zentrum steht die Frage, wie diese Träume innerhalb der jeweiligen Handlungsgefüge fungieren, welche symbolischen Bedeutungen sie transportieren und inwiefern sie als narrative Mittel zur Vorankündigung und Interpretation des Geschehens dienen.

  • Analyse antiker und mittelalterlicher Traumkonzepte und -theorien.
  • Untersuchung von Träumen im ‚Nibelungenlied‘ und der ‚Nibelungenklage‘.
  • Deutung der Traumsequenzen in Wolframs ‚Parzival‘.
  • Erforschung der Traum- und Visionsdarstellungen im ‚Prosa-Lancelot‘.
  • Erarbeitung der narrativen und propethischen Bedeutung literarischer Traumdarstellungen.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Kriemhilds Falkentraum

In der ersten Âventiure werden die drei Könige Gunther, Gernot und Giselher sowie ihre Schwester Kriemhild vorgestellt. Über Letztgenannte wird dabei Folgendes berichtet: In disen hohen eren trömte Kriemhilde, wie si zvge einen valchen, starch, sc=n v|wilde, den ir zwene aren erchrvmmen, daz ist daz mNste sehn, ir en chvnde in dirre werlde leider nimmer gescehn. (Str. 11, V. 1-4)

Im Rahmen dieses indirekten Redeberichts des Erzählers wird angeführt, wie Kriemhild davon träumte, dass der von ihr abgerichtete Falke durch zwei Adler getötet wird. Ihr sog. Falkentraum tangiert dabei die Spannung von Zustand [f]in disen hohen eren […]. (Str. 11, V. 1)) und Ereignis […] trömte Kriemhilde […]. (Str. 11, V. 1)). Denn zuvor in äußerst positiver Weise erfolgende Darstellung des burgundischen Hofes (Str. 1ff.) wird eine vom Traum ausgehende negative Atmosphäre überschattet und ruft sowohl beim Rezipienten als auch bei Kriemhild das Streben nach einer adäquaten Auslegung hervor. Aufgrund der Tatsache, dass Kriemhild jedoch keine schlüssige Interpretation ableiten kann, teilt sie den Traum ihrer Mutter Uote mit, welche diesem einen prognostischen Sinn zuspricht. Da Kriemhild in ihrem Traum als Falknerin erscheint ([…] si zvge einen valchen […]. (Str. 11, V. 2)), setzt Uote den valche[n] (Str. 12, V. 3) einem edel man (Str. 12, V. 3) gleich und lässt deutlich werden, dass sie diesen als „Sinnbild für den Geliebten“ Kriemhilds deutet. Folglich legt sie den im Zusammenhang mit dem „erotisch besetzte[n] Symbolter“ stehenden Traum im Sinne einer bevorstehenden Liebesbeziehung ihrer Tochter aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die universelle Faszination des Traums und führt in die theoretischen Grundlagen der Traumdeutung von der Antike bis zum Mittelalter ein.

2. Kontexte mittelalterlicher Träume: Dieses Kapitel erarbeitet die antiken philosophischen und religiösen Voraussetzungen der Traumtheorie und deren Rezeption im kirchlichen Denken des Mittelalters.

3. Literarische Träume im abendländischen Mittelalter: Dieser Hauptteil analysiert exemplarisch fiktive Träume in den ausgewählten Epen und zeigt deren narrative Funktionen auf.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht den hohen literarischen Wert der untersuchten Traumdarstellungen für die Konzeption mittelalterlicher Werke.

Schlüsselwörter

Traum, Traumdeutung, Mittelalter, Nibelungenlied, Nibelungenklage, Parzival, Prosa-Lancelot, Literaturwissenschaft, Epik, Symbolik, Prognostik, Wahrsagerei, Literaturgeschichte, Narrative Funktion, Hochmittelalter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die literarische Darstellung und die erzählerische Funktion von Träumen in bedeutenden epischen Dichtungen des deutschen Hochmittelalters.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Im Zentrum stehen die Traumtheorien der Antike und des Mittelalters sowie die praktische Umsetzung dieser Konzepte in der literarischen Gestaltung durch die Dichter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Rolle fiktiver Träume als narrative Instrumente zur Vorankündigung von Ereignissen und zur Charakterisierung der Figuren zu ergründen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Textbestand (Primärtexte) unter Einbeziehung zeitgenössischer Traumtheorien und moderner Forschungsansätze untersucht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich nach den untersuchten Werken (Nibelungenlied, Nibelungenklage, Parzival, Prosa-Lancelot) und analysiert spezifische Traumsequenzen wie den Falkentraum oder die Blutstropfenszene.

Wie lässt sich die Arbeit anhand von Schlüsselwörtern charakterisieren?

Die Arbeit charakterisiert sich durch Begriffe wie mittelalterliche Epik, Traumdeutung, Narratologie, Symbolik und die spezifische literarische Tradition der untersuchten Werke.

Welche besondere Bedeutung hat der Falkentraum im Nibelungenlied?

Der Falkentraum fungiert als zentrales prophetisches Element, das Kriemhilds späteres Schicksal und den tragischen Untergang der burgundischen Helden vorwegnimmt.

Wie unterscheidet sich die Traumdeutung im Parzival von der in anderen Werken?

Im Parzival werden Träume stärker mit dem inneren emotionalen Zustand und der geistigen Entwicklung des Helden verknüpft, wobei die symbolische Aufladung eng mit der Gralssuche korrespondiert.

Welche Rolle spielt die Traumdeutung im Prosa-Lancelot?

Im Prosa-Lancelot wird ein hochkomplexes System aus Symbolen und mehrstufigen Deutungen verwendet, das über bloße Vorzeichen hinausgeht und tiefgreifende ethische und soziale Dimensionen berührt.

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Details

Titel
Träume in mittelalterlichen Texten des 12. und 13. Jahrhunderts. Darstellung und Funktionen
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
79
Katalognummer
V912929
ISBN (eBook)
9783346308887
ISBN (Buch)
9783346308894
Sprache
Deutsch
Schlagworte
träume texten jahrhunderts darstellung funktionen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Träume in mittelalterlichen Texten des 12. und 13. Jahrhunderts. Darstellung und Funktionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/912929
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Leseprobe aus  79  Seiten
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