Diese wissenschaftliche Arbeit innerhalb des Hauptseminars ,,Nordeuropa im Zweiten Weltkrieg’’ soll die Thematik der Besetzung Dänemarks und Norwegens durch die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg, welche im Deutschen Generalstab als ,,Weserübung’’ bezeichnet wurde, komplex darstellen und dem Leser veranschaulichen, wer die Urheber dieser Militäroperation waren, wie die ,,Weserübung’’ verlief und letztendlich wie man das deutsche Unternehmen rückblickend beurteilen kann.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2. Die Kriegssituation bis zum Jahr 1940
3. Die Vorgeschichte der ,,Weserübung’’
4.Das Unternehmen ,,Weserübung’’
4.1 Die Vorbereitung der Operation
4.2 Die Weserübung Süd
4.3 Die Weserübung Nord
5.Die Zeit während der deutschen Besetzung
6.Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese wissenschaftliche Arbeit befasst sich mit der Besetzung Dänemarks und Norwegens durch die deutsche Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg, bekannt als „Unternehmen Weserübung“. Ziel ist es, die Planung, den operativen Ablauf sowie die militärische und politische Beurteilung der Operation darzustellen und kritisch zu hinterfragen.
- Kriegssituation und strategische Ausgangslage bis 1940
- Planung und Vorbereitung der Operation „Weserübung“
- Durchführung der „Weserübung Süd“ (Dänemark) und „Weserübung Nord“ (Norwegen)
- Die Besatzungszeit und der Widerstand in den skandinavischen Ländern
- Kritische Analyse der Rolle von Großadmiral Raeder und des strategischen Nutzens
Auszug aus dem Buch
3. Die Vorgeschichte der ,,Weserübung’’
Knapp zehn Wochen nach der deutschen Besetzung des Memellandes schlossen das Deutsche Reich und Dänemark am 31. Mai 1939 einen Nichtangriffspakt auf zehn Jahre. Norwegen und Schweden lehnten ähnliche Nichtangriffverträge ab, da sie sich zu diesem Zeitpunkt nicht von anderen Staaten bedroht fühlten. Am Tag des deutschen Angriffs auf Polen, dem 1.September 1939, gab Norwegen eine Neutralitätserklärung ab. In gleicher Weise hielten Schweden und Finnland wie zuvor im Ersten Weltkrieg an der Politik der strikten Neutralität fest.14
Für Deutschland hatte vor allem die norwegische Neutralität höchste Priorität, da bei dem zu erwartenden Kriegseintritt der Seemacht Großbritannien der deutsche Überseehandel zu Erliegen drohte. In diesem Falle würden dem Deutschen Reich nur noch zwei Seewege zur Verfügung stehen um das für die Kriegswirtschaft dringend benötigte Eisenerz aus der Region Gällivare-Kiruna nach Deutschland zu transportieren, nämlich die Ostsee und die Seelinie entlang der norwegischen Neutralitätsgewässer bis Narvik.
Noch bevor England und Frankreich ihre Kriegserklärung an Deutschland bekanntgaben, überreichte der deutsche Gesandte in Oslo dem norwegischen Außenminister Professor Dr. Koht am 2.September 1939 eine Note, in der die Deutsche Reichsregierung Norwegen versicherte, dessen Neutralitätspolitik zu unterstützen und jeden Neutralitätsbruch von dritter Seite mit Gegenmaßnahmen zu beantworten.15
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Vorstellung der Thematik des Hauptseminars zur Besetzung Dänemarks und Norwegens sowie Erläuterung der herangezogenen Forschungsliteratur.
2. Die Kriegssituation bis zum Jahr 1940: Analyse der politischen Lage nach dem Polenfeldzug, des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes und der Krise der Westmächte.
3. Die Vorgeschichte der ,,Weserübung’’: Darstellung der strategischen Bedeutung norwegischer Häfen für die deutsche Kriegsführung und der zunehmenden Sorge vor alliierten Interventionen.
4.Das Unternehmen ,,Weserübung’’: Detaillierte Planung der Invasion und deren operative Umsetzung in den südlichen und nördlichen Sektoren.
5.Die Zeit während der deutschen Besetzung: Erörterung der Lebensumstände unter der Besatzung, der Kollaboration sowie des Widerstands in Norwegen und Dänemark.
6.Fazit: Kritische Bewertung der Rolle Hitlers und Raeders sowie die Einordnung des Unternehmens als strategisches Wagnis mit weitreichenden Folgen.
Schlüsselwörter
Unternehmen Weserübung, Zweiter Weltkrieg, Wehrmacht, Norwegen, Dänemark, Seekriegsleitung, Großadmiral Raeder, Vidkun Quisling, Eisenerz, Neutralität, Besatzungspolitik, Widerstand, Operationen, Narvik, Strategie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit behandelt die militärische Besetzung Dänemarks und Norwegens durch das Deutsche Reich im Jahr 1940.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die strategische Planung, der operative Ablauf des „Unternehmens Weserübung“ und die langfristigen Auswirkungen der Besatzung auf die skandinavischen Länder.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Die Arbeit soll komplex darstellen, wie die Militäroperation verlief, wer die Akteure waren und wie das Unternehmen historisch zu beurteilen ist.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer historischen Quellenanalyse unter Verwendung zeitgenössischer Berichte und einer Gegenüberstellung verschiedener wissenschaftlicher Interpretationen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die politische Kriegssituation, die Planung der Operation, die konkrete Durchführung der Invasion sowie eine Analyse der Besatzungszeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Unternehmen Weserübung, Seekriegsleitung, Norwegen, Dänemark, Neutralitätsverletzung und strategische Ressourcen.
Welche Rolle spielte Vidkun Quisling bei der Invasion?
Quisling nahm eine Schlüsselrolle ein, indem er Hitler von der Notwendigkeit einer Intervention überzeugte und als Informant über alliierte Pläne agierte, was die Planungen beschleunigte.
Warum war der Untergang der „Blücher“ so bedeutend?
Der Verlust der „Blücher“ bedeutete nicht nur den Verlust von Material und Menschenleben, sondern auch den Ausfall wichtiger Stäbe, was die Koordinierung der Einnahme Oslos massiv behinderte.
- Quote paper
- Hermann D. Janz (Author), 2008, Unternehmen Weserübung. Die Besetzung Dänemarks und Norwegens im 2. Weltkrieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91312