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Perspektiven für männliche Erzieher in einem weiblich dominierten Berufsfeld

Titel: Perspektiven für männliche Erzieher in einem weiblich dominierten Berufsfeld

Hausarbeit , 2018 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Selina Hänel (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Unter anderem geht es in dieser Hausarbeit um die Fragen, warum genau der Beschäftigungsanteil von männlichen Erziehern in Kitas so gering ist und, welche Perspektiven sich in diesem Beruf überhaupt für Männer ergeben können.
Zuerst erfolgt ein Überblick über den Begriff „Kita“. Darauffolgend wird die aktuelle Situation männlicher Erzieher unter den Aspekten Zahlen und Fakten und den verschiedenen Ansichten der Beteiligten beschrieben. Dann werden mögliche Vorbehalte gegenüber Männern im Erzieherberuf aufgezeigt, sowie Hürden, die sich in dieser Domäne ergeben können.
Im Anschluss werden die Auswirkungen, die der männliche Einfluss auf Kinder haben kann, beleuchtet. Dabei wird näher auf die Beziehung zwischen Erziehern und Jungen und die Vorbildsfunktion eingegangen.
Der letzte Themenbereich wird die Förderung und Perspektiven männlicher Erzieher betreffen und abschließend folgt ein Fazit, welches teilweise auch die eigene Meinung und Erfahrungen beinhalten wird.

Obwohl die Kindererziehung längst nicht mehr nur Frauensache ist, gibt es trotzdem immer noch auffallend wenig männliche Erzieher in Kindertagesstätten und Kindergärten in Deutschland. Der Erzieherberuf scheint durch den ständig vorhandenen Bedarf nach Kinderbetreuung zwar krisensicher, doch offensichtlich ist er für Jungen und Männer nicht attraktiv genug. Allseits bekannt ist die geringe Bezahlung des Erzieherberufes, weshalb Arbeitende dieses Berufsfeldes hin und wieder streiken. Ebenso ist teilweise immer noch das alte gesellschaftliche Bild, dass es Aufgabe der Frauen sei die Kindererziehung in die Hand zu nehmen, in den Köpfen mancher Leute verankert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Überblick Kita

3. Aktuelle Situation männlicher Erzieher

3.1. Zahlen und Fakten mit Schwerpunkt Baden-Württemberg

3.2. Meinungen des Trägers und der weiblichen Erzieherinnen

3.3. Elternmeinungen

4. Vorbehalte

5. „Frauendomäne“- Eine Hürde für Männer?

6. Auswirkungen männlichen Einflusses

6.1. Erzieher und die Beziehung zu Jungen

6.2. Rollenvorbild für Jungen

7. Förderung und Perspektiven männlicher Erzieher

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Gründe für den geringen Anteil männlicher Fachkräfte in Kindertagesstätten und analysiert, welche Herausforderungen sowie Perspektiven sich daraus für Männer in diesem Berufsfeld ergeben.

  • Aktuelle statistische Verbreitung männlicher Erzieher in Deutschland.
  • Soziale Vorurteile, Hürden und Ängste bezüglich Pädophilie und Missbrauchsverdacht.
  • Bedeutung männlicher Bezugspersonen für die kindliche Entwicklung und Geschlechterrollen.
  • Strategien zur Gewinnung und Förderung von Männern im Erzieherberuf.
  • Die Zusammenarbeit in heterogenen Teams und deren Auswirkungen auf den Kita-Alltag.

Auszug aus dem Buch

6.1. Erzieher und die Beziehung zu Jungen

Wie bereits erwähnt, kommen Jungen bei einer rein weiblichen Erziehung zu kurz, was ihre Interessen und Bedürfnisse betrifft. Es heißt, dass Erzieher besser nachvollziehen können wie Jungen empfinden und auch einen besseren Zugang zu ihnen finden können. Diese Annahme bezeichnet man auch als gleichgeschlechtliche Empathie. Zwar ist es möglich, dass manches Verhalten welches typisch für Jungen scheint von Männern lockerer und mit mehr Verständnis aufgenommen wird, aber die Existenz dieses automatischen Verständnisses, welches naturgegeben scheint, ist nicht begründbar. Deshalb ist es nicht möglich einen Unterschied zwischen Männern und Frauen zu machen. Man müsste nämlich davon ausgehen, dass Jungen von Erzieherinnen generell missverstanden werden. Frauen könnten genauso gut Verständnis für jungenhaftes Verhalten aufbringen. Die Akzeptanz des Verhaltens liegt am jeweiligen Charakter des Erziehenden. Aus diesem Grund gibt es auch weibliche Fachkräfte, die angeben mit Jungen besser zurecht zu kommen als mit Mädchen und wiederrum männliche Fachkräfte, die wenig Verständnis für Jungen zeigen und deren Ressourcen und Potentiale ausblenden.

Es ist daher anzumerken, dass das Verständnis von Jungen eine fachliche Notwendigkeit für Erziehende ist und nicht nach Geschlechtern unterschieden werden kann (Krebs, Neubauer 2010: 12).

Fakt ist jedoch, dass Männer mit Jungen mit Migrationshintergrund besser zurechtkommen. Man geht hier davon aus, dass in traditionellen Kulturen das Familienoberhaupt, der Vater, das letzte Wort hat und dieses mehr zählt als das der Frau. Wenn Erzieherinnen Jungen mit Migrationshintergrund vor allem mit muslimischer Herkunft zu etwas aufforderten, überhörten die Kinder diese, wenn hingegen der Erzieher sprach wurden, seine Worte und Anweisungen gehört und befolgt. Väter dieser Jungen reagieren ähnlich, was nicht verwunderlich ist, denn genau dieses geschlechterhierarchische Verhalten beziehen sie aus den Kulturen ihres Herkunftslandes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Unterrepräsentation von Männern im Erzieherberuf und führt in die zentralen Fragestellungen der Hausarbeit ein.

2. Überblick Kita: Dieses Kapitel definiert den gesellschaftlichen Bildungsauftrag von Kindertagesstätten als Orte der Integration und Chancengleichheit.

3. Aktuelle Situation männlicher Erzieher: Hier werden statistische Daten, gesellschaftliche Perspektiven sowie die Sichtweisen von Trägern, Fachkräften und Eltern analysiert.

4. Vorbehalte: Es werden die größten Barrieren beleuchtet, insbesondere die soziale Stigmatisierung und die Ängste im Kontext von Kindesmissbrauch.

5. „Frauendomäne“- Eine Hürde für Männer?: Dieses Kapitel untersucht die Auswirkungen der weiblich geprägten Kultur in Kitas und die Herausforderungen für männliche Fachkräfte bei der Rollenfindung.

6. Auswirkungen männlichen Einflusses: Der Fokus liegt auf dem Potenzial männlicher Pädagogen für die Beziehungsarbeit zu Jungen und deren Funktion als geschlechtsspezifisches Vorbild.

7. Förderung und Perspektiven männlicher Erzieher: Es werden konkrete Strategien und politische Initiativen zur Gewinnung und langfristigen Bindung von Männern im Berufsfeld diskutiert.

8. Fazit: Das Fazit fasst die Chancen der geschlechterheterogenen Erziehung zusammen und plädiert für eine stärkere gesellschaftliche Sensibilisierung ohne forcierte Geschlechterquoten.

Schlüsselwörter

Männliche Erzieher, Kindertagesstätte, Genderkompetenz, Erzieherberuf, Rollenvorbilder, Pädagogik, Jungenentwicklung, Teamdynamik, Bildungsauftrag, Geschlechterheterogenität, Frühkindliche Bildung, Berufsfeld, Männlichkeitsbilder, Fachkräfte, Migrationshintergrund.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die gesellschaftliche und berufliche Situation von Männern in Kindertagesstätten, um zu verstehen, warum ihr Anteil so gering ist und welche Rolle sie im Kita-Alltag spielen.

Welche Themenfelder stehen besonders im Fokus?

Zentrale Themen sind die statistische Lage, die Vorurteile gegenüber Männern in diesem Beruf, die Bedeutung als männliches Vorbild für Kinder sowie Möglichkeiten der beruflichen Förderung.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Es soll geklärt werden, warum Männer im Erzieherberuf unterrepräsentiert sind und wie ihre Präsenz die Qualität der pädagogischen Arbeit und die Entwicklung der Kinder beeinflussen kann.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung aktueller Studien, ergänzt durch die Einbeziehung gesellschaftlicher Diskurse und Erfahrungswerte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation, die Analyse von Hindernissen (Vorurteile, „Frauendomäne“), die pädagogischen Auswirkungen männlichen Einflusses und Strategien zur Männergewinnung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Genderkompetenz, männliche Erzieher, frühkindliche Bildung, Rollenfindung und Teamheterogenität beschreiben.

Warum wird die „Gleichgeschlechtliche Empathie“ in der Arbeit kritisch betrachtet?

Die Autorin stellt fest, dass die Annahme, Männer könnten Jungen automatisch besser verstehen als Frauen, nicht wissenschaftlich belegbar ist; vielmehr hängt die Beziehungsqualität vom individuellen Charakter der pädagogischen Fachkraft ab.

Welche Beobachtungen werden zu Jungen mit Migrationshintergrund gemacht?

Es wird aufgezeigt, dass männliche Erzieher bei Jungen aus traditionell geprägten Kulturen oft eine höhere Autorität und Akzeptanz genießen, was jedoch auch eine Gratwanderung zwischen Hilfe und der Reproduktion von Stereotypen bedeutet.

Wie bewertet die Autorin eine mögliche „Frauendomäne“?

Die Autorin erkennt in den bestehenden Strukturen eine weiblich geprägte Kultur, die Männern den Einstieg erschwert, betont jedoch die Notwendigkeit, diese Kultur für eine heterogene und bereichernde Erziehung zu öffnen.

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Details

Titel
Perspektiven für männliche Erzieher in einem weiblich dominierten Berufsfeld
Hochschule
Evangelische Hochschule Ludwigsburg (ehem. Evangelische Fachhochschule Reutlingen-Ludwigsburg; Standort Ludwigsburg)
Note
1,0
Autor
Selina Hänel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
14
Katalognummer
V913140
ISBN (eBook)
9783346241108
ISBN (Buch)
9783346241115
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kita Dominanz Perspektive Erzieher
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Selina Hänel (Autor:in), 2018, Perspektiven für männliche Erzieher in einem weiblich dominierten Berufsfeld, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/913140
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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