Parallelbarren vs. Ringe. Muskuläre Aktivität im Streckstütz an verschiedenen Turngeräten

Eine empirische Studie


Bachelorarbeit, 2019

31 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Zusammenfassung in englischer Sprache

2. Einleitung

3. Methodik
Probanden
Studiendesign
Materialien
Datenerhebung
Statistische Analyse

4. Ergebnisse

5. Diskussion

6. Limitationen

7. Schlussfolgerungen

8. Literaturverzeichnis

9. Literaturverzeichnis

10. Anlagen

1. Zusammenfassung in englischer Sprache

The support hold on parallel bars and gymnastic rings is one of the basic element’s gymnasts learn in the early years of their career. Performing a support hold on rings seems to be harder than performing a support hold on parallel bars and should therefore require a higher muscle activation. The aim of this study was to evaluate the differences in muscle activation with electromyography between the support hold on parallel bars and rings. 14 male gymnasts performed the support hold on rings and parallel bars. Surface electromyograms of m. pectoralis major, m. serratus anterior, m. deltoideus p. clavicularis, m. deltoideus p. spinalis, m. infraspinatus, m. latissimus dorsi, m. trapezius p. transversa and ascendens was investigated after being normalized by maximal voluntary isometric contractions. M. pectoralis major, m. serratus anterior and m. latissimus dorsi showed a significant increase in muscle activity on the rings. M. trapezius transversa and m. trapezius ascendens showed a significant higher muscle activation on the parallel bars. M. deltoideus p. clavicularis, m. deltoideus p. spinalis and m. infraspinatus showed no significant differences. The support hold on rings and parallel bars showed a specific muscle activation. The support hold on rings showed a higher activation of the main adductors of the humerus. The higher muscle activation of m. trapezius p. transversa and ascendens in the support hold on parallel bars could explain a more upright posture in this condition.

2. Einleitung

Der Streckstütz am Parallelbarren und an den Ringen gilt als Grundposition im Turnen, welche schon im Kindesalter gelernt wird. Die einfachere Variante ist der Streckstütz am Parallelbarren, dieser stellt die technische Voraussetzung für den Stütz an den Ringen dar (Bessi, 2009). Bessi (2009, S. 387) führt aus: „Die ersten Jahre der Ausbildung an den Ringen betreffen hauptsächlich konditionelle Inhalte. Es geht in der ersten Trainingsphase darum, die muskuläre Sicherung für spätere Aufgaben (wie Schwingen) zu erreichen.“ Das Erreichen dieser muskulären Sicherung muss vor dem Heranführen an Schwungteile erfolgen, da die Verletzungsrisiken sonst zu hoch wären (Bessi, 2009).

Sowohl das Stützen am Parallelbarren als auch in den Ringen fördert den Erwerb dieses muskulären Grundniveaus. Die Stützkraft, die Stabilität im Schultergürtel und die Ganzkörperspannung verbessern sich durch den Streckstütz. Zudem ist diese Übung an Parallelbarren und Ringen die Grundlage für weitere Elemente an Ringen, wie zum Beispiel den Handstand, den Winkelstütz und den Felgaufschwung (Bessi, 2009).

Ein Einblick in die Muskelaktivität beider Stützvarianten kann hilfreich sein, um gezielte Informationen über die arbeitende Muskulatur zu erhalten. Diese Daten können zur Spezifizierung des Trainings genutzt werden, wenn Athleten Probleme oder Unsicherheiten im Stütz zeigen.

Ein Blick in die Literatur zeigt, dass für das olympische Geräteturnen bisher nur wenige wissenschaftliche, biomechanische Untersuchungen vorliegen. Ein Review-Artikel von Prassas und Kollegen geht auf den Forschungsstand biomechanischer Untersuchungen im Gerätturnen bis 2006 ein. Auffallend ist, dass bisherige Untersuchungen an Parallelbarren und Ringen ausschließlich anspruchs volle Elemente betrachten, welche nur von fortgeschrittenen Turnern ausführbar sind (Prassas, Kwon & Sands, 2006). Bei der Durchsicht von elektromyographischen Studien im Gerätturnen zeigt sich ein ähnliches Bild. Dort werden muskulär anspruchsvolle isometrische Elemente wie der Kreuzhang (Bernasconi, Tordi, Parratte, Rouillon & Monnier, 2004; Carrara, Amadio, Serraro, Irwin & Mochizuki, 2016) oder die Schwalbe (Campos, Sousa & Lebre, 2011) untersucht. Neuere Forschungen liefern Ergebnisse zur Muskelaktivität im Handstand an den Ringen, auf dem Boden und am Parallelbarren (Kochanowicz, Niespodzinski, Mieszkowski, Marina, Kochanowicz & Zasada, 2019). Der Handstand wird untersucht, da er ein Basiselement mit großer Bedeutung darstellt. Er ist sowohl Ausgangs,- Übergangs,- und Endposition vieler Übungen (Bessi, 2009; Hedbávný, Sklenaříková, Hupka & Kalichová, 2013; Mitchell, Davis & Lopez, 2002). Betrachtet man nun den Streckstütz, so können gleiche Schlüsse gezogen werden. Da er ebenfalls häufig die Ausgangs-, Übergangs- oder Endposition einer Übung ist, gilt auch der Streckstütz als Grundelement im Turnen (Bessi, 2009). Prassas et al. (2006) fordern, die bereits bestehenden Elemente und Techniken im Turnen verständlicher zu machen, die Sicherheit im Training zu erhöhen und die muskuläre Arbeit sowie die Interaktion zwischen Gerät und Athlet zu begreifen (Prassas, 1999; Prassas et al., 2006). Appell & Stang-Voss (2008) gehen in ihrem Buch Funktionelle Anatomie auf die Muskelaktivität des Streckstützes am Barren ein. Sie schreiben der Muskulatur des Schultergürtel-Arm-Komplexes eine tragende Rolle in dieser Position zu (Appell & Stang-Voss, 2008). Vor allem die dorsal und ventral aufsteigenden Muskelzüge im Schultergürtel sind im Streckstütz am Barren aktiv und ermöglichen in aufrechtes Stützen ohne hochgezogene Schultern (Appell & Stang-Voss, 2008).

Um den Forderungen von Prassas et al. (2006) gerecht zu werden und einen Vergleich zwischen der Muskelaktivität des Streckstützes am Parallelbarren von Appell & Stang-Voss (2008) und des Streckstützes an den Ringen ziehen zu können, wurden in der vorliegenden Arbeit die beiden Varianten an den unterschiedlichen Geräten untersucht.

[...]

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Parallelbarren vs. Ringe. Muskuläre Aktivität im Streckstütz an verschiedenen Turngeräten
Untertitel
Eine empirische Studie
Hochschule
Deutsche Sporthochschule Köln  (Institut für Vermittlungskompetenz in den Sportarten)
Note
1,3
Autor
Jahr
2019
Seiten
31
Katalognummer
V913292
ISBN (eBook)
9783346230652
ISBN (Buch)
9783346230669
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Turnringe, Barren, Muskelaktivität Stütz, Streckstütz, Gymnastic Rings, Support hold gymnasticrings, Stütz Ringe Muskeln
Arbeit zitieren
Paul Uhler (Autor), 2019, Parallelbarren vs. Ringe. Muskuläre Aktivität im Streckstütz an verschiedenen Turngeräten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/913292

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