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Chancen und Risiken des Politiksponsorings. Werben, Sponsoring und Mäzenatentum in Deutschland und anderswo

Title: Chancen und Risiken des Politiksponsorings. Werben, Sponsoring und Mäzenatentum in Deutschland und anderswo

Bachelor Thesis , 2010 , 40 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Dominik Contes (Author)

Business economics - Offline Marketing and Online Marketing
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Die folgende Arbeit geht der Frage nach, welche Chancen und Risiken mit der Praxis des Sponsorings allgemein, und insbesondere mit dem sogenannten Politiksponsoring verbunden sind, bei welchem beide Parteien einen Leistungstausch vereinbaren.

Um dies zu tun, erfolgt im ersten Schritt der Arbeit eine Eingrenzung der beobachteten Begriffe und der Versuch einer definitorischen Abgrenzung. Hier wird auch eine Einschätzung zu den Motiven und Chancen des Politiksponsorings gegeben, und der Spezialfall des Mäzenatentums angesprochen.

In einem nächsten Schritt werden dann Probleme und Risiken im Umgang mit Politiksponsoring gegeneinander abgewogen, und ein kurzer Vergleich mit den Zuständen in anderen Ländern, speziell den USA, vorgenommen. Abschließend werden die Forschungsergebnisse in einem Fazit nochmals zusammengefasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Eine andere Form des Werbens – das Sponsoring

1.1 Die Entwicklung

1.2 Der Begriff

1.3 Eigenschaften und Ziele

1.4 Erscheinungsformen

2 Eine neue Form des Sponsoring – das Politiksponsoring

2.1 Das Phänomen

2.2 Eine Eingrenzung

2.3 Entwicklung und Historie

2.4 Motive und Chancen

2.5 Fälle von Sponsoring im Bereich der Politik

2.5.1 Beispiele für Werbungsfälle

2.5.2 Beispiele für Fälle von Mäzenatentum

2.5.3 Beispiele für Beeinflussungsfälle

3 Probleme und Risiken im Umgang mit Politiksponsoring

3.1 Risiken des werbenden Sponsorings

3.2 Risiken des beeinflussenden Sponsorings

4 Vergleiche mit anderen Demokratien

4.1 Vereinigte Staaten von Amerika

4.2 Frankreich

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Bachelorarbeit untersucht die Chancen und Risiken des Politiksponsorings als zunehmend genutztes Marketinginstrument und beleuchtet dessen Auswirkungen auf die politische Meinungs- und Willensbildung.

  • Grundlagen und Entwicklung des Sponsorings als Marketingform
  • Definition und Abgrenzung des Politiksponsorings
  • Motive, Chancen und Risikopotenziale für Sponsoren und politische Akteure
  • Fallbeispiele aus Deutschland im Vergleich mit den USA und Frankreich
  • Rechtliche und demokratietheoretische Implikationen

Auszug aus dem Buch

1.2 Der Begriff

Als maßgeblich für seinen Erfolg können wohl seine beinahe durchweg positiven Attribute sowie eine Reihe positiver Nebeneffekte gesehen werden. Zunächst einmal muss hierbei geklärt werden, worum es sich bei dieser neuen Form des Werbens handelt. „Sponsern bedeutet (durch finanzielle) Unterstützung fördern. Sponsor (lat.: Bürge) kann einen Geldgeber, Gönner oder Förderer meinen“ (Duden 1999). Trotz der mittlerweile auch in diesem Bereich gereiften wissenschaftlichen Publikationen hat sich bis heute keine einheitliche Definition des Sponsorings durchgesetzt (Bagusat/Marwitz 2006, S. 5). In der Praxis hat sich deshalb, vor allem bei Medien- und Gesellschaftsvertretern, ein diffuses Verständnis des Begriffs entwickelt (Bruhn 2003, S. 5).

Aus Sicht des Marketings lässt sich das Sponsoring kennzeichnen als „die Zuwendung von Finanz-, Sach- und/oder Dienstleistungen von einem Unternehmen, dem Sponsor, an eine Einzelperson, eine Gruppe von Personen oder eine Organisation bzw. Institution aus dem gesellschaftlichen Umfeld des Unternehmens, dem Gesponserten, gegen die Gewährung von Rechten zur kommunikativen Nutzung von Personen bzw. Organisationen und/oder Aktivitäten des Gesponserten auf der Basis einer vertraglichen Vereinbarung“ (Hermanns/Marwitz 2008, S. 44).

Es gilt den Begriff von vermeintlich artverwandten Ausprägungen wie dem Mäzenatentum oder der Spende abzugrenzen. Hierbei gilt festzuhalten, dass sich Ersteres dadurch unterscheidet, dass rein altruistische Motive vorliegen, also beispielsweise die Selbstverpflichtung eines Unternehmens für einen bestimmten Gesellschaftsteil ohne das Erwarten einer Gegenleistung (Hermanns/Marwitz 2008, S. 45). Zweites ist gesetzlich an die Bedingung geknüpft, dass der Spender keinerlei Gegenleistung erfährt. Des Weiteren ist eine kommunikative Nutzung nur eingeschränkt möglich (Hermanns/Marwitz 2008, S.45). Charakteristisch für das Sponsoring ist also gerade, dass überhaupt, sowie in welcher Form und in welchem Umfang, Leistung und Gegenleistung erbracht werden, vertraglich vereinbart sind (Pflaum/Bäuerle/Laubach 2002, S. 475).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Eine andere Form des Werbens – das Sponsoring: Einführung in die begrifflichen Grundlagen, Zielsetzungen und die historische Entwicklung des Sponsorings als Marketinginstrument.

2 Eine neue Form des Sponsoring – das Politiksponsoring: Analyse des Phänomens Politiksponsoring, seiner Abgrenzung und der verschiedenen Erscheinungsformen inklusive konkreter Praxisbeispiele.

3 Probleme und Risiken im Umgang mit Politiksponsoring: Untersuchung der spezifischen Risiken für die beteiligten Akteure sowie der rechtlichen und demokratischen Problemstellungen.

4 Vergleiche mit anderen Demokratien: Einordnung des Politiksponsorings durch einen vergleichenden Blick auf die politischen Systeme der USA und Frankreich.

5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Chancen und Risiken sowie Ausblick auf die notwendige kritische wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema.

Schlüsselwörter

Politiksponsoring, Marketing, Sponsoring, Imagebildung, Parteifinanzierung, Demokratie, Beeinflussung, Mäzenatentum, Parteienrecht, Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit, Unternehmenskommunikation, Interessengruppen, politisches System, Transparenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der noch wenig erforschten Praxis des Politiksponsorings als einer speziellen Ausprägung der Unternehmenskommunikation und den damit verbundenen Herausforderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Felder sind die begriffliche Einordnung, die verschiedenen Erscheinungsformen, die Motive der Sponsoren, die Chancen für politische Parteien sowie die damit verbundenen gesellschaftlichen und rechtlichen Risiken.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Phänomen Politiksponsoring zu schaffen und aufzuzeigen, wie sich dieses zwischen Marketinginteressen und demokratischen Grundprinzipien bewegt.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Fachpublikationen und rechtlichen Rahmenbedingungen, ergänzt durch Fallbeispiele und einen internationalen Vergleich.

Welche Inhalte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Sponsorings, die detaillierte Betrachtung des Politiksponsorings, die Risikodiskussion sowie den Ländervergleich.

Was charakterisiert die Arbeit in Bezug auf ihre Schlagworte?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Spannung zwischen ökonomischen Marketingzielen und der Notwendigkeit demokratischer Integrität und Transparenz charakterisiert.

Inwiefern unterscheidet sich Sponsoring von einer Spende?

Der wesentliche Unterschied liegt laut Arbeit im Austauschverhältnis: Beim Sponsoring erfolgt eine vertraglich vereinbarte Gegenleistung (z. B. kommunikative Nutzung), während eine Spende altruistisch erfolgt und ohne explizite Gegenleistung bleibt.

Welches Fazit zieht der Autor hinsichtlich der Risiken?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Politiksponsoring eine stärkere Sensibilität erfordert und eine kritische Beobachtung durch Öffentlichkeit und Medien notwendig ist, um demokratische Integrität zu wahren.

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Details

Title
Chancen und Risiken des Politiksponsorings. Werben, Sponsoring und Mäzenatentum in Deutschland und anderswo
College
University of the Federal Armed Forces München  (Marketing)
Grade
1,7
Author
Dominik Contes (Author)
Publication Year
2010
Pages
40
Catalog Number
V913650
ISBN (eBook)
9783346231413
ISBN (Book)
9783346231420
Language
German
Tags
Politik Sponsoring Parteien Lobbyismus Finanzierung Demokratie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dominik Contes (Author), 2010, Chancen und Risiken des Politiksponsorings. Werben, Sponsoring und Mäzenatentum in Deutschland und anderswo, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/913650
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