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Methodische Schwerpunkte der Unterrichtsplanung

Title: Methodische Schwerpunkte der Unterrichtsplanung

Examination Thesis , 2008 , 117 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Stefanie Seidler (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Summary Excerpt Details

Die Planung von Unterricht ist eine zentrale Aufgabe im Berufsfeld des Lehrers.
Unterricht für den Lehrer mehr als die 45 Minuten im Klassenzimmer, er beginnt mit der Planung, worauf die Vorbereitung, der Verlauf und die Kontrolle folgen.
Unterrichtsplanung meint konkret, den Teil, in dem die Unterrichtsentscheidungen gefällt werden. Hier wird bestimmt, wie der Unterricht im Einzelnen ablaufen soll. Nach der Auffassung von Heimann in seinem Berliner Modell wird entschieden: welche Ziele beabsichtigt werden, welche Themen ausgeführt werden, welche Methoden genutzt werden, welche Medien gewählt werden, sollen und ermittelt wird, und unter welchen Bedingungen diese Entscheidungen getroffen werden sollen.
Für die Unterrichtsplanung sind zahlreiche Konzepte entworfen worden, die sich teilweise überschneiden, aber auch voneinander abweichen. Sie unterscheiden sich vor allem in den folgenden Punkten:
- anhand der Bedeutungszumessung bezüglich der erforderlichen Entscheidungen. Die „lernzielorientierte Didaktik“ sieht in der Zielsetzung die wichtigste Entscheidung, wohingegen die „Didaktische Analyse“ am meisten Wert auf die Thematik legt:
- ob Unterrichtsplanung gänzlich dem Unterrichtsverlauf vorangehen muss, oder auf währenddessen ablaufen kann
- ob der Lehrer alleine oder Lehrer und Schüler in Kooperation die Entscheidungen der Planung zu treffen haben.
Es gibt aber auch fünf Grundsätze, die eine Lehrer bei seiner Planung immer zu berücksichtigen hat:
- Das Prinzip der Kontinuität
die Entscheidungen, die vom Lehrer getroffen werden, müssen stringent strukturiert sein
- Das Prinzip der Reversibilität
die Entscheidungen, die vom Lehrer getroffen werden, müssen ständig revidiert, falls nötig auch verändert oder aufgehoben, werden können
-Das Prinzip der Eindeutigkeit
die Entscheidungen müssen vom Lehrer so getroffen werden, dass in ihnen eindeutig sichtbar wird, welche intendierten Maßnahmen als Beweggrund, zur Führung und Strukturierung des Inhalts veranlasst wurden
- Das Prinzip der Widerspruchsfreiheit
die Entscheidungen, die vom Lehrer getroffen wurden, müssen stimmig sein
-Das Prinzip der Angemessenheit
die Entscheidungen, die vom Lehrer getroffen werden, müssen zum einen zweckrational und zum anderen bezüglich des Aufwandes angemessen sein

Die Planungskonzepte sind immer geprägt, von ihren didaktischen Hintergründen, den Theorien, auf welchen sie basieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Modelle der Unterrichtsplanung

2.1 Die „Didaktische Analyse“

A) Bildungstheoretischer Hintergrund

B) Didaktischer Hintergrund

C) Funktion der Didaktischen Analyse

2.2 Das „Perspektivenschema“

A)Das „Perspektivenschema“

I) Kurzform nach Klafki

II) Strukturhilfen zum Verständnis und Umgang

a) Didaktische Felder und ihr Zusammenhang

b) Didaktische Aufgaben

c) Didaktische Hilfen

d) Umgang mit dem „Perspektivenschema“

B) Didaktischer Hintergrund

2.3 Das „Berliner Modell“

A) Die Planung

B) Funktion der Planung

C) Didaktischer Hintergrund

I) „Offene“ versus „geschlossene“ Theorie

II) „Lernbegriff“ versus „Bildungsbegriff“

III)„These von der Interdependenz“ versus „These vom Primat der Inhalte“

2.4 Das „Hamburger Modell“

A)Grundstruktur und Aufgaben der Unterrichtsplanung

I) Die „Perspektivplanung“

II) Die „Umrißplanung“

III) Die „Prozeßplanung“

B) Prinzipien der Planung

C) Didaktischer Hintergrund

2.5 „PLANA“

A) Grundlagen

B) Problemstellung

C) Bedingungen eine Problemlösung

D) Theoretische Konzeption von „PLANA“

E) Das Verfahren „PLANA“

F) Konkrete Realisierung der Aufgabenklassen

G) Konstruktionskriterien für Aneignungsaufgaben

H) Konstruktionskriterien für Überprüfungsaufgaben

3. Didaktische Funktionen der Unterrichtsplanung

3.1 Sequenzierung von Lernzielen

A) Kognitive Lernzieltaxonomie

B) Affektive Lernzieltaxonomie

C) Psychomotorische Lernzieltaxonomie

D) Sozioemotionale Lernzieltaxonomie

E) Kommunikative Lernzieltaxonomie

F) „Fachliche“ und „allgemeine“ Lernziele

G) „Instrumentelle“ und „potenziell-emanzipatorische“ Lernziele

H) „Heuristische Matrix zur Bestimmung von Richtzielen“

3.2 Strukturierung von Lerninhalten

A) Grundraster inhaltlicher-thematischer Entscheidungen

B) Elementare Inhalte

C) Exemplarische Inhalte

3.3 Auswahl von Lehrmethoden

A) Die „Stufentheorie“

B) Das „Psychologisch-orientiertes Artikulationsschema“

C) Die „vier psychologischen Elemente“

3.4 Strukturierung der Unterrichtssituationen

A) „Traditioneller Fachunterricht “

B) „Gesamtunterricht“

C) „Fächerübergreifender Unterricht“

D) „Problemorientierter Unterricht“

E) „Projektunterricht“

3.5 Medienwahl

A) Kategorien

B) Unterrichtsmedien

C) Funktionen von Unterrichtsmedien

D) Der Text als Lernmedium

E) Das Bild als Lernmedium

F) Film/Fernsehen/Video als Lernmedien

G) Computer als Lernmedium

4. Planungsmodelle

4.1 „Verlaufsplanung“

A) Bildungstheoretische Didaktik

B) Lerntheoretische Didaktik

C) Lernzielorientierte Didaktik

4.2 „Phasenplanung“

A) Funktion der Phasenplanung

B) Modelle der Phasenplanung

I) Das „Phasenrezept“

II) „Psychologisch-orienierte Phasenfolge“

4.3 „Lernzielorientierte Planung“

A) Der Planungsvorgang

I) Bestimmung und Legitimierung von Lernzielen

II) Elementarisierung von Lernzielen

III) Ordnung von Lernzielen

IV) Operationalisierung von Lernzielen

V) Entscheidungen über zielförderliche Maßnahmen

B) Didaktische Funktion der Planung

I) Zielorientiertes Handeln

II) Zweckorientiertes Handeln

III) Kontrollierbares Handeln

IV) Schülerorientiertes Handeln

C) Didaktischer Hintergrund

I) Lerntheoretische Didaktik

II) Curriculumtheorie

III) Behaviorismus

IV) Theorie der Programmierten

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, angehenden Lehrkräften methodische Kompetenzen für die strukturierte und theoriegeleitete Unterrichtsplanung zu vermitteln, um den Übergang von der theoretischen universitären Ausbildung in die berufliche Praxis zu erleichtern.

  • Vergleich und Analyse zentraler didaktischer Modelle (z.B. Berliner Modell, Hamburger Modell, Klafki-Modell).
  • Bedeutung der Zielsetzung und Lernzielsequenzierung in der Unterrichtsplanung.
  • Theoretische Grundlagen und praktische Anwendung von Unterrichtsmethoden und Medienwahl.
  • Darstellung unterschiedlicher Strukturierungsansätze für Unterrichtssituationen und deren Konsequenzen.

Auszug aus dem Buch

A) Bildungstheoretischer Hintergrund

Klafkis Planungsmodell ist an eine konkrete Bildungstheorie und deren Zielgedanken gebunden, welche besagt, dass Bildung die „zentrierende Kategorie zur Klärung didaktischer Vorgänge und zur Entscheidung über didaktisches Handeln“ sei. Infolgedessen ist die Didaktische Analyse an die Bedingungen der „Theorie der kategorialen Bildung“ (Klafki, 1963) gebunden. Diese basiert auf der „Metapher der Begegnung“, welche besagt, dass Bildung durch die Begegnung eines Menschen mit der kulturellen Realität zustande kommen. Hier unterscheidet Klafki materiale und formale Bildungstheorien. Die materialen Bildungstheorien orientieren sich an der Objektseite, die Formalen an der Subjektseite des Bildungsvorgangs. Materiale Bildungstheorien gehen davon aus, dass sich der Lernende das ihm angebotene Wissen aneignet und das Ergebnis von Bildung umfassendes Wissen ist. Formale Bildungstheorien hingegen besagen, dass derjenige gebildet ist, der das Lernen gelernt hat und die Methoden beherrscht. Gebildet ist man somit, wenn man die in einem schlummernden Kräfte tatsächlich entfaltet hat.

Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts wurden diese beiden Theorien, laut Klafki, getrennt voneinander gesehen. Dies hatte zur Folge, dass Bildung nicht mehr als einheitlicher Prozess angesehen wurde, da die materialen Theorien die Auswahl des Inhalts nur nach gegenständlich-stofflichen Kriterien vornehmen, die formalen Bildungstheorien hingegen die Inhalte anhand ihrer Bedeutung für die Schulung der Kräfte der Lernenden auswählen.

Gemäß Klafki sind sich alle wichtigen Bildungstheorien seit Pestalozzi einig, dass Bildung ein einheitlicher Prozess ist und dass Bildung immer materiale und formale Bildung beinhaltet. Hierfür nutzt Klafki den Begriff der „kategorialen Bildung“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit einer soliden Unterrichtsplanung für Berufsanfänger und setzt das Thema in den Kontext pädagogischer Anforderungen.

2. Theoretische Modelle der Unterrichtsplanung: Dieses Kapitel stellt verschiedene didaktische Konzepte wie Klafkis „Didaktische Analyse“ und „Perspektivenschema“, das „Berliner Modell“ sowie das „Hamburger Modell“ und „PLANA“ vor.

3. Didaktische Funktionen der Unterrichtsplanung: Hier werden zentrale Planungselemente wie Lernzielsequenzierung, Inhaltsstrukturierung, Methodenwahl und Medienwahl tiefgehend theoretisch analysiert.

4. Planungsmodelle: Der Abschnitt diskutiert konkrete Formen der Verlaufsplanung, Phasenplanung und lernzielorientierten Planung unter Anwendung der zuvor vorgestellten didaktischen Ansätze.

5. Schluss: Das Fazit fasst die Bedeutung rational begründbarer Planung zusammen und reflektiert kritisch über die Anwendbarkeit der vorgestellten Konzepte in der komplexen Schulpraxis.

Schlüsselwörter

Unterrichtsplanung, Didaktische Analyse, Berliner Modell, Hamburger Modell, PLANA, Lernzieltaxonomie, Bildungstheorie, Emanzipation, Unterrichtsmethoden, Medienwahl, kategoriale Bildung, Lehr-Lern-Prozess, curriculare Didaktik, Verlaufsplanung, Fachunterricht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die theoretischen Fundamente und methodischen Schwerpunkte verschiedener Unterrichtsplanungsmodelle, um deren Relevanz für eine professionelle und reflektierte Lehrertätigkeit aufzuzeigen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zentrale Themen sind die didaktische Analyse, verschiedene Phasenplanungen, die Sequenzierung von Lernzielen, die Strukturierung von Lerninhalten, die Auswahl von Lehrmethoden sowie der Medieneinsatz.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, angehenden Lehrern ein Instrumentarium zur Verfügung zu stellen, mit dem sie ihren Unterricht rational begründen, strukturiert planen und hinsichtlich der Lernziele überprüfen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf fachdidaktischer Literatur und einschlägigen bildungstheoretischen Ansätzen (u.a. Klafki, Heimann, Schulz) basiert und diese vergleichend gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert detailliert didaktische Modelle, Lernzieltaxonomien (kognitiv, affektiv, psychomotorisch, etc.) und strukturelle Aspekte wie die Medienwahl und den Vergleich verschiedener Planungsmodelle.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Unterrichtsplanung, Didaktische Analyse, Berliner Modell, Hamburger Modell, PLANA, kategoriale Bildung und Emanzipation sind die zentralen Begriffe.

Inwiefern unterscheidet sich das Berliner vom Hamburger Modell?

Das Berliner Modell ist primär als Entscheidungsmodell zur Analyse von Unterricht konzipiert, während das Hamburger Modell als emanzipatorisches Handlungsmodell stärker auf die Einbeziehung aller Beteiligten und langfristige Zielsetzungen ausgerichtet ist.

Warum ist das PLANA-Modell für die Unterrichtsplanung von Bedeutung?

Das PLANA-Modell bietet einen systematischen Ansatz zur Lehrstoffanalyse und adressiert das Problem der „parallelen Kontentvalidität“, indem es eine präzise Abstimmung zwischen Aneignungs- und Überprüfungsphasen verlangt.

Excerpt out of 117 pages  - scroll top

Details

Title
Methodische Schwerpunkte der Unterrichtsplanung
College
University of Constance
Grade
2,0
Author
Stefanie Seidler (Author)
Publication Year
2008
Pages
117
Catalog Number
V91460
ISBN (eBook)
9783638046343
Language
German
Tags
Methodische Schwerpunkte Unterrichtsplanung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Seidler (Author), 2008, Methodische Schwerpunkte der Unterrichtsplanung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91460
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