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Erasmus von Rotterdam. Leben und Philosophie

Titel: Erasmus von Rotterdam. Leben und Philosophie

Hausarbeit , 2017 , 25 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Theologie - Systematische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit behandelt das Leben und die Grundzüge der Philosophie des Erasmus von Rotterdam. Das Grundanliegen des Humanismus ist die Verwirklichung eines idealen Menschentums orientiert an klassischen Vorbildern. Die Ausbildung harmonischer Menschen ausgerichtet nach dem Prinzip des Menschen, wird angestrebt. Nicht der Kosmos oder die Natur, sondern der Mensch gilt als Maß aller Dinge. Somit vertritt der Humanismus einen subjektorientierten Bildungsgedanken, bei welchem die Sprachen (insbesondere das Griechische und das Latein) und die Literatur mit Fokus auf Philosophie und Rhetorik im Zentrum stehen. Der Mensch soll durch Aneignung von Wissen und Tugend dazu befähigt werden, seine wahre Bestimmung zu erkennen. Als Voraussetzung für die Bildung des Menschen gelten Freiheit und Gleichheit aller Menschen. Die Würde des Menschen liegt in seinem freien Willen begründet. Es ist eine explizit menschliche Fähigkeit zu erreichen, was man will.

Geburtsdatum und Geburtsort des Erasmus von Rotterdam stehen im Zeichen der Ungewissheit alles Menschlichen. Anzunehmen ist eine auf den 28. Oktober 1466 datierte Geburt in Rotterdam. Das Quellenmaterial in Bezug auf Jugendzeit und Herkunft des Erasmus ist dürftig, da er selbst sich kaum über die eigene Kindheit und Jugend geäußert hat. Der aktuelle Forschungsstand gründet sich insbesondere auf der Untersuchung von vier unterschiedlichen Quellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Zum Einstieg

2. Zur Biographie von Erasmus von Rotterdam

3. Quintilians Anliegen an die Rhetorik

4. Zwei weitere Vertreter des Humanismus

5. Epikur und die Epikureer

6. Das Gottesbild Luthers

7. Erasmu’s Leitspruch

8. Die Haltung des Christentums zum Epikureismus

9. Eros und Agape

10. Phillip Melanchthon und Erasmus

11. Die Kyniker

12. Der Hedonismus

13. Erasmus Kritik an der scholastischen Theorie

14. Zwei bedeutende Epikureer

15. Erasmu’s bedeutende Schriften

16. Epikur und der Tod

17. Christen als wahre Epikureer

18. Hedonius höchstes Gut und das hedonistische Kalkül

19. Erasmus Streit mit Luther

20. Erasmus und „Der Epikureer“

21. „Compendium vitae“

22. Gesetz und Evangelium

23. Der Monergismus

24. „Enchridion militis christani“

25. Erasmus letzte Jahre

26. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Leben und die Philosophie des Erasmus von Rotterdam mit einem besonderen Fokus auf die Verbindung von humanistischem Denken und christlicher Theologie. Ziel ist es, Erasmus' Konzept einer "humanistischen Theologie" zu erarbeiten, in der Vernunft, Frömmigkeit und eine selbstverantwortliche Nächstenliebe miteinander verschmolzen werden.

  • Die philosophischen Grundlagen und Vorbilder des Erasmus von Rotterdam
  • Der Vergleich zwischen dem humanistischen Menschenbild und Luthers Prädestinationslehre
  • Die Rolle der Rhetorik und Bildung innerhalb des christlichen Glaubens
  • Die inhaltliche Auseinandersetzung zwischen Erasmus und Martin Luther
  • Erasmus' Rezeption der antiken Epikureer im christlichen Kontext

Auszug aus dem Buch

Die Haltung des Christentums zum Epikureismus

In der christlichen Tradition wird der Epikureismus diffamiert. Die Christen sehen in dem Streben nach Sinnvergnügen der genussmenschlichen Epikureer, welche den Moment leben, etwas Tierisches. Das Verweilen im Augenblick und die sorglose Einstellung gegenüber dem Tod verurteilen die Christen als Leugnung der Auferstehung. Sie unterstellen den Epikureern, welche das Leben als einen Garten sehen, fehlende Vernunftbegabung und vergleichen sie mit „kleinen Schweinchen“, die durch ihre ästhetisch orientierte Lebensweise „Federball mit dem ganzen Dasein spielen“.

Die herabwürdigende Haltung der Christen gegenüber dem Epikureismus ist in der unterschiedlichen Schwerpunktsetzung begründet. Steht bei den Christen Gott im Zentrum, so ist es bei den Epikureern der Mensch.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zum Einstieg: Definiert den christlichen Glauben und das Grundanliegen des Humanismus als Rückbesinnung auf klassische Vorbilder.

2. Zur Biographie von Erasmus von Rotterdam: Beleuchtet die schwierige Quellenlage zu Erasmus' Herkunft und Jugend sowie seine Kontroverse mit Luther.

3. Quintilians Anliegen an die Rhetorik: Untersucht den Einfluss des römischen Rhetorik-Lehrers Quintilian auf das humanistische Denken des Erasmus.

4. Zwei weitere Vertreter des Humanismus: Porträtiert Thomas Morus und Philipp Melanchthon als bedeutende Zeitgenossen und Mitstreiter.

5. Epikur und die Epikureer: Erläutert die Lehre Epikurs und dessen Streben nach Glück und Seelenruhe im "Garten".

6. Das Gottesbild Luthers: Stellt das Luthersche, auf Erbsünde und Prädestination basierende Gottesbild dem humanistischen aktiven Menschenbild gegenüber.

7. Erasmu’s Leitspruch: Analysiert die Bedeutung von Erasmus' Ring-Inschrift „Concedo Nulli“ im Kontext menschlicher Erkenntnisgrenzen.

8. Die Haltung des Christentums zum Epikureismus: Analysiert die traditionell ablehnende Haltung der Kirche gegenüber epikureischen Lebensidealen.

9. Eros und Agape: Diskutiert die Möglichkeit einer Synthese zwischen christlicher Nächstenliebe (Agape) und philosophischem Streben (Eros).

10. Phillip Melanchthon und Erasmus: Beschreibt die produktive, aber theologisch divergierende Freundschaft zwischen den beiden Gelehrten.

11. Die Kyniker: Untersucht die Lebensweise der Kyniker und deren Protestcharakter gegen gesellschaftliche Sitten.

12. Der Hedonismus: Definiert den Hedonismus als Suche nach dem angenehmen Leben und Vermeidung von Schmerz.

13. Erasmus Kritik an der scholastischen Theorie: Erläutert die Ablehnung der Scholastik durch Erasmus zugunsten einer lebensnahen Bildung.

14. Zwei bedeutende Epikureer: Stellt Lucretius Carus und Lorenzo Valla als wichtige Vermittler epikureischen Gedankenguts vor.

15. Erasmu’s bedeutende Schriften: Gibt einen Überblick über das editorische Werk, insbesondere das „Novum Instrumentum“.

16. Epikur und der Tod: Reflektiert über die Auseinandersetzung mit dem Tod und dessen Integration in das christliche Leben.

17. Christen als wahre Epikureer: Erörtert die provokante These, dass fromme Christen die wahren Epikureer seien.

18. Hedonius höchstes Gut und das hedonistische Kalkül: Erklärt das synergetische Prinzip und das hedonistische Kalkül bei Erasmus.

19. Erasmus Streit mit Luther: Detailliert den inhaltlichen Bruch zwischen Erasmus und Luther über die Frage des freien Willens.

20. Erasmus und „Der Epikureer“: Analysiert das Verständnis von Leid und das Konzept der Allversöhnung in Erasmus' Dialog.

21. „Compendium vitae“: Untersucht die autobiographischen Notizen und deren mögliche Intentionen.

22. Gesetz und Evangelium: Erörtert die Rangordnung von Gesetzen und die Rolle des Evangeliums als Überwindung des Gesetzes.

23. Der Monergismus: Kontrastiert Luthers Monergismus mit dem von Erasmus vertretenen Synergismus.

24. „Enchridion militis christani“: Behandelt das "Handbuch des christlichen Streiters" als Anleitung zur Volksfrömmigkeit.

25. Erasmus letzte Jahre: Dokumentiert die Flucht vor der Reformation nach Basel und das Wirken im Alter.

26. Resümee: Führt die zentralen Thesen zu einer humanistischen Theologie zusammen.

Schlüsselwörter

Erasmus von Rotterdam, Humanismus, Martin Luther, Epikureismus, Christentum, Theologie, freier Wille, Rhetorik, Bildung, Seelenruhe, Menschenbild, Reformation, Scholastik, Novum Instrumentum, Nächstenliebe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Leben und der Philosophie des Erasmus von Rotterdam und seiner Vision eines christlichen Humanismus, der antike Bildungsideale mit christlicher Frömmigkeit verbindet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Auseinandersetzung zwischen dem aktiven Menschenbild des Humanismus und der Prädestinationslehre Luthers, die philosophische Einordnung epikureischer Konzepte sowie die Rolle von Bildung und Rhetorik im christlichen Glaubensvollzug.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Ziel ist es, Erasmus' Konzept einer "humanistischen Theologie" aufzuzeigen, in der der freie Wille und die Verantwortung des Menschen zentral sind.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Analyse historischer Primärquellen, insbesondere der Schriften von Erasmus, im Kontext zeitgenössischer theologischer und philosophischer Debatten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert verschiedene Aspekte wie die Biographie, die rhetorische Ausbildung, die Kontroverse mit Luther, das Gottesbild sowie die Auseinandersetzung mit der Scholastik und der stoischen bzw. epikureischen Philosophie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich besonders durch Begriffe wie christlicher Humanismus, freier Wille, epikureische Ethik und die theologische Debatte zwischen Erasmus und Luther beschreiben.

Wie bewertet Erasmus das Verhältnis von Gesetz und Evangelium?

Erasmus sieht im Evangelium eine Auflösung starrer Gesetze; Gottes Gnade steht für ihn über den menschlichen und rein formalen Gesetzesstrukturen.

Was ist das "hedonistische Kalkül" in der Lehre des Erasmus?

Es bezeichnet die bewusste Abwägung von Handlungsfolgen im Hinblick auf das Verhältnis von Freude und Leid, wobei das eigene Gewissen als entscheidende Instanz fungiert.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Erasmus von Rotterdam. Leben und Philosophie
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Institut für Systematische Theologie)
Veranstaltung
Erasmus von Rotterdam
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
25
Katalognummer
V914644
ISBN (eBook)
9783346214355
ISBN (Buch)
9783346214362
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Humanismus Quintilians Epikur Epikureismus Melanchton Kyniker Hedonismus scholastischen Theorie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Erasmus von Rotterdam. Leben und Philosophie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/914644
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Leseprobe aus  25  Seiten
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