Erasmus von Rotterdam. Leben und Philosophie


Hausarbeit, 2017

25 Seiten, Note: 1,3

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Zum Einstieg

2. Zur Biographie von Erasmus von Rotterdam

3. Quintilians Anliegen an die Rhetorik

4. Zwei weitere Vertreter des Humanismus

5. Epikur und die Epikureer

6. Das Gottesbild Luthers

7. Erasmu’s Leitspruch

8. Die Haltung des Christentums zum Epikureismus

9. Eros und Agape

10. Phillip Melanchthon und Erasmus

11. Die Kyniker

12. Der Hedonismus

13. Erasmus Kritik an der scholastischen Theorie

14. Zwei bedeutende Epikureer

15. Erasmu’s bedeutende Schriften

16. Epikur und der Tod

17. Christen als wahre Epikureer

18. Hedonius höchstes Gut und das hedonistische Kalkül

19. Erasmus Streit mit Luther

20. Erasmus und „Der Epikureer“

21. „Compendium vitae“

22. Gesetz und Evangelium

23. Der Monergismus

24. „Enchridion militis christani“

25. Erasmus letzte Jahre

26. Resümee

Literaturverzeichnis

1. Zum Einstieg

Was ist ‚christlich’?

Von zentraler Bedeutung für den ‚christlichen’ Glauben ist die Annahme der Person Jesus von Nazareth als Sohn Gottes und Messias. In der Kreuzigung Jesu erscheint dem Menschen die Liebe Gottes (ἀγάπη) im Sinne einer Nächstenliebe, zu der nur Gott fähig ist. Dem voraus gesetzt ist das Bild einer erlösungsbedürftigen Menschheit, für deren Sünden der Gottessohn am Kreuz geopfert wird. Das Kreuz hat für den christlichen Glauben hohen symbolischen Wert, da Kreuz und Herrlichkeit im christlichen Glaubensvollzug untrennbar zusammengehören.

Das Grundanliegen des Humanismus

Das Grundanliegen des Humanismus ist die Verwirklichung eines idealen Menschentums orientiert an klassischen Vorbildern. Die Ausbildung harmonischer Menschen ausgerichtet nach dem Prinzip des Menschen, wird angestrebt. Nicht der Kosmos oder die Natur, sondern der Mensch gilt als Maß aller Dinge. Somit vertritt der Humanismus einen subjektorientierten Bildungsgedanken, bei welchem die Sprachen (insbesondere das Griechische und das Latein) und die Literatur mit Fokus auf Philosophie und Rhetorik im Zentrum stehen. Der Mensch soll durch Aneignung von Wissen und Tugend dazu befähigt werden, seine wahre Bestimmung zu erkennen. Als Voraussetzung für die Bildung des Menschen gelten Freiheit und Gleichheit aller Menschen. Die Würde des Menschen liegt in seinem freien Willen begründet. Es ist eine explizit menschliche Fähigkeit zu erreichen, was man will.1

Die Humanisten aus der Zeit der Renaissance forderten eine Rückbesinnung auf die Originaltexte, vor allem die der griechischen und lateinischen Philosophen. „Ad fontes!“ 2 wurde ein Leitsatz, der vor allem 1511 durch Erasmus von Rotterdam in seiner programmatischen Schrift „De ratione studii ac legendi interpretandique auctores“ geprägt wurde. 3 Hier heißt es: „ Sed in primis ad fontes ipsos properandum, id est graecos et antiquos.4

Diesem humanistischen Aufruf versucht Erasmus von Rotterdam nicht zuletzt gerecht zu werden durch die 1516 erscheinende, von ihm neu bearbeitete, Ausgabe des Neuen Testaments, in der er dem lateinischen Text auch eine griechische Übersetzung gegenüberstellt. Von der Gelehrtenwelt soll die Schrift wie ein wissenschaftliches Werkzeug genutzt werden. Erasmus gibt der Bearbeitung den programmatischen Titel „Novum Instrumentum omne“.5 Der humanistisch gebildete Leser kann nun erstmals den kritisch editierten griechischen Text des Neuen Testaments lesen.6

2. Zur Biographie von Erasmus von Rotterdam

Geburtsdatum und Geburtsort des Erasmus von Rotterdam stehen im Zeichen der Ungewissheit alles Menschlichen. Anzunehmen ist eine auf den 28. Oktober 1466 datierte Geburt in Rotterdam.7 Das Quellenmaterial in Bezug auf Jugendzeit und Herkunft des Erasmus ist dürftig, da er selbst sich kaum über die eigene Kindheit und Jugend geäußert hat. Der aktuelle Forschungsstand gründet sich insbesondere auf der Untersuchung von vier unterschiedlichen Quellen. Es handelt sich um:8

a) Eine 1536 von Beatus Rhenanus9 in Briefform an Hermann von Wied10 adressierte Biographie, die als erste Vita Erasmi gilt.
b) Eine ebenfalls von Rhenanus verfasste umfangreichere Biographie aus dem Jahre 1540, die Kaiser Karl V. als Adressat hatte.
c) Ein autobiographischer Bericht innerhalb eines Briefes an Johannes von Bozheim11, den Erasmus am 30. Januar 1523 schrieb.
d) Ein vermutlich autobiographischer Text mit dem Titel „Compendium vitae Erasmi“ aus dem Jahre 1524.

Laut Peter Schenk, der sich auf Überlegungen von Cornelis Augustjin, Willehad Paul Eckert, Léon-Ernes Halkin, Heinz Holeczeck und Wilhelm Ribhegge bezieht, steht der 28. Oktober als Geburtstag fest, aber das Jahr bleibt spekulativ.12 Aufgrund der 1491 von Erasmus getätigten Aussage „Iam quartum et vigesimum annum agimus“13 schlussfolgert Harry Vredeveld, dass der Humanistenfürst zu diesem Zeitpunkt entweder 24 Jahre alt war oder sich in seinem 24. Lebensjahr befand, sprich 23 Jahre zählte, und sein Geburtsjahr daher um die Jahre 1466/67 eingekreist werden kann.14 Sich auf weitere Briefaussagen des Erasmus, die allerdings nicht weniger doppeldeutig sind, beziehend, deutet Vredeveld an, dass das Jahr 1466 am ehesten als Geburtsjahr gelten kann.15

In dem erwähnten Brief an Johannes von Botzheim hat sich Erasmus in konkreter Weise zu seiner Kindheit geäußert. Auch das „Compendium vitae Erasmi“ gibt Auskunft über diesen Lebensabschnitt. Es lässt sich ableiten, dass der Name Erasmus Rotterdamus aus seinem Taufnamen und dem Geburtsort zusammengesetzt ist.16 Einhundertprozentig sicher ist allerding nur die Tatsache, dass Erasmus sowie beide seiner Eltern Holländer waren.17

Den Beinamen Desiderius fügte sich Erasmus von Rotterdam selbst zu seinem Taufnamen hinzu und benutzte ihn ab 1496. Der Name erscheint in voller Form erstmal im Jahre 1506.18 Johan Huizinga spekuliert, dass der Namenszusatz Erasmus durch „Lektüre seines geliebten Hieronymus, unter dessen Korrespondenten ein Desiderius vorkommt“, eingegeben wurde19 Der Name leitet sich ab vom lateinischen desiderium 20 und kann ‚der Ersehnte’ bedeuten. Als Ausdruck des Verlangens nach dem Erlöser war Desiderius unter frühen Christen ein beliebter Name.

Obwohl sich Erasmus und Luther nie persönlich kennen lernen, pflegen sie doch seit 1519 eine schriftliche Korrespondenz mit einander.21

Ein freundschaftliches Verhältnis muss den beiden Männern allein durch das radikale Misstrauen Luthers gegenüber der Philosophie verwehrt bleiben.22 Dass letztendlich Streitigkeiten ausbrechen, liegt zum einen in der unterschiedlichen Auffassung des Menschenbildes begründet. Der Humanistenfürst Erasmus geht von einem aktiven Menschen aus, der einen freien Willen hat, zwischen dem Guten und dem Bösen zu wählen. Die Menschenwürde stellt sich her durch die Freiheit der Wahl. Martin Luther hingegen vertritt die These, dass die Würde des Menschen allein in der Schöpfung durch Gott als sein Ebenbild (Gen 1,27) entsteht. Im Bundesschluss mit Noah (Gen 9,9) wird diese Zusage der Würde bestätigt. Dem Menschen ist alles von Gott gegeben. Erasmus hingegen steht für den von Menschen für Menschen gebildeten Menschen ein.

Luther argumentiert mit der Lehre von der Erbsünde, dass alle Nachkommen Adams schuldig vor Gott sind. Das Schicksal des Menschen ist durch Gott vorherbestimmt und in keiner Weise durch menschliche Willensregung zu beeinflussen. Dadurch ergibt sich eine Unfreiheit des sündigen Menschen und ein passives Menschenbild. Ist Luther also von der Prädestinationslehre überzeugt, denkt Erasmus im Sinne des Pelagianismus, dass die Gnade Gottes durch selbstbestimmtes richtiges Handeln erlangt werden kann.23 Erasmus stellt die These auf, dass der Mensch in seinem Willen frei ist vor Gott. Luther glaubt an die Unfreiheit des Menschen vor Gott und vertritt dementsprechend eine Theologia crucis.24 Das Kreuz ist das entscheidende Symbol für die Sünde, das Leid und den Tod. Es erinnert an die grundsätzliche Schwere des menschlichen Lebens. Erasmus stellt die provokante These auf, dass die wahren Christen Epikureer sind und damit auf der Suche nach sinnlicher Leichtigkeit im Leben. Die Epikureer sahen die Götter als unbeteiligt am Leben der Menschen, was der Luther`schen Idee von sola gratia wiederspricht.25 Verfolgt Luther eine christizentrierte Theoloie, so steht bei Erasmus der Mensch im Mittelpunkt. 1524 veröffentlicht Erasmus „De libero arbitrio“26 und besiegelt so endgültig den Bruch mit Martin Luther.27

Gemeinsam war den beiden Männern das Anliegen, die gesellschaftlichen und kirchlichen Missstände offen zu legen und durch Kritik an der vorherrschenden katholischen Regierung eine Reformation herbeizuführen. Doch während Luther für eine harte Linie gegen das aus seiner Sicht dekadente Papsttum der römisch-katholischen Kirche einstand, sann Erasmus auf eine Reform von innen, da er als Priester und Augustiner-Chorherr dem Katholizismus die Treue hielt. Im Ansatz waren sich Erasmus und Luther auch einig, dass der Weg zu Verbesserung der gegebenen Umstände über die Rückbesinnung auf die ursprünglichen Quellen führe. Die Bibel ist als integer maßgebliche Quelle im Sinne einer systematischen Theologie skeptisch und nicht logisch zwingend zu sehen.28

Hans Holbein, der 1543 starb, war der Sohn des bedeutenden Augsburger Altarmalers Hans H. d. Ä. und seines Zeichens selber Maler. Im Stile der Renaissance waren seine Werke voller Präzision und nah an der Natur.29 Mehrmals portraitierte er Erasmus von Rotterdam. Die berühmteste Darstellung ist wohl die 1532 entstandene Miniatur „Erasmus im Rund“.30

In einem Brief an Schiller verwies Goethe auf die Fortsetzung der „Adagia“ von Erasmus. Es handelt sich hierbei um eine Sammlung von Sprichwörtern, die Schiller als Grundlage für sein Gedicht „Die Kraniche des Ibykus“ verwendete.31

3. Quintilians Anliegen an die Rhetorik

Erasmus baut sein humanistisches Denken unter anderem auf anthropologischen Erkenntnissen auf, die er zum Beispiel aus den Lehren und Ansichten des Quintilian gewinnt. Der Römer Marcus Fabius Quintilianus ist um das Jahr 35 n. Chr. geboren und wirkte als erster Lehrer der Rhetorik an einer öffentlichen Schule für das Fach der Redekunst.

Quintilian gilt als Erasmus’ Vorbild in der Rhetorik. Geprägt von der Redekunst und dem Stil Ciceros, kritisiert Quintilian die Form der kunstvoll geschmückten und extravagant gestalten Sprache seiner Zeit. Der Schwerpunkt des Sprechens sollte in Quintilians Augen nicht auf der Überlegung, welches Wort äußerst schmuckhaft und geistreich wirkt, liegen. Cicero mit seiner natürlichen Ausdrucksweise stellt für Quintilian das Vorbild eines Redners dar. Cicero trat für die Einheit von Philosophie und Rhetorik ein.32

Laut Quintillian hat die Rhetorik drei Dinge zu leisten: Sie soll sowohl belehren (docere), als auch den Leser in Richtung eines moralischen Lebens bewegen (movere) und erfreuen (delectare). Autoritäre Ansprüche gelte es, zu unterlaufen.33

Erasmus von Rotterdam schlussfolgert aus der Auseinandersetzung mit seinem rhetorischen Vorbild, dass es die Überbetonung der rhetorischen Kultur zu relativieren gelte. Die Inhalte der heiligen Schrift dürften nicht durch Mittel der Komplizierung für den Laien unverständlich sein. Er empfand die Präzisierungswut der Dogmatiker als Trennung von der Wahrheit und sah die Rhetorik vielmehr als Mittel zur theologischen Kommunikation für die Vermittlung eines ‚schlichten Evangeliums’.34

4. Zwei weitere Vertreter des Humanismus

Die Humanisten stellten das lebensbejahende und schöpferische Individuum in den Mittelpunkt. Berühmte und einflussreiche Vertreter des Humanismus fanden sich in ganz Europa.

Als einer der bekanntesten englischen Humanisten gilt der Märtyrer Thomas Morus. Er wurde im Februar 1477 oder 1478 in London geboren und wurde im Jahre 1535 von König Heinrich VIII zum Hochverräter verurteilt und hingerichtet. Morus war ebenfalls als Politiker und Theologe wirksam. Sein bekanntestes Werk ist „Utopia“. Seine Satire „En comium moriae“ war Erasmus von Rotterdam gewidmet. Als weitere Werke von Morus sind „The Confutation of Tyndale’s Answer“ und „A Dialogue Concerning Heresie“ zu nennen.35

Eine weitere humanistische Größe war der deutschstämmige Philipp Melanchthon, der von 1497 bis 1560 lebte. Er wirkte als Humanist, Philosoph, Dichter und Theologe. Als Reformator war Melanchton neben Martin Luther eine treibende Kraft der deutschen und europäischen kirchenpolitischen Reformation. In diesem Zusammenhang verfasste er die evangelischen Bekenntnisschriften: „Confessio Augustana“, „Apologie der Confessio“ und das „Tractatus de potestate et primatu Papae“. Aufgrund ihrer diplomatisch geschickten Formulierungen hatten diese Werke einen nicht zu unterschätzenden Anteil am Erfolg der Reformation.36

5. Epikur und die Epikureer

Epikur wurde 341 v. Chr. auf Samos in Griechenland geboren und starb 270 v. Chr. in Athen. Hier gründete er seine philosophische Schule, die ‚der Garten’ genannt ward. Das Besondere an dieser Schule war, dass neben Männern aller Gesellschaftsschichten auch Frauen willkommen geheißen wurden. Als Grundzug der Lehre Epikurs gilt das Streben nach dem pflichtlosen Glück. Der Epikureismus baut auf der Suche nach ευδαιμονία (Glückseligkeit) durch Erlangen einer γαλήνη (Meeresstille), einer Ruhe der Seele, auf. Diese Suche soll nicht in hektischer, umtriebiger Weise zum Ziele des Maximalen erfolgen. Vielmehr geht es darum, durch Beschränkung auf das Einfache, aber Qualitative im Sinne des Maßhaltens, ein Optimum in der Lebensführung zu erreichen. Ein Leben im Verborgenen ist erstrebenswert.37

Durch eine materielle Sicht auf den Menschen, bei welcher die Seele ebenso wie der Leib aus Atomen zusammengesetzt ist, wird in der epikurischen Lehre die Angst vor dem Tod überwunden. Götter werden zwar anerkannt, aber nicht als strafend eingestuft, da sie am menschlichen Leben keinen Anteil nehmen.38

Im Gegensatz zum offenen, luftigen Garten der Epikureer war der Versammlungsort der Stoiker die namensgebende στοά (Säulenhalle). Der Unterschied in der Wahl des Lehrortes bebildert in treffender Weise die Differenzen der jeweiligen philosophischen Grundzüge. Während die Epikureer die sinnliche Wahrnehmung als einzige Theorie anerkennen und die Frage nach dem Gefühl im Zentrum steht, konzentriert sich das Interesse der jüngeren Stoa auf Moral und Psychologie. Die Stoiker verstehen sich als systematische Philosophen, deren Erkenntnistheorie zielgerichtet ist. Sie gliedern ihre Lehre in Logik, Ethik und Physik.39

Ebenso wie die Epikureische Lehre, dient auch in der Stoa ein Streben nach ευδαιμονία zur Lebensorientierung. Allerdings gilt es für die Stoiker diese zu erlangen, indem ein jeder seinen individuellen Platz in der Ordnung der Welt erkenne. Hierzu bedarf es der Schulung von emotionaler Selbstbeherrschung und Akzeptanz der Gegebenheiten. Maßgebend in der Stoa ist also ein vernunftgeleitetes und emotionsbefreites Leben. Die Frage nach der Pflicht steht im Zentrum. Die Seele ist für die Stoiker nicht wie bei den Epikureern unsterblich. Stoiker glauben an die göttliche Vorsehung und die Unterlegenheit der Menschen.40

6. Das Gottesbild Luthers

Die Differenzen im Gottesbild bei Luther und dem Humanismus gründen auf einer unterschiedlichen Auffassung des Menschenbildes. Die Humanisten gehen von einem aktiven Menschen aus, der einen freien Willen hat, zwischen dem Guten und dem Bösen zu wählen. Die Menschenwürde stellt sich her durch die Freiheit der Wahl. Martin Luther hingegen, vertritt die These, dass die Würde des Menschen allein in der Schöpfung durch Gott als sein Ebenbild (Gen 1,27) entsteht. Im Bundesschluss mit Noah (Gen 9,9) wird diese Zusage der Würde bestätigt. Dem Menschen ist alles von Gott gegeben. Die Humanisten hingegen stehen für den von Menschen für Menschen gebildeten Menschen ein.

Luther argumentiert mit der Lehre von der Erbsünde, dass alle Nachkommen Adams schuldig vor Gott sind. Das Schicksal des Menschen ist durch Gott vorherbestimmt und in keiner Weise durch menschliche Willensregung zu beeinflussen. Dadurch ergibt sich eine Unfreiheit des sündigen Menschen und ein passives Menschenbild. Ist Luther also von der Prädestinationslehre überzeugt, denken die Humanisten im Sinne des Pelagianismus, dass die Gnade Gottes durch selbstbestimmtes richtiges Handeln erlangt werden kann.41

Im Humanismus liegt demnach ein passives Gottesbild vor, in welchem Gott nicht für den Zustand der Menschen zuständig ist oder ihr Leben beeinflussen kann.

Aus Luthers Blickwinkel stellt das Gottesbild die aktive Seite dar und der Mensch agiert passiv. Gott wirkt seit der Schöpfung ewiglich auf die Menschen ein.

[...]


1 Vgl. eigene Aufzeichnungen aus dem Seminar: Christlicher Humanismus – Erasmus von Rotterdam, CAU zu Kiel, Theol. Fak., Prof. Dr. phil. Hartmut Rosenau, SoSe 2017.

2 Übersetzung: Zu den Quellen!

3 Vgl. Rotterdam, Erasmus von, De ratione studii ac legendi interpretandique auctores, Paris 1511, in: Waszink, J. H. et. al. (Hgg.), Desiderii Erasmi Roterodami Opera omnia (Bd 12), Amsterdam 1971, 79-151.

4 Übersetzung: „ Vor allem muss man zu den Quellen selbst eilen, das heißt zu den Griechen und den Alten überhaupt.“

5 Eigene Übersetzung: Ein ganz neues Werkzeug.

6 Vgl. Schenker, Adrian, Art. Polyglotten in: TRE 27 (2000), 23.

7 Vgl. Gail, Anton J., Erasmus von Rotterdam. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten, Reinbek bei Hamburg 1974, 7.

8 Vgl. Galle, Christoph, Hodie nullus – caras maximus. Berühmtwerden und Berühmtsein im frühen 16.Jahrhundert am Beispiel des Erasmus von Rotterdam (rst 158), Münster 2013, 157.

9 Beatus Rhenanus war ein 1485 in Schlettstadt geborener, deutscher Humanist und Philologe.

10 Hermann von Wied war 1515–1547 Erzbischof und Kurfürst von Köln.

11 Johannes von Bozheim war ein 1480 in Achern geborener, deutscher Humanist.

12 Vgl. Schenk, Peter, Desiderius Erasmus von Rotterdam. 28.10.1466/69 Rotterdam 11/12.7.1536 Basel, in: Ax, Wolfram (Hg.), Lateinische Lehrer Europas. Fünfzehn Portraits von Varro bis Erasmus von Rotterdam, Köln et.al. 2005, 391-421, 392.

13 Übersetzung: Wir handeln jetzt im 24. Jahr.

14 Vgl. Vredeveld, Harry, The Ages of Erasmus and the Year of His Birth, in: Renaissance Quartely 46.4 (1993), 754-809, hier 760.

15, Vgl. ebd., S.774-778.

16 Vgl. Galle, 2013, 159.

17 Vgl. Gail, 1974, 7.

18 Vgl. Huizinga, Johan, Erasmus. Eine Biographie, Reinbek bei Hamburg 1993, 13.

19 Huizinga, 1958, 13.

20 Übersetzung: das Verlangen, die Sehnsucht.

21 Vgl. Gail, 1974, 87.

22 Vgl. ebd., 89.

23 Vgl. Kottje, Raymund et al. (Hgg.), Ökumenische Kirchengeschichte. Von den Anfängen bis zum Mittelalter (Bd. 1), Darmstadt 2006, 54.

24 Übersetzung: Theologie des Kreuzes.

25 Der Ausdruck sola gratia ist lateinisch und bedeutet allein durch die Gnade. Er stellt die Überzeugung dar, dass der Mensch allein dank der Gnade Gottes das Heil bzw. das ewige Leben erlangt.

26 Übersetzung: Vom freien Willen.

27 Vgl. Gail, 1974, 87.

28 Vgl. Eigene Aufzeichnungen.

29 Vgl. Hüttel, Richard, Art. Holbein, in: RGG4 (3), Tübingen 2000, 1841.

30 Vgl. Gail, 1974, 139.

31 Vgl. Faludy, 1970, 122.

32 Vgl. Glei, Reinhold F., Art. Cicero, in Philosophenlexikon Reclam 19107 (2013), 130.

33 Vgl. eigene Aufzeichnungen.

34 Vgl. eigene Aufzeichnungen.

35 Vgl. Heinrich, Hans Peter, Thomas Morus. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten, Reinbek bei Hamburg3 1991, 7ff.

36 Vgl. Birnstein, Uwe, Der Humanist. Was Philipp Melanchthon Europa lehrte. Berlin 2010.

37 Vgl. eigene Aufzeichnungen.

38 Vgl. eigene Aufzeichnungen.

39 Vgl. Hügli, Anton / Lübcke, Poul (Hgg.), Philosophie-Lexikon. Personen und Begriffe der abendländischen Philosophie von der Antike bis zur Gegenwart, in: König, Burghard (Hg.), rowohlds enzyklopädie, Reinbeck bei Hamburg5 2003, 599.

40 Vgl. Bächli, Andreas, Graeser Andreas, Grundbegriffe der antiken Philosophie. Ein Lexikon (reclam 18028), Stuttgart 2000, 196-200.

41 Vgl. Kottje, 2006, 54.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Erasmus von Rotterdam. Leben und Philosophie
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Institut für Systematische Theologie)
Veranstaltung
Erasmus von Rotterdam
Note
1,3
Jahr
2017
Seiten
25
Katalognummer
V914644
ISBN (eBook)
9783346214355
ISBN (Buch)
9783346214362
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Humanismus, Quintilians, Epikur, Epikureismus, Melanchton, Kyniker, Hedonismus, scholastischen Theorie
Arbeit zitieren
Anonym, 2017, Erasmus von Rotterdam. Leben und Philosophie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/914644

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