Die Forschungsfrage dieser Arbeit lautet: Wie hat sich das Bildungsniveau von österreichischen Bürgern auf das politische Interesse und auf die Zufriedenheit mit der Demokratie in Österreich 2017 ausgewirkt? Mithilfe der Daten der AUTNES Multi-Mode Panel Study 2017 soll dieser Frage im Verlauf der Abhandlung mit den Mitteln statistischer Vergleiche und Darstellungen nachgegangen werden.
Zunächst wird auf die theoretischen Grundlagen der Überlegungen eingegangen werden um darauf aufbauend die unabhängigen und die abhängige Variable zu definieren. Dabei werden 2 Hypothesenpaare aufgestellt, die mittels quantitativer Analysen überprüft werden. Die verwendeten Daten werden im Folgenden genauer beschrieben und ihre Erhebung dargestellt. Im Rahmen der empirischen Analyse wird dann mithilfe der univariaten Statistik sowie im Folgenden mittels bivariater- und Inferenzstatistik versucht werden inhaltliche Rückschlüsse zur Beantwortung der Forschungsfrage zu ziehen und die Eingangshypothesen zu überprüfen sowie die Ergebnisse zu interpretieren.
Der politische Diskurs ist meist von Uneinigkeit, Streit und im besten Falle von Kompromissen geprägt. Bei einem Thema herrscht jedoch meistens, zumindest was die grundsätzliche Haltung anbelangt ungewöhnliche Einigkeit: Die Bildung. Zwar wird auch hier mitunter heftig über die Auslegung von Bildungsberichten, Studien, internationalen Vergleichen oder neuen Lehrmethoden debattiert, doch kann sich kein Politiker dem Mantra entziehen, dass Investitionen in Bildung, Investitionen in die Zukunft einer Gesellschaft seien. Dies scheint also weitgehender Konsens, quer durch Parteien und Strömungen zu sein und höhere Ausgaben in diesem Bereich werden regelmäßig von freudigen Pressemeldungen begleitet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
3 Methodik
4 Empirische Analyse
4.1 Univariate Beschreibung
4.2 Bivariate Beschreibung
4.2.1 Kreuztabellen
4.2.2 Zusammenhangsmaße
4.3 Inferenzstatistik
5 Konklusion
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem formalen Bildungsniveau und politischen Einstellungen, namentlich dem politischen Interesse und der Zufriedenheit mit der Demokratie, bei österreichischen Bürgern im Jahr 2017.
- Einfluss des Bildungsniveaus auf das politische Interesse
- Auswirkungen der formalen Bildung auf die Demokratiezufriedenheit
- Quantitative Analyse basierend auf der AUTNES Multi-Mode Panel Study 2017
- Überprüfung theoretischer Annahmen mittels Hypothesenpaaren
- Vergleich von Variablen mittels Kreuztabellen und Inferenzstatistik
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
Der politische Diskurs ist meist von Uneinigkeit, Streit und im besten Falle von Kompromissen geprägt. Bei einem Thema herrscht jedoch meistens, zumindest was die grundsätzliche Haltung anbelangt ungewöhnliche Einigkeit: Die Bildung. Zwar wird auch hier mitunter heftig über die Auslegung von Bildungsberichten, Studien, internationalen Vergleichen oder neuen Lehrmethoden debattiert, doch kann sich kein Politiker dem Mantra entziehen, dass Investitionen in Bildung, Investitionen in die Zukunft einer Gesellschaft seien. Dies scheint also weitgehender Konsens, quer durch Parteien und Strömungen zu sein und höhere Ausgaben in diesem Bereich werden regelmäßig von freudigen Pressemeldungen begleitet (Handelsblatt, 2019).
Und tatsächlich sind die Bildungsausgaben, auch inflationsbereinigt, in den letzten Jahren, selbst in Staaten wie Deutschland, die für Industriestaaten im internationalen Vergleich mit 4,5% des BIP im Jahr 2019 unterdurchschnittlich viel für Bildung ausgaben angestiegen (Bundeszentrale für politische Bildung, 2019). Nun ergeben sich aus einem höheren Bildungsniveau bessere Chancen für jeden Einzelnen auf dem Arbeitsmarkt, wodurch dieses zur Konkurrenzfähigkeit der Wirtschaft insgesamt beiträgt, und eine Erklärung für die Übereinstimmung der Politik geliefert wäre. Dieser rein materialistische Blick greift jedoch zu kurz will man die Vorteile einer gebildeten Gesellschaft insgesamt ins Auge fassen. Um beim Beispiel Deutschland zu bleiben betrugen die Ausgaben des Gesamtstaates für Bildung 2019 147,2 Milliarden Euro (Statista, 2019). Diese enorme Summe kann sich nicht nur in direkten monetären Vorteilen für die Volkswirtschaft auswirken, sondern hat Auswirkungen auf weitere Aspekte einer Gesellschaft (Brumlik, 2018, S. 14). Eine höhere Bildung schärft im besten Falle die kognitiven Verarbeitungsmöglichkeiten von Informationen und trägt dazu bei, dass sich die Bürger besser in komplizierte Phänomene ihres Alltagslebens aber eben auch der Gesellschaft und damit der Politik hineinversetzen können (Marx, 2019, S. 121).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftspolitischen Konsens über die Bedeutung von Bildung und leitet die Forschungsfrage über den Einfluss des Bildungsniveaus auf das politische Interesse und die Demokratiezufriedenheit ab.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel verknüpft Bildungsstand mit kognitiven Ressourcen und politischer Partizipation und stellt die zu prüfenden Hypothesen auf.
3 Methodik: Hier werden die Datenbasis der AUTNES Multi-Mode Panel Study 2017 sowie die Variablen und das methodische Vorgehen zur statistischen Analyse erläutert.
4 Empirische Analyse: Dieser Hauptteil umfasst die univariata, bivariate und inferenzstatistische Untersuchung der erhobenen Daten.
5 Konklusion: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach Bildung das politische Interesse positiv beeinflusst, die Demokratiezufriedenheit jedoch tendenziell negativ korreliert.
Schlüsselwörter
Bildungsniveau, Politisches Interesse, Demokratiezufriedenheit, Österreich, AUTNES, Quantitative Methoden, Empirische Sozialforschung, Bildungsinvestitionen, Partizipation, Statistik, Hypothesenprüfung, Kreuztabellenanalyse, Inferenzstatistik, Zusammenhangsmaße, Politische Einstellungen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den Zusammenhang zwischen dem höchsten erreichten Bildungsabschluss und den Einstellungen zur Politik bei österreichischen Bürgern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen sind der Einfluss von Bildung auf das politische Interesse sowie auf die Zufriedenheit mit der österreichischen Demokratie.
Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?
Die Forschungsfrage lautet, wie sich das Bildungsniveau von österreichischen Bürgern im Jahr 2017 auf deren politisches Interesse und die Zufriedenheit mit der Demokratie in Österreich ausgewirkt hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine quantitative Analyse angewandt, die auf Daten der AUTNES Multi-Mode Panel Study 2017 basiert und Methoden wie univariate Analysen, Kreuztabellen und Inferenzstatistik verwendet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Variablen univariat beschrieben, anschließend bivariat durch Kreuztabellen und Zusammenhangsmaße analysiert und abschließend durch inferenzstatistische Tests auf Signifikanz geprüft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die zentralen Begriffe sind Bildungsniveau, politisches Interesse, Demokratiezufriedenheit, Österreich und die statistische Analyse von Umfragedaten.
Welches Ergebnis liefert die Studie zum politischen Interesse?
Es konnte ein leicht positiver, signifikanter Zusammenhang zwischen einem höheren Bildungsniveau und einem gesteigerten politischen Interesse festgestellt werden.
Wie korreliert das Bildungsniveau mit der Demokratiezufriedenheit?
Entgegen der ursprünglichen Hypothese zeigt die Studie einen tendenziell negativen Zusammenhang, bei dem die Zufriedenheit mit der Demokratie mit steigender formaler Bildung eher abnimmt.
- Arbeit zitieren
- Dominik Contes (Autor:in), 2020, Zusammenhänge zwischen Bildungsniveau und Einstellungen zur Politik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/914834