Expatriates. Mitarbeiterentsendung ins Ausland


Seminararbeit, 2007
12 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Entsendung ins Ausland
A Vorbereitung eines Auslandsaufenthaltes
B Die Phase der Entsendung
C Die Rückkehr

3.) Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

1.) Einleitung

Entsendungen von Arbeitnehmern hat es wohl im Laufe der Geschichte schon immer gegeben und es wird sie wohl auch in Zukunft weiter geben. Allerdings hat die Zahl der Entsendungen mit den neuen Möglichkeiten des schnellen Flugverkehrs und der Kommunikationsmöglichkeiten via Telefon und Internet deutlich zugenommen. Waren es früher einzelne, spezialisierte Handwerker und Handelsreisende die ihr Glück in einem fernen Land suchten, so sind es heute vor allem Manager und Führungskräfte die von ihren Unternehmen entsandt werden.

Die vorliegende Arbeit soll einen Überblick über die Schwierigkeiten und Probleme geben die mit einer solchen Entsendung verbunden sind, sowie Möglichkeiten zu ihrer Bewältigung aufzeigen. Gegliedert ist sie, entsprechend des zeitlichen Ablaufs, in die Phase der Vorbereitung, die eigentliche Entsendephase und die Wiedereingliederung. Insbesondere die Wiedereingliederung im Heimatland nach einer Entsendung ist für viele Unternehmen und Entsandte eine große Herausforderung mit der selten in der Ausprägung kalkuliert wird.

Der Begriff des Expatriate bezeichnet einen Arbeitnehmer oder eine Führungskraft die von ihrem Unternehmen in ein fremdes Land versetzt wird und dort im Schnitt drei bis fünf Jahre verweilt. Die klassische Auswanderung, also die vollständige Übersiedlung des Lebensmittelpunktes in ein fernes Land, soll hier nicht weiter behandelt werden, da es zu diesem Thema bereits eine Fülle an Literatur gibt. Ebenfalls nicht von Interesse ist ein Auslandseinsatz von weniger als sechs Monaten, da es sich hierbei nach deutschem Recht lediglich um eine Dienstreise handelt. Viele Probleme die ein langfristiger Aufenthalt mit sich bringt sind bei einer relativ kurzen Dienstreise nicht von Belang oder es gibt andere Probleme die hier zum tragen kommen.

2.) Entsendung ins Ausland

A Vorbereitung eines Auslandsaufenthaltes

Bevor ein Unternehmen sich für die Entsendung eines Mitarbeiters entscheidet, gilt es den Grund für die Entsendung zu definieren, die Ziele festzulegen und entsprechend die Erwartungen an den Mitarbeiter zu formulieren. Die häufigsten Gründe für eine Auslandsentsendung liegen im Transfer technischen Know-hows, in der Förderung des Kommunikationsflusses zwischen Stammhaus und Auslandsniederlassung, in der Entwicklung eines Reservoirs an auslandserfahrenen Mitarbeitern, in der Durchsetzung einer einheitlichen Unternehmenskultur, in der Personalbedarfsdeckung angesichts mangelnder lokaler Kräfte und in der Aus- und Weiterbildung lokaler Fach- und Führungskräfte (Kühlmann, 1995, S. 2). Ein Mitarbeiter sollte jedoch nicht nur die fachliche Eignung für die angestrebten Ziele mitbringen, sondern auch die Persönlichkeit des Mitarbeiters, seine familiäre Situation und die (kulturelle) Lern- und Anapassungsfähigkeiten sollten eine Rolle spielen (vgl. Kittler, Holtbrügge, Ungar, 1996, S. 122 ff). Nach Stahl korrelieren folgende Persönlichkeitseigenschaften des Expatriates mit dem Erfolg in Auslandseinsätzen positiv:

Die kulturelle Flexibilität, also die Möglichkeit bestimmte Verhaltensweisen des Heimatlandes durch neue Verhaltensweise im Gastland zu ersetzen.

Die soziale Orientierung, als die Bereitschaft und Fähigkeit soziale Beziehungen mit Angehörigen des Gastlandes aufzubauen.

Die Gesprächsbereitschaft meint die Fähigkeit und Bereitschaft mit Einheimischen in Gesprächskontakt zu treten, unabhängig von den tatsächlich vorhandenen Sprachkenntnissen.

Und die Konfliktbewältigung, also die Fähigkeit Konflikte auf konstruktive Weise zu lösen. (Kühlmann, 1995, S. 40).

Neben der richtigen Auswahl des Mitarbeiters und der klaren Definition der Entsendeziele bedarf es allerdings auch einer gründlichen Vorbereitung des Auslandseinsatzes. Viele Firmen bieten ihren Mitarbeitern zur Vorbereitung auf einen Einsatz verschiedene Trainings wie Sprachtraining, Interkulturelle Trainings und auch Informationen zur Landeskunde. Etwas weniger verbreitet, aber besonders wichtig sind auch so genannte „Look- and- See- Trips“, also die Möglichkeit des Mitarbeiters das Gastland durch eine vorhergehende Reise kennen zu lernen. Eine untergeordnete Rolle in der angebotenen Vorbereitung nehmen ebenfalls Gespräche und Informationen ehemaliger Expatriates ein (Bergmann, 2005, S. 24). Zu den genannten Maßnahmen ist es für die Entsendeabteilung und den Mitarbeiter gleichermaßen bedeutend die genaue Situation vor Ort zu kennen. Nicht nur die allgemeine Wohn- und Sicherheitslage, sondern auch Faktoren wie die Schulsituation, die Verkehrsanbindung, die Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten und die Klima- und Gesundheitslage spielen eine Rolle. Denn nur wenn diese Faktoren alle vorher bekannt, besprochen und in den Gehaltsverhandlungen angemessen berücksichtigt wurden, wird der Mitarbeiter im Laufe seiner Entsendung keine „bösen Überraschungen“ erleben. Wer vorher das Gefühl hat genau zu wissen was ihn und seine Familie erwartet, wird mit einer anderen Sicherheit in einen solchen Einsatz gehen als ein Mitarbeiter der sich hauptsächlich Gedanken über die Schulbildung seiner Kinder und die Sicherheit seiner Familie machen muss (Kühlmann, 1995, S. 129). Der Expatriate sollte sich weiterhin gemeinsam mit seinem Betrieb Gedanken über die üblichen organisatorischen Schwierigkeiten machen und klären, welche Vorbereitungsmaßnahme in das Aufgabengebiet des Mitarbeiters und welche zum Bereich des Unternehmens gehören. Solche Vorbereitungsmaßnahmen sind die Visaangelegenheiten, die rechtlichen Aspekte wie Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis, die medizinische Vorbereitung durch Impfungen, die Wohnungsauflösung und –Neuanmietung, der Verkauf des PKWs und die Suche nach entsprechenden Angeboten für die mitreisende Familie, von Arbeitsangeboten für den Lebenspartner wie Frezeit- oder Vereinstätigkeiten (Kühlmann, 1995, S. 127).

[...]

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Expatriates. Mitarbeiterentsendung ins Ausland
Hochschule
Technische Universität Darmstadt  (Zentrum für interdisziplinäre Technikforschung)
Veranstaltung
Transnationale Migration auf dem globalisierten Arbeitsmarkt
Note
2,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
12
Katalognummer
V91518
ISBN (eBook)
9783638055895
ISBN (Buch)
9783638946971
Dateigröße
399 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Expatriates, Mitarbeiterentsendung, Ausland, Transnationale, Migration, Arbeitsmarkt
Arbeit zitieren
Christoph Färber (Autor), 2007, Expatriates. Mitarbeiterentsendung ins Ausland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91518

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