Die Krankheit Zwangsstörung. Ursachen, Auswirkungen und Folgen

Eine kurze Darstellung


Hausarbeit, 2020

11 Seiten, Note: 1,3

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition
2.1 Ursachen
2.2 Behandlung

3. Auswirkungen/Folgen

4. Einfluss der Familie auf diese Krankheit

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

7. Quellenverzeichnis

1. Einleitung

In dem vorliegenden Essay geht es um die psychische Krankheit, die sich Zwangsstörung nennt. „Ist die Tür abgeschlossen?“, „Ist der Herd aus?“, „Ist das Bügeleisen noch an?“, diese sind einige von mehreren Fragen, die sich Menschen an­dauernd stellen und unruhig werden, bis sie es kontrolliert haben. 2% der Bevölkerung leiden an dieser Zwangsstörung. Obwohl sie die Antworten kennen, müssen diese Hand­lungen kontrolliert werden. Die Person beginnt daran zu leiden und der Alltag wird beeinträchtigt. Dies ist eine psychische Störung. Nun stellt sich die Frage, ob die Fami­lie des Erkrankten Einfluss auf diese Krankheit hat.

Bei der vorliegenden Analyse handelt es sich um eine literaturbasierte Seminararbeit. Es werden verschiedene literarische Werke genutzt und Onlinequellen aufgearbeitet. Um den Text leserlicher zu gestalten, ist die Nennung der weiblichen Form ausgeschlossen (Bsp.:Partner).

Zu Beginn wird genauer der Begriff Zwangsstörung erklärt und es wird in die Details eingegangen. Als Nächstes werden die Ursachen und die Behandlungsmethoden thema­tisiert. Darüber hinaus folgen die Auswirkungen. Dabei ist es wichtig, dass die Auswirkungen auf die Familie, Freunde oder den Partner beschrieben werden. An­schließend wird die Frage, ob die Familie ein Einfluss auf diese Krankheit hat, beant­wortet und zuletzt wird ein Fazit dargestellt.

2. Begriffsdefinition

Laut der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD-10) teilt sich die Krankheit in zwei. Es gibt Zwangs­gedanken und Zwangshandlungen. Zwangsgedanken sind Ideen oder Vorstellungen, die den Erkrankten alltäglich und automatisch beeinträchtigen. Dabei handelt es sich beispielsweise um die Symmetrie oder Präzision. Bei den Zwangshandlungen hingegen, müssen die Betroffenen andauernd etwas kontrollieren, etwas zählen oder sich die Hände waschen. Darüber hinaus gibt es noch einige Theorien, wie die kognitiven, lern­theoretischen, neuropsychologischen und familiären Modelle. Das neuropsychologische Modell zeigt, dass man diese Erkrankung erben kann und da dies familiär oft auftritt, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder auch erkranken, dessen Eltern zwangsgestört sind, zwischen 5 und 25%?

Zwangsstörungen sind Zwangsgedanken und Zwangshandlungen. Diese treten inner­halb von zwei Wochen über mehrere Tage auf. Diese Gedanken oder Handlungen wer­den mehrmals am Tag übertrieben wiederholt. Die Personen, die diese Erkrankung haben, sind sich dessen bewusst, wollen sich dagegen wehren, aber leider ohne Erfolg. Außerdem werden sie in ihrem Sozialleben gestört und verlieren bestimmte Zeit. Diese Erkrankung ist nicht bestimmt durch andere Erkrankungen, wie Schizophrenie oder an­deren affektiven Störungen.1 2

Zwangsstörungen wurden erstmals im Jahre 1839 in Frankreich festgestellt. Eine Dame hatte Vorstellungen, dass sie Sachen stehlen musste, nachdem sie die angefasst hatte und obwohl sie sich dessen bewusst war. Nach dem Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-IV) wird die Zwangsstörung auch als Angststörung eingestuft.3

2.1 Ursachen

Es gibt mehrere Faktoren, die Grund für die Entstehung und Entwicklung dieser Zwänge sein könnten. Der erste Faktor ist die Vererbung, denn es kann der Fall sein, dass die Familie ersten Grades eine Zwangsstörung hat oder ähnliche neurotische Störungen. Die Kindheit ist der nächste Faktor, denn als Kind lernt man einiges mehr, als im Erwachsenenalter. Als Kind ist man beispielsweise nicht auf Fugen getreten oder hatte verschiedene Einschlafmethoden. Einige dieser Kinder haben im Erwachsenenal­ter Zwänge daraus entwickelt. Des Weiteren könnte die Erziehung eine Ursache sein, denn Kinder lernen von den Eltern und wenn Eltern einige Zwänge haben, sieht das Kind diese als normal und tut das Gleiche. Dass jeder alles perfekt haben und machen muss ist ein Merkmal der Persönlichkeit, die sich bis zu den Zwängen weiterentwickelt. Ebenfalls Grund können Belastungen sein, wie beispielsweise Scheidung oder Tot eines Geliebten, die den Menschen wohlmöglich aus der Fassung bringen.4

Körperliche Faktoren sind ein wichtiger Bestandteil für die Entstehung und Entwick­lung. Da diese Krankheit erbbar ist, beeinträchtigen die Gehirnstrukturen den Gehirn­stoffwechsel, der zuständig ist für die Weitergabe und den Austausch von Informatio­nen, aber es gibt auch Gehirnstoffwechselstörungen, die die Entwicklung dieser Krankheit verhindern. Der Botenstoff Serotonin ist relevant bei dieser Erkrankung. Eine ganz seltene Ursache kann sein, dass man eine bakterielle Infektion schnappt und diese Bakterien dann ins Gehirn gelangen und es dazu kommt, dass der Erkrankte schlagar­tige Zwänge entwickelt.

Des Weiteren gibt es den Persönlichkeitsfaktor, entweder werden die Eigenschaften eines Menschen vererbt oder sie entwickeln sich in der Erziehung. Menschen, die ängstlich oder sich schnell Sorgen machen, tendieren eher zur Zwangsstörung. Ein weiterer Punkt ist der soziale oder der familiäre Faktor. Es könnte sein, dass die Person in der Schule nicht gemocht wird, gemobbt wird oder nicht so viele Freunde hat und Probleme dabei hat, auf andere zuzugehen, ist dies ein Faktor für die Entstehung dieser Erkrankung. Das Verhalten der Eltern zu Hause ist ebenfalls wichtig, denn wenn die Eltern Perfektionisten sind, was Sauberkeit und Ordnung angeht, lernt das Kind es auch so und wird von den Eltern beeinflusst.

Besondere Erlebnisse oder Erfahrungen, wie beispielsweise, wenn man in eine andere Stadt zieht oder sich was anderes verändert im Leben, könnten auch Ursache dieser Krankheit sein.

Ein ebenfalls auffälliger Punkt ist der Umgang mit Gedanken. Während die Gedanken der Menschen ohne Zwangsstörungen kommen und sofort wieder verschwinden, verbleiben die Gedanken der Menschen mit der Erkrankung und müssen sich mit den Gedanken beschäftigen. Es handelt sich hierbei um Zwangsgedanken.5

2.2 Behandlung

Nach den 1960er Jahren entdeckte man eine Therapie, in der die Erkrankten lernten, sich mit der Situation auseinanderzusetzen und führten Zwangshandlungen nicht nur zur Beruhigung aus. Heute noch ist diese Therapie ein zentraler Punkt einer Behandlung. Es wurden auch Medikamente verwendet, die den Botenstoff Serotonin im Gehirn prä­gen und somit eine Symptomreduktion stattfindet. Es ist zwar keine langfristige Be­handlung, aber immerhin eine Unterstützung für die Erkrankten. Wenn beide dieser Therapien nichts bringen, gibt es auch neurochirurgische Behandlungen, Elektro-Kon- vulsions-Therapie (EKT) und Hirnstimulation, für diese gibt es leider noch keine Belege und deshalb ist die Behandlung sehr problematisch.6

Bei Leuten, bei der die Zwangshandlungen relativ am Anfang sind, sollten schnellst­möglich eine Therapie beginnen, da sie sie sich schneller davon lösen können. Auch Pa­tienten, die länger daran leiden, sollten mit einer Therapie starten, allerdings vergehen die Symptome nicht längerfristig. Sie lernen besser mit der Krankheit umzugehen. In der Verhaltenstherapie werden Informationen zur Lebensgeschichte von der erkrank­ten Person zusammengefasst, um besser erkennen zu können, wie und in welchen Situa­tionen die Symptome auftreten und wodurch sie hervorgebracht werden. Ein wichtiger Bestandteil in der Verhaltenstherapie ist die Exposition mit Reaktionsverhinderung. Die Erkrankten sollen sich in eine ängstliche und angespannte Situation erinnern und sich dabei vor den Gedanken an eine Zwangshandlung enthalten. Diese Art von Therapie wendet sich zum Positiven bei 60 bis 90% der Erkrankten.

Des Weiteren gibt es das Habituationstraining, hier sollen die Menschen lernen sollen, mit den Gedanken klarzukommen, indem sie die Gedanken oft ins Bewusstsein locken und solange daran denken, bis die Angst nachlässt.7

3. Auswirkungen/Folgen

Die Zwangsstörung beeinflusst und belastet alle Familienmitglieder im selben Haus. Nach dem vollständigen Verschwinden dieser Krankheit ist es wichtig, dass das normale Leben weitergeführt werden soll. Bei Kindern, die diese Krankheit haben, kündigen die Eltern oder ein Elternteil meistens den Job oder kümmern sich nicht mehr um das eigene Sozialleben, um das Kind unterstützen zu können. Auch Geschwistern wird in dieser Phase nicht mehr die nötige Aufmerksamkeit gegeben.8

Viele Familienmitglieder wissen nicht einmal, dass es in der Familie jemanden mit Zwangsstörungen gibt. Die Erkrankten tun alles, damit diese Krankheit nicht auffliegt, denn sie schämen sich und versuchen es zu unterdrücken.9

Die Familie sollten den Erkrankten überreden, dass er eine Therapie aufsucht und sich behandeln lässt. Außerdem darf die Familie ihm nicht helfen, wenn es ums Kontrollieren und Überprüfen geht, damit man nicht den Eindruck hinterlässt, dass das was normales ist. Des Weiteren sollten die restlichen Familienmitglieder sich nicht beeinflussen lassen und das eigene Sozialleben fortsetzen.10

Die Betroffenen kehren in sich selbst zurück und beenden die Freundschaften und Part­nerschaften, weil sie denken, dass sie eine Last für die Menschen sind. Sie fangen an sich zu schämen und leiden an Depressionen. Die Freunde oder die Partner wissen zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal, dass ihr gegenüber eine Zwangsstörung hat. Dies nennt man eine soziale Isolation und ab dem Punkt an, sollte der Betroffene sich behan­deln lassen.11

Weitere Auswirkungen sind beispielsweise in der Ausbildung, in der Schule oder Arbeit, denn aufgrund der Zwänge kommt es zu Verspätungen oder zu Auseinandersetzungen.

[...]


1 Vgl. Herwig, A., Krüger, S., Thiemeier, U., Bachert, S., Begriffsdefinition, 2013, S. 13.

2 Vgl. Kathmann, N., Begriffsdefinition, 2008, S. 3-4.

3 Vgl. Reimer, C., Rüger, U., Begriffsdefinition, 2006, S. 298.

4 Vgl. Reinecker, H., Ursachen, 2017.

5 Vgl. Wewetzer, G., Wewetzer, C., Ursachen, 2014, S. 29-32.

6 Vgl. Althaus, D., Niedermeier, N., Niescken, S., Behandlung, 2008, S. 113.

7 https://www.therapie.de/psyche/info/index/diasnose/zwans/therapie/ , Zugriff am 27.05.2020

8 Vgl. Wewetzer, G., Wewetzer, C., Auswirkungen, 2019, S. 219.

9 https://www. spektrum.de/ratgeber/zwangsstoerung/986859 , Zugriff am 27.05.2020

10 https://www.netdoktor.de/krankheiten/zwangsstoerung/ , Zugriff am 27.05.2020

11 Vgl. Hornung, W.P., Terbrack, U., Folgen, 2004, S. 7.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Die Krankheit Zwangsstörung. Ursachen, Auswirkungen und Folgen
Untertitel
Eine kurze Darstellung
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Köln
Note
1,3
Jahr
2020
Seiten
11
Katalognummer
V915257
ISBN (eBook)
9783346238085
Sprache
Deutsch
Schlagworte
krankheit, zwangsstörung, ursachen, auswirkungen, folgen, eine, darstellung
Arbeit zitieren
Anonym, 2020, Die Krankheit Zwangsstörung. Ursachen, Auswirkungen und Folgen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/915257

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