Scientology in Deutschland. Eine Herausforderung für Politik, Staat und Gesellschaft


Diplomarbeit, 2007
119 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Die Problemstellung
1.2 Inhaltliches und Methodisches Vorgehen
1.2.1 Das Interview
1.2.2 Die Inhaltsanalyse
1.2.3 Die Beobachtung

2. Was ist Scientology?
2.1 Der Gründer: Lafayette Ronald Hubbard
2.2 Die Entstehung von Scientology
2.3 Die Entstehung von Scientology in Deutschland
2.4 Die offiziellen und wahren Ziele von Scientology
2.5 Die Lehre von Scientology
2.5.1 Das Menschenbild von Scientology
2.5.2 Die Philosophie von Scientology
2.6 Die Organisation von Scientology
2.7 Die Mitglieder
2.7.1 Die Begründung der Mitgliedschaft
2.7.2 Die quantitative und qualitative Mitgliederstruktur
2.7.3 Die Aufgaben und Verhaltensregeln der Mitglieder
2.7.4 Die Mitgliederbeiträge
2.8 Der Umsatz von Scientology
2.9 Die scientology-eigene Sprache

3. Die Unter- und Tarnorganisationen

4. Der Einfluss von Scientology auf die Gesellschaft
4.1 Das angestrebte Gesellschaftssystem von Scientology
4.2 Die in der Gesellschaft tätigen Unter- und Tarnorganisationen
4.2.1 Narconon
4.2.2 Das Zentrum für individuelles und effektives Lernen
4.2.3 Die Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte
4.3 Die Zielgruppe von Scientology
4.4 Die Anwerbung von neuen Mitgliedern
4.5 Die Folgen der Mitgliedschaft
4.6 Die Probleme beim Ausstieg aus Scientology
4.7 Der Umgang mit Kritikern
4.8 Die Maßnahmen der Gesellschaft
4.8.1 Präventionsmaßnahmen
4.8.2 Die Maßnahmen von Nichtregierungsorganisationen
4.8.2.1 Die Bürgerinitiative Robin Direkt
4.8.2.2 Die Aktion Bildungsinformation e.V
4.8.3 Mögliche Maßnahmen von betroffenen Angehörigen

5. Der Einfluss von Scientology auf die Wirtschaft
5.1 Das World Institute of Scientology Enterprises
5.2 Das WISE in Deutschland
5.3 Die Übernahme bzw. Unterwanderung der Wirtschaft durch Scientology
5.4 Die Folgen bzw. Gefährdung der Übernahme bzw. Unterwanderung
5.4.1 Der Rufmord
5.4.2 Der Rufmord am Beispiel der Warsteiner Brauerei
5.4.3 Eine Umfrage aus dem Jahr 1996
5.5 Schutzmaßnahmen für Unternehmen
5.5.1 Innerbetriebliche Schutzmaßnahmen
5.5.2 Außerbetriebliche Schutzmaßnahmen

6. Der Einfluss von Scientology auf die Politik

7. Der Einfluss von Scientology auf den Staat
7.1 Die Staatsvorstellung von Scientology
7.2 Die Gefahren von Scientology für den Staat
7.3 Die getroffenen Maßnahmen vom Staat
7.3.1 Schutzmaßnahmen für die öffentliche Verwaltung
7.3.2 Maßnahmen vom Land Baden-Württemberg
7.3.3 Maßnahmen vom Freistaat Bayern
7.3.4 Das Land Berlin
7.3.4.1 Maßnahmen von Berlin
7.3.4.2 Die neue Zentrale in Berlin

8. Handlungsanweisungen zur Reduzierung der negativen Auswirkungen von Scientology
8.1 In der Gesellschaft
8.2 In der Wirtschaft
8.3 In der Politik
8.4 Für den Staat

9. Fazit

10. Persönliche Erfahrungen der Autorin mit Scientology
10.1 Besuch der Eröffnungsfeier der Scientology Zentrale in Berlin
10.2 Besuch der Scientology Zentrale in Berlin
10.3 Besuch der Ausstellung „Psychiatrie Tod statt Hilfe“

11. Zusammenfassung

Abkürzungsverzeichnis

Scientology spezifisches Glossar

Literaturverzeichnis

Quellen- und Internetverzeichnis

Anhang

Anhangsverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abbildung 1 Werbebroschüre mit Albert Einstein

Abbildung 2 Entwicklung der Clear Abschlüsse von 1950-1990

Abbildung 3 Scientology-Strategie-Plan für Deutschland

Abbildung 4 Scientology in Deutschland 1993

Abbildung 5 Ziele der Scientology

Abbildung 6 Scientology Kreuz

Abbildung 7 Aufbau und Struktur der internationalen Scientology

Abbildung 8 Organisationsaufbau von Scientology geführten Unternehmen

Abbildung 9 Erfolgsquote von Narconon

Abbildung 10 Broschüre "Die Psychiatrie zerstört die Religion"

Abbildung 11 Organisationsaufbau von OSA

Abbildung 12 Anzeigekampagne von Warsteiner

Abbildung 13 Wirtschaftliche Gefährdung durch Scientology

Abbildung 14 Ergriffene und geplante Schutzmaßnahmen in der Wirtschaft

Abbildung 15 Mustervorlage einer Ausschlussklausel

Abbildung 16 Der angestrebte Staat von Scientology

Abbildung 17 Die Scientology Zentrale in Berlin

Abbildung 18 Anhängerschaft von Scientology bei der Eröffnungsfeier der neuen Scientology Zentrale in Berlin

Tabelle 1 Gefährdungspotenziale durch Aktivitäten der Scientology innerhalb eines Unternehmens 54

1. Einleitung

Die Motivation die Diplomarbeit über Scientology zu schreiben, ergab sich aus unter­schiedlichen Gründen. Scientology begegnet man oft in sämtlichen Lebens­lagen ohne sich meistens darüber bewusst zu sein, dass es sich um Scientology handelt.

Die Autorin ist Scientology während ihres Praktikums im Bundes­umweltministerium im siebenten Semester begegnet. Eine Firma, die unter Verdacht stand zu Scien­to­lo­gy zu gehören, hat einen Antrag auf staatliche Förderung gestellt. Zur Über­prüfung des Verdachts, musste die Autorin Recherchen anstellen. Scientology begegnet man aber auch sehr oft in der Wirtschaft ohne sich dessen bewusst zu sein. So werden viele Unternehmens­schulungen von Scientology angeboten, ohne dass der scientologische Hintergrund erwähnt wird.

Ebenfalls versucht Scientology in Fußgängerzonen das Buch „Dianetik“ an Pa­­ssanten zu verkaufen und mit einem Gespräch ihn ins jeweilige Zentrum zu bewe­gen. Wer­bung machen Scientologen mit einem Plakat mit dem Bild von Albert Einstein[1], auf dem steht, dass wir nur 10% unseres geistigen Potentials nutzen.

Abbildung 1 Werbebroschüre mit Albert Einstein[2]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Vermittlungsangebot oder fast so etwas wie eine Einstiegsdroge ist der kostenlose 200 Fragen umfassende Persönlichkeitstest, mit dem die Scientologen seit Jahren versuchen Menschen in ihre „Kirchen“ zu bekommen.

Durch diese Gegebenheiten wurde die Autorin auf Scientology aufmerksam.

1.1 Die Problemstellung

Die vorliegende Diplomarbeit handelt über Scientology in Deutschland und wird sich mit der Fragestellung: „Stellt Scientology in Deutschland eine Herausforderung für Politik, Staat und Gesellschaft dar?“; auseinandersetzen.

1.2 Inhaltliches und Methodisches Vorgehen

Im zweiten Kapitel wird allgemein erklärt was Scientology ist. Dabei wird erläutert wer der Gründer von Scientology ist und wie Scientology entstand. Es wird aufgezeigt welche Ziele Scientology verfolgt und was sich hinter der Lehre von Scientology ver­birgt. Des Weiteren werden allgemeine Angaben über die Mitglieder­zahl und Um­sätze von Scientology aufgezeigt. In diesem Kapitel geht die Autorin auch kurz auf die von Scientology verwendete Sprache ein.

Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit den Unter- und Tarnorganisationen von Scien­tology. Es werden die unterschiedlichen Typen von Unter- und Tarnorganisatio­nen aufgezeigt und jeweils tätige Organisationen dazu genannt.

Im vierten Kapitel geht die Autorin darauf ein, welchen Einfluss Scientology auf die Gesellschaft ausübt. Dabei zeigt sie das angestrebte Gesellschaftssystem von Scientology auf und die in der Gesellschaft tätig werdenden Unter- und Tarnorgani­satio­nen. Die Autorin beschäftigt sich ferner mit der Problematik des Ausstiegs bei Scientology und den Umgang mit Kritikern. Ein wichtiger Teil des Kapitels kommt den Präventionsmaßnahmen der Gesellschaft zu.

Das fünfte Kapitel beschäftigt sich mit dem Einfluss von Scientology auf die deutsche Wirtschaft. Zuerst wird die in der Wirtschaft tätige Tarnorganisation erläutert und danach wird aufgezeigt wie die Unterwanderung von Firmen funktioniert. Die Autorin geht darauf ein, welche Schutzmaßnahmen Unternehmen ergreifen können.

Im sechsten Kapitel wird der Einfluss von Scientology auf die Politik erläutert. Dieses Kapitel ist sehr kurz, da keine außerordentlichen Anstrengungen von Scientology in der Politik unternommen werden.

Das siebente Kapitel beschäftigt sich mit dem Einfluss von Scientology auf den Staat. Zuerst wird darauf eingegangen, welche Staatsvorstellung Scientology hat und welche Gefahren für den deutschen Staat damit verbunden sind. Des Weiteren wird aufgezeigt, welche Maßnahmen der Staat ergreift, dabei wird ins­besondere auf die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern und Berlin eingegangen.

Im achten Kapitel werden Maßnahmen aufgezeigt, wie sich die Bereiche Gesell­schaft, Wirtschaft, Politik und Staat vor Scientology schützen können.

Das neunte Kapitel ist das Fazit.

Im zehnten Kapitel werden die persönlichen Erfahrungen der Autorin mit Scientology geschildert.

Die Erarbeitung der Diplomarbeit erfolgte unter Anwendung von Literatur-, Quellen- und Internetrecherche, Interviews, Inhaltsanalyse und Beobachtungen, sowie An­fra­gen per E‑Mail an den Innenministerien von Bayern und Baden‑Württemberg und an der Senatsverwaltung für Inneres und Sport in Berlin um die aktuelle Situation in den Bundesländern zu erfragen.

1.2.1 Das Interview

Das Interview ist mit das meist gewählte Untersuchungsinstrument in der em­pi­rischen Sozialforschung. Es stellt die mündliche Form einer Befragung dar. Das Inter­view setzt einen gleichen Sprachstil zwischen Interviewer und Befragten voraus. Es ähnelt einem Alltagsgespräch, ist in Wahrheit aber eine künstliche, formalisierte Situation. Man unterscheidet mehrere Formen des Interviews. Zum einen gibt es das Gruppeninterview, in der mehrere anwesende Personen befragt werden. Zum an­deren kann man in Interviews Rollenspiele einfügen. Eine dritte Variante ist das tele­fonische Interview[3] und die vierte Möglichkeit ist die Realkontakt-Befragung[4]. Die Autorin hat das telefonische Interview bei der Scientology-Kritikerin Renate Hartwig angewendet. Die Realkontakt-Befragung hat die Autorin bei den Mitarbeitern von Scientology in der Scientology „Kirche“ in Berlin angewendet. Bei der Anwendung des telefonischen Interviews sowie bei der Realkontakt-Befragung hat die Autorin offene Fragen verwendet. Dies hatte zum Vorteil, dass Möglichkeiten gegeben waren für überraschende Einblicke und ein vollständiges Bild vom Befragten möglich war. Bei der Realkontakt-Befragung mit den Scientology Mitarbeitern hat die Autorin das weiche Interview gewählt. Sie gab sich als interessierte Person für Scientology aus.

1.2.2 Die Inhaltsanalyse

Die Inhaltsanalyse ist das Prinzip des systematischen Vorgehens bei Interpretationen von Zeitungsartikeln, Plakaten, Flyern oder auch DVD´s. Die Inhaltsanalyse ist eine nonreaktive Methode[5], d.h. es bestehen keine Interaktionen zwischen Forscher und Untersuchter. Die Autorin hat die Inhaltsanalyse angewendet bei der Bearbeitung von Zeitungsartikeln unter anderem aus dem Tagesspiegel, Berliner Zeitung, Berliner Morgenpost und TAZ, aber auch bei einer DVD und Broschüren von Scientology.

1.2.3 Die Beobachtung

Die Beobachtung richtet sich immer auf ein konkretes Verhalten, Handeln und Inter­agieren von Menschen in den unterschiedlichsten Situationen. Beobachtungs­gegen­stände können mehrere Sachen und Situationen sein. Man unterscheidet die syste­matische und die unsystematische Beobachtung. Die systematische Beo­bachtung stellt die wissenschaftliche Variante dar im Gegensatz zur unsystema­tischen Beo­bachtung, die man im Alltagsleben anwendet. Es wird noch in natürlichen und künst­lichen Beobachtungssituationen unterschieden. Eine weitere Unter­scheidung wird in direkter und indirekter Beobachtung vorgenommen. Des Weiteren existieren noch die offene und verdeckte Beobachtung und die teil­nehmende und nicht teilnehmende Beobachtung. Meistens vermischen sich mehrere Beo­bachtungs­typen miteinander. So gibt es z.B. die teilnehmende offene Beo­bachtung oder die nicht teilnehmende verdeckte Beobachtung. Die Autorin hat die Methode der Beobachtung bei einem Scientology-Stand auf dem Alexanderplatz angewendet. Sie hat dabei die teil­neh­mende verdeckte Beobachtung angewendet. Die Autorin hat sich selber als interes­sierte Anwerberin ausgegeben und sich Ausfragen lassen, aber nicht erwähnt, dass sie eine Diplomarbeit über Scientology schreibt und die momentane Situation beo­bachtet.

2. Was ist Scientology?

Das Wort Scientology setzt sich aus dem lateinischen Wort „scire“ „Wissen“ und „logie“ „Lehre von“ zusammen. Es bedeutet die „Lehre vom Wissen“. Dieses Kunst­wort hat Lafayette Ronald Hubbard[6] (L.RonHubbard) für seine von ihm entwickelte technische Lehre zur Veränderung des Menschen verwendet.[7]

Aber was versteckt sich hinter dem Wort Scientology? Was ist Scientology?

Scientology bezeichnet sich selbst als Kirche und Religionsgemeinschaft und nennt ihre Auditoren[8] Geistliche. Diese Begriffe sind in Deutschland rechtlich nicht ge­schützt und können von Scientology ohne weiteres benutzt werden.

Der Gründer L.RonHubbard hat ursprünglich die Dianetik[9], auf der Scientology aufbaut, nicht als Religion angesehen. Er hat formuliert, dass Dianetik eine Wissen­schaft sei und als solche keine Meinung über Religion habe, denn Wissenschaften basieren auf Naturgesetzen und nicht auf Meinungen.[10] Weiterhin hat er geäußert: „Wir vermitteln keine Daten und kein Wissen; wir vermitteln einen Prozess, der die Men­schen an einen Punkt führt, wo sie selber all die Daten und all das Wissen akku­mulieren können, das sie wünschen. Scientology ist die Wissenschaft des Wissens, wie man weiß.“[11] L.RonHubbard selbst bezeichnet Scientology als Konstrukt aus Hyp­nose, Mystizismus und Wissen über das materielle Universum.[12] Er schrieb später selbst, dass es sich bei Scientology um keine Religion, sondern um eine Wissen­schaft handelt und bestätigte somit noch mal seine Aussage über Dianetik. Jahre später deklariert er Scientology jedoch als Religion und nicht mehr als Wissen­schaft. Dies begründet L.RonHubbard wie folgt: „Wenn wir psychotherapieren können, dann heißt dies nicht, dass wir Psycho­­therapeuten sind. Wenn wir in Unter­nehmen bessere Kommunikation bewirken können, dann heißt dies nicht, dass wir Unternehmensspezialisten sind. Vielleicht könnten wir uns als Botschafter an eine Barbarei betrachten, die, im Besitz von Waffen, die das Begriffsvermögen ihrer Macht­haber übersteigen, in Gesetzlosigkeit verfallen ist. Zu einer anderen Zeit und an einem anderen Ort nannten sich die Männer, die für das verantwortlich sind, was die westliche Kultur Religion nennt, Priester. Ich sehe daher keine Inkonsistenz, wenn denjenigen, die in Scientology gut ausgebildet und geübt sind, der Titel Doktor der Theologie als Pass in diejenigen Bereiche gegeben wird, wo es nötig ist. Nur ein barbarischer Geistlicher ist ein ´Mann Gottes´. In allen erleuchteten Religionen nennt man solche Männer ´Männer der Weisheit´.“[13]

Scientology wurde lediglich aus taktischen Gründen von L.RonHubbard als Reli­gions­gemein­schaft und Kirche deklariert, um bestimmte Privilegien vom Staat zu be­kommen.[14] Ebenfalls war dies eine Reaktion auf den misslungenen Versuch eine neue Wissenschaft gegründet zu haben, die bei den damaligen Psychologen keine Akzep­tanz gefunden hat.[15] Laut Scientologen ist Scientology „eine angewandte reli­giöse Philosophie und Technologie, die Probleme des Geistes, des Lebens und des Denkens löst.“[16] Gemäß Angaben von Scientologen, handelt es sich bei Scientology um kein auto­ritäres System.[17] Niemanden wird ein Glauben oder eine Denkrichtung vor­geschrieben, eher im Gegenteil eigenständiges Denken ist gefragt. Es sind auch nur die Sachen war, von denen man selbst feststellt, dass sie wahr sind. Scientology soll eine Reise in die Selbstentdeckung darstellen.

In Deutschland sind viele Urteile, Beschlüsse und öffentliche Meinung über Scien­to­lo­gy erlassen und geäußert worden. Diese spiegeln wieder, wie Scientology in Wirk­lichkeit auftritt und gehen weit von dem ab, wie sich Scientology selber darstellt.

Nach Auffassung der Bundesregierung ist Scientology weder eine Religions- noch eine Weltanschauungsgemeinschaft. Die Ziele von Scientology sind eindeutig auf wirt­schaftliche Aktivitäten ausgerichtet. Scientology behauptet eine Religions- oder Welt­anschauungsgemeinschaft zu sein, um sich auf den Art. 4 Grundgesetz (GG) stützen zu können und dadurch wirtschaftliche Vorteile zu er­langen.[18]

Scientology ist eine mächtige Organisation, die den Menschen verspricht, mit Hilfe ein­facher Techniken alle Probleme ihres Lebens lösen und Fähigkeiten frei setzen zu kön­nen, mit denen sie sich scheinbar zu Übermenschen entwickeln können und die da­zu Kurse, Geräte und Material verkauft. Scientology ist keine religiöse Orga­ni­sa­tion.

Dass es sich bei Scientology nicht um eine Religionsgemeinschaft handelt, spricht auch der Punkt, dass Scientology nicht für alle zugängig ist. Nach eigenen Angaben weigert sie sich Kranke und labile Personen aufzunehmen.[19]

Das Bayerische Staatsministerium des Innern ist der Auffassung, dass Scientology ein weltweit tätiger Wirtschaftskonzern ist, der nur vortäuscht eine Religions­gemein­schaft zu sein und Mittel der Psychomanipulation und des Psychoterrors anwendet. Scientology steht im Verdacht, im Bedarfsfall auch kriminelle Methoden, um die tota­li­tä­ren und politischen Ziele zu verfolgen, einzusetzen.[20] Das Bayerische Staats­minis­terium des Innern sieht in Scientology eine technische Ideologie zur Herrschaft über den einzelnen Menschen und die ganze Gesellschaft.[21]

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist der Ansicht, dass Scientology keine Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft ist, sondern eine weltweit organisierte Institution, die mit ihren bedenklichen und konfliktträchtigen Praktiken unter dem Deckmantel einer Religionsgemeinschaft ihre auf Gewinn aus­gerichteten Geschäfte betreibt.[22]

Am 25. Oktober 1994 äußerte Dr. Norbert Blüm, der damalige deutsche Arbeits­minis­ter, dass Scientology keine Religion sei und unter dem Deckmantel der Religion die Welt mit einem multi-nationalen Konzern überziehen wolle, um über die wirtschaft­liche Macht zur politischen Macht zu kommen. Scientology sei eine Menschen­mani­pu­lations­maschine, die die Menschenrechte in Gefahr bringt.[23]

Scientology ist ein verdeckt agierendes Wirtschaftsunternehmen mit mafiösen und totalitären Zügen. Das Ziel ist es, die Kontrolle aller Gesellschaftsbereiche im Sinne von L.RonHubbard zu erlangen.[24]

In einem Urteil vom Landgericht München aus dem Jahr 1978 heißt es: „Die Scien­tology-Kirche ist in Wahrheit nicht der Welt größte Organisation für seelische Ge­sund­heit, sondern der Welt größte Organisation aus unqualifi­zierten Leuten. Ihre Praxis ist eine ernste Bedrohung der Gesellschaft, medi­zinisch, moralisch und sozial. Ihre Anhänger sind bedauernswerte verführte und vielfach seelisch krank.“[25]

Es ist legitim, Scientology ein auf Expansion bedachtes Wirtschafts­unternehmen, dem es letztendlich um die Erzielung von Gewinnen geht, zu nennen. (OLG Düssel­dorf AZ. 3W 268/82).

Am 6. Mai 1994 schrieb die deutsche Innenministerkonferenz in ihrer Presse­mit­tei­lung, dass die Innenminister der Auffassung sind, dass die Erkenntnislage zurzeit noch keine bundesweite Zuordnung zur Kategorie der politischen Bestrebungen er­lau­be. Scientology stelle sich gegenwärtig als eine Organisation dar, die unter dem Deckmantel einer Religionsgemeinschaft Elemente der Wirtschafts­kriminalität und Psychoterrors gegenüber den Mitgliedern mit wirtschaftlichen Betätigungen vereine. Der Schwerpunkt liege bei der Wirtschafts­kriminalität, deswegen sollten dort staat­liche Maßnahmen fortgesetzt werden.[26]

Mit Beschluss vom 22. Mai 1995 entschied das Bundesarbeitsgericht, dass die Selbst­­einschätzung von Scientology eine Kirche zu sein, lediglich dazu diene, um ihre wirtschaftlichen Interessen zu verfolgen. Das Bundesarbeitsgericht stellte eben­falls fest, dass es sich bei Scientology nicht um eine Religions- oder Weltan­schau­ungsgemeinschaft im Sinne der Art. 4 und 140 GG in Verbindung mit Art. 137 Wei­ma­rer Reichsverfassung (WR) handelt.[27] Ebenfalls entschied das Bundes­ar­beits­ge­richt, dass es sich bei Scientology um ein Wirtschaftsunternehmen handelt und ein Ge­werbe gemäß § 14 GewO betreibt.[28] Die Hauptamtlichen außerordentlichen Mit­glieder von Scientology sind Arbeitnehmer i.S.v. § 5 I 1 ArbGG und müssen die ar­beits­rechtlichen Schutzbestimmungen einhalten. Auch der Beschluss des Bundes­ver­waltungsgerichts am 16. Februar 1995 (BVerwG 1B 205.93) stellt Scientology als wirt­schaftlich tätiges Unternehmen dar.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass die deutsche Rechtssprechung und öffentliche Meinung der Ansicht ist, dass Scientology ein Wirtschaftsunternehmen ist und ledig­lich den Deckmantel der Religionsgemeinschaft benutzt um ihre wirtschaftlichen und po­litischen Ziele zu verfolgen. Des Weiteren benutzt sie kriminelle Elemente um ihre Ziele umzusetzen.

Die Diplomarbeit wird den Standpunkt der aktuellen deutschen Rechtsprechung ver­treten und Scientology als Wirtschaftsunternehmen mit religiösem Deckmantel ein­stufen und nicht die Diskussion verfolgen, ob es sich bei Scientology um eine Reli­gions­gemeinschaft oder nicht handelt, da dies den Rahmen der Diplomarbeit über­schreiten würde.

2.1 Der Gründer: Lafayette Ronald Hubbard

Begründer von Scientology ist der amerikanische Science-Fiction Autor Lafayette Ronald Hubbard[29] (L.RonHubbard).[30] Er wurde am 11. März 1911 in Tilden Ne­bras­ka USA geboren und ist am 27. Januar 1986 gestorben. Scientology gibt sein Sterbe­datum am 24. Januar 1986 an. Sein genaues Sterbedatum ist nicht bekannt.

Sein Leben ist geprägt durch das Abbrechen der Ausbildung an der Helena High School, das Durchfallen bei der Aufnahmeprüfung für die Naval Academy in Anna­po­lis und ständigen Finanzproblemen.

L.RonHubbard besuchte von 1927 bis 1928 die Helena High School.[31] 1932 be­endet er seine Ausbildung an der Schule für Maschinenbau an der George Washington University in Washington D.C. mit dem Hauptfach Ziviltechnik, allerdings ohne einen Abschluss. Er studierte Mathematik und In­genieurs­wesen und besuchte Kurse über die Kernphysik.[32]

Seine Begabung lag im Schreiben von Romanen. L.RonHubbard benutzte viele Pseudonyme bei seinen Büchern, so unter anderem Winchester Remington Colt für seine Westernbücher und Rene Lafayette oder Kurt von Rachen für seine Science-Fiction Romane. Er erwies sich als ein außer­ordentlicher Vielschreiber auch zu den Zeiten von Scientology.[33] Ab 1933 beginnt er mit seinen Romanen eigenes Geld zu verdienen. 1934 wird eine seiner Geschichten in Hollywood verfilmt. L.RonHubbard hat im Stil der dreißiger Jahre zwei Romanzyklen verfasst. Der erste Zyklus ist ein dreibändiges Werk und nennt sich „Kampf um die Erde“. Der zweite Zyklus ist ein zehnbändiges Werk und heißt „Mission Erde“.[34]

Im zweiten Weltkrieg diente er in der US Marine. Im Jahr 1943 war er für ein halbes Jahr Kommandant auf einem amerikanischen U-Boot. Dies endete nach einem Zwischen­fall, in dem er ohne Genehmigung Machtbefugnis vorgab und Aufgaben aus­zu­führen versuchte, für die er nicht qualifiziert war. Des Weiteren reichten seine An­forderungen für die unab­hängige Erledigung von Aufgaben nicht aus und er war ein sehr geschwätziger Wichtigtuer, laut Beurteilungen der Marine.[35] Als L.RonHubbard im zweiten Weltkrieg als Korvettenkapitän tätig war, verbot er dem Kapitän das Radar zu benutzen. Er sollte stattdessen in kritischen Situationen mit Hil­fe des E-Meters[36] navigieren. Das Schiff rammte ein Dock. Daraufhin wurde er ver­setzt. Er bekam nach dem zweiten Weltkrieg 160 Dollar monatlich als Ent­schä­digung für Kriegsver­letzungen. Er hatte ein Geschwür am Zwölffingerdarm, eine Schleim­beutel­entzündung, Arthritis und Bindehautentzündung. Scientology selbst schreibt, dass er blind und gelähmt aus dem zweiten Weltkrieg zurückkehrte und sich selbst heilte.[37] Bewiesen ist jedoch ersteres. Er kam anschließend in psycho­thera­peutischer Behandlung und lernte dort die Psychoanalyse von Sigmund Freud kennen[38]. Nach eigenen Angaben hasste L.RonHubbard Psychiater und fühlte sich von ihnen bedroht.[39]

Im Jahr 1949 äußerte er auf einem Schriftstellertreffen folgenden Ausspruch: „Man wäre töricht, für einen Penny auch nur ein Wort zu schreiben. Wenn man wirklich eine Million Dollar verdienen will, wäre der beste Weg, seine eigene Religion zu gründen.“[40] Am 9. Mai 1950 erschien dann das Buch „Dianetik“ und legte den Grund­stein seiner angeblichen Religion Scientology, die vier Jahre später gegründet wurde. Das Buch erreichte nach kurzer Zeit die Bestsellerliste der Los Angeles Times. In den fünfziger Jahren schrieb L.RonHubbard die meisten Bücher zum Thema Dianetik und Scientology. Mit der Dianetik versprach L.RonHubbard, den opti­malen Menschen zu schaffen, der das Dasein voller Tatkraft meistert und Be­frie­di­gung aus seinem Leben zieht. Seine Anhänger sind der Meinung, dass mit Scien­tology L.RonHubbard die Brücke zur totalen Freiheit[41] geschaffen hat.[42]

L.RonHubbard war mehrere Male verheiratet und hat mehrere Kinder.[43] Über diese sind jedoch nur sehr wenig bekannt.

Ende Februar 1980 flieht L.RonHubbard mit wenigen Getreuen auf das Schiff „Apollo“ und wurde in der Öffentlichkeit nicht mehr gesehen.[44] In dieser Isolation fängt er wie­der an Science-Fiction Romane zu verfassen. Bis zu seinem Tode lebte er in Iso­la­tion.

L.RonHubbard war in seinem Leben in mehreren Prozessen verwickelt und wurde aus verschieden Ländern ausgewiesen.[45] Er lebte unter anderem in den Vereinigten Staaten und in England.

2.2 Die Entstehung von Scientology

Scientology baut auf dem Werk „Dianetik“ von L.RonHubbard auf und stellt angeb­lich die Grundlage des Wissens der Menschen und die Grundlage der Scientology dar. Die Dianetik wurde zwischen 1948 und 1950 von L.RonHubbard entwickelt. Laut L.RonHubbard ist Dianetik die Wissenschaft, die vom menschlichen Verstand handelt. Dianetik liefert nach Überzeugung der Scientologen die Werkzeuge, um im Verstand ungeahnte, neue Fähigkeiten zu entwickeln und dadurch die menschliche Wirk­lichkeit auf bisher undenk­bare Weise zum Positiven zu verändern. Dianetik bildet die Grund­­lage für Heilungs- und Heilswissen für den Einzelnen und für die Welt.

Das Wort Dianetik ist ein Kunstwort. Es setzt sich aus den griechischen Begriffen „dia“ (durch) und „nous“ Geist, Denken zusammen. Es bedeutet soviel wie „durch den Verstand“. Damit ist gemeint, dass Gesundheit, Erfolg und Heil durch geistige Leistungen im Sinne der Dianetik zu erreichen sind.[46]

Im Jahr 1950, nach der Veröffentlichung des Buches „Dianetik“, wurden die ersten Dianetik-Zentren in Elisabeth New Jersey USA eingerichtet. Zwei Monate nach der Veröffentlichung des Buches gab es bereits 150 Dianetik-Gruppen in den USA. Es traten dann Probleme mit der amerikanischen Gesundheits- und Steuerbehörde auf. Im Anschluss an die Selbsthilfemethode Dianetik, die sich ausschließlich mit Körper und Verstand befasste, aber keinerlei religiöse Ansätze enthält, erfand L.RonHubbard Scientology, die Lehre des Wissens, in der Dianetik vorhanden blieb.[47] L.RonHubbard gründete am 18. Februar 1954 die erste offizielle Scientology „Kirche“ in Los Angeles.[48] Dieser juristisch geschickte Kunstgriff, eine wirtschaftlich orientierte Organisation, die im psychologischen Bereich arbeitete, als Kirche zu definieren, brachte ihm zahlreiche Steuervorteile ein, da Kirchen in vielen Ländern einen anderen Status haben als normale Wirtschaftsunternehmen.

Nach dem Tod von L.RonHubbard im Jahr 1986 gab es einen internen Machtkampf um die Position der Leitung von Scientology.[49] Als Sieger in dem Kampf ging David Miscavige[50] hervor. David Miscavige ist der Sohn eines Scientologen und war während der Emigrationszeit von L.RonHubbard auf dem Führungs­schiff „Apollo“. David Miscavige, änderte Anfang der 80er Jahre die Struktur und das Management der Organisation grundlegend. Der sprunghafte Anstieg der Clear[51] -Abschlüsse[52] ist ein Indiz der veränderten Arbeitsweise.[53]

Abbildung 2 Entwicklung der Clear Abschlüsse von 1950-1990[54]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

David Miscavige setzt mit einer gezielten Strategie auf Expansion. Es vollzog sich eine Wandlung zu einer straff geführten, streng hierarchisch durchstrukturierten und weltweit operierenden Organisation. Sein Ziel ist es politische Macht zu erlangen.[55] Er will auf der einen Seite Macht durch Masse gewinnen und immer mehr Menschen sollen sich zu Scientology bekennen. Auf der anderen Seite versucht er Macht durch Klasse zu erringen, in dem die Wirtschaft unterwandert werden soll und über diese wirtschaftliche Unterwanderung will er an die politische Macht. Sein endgültiges Ziel ist es, eine straff organisierte, autoritär geführte Weltmacht. Laut Strategieplan von Scientology werden im Bereich der Wirtschaft auch die meisten Anstrengungen un­ter­nommen, mehr Einfluss zu gewinnen.

Zum Verbreiten von Scientology werden verschiedene Methoden angewendet. Zum einen werden Flugblätter, Broschüren und Anzeigen verteilt und zum anderen wer­den die Menschen persönlich auf Straßen oder in Scientology „Kirchen“ ange­sprochen. In den USA werden sogar TV Spots gezeigt.[56] In Deutschland wurden diese nach Protesten wieder von den Sendern zurückgezogen.

2.3 Die Entstehung von Scientology in Deutschland

Die erste deutsche Scientology „Kirche“ wurde am 15. Oktober 1970 in München ge­grün­det.[57] Am 27. Mai 1980 wurde eine „Kirche“ in Berlin errichtet.[58] Bald darauf folgte eine Niederlassung in Hamburg. Ein Jahr später, 1984, wurde ein Celebrity Center[59] in Hamburg gegründet und eine „Kirche“ in Düsseldorf. Im Jahr 1989 wurde eine „Kirche“ in Stuttgart gegründet.[60]

Die Mauereröffnung im Jahr 1990 haben sich die Scientologen zu Nutze gemacht. Bereits ein Tag nach der Mauereröffnung haben Scientologen das Werk „Dianetik“ unter das ostdeutsche Volk gebracht. Gleichzeitig eilten scientologische „Missionare“ in die neuen Bundesländer um das ahnungslose Volk gewinnbringend auszunutzen. In Suhl, Leipzig und in Dresden wurden die ersten ostdeutschen Scientology „Kir­chen“ gegründet. Die Missionsarbeit in den neuen Bundesländern wurde den Scien­tologen durch die Unkenntnis örtlicher Behörden und Verwaltungen erheblich er­leichtert. Die Kommunen stellten Kulturhäuser und Veranstaltungsräume zur Ver­fügung. Für Scientology erwiesen sich die neuen Bundesländer, trotz wirtschaftlichen Rückstandes, bereits nach kurzer Zeit als durchaus ertrag­reich.[61] Scientology ex­pandiert nicht nur in Ostdeutschland, sondern auch in West­deutschland. Gerade in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg zeigt Scientology die stärksten Expansionsbestrebungen.

Scientology startete im Jahr 1994 eine Kampagne namens „Clear Germany“ mit dem Ziel, Scientology in Deutschland zu verbreiten. Unter dem Projektnamen „Clear Germany“ wurde der Versuch unternommen die Expansion und wachsende Einfluss­nahme in Deutschland zu vergrößern. Betroffen sind davon Wirtschafts­verbände, Hand­werks-, Industrie- und Handelskammern genauso wie politische Parteien. Als Merkmal dieser Strategie wird die Etablierung von Gung-Ho-Gruppen[62] angesehen. Zweck der Gruppe ist es, Scientologen unerkannt Schlüsselpositionen in Parteien, Bür­gerrechtsbewegungen und Vereinen zu verschaffen.

Die Strategie „Clear Germany“ wurde durch zwei Merkmale bestimmt. Zum einen hatten Scientologen ein sehr starkes Imageproblem in Deutschland. Dieses ver­suchten sie zu überwinden, in dem prominente Scientologen in Deutschland Wer­bung für Scientology und deren Techniken machten. Das zweite Merkmal ist die kon­sequente Suche von Schwachstellen[63] in Deutschland. Die große Schwachstelle von Deutschland ist deren Geschichte des Nationalsozialismus. Dies wird von den Scien­tologen schamlos ausgenutzt, indem sie sich gleich stellen mit den verfolgten Juden aus dem dritten Reich.[64]

Das Konzept „Clear Germany“ basiert auf zwei Hauptstrategien.[65] Die erste Strategie ist die Steigerung der Mitgliederzahlen und wird als Macht durch Masse bezeichnet. Die zweite Strategie ist die Macht durch Einfluss. Darunter versteht Scientology Ein­fluss auf Regierungen auszuüben. Mittels eines Scientology Strategie Plans[66] wird ver­sucht, die deutsche Wirtschaft zu unterwandern und somit an politische Macht zu ge­langen.[67]

Abbildung 3 Scientology-Strategie-Plan für Deutschland[68]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mittlerweile existieren zehn „Kirchen“ und zwei Celebrity Center in Deutschland, und zwar zwei Einrichtungen in München, zwei in Düsseldorf und Hamburg, sowie eine in Berlin, Stuttgart, Frankfurt am Main und Hannover. Des Weiteren existieren noch vierzehn Missionen und ein Dianetik Verein in Deutschland unter anderem in Baden-Württemberg, Bayern, Bremen und Hessen.[69]

Abbildung 4 Scientology in Deutschland 1993[70]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.4 Die offiziellen und wahren Ziele von Scientology

Ziel von Scientology ist die Erschaffung eines neuen Menschen sciento­logischer Prä­gung[71] und einer neuen ausschließlich nach scientologischen Richtlinien funktio­nie­ren­den Welt[72]. Das Ziel von Scientology ist es den Planeten zu „klären“[73] und eine Welt von geklärten, nicht abberrierten[74] und ehrlichen Personen zu schaffen.

Abbildung 5 Ziele der Scientology[75]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die wahren Ziele von Scientology sind die Schaffung eines undemokratischen und to­ta­litären Überwachungsstaates ohne Bürgerrechte und das Anstreben der Welt­herrschaft. Das Ziel von Scientology ist es, in allen Bereichen von Staat, Gesellschaft und Wirtschaft Einfluss zu nehmen und das scientologische System dauer­haft zu ins­tal­lieren. Die wahren Ziele von Scientology werden in den Kapiteln 4 bis 7 inhaltlich tiefer behandelt.

2.5 Die Lehre von Scientology

Die Lehre von Scientology beruht auf drei Säulen. Die erste Säule ist die Dianetik. Dianetik behandelt vordergründig den Einzelmenschen, thematisiert aber tatsächlich gesell­schaftliche und politische Grundsätze und Forderungen. Die zweite Säule ist die Lehre der Scientology. Die Lehre von Scientology beschäftigt sich mit dem Geist­wesen „Thetan“[76] des Menschen und den verschiedenen Stufen der Befreiung. L.RonHubbard prophezeit, dass er auf die Erde als politischer Führer des Uni­versums zurückkehren wird. Die dritte Säule ist die scientologische Ethik[77]. Die Ethik beschreibt die Disziplinierungstechnologie für Mitglieder, Mitarbeiter und der ge­sam­ten Gesell­schaft.[78]

2.5.1 Das Menschenbild von Scientology

Das Menschenbild von Scientology beruht auf mehreren wissenschaftlichen Er­kennt­nis­sen. Zum einen spielt der Sozialdarwinismus eine große Rolle und zum anderen die Theorien von Sigmund Freud. L.RonHubbard betont zwar, dass er eine Nähe zu Sigmund Freud hat, allerdings der Aus­gangspunkt für seine Lehre Dianetik der Behaviorismus[79] ist, eine amerikanische Lerntheorie über Steuerungs- und Kom­mu­ni­kationsabläufe in Lebewesen und Maschinen.[80] L.RonHubbard überträgt das ma­schinentech­nische Modell der Kontrolle und Kommunikation auf den Menschen und behandelt diesen wie eine Maschine, die nicht fehlerfrei funktioniert und erst neu programmiert werden muss. Durch die Vielzahl Eigengeprägter und/oder umde­fi­nier­ter Begriffe[81] will L.RonHubbard den Eindruck einer Einmaligkeit seiner Er­kennt­nis­se vermitteln. Auch wenn Scientology einzigartig und einmalig sein soll, die Be­stand­teile seines Menschen- und Weltbildes sind es nicht.[82]

Das Menschenbild von Scientology baut auf dem Buch „Dianetik“ auf. Im Buch „Dia­netik“ wird zwischen dem Körper und dem Verstand unterschieden. Der Verstand be­steht aus einem analytischen Verstand[83] und den reaktiven Verstand[84]. Bei Scien­to­lo­gy kommt noch ein dritter Teil hinzu, der Geist oder auch Geistwesen genannt. Das Geistwesen nannte L.RonHubbard Thetan, abgeleitet aus dem griechischen Wort „theta“ „unendlich“. Scientology glaubt an einen allwissenden unsterblichen Thetan.[85] Dieser Thetan hat in seinen unendlichen Reisen durch das Universum durch En­gramme[86] negativen Schaden davon getragen. Scientology kann diesen Schaden durch den E-Meter beweisen und heilen. Der Thetan ist unsterb­lich und kann sich frei in Raum und Zeit bewegen. Das Ziel von Scientology ist es, dem Thetan die volle Hand­lungsfähigkeit wieder zu geben. Diese besitzt er noch nicht, da der reaktive Ver­stand noch nicht ausgelöscht wurde. Der Thetan lebt in einem Körper und besitzt eben­falls einen reaktiven und einen analytischen Verstand.

In der Scientology besteht ein Konflikt zwischen analytischem und reaktivem Ver­stand auf einer höheren geistigen Ebene. Der Geist wird von mentalen Energie­bil­dern behindert, die den Geist einengen. Diese Energiebilder stammen wie die En­gramme aus traumatischen Erfahrungen aller Art, können aber auch von anderen The­tanen herrühren und viele Milliarden Jahre in die Vergangenheit zurück reichen.[87] Im reaktiven Verstand werden alle negativen schmerzhaften Erfahrungen als so ge­nannte Engramme gespeichert. Der analytische Verstand ist für Pro­blem­lösungen zuständig. Der reaktive Verstand hält den analytischen Verstand davon ab, positiv zu handeln. So werde aberriertes Verhalten erzeugt, dass L.RonHubbard als unver­nünftiges Handeln definierte. Jede aberrierte Person sei eine potenzielle Gefahr für die Gesell­schaft, da diese nicht zurechnungsfähig seien. Für L.RonHubbard ist der menschliche Verstand eine Datenbank, die nur dann alle Probleme lösen könne, wenn ihm vollständige und richtige Daten zur Verfügung stünden.[88] L.RonHubbard geht davon aus, dass die Erinnerungen vollständig im Gehirn vorhanden sind, d. h. alle Wahrnehmungen des ganzen Lebens werden abgespeichert und stehen lebens­lang zur Verfügung. Funktionsstörungen sind die Ursache, falls dies nicht der Fall sein sollte. L.RonHubbard geht aber noch über diese Theorie hinaus und meint, dass der analytisch arbeitende Verstand vollständig in eine vergangene Situation zu­rück­kehren und sie wieder erleben könne. Für L.RonHubbard ist der analytische Verstand ein perfekter Apparat zur Informations­verarbeitung, der auf das Lösen von Über­lebensproblemen programmiert ist und über vollkommene Datenspeicher ver­fügt und rein logisch funktioniert.[89] Der reaktive Verstand ist immer dann aktiv, wenn der analytische Verstand ausgeschalten ist, z.B. durch Betäubungsmittel, Hypnose, Überlastung, Schmerz oder negative Gefühle.[90] Der reaktive Verstand bildet eigene Erinnerungen (Engramme), die außer­halb des Zugriffs des analytischen Verstandes bleiben und auf ver­schie­denste Weise das Denken und die Wahrnehmung stören. Laut L.RonHubbard bringt der reaktive Verstand seine Engramme zur Wirkung, ob­wohl sie Überlebensprobleme des Menschen verursachen. Die Engramme werden durch einen Impuls ausgelöst, der dem ursprünglichen Trauma ähnelt. Durch die En­gramme entstehen Defekte in allen Bereichen:

- die Sinneswahr­nehmung wird beeinträchtigt,
- der Intelligenzquotient sinkt,
- der Mensch zeigt unangemessene Reaktionen,
- er wird neurotisch,
- entwickelt psychoso­matische Krankheiten und
- wird empfindlicher gegenüber Krankheitserreger.

L.RonHubbard sieht in den Engrammen die Ursache für alle seelischen und geis­tigen Defekte des Menschen, selbst für körperliche Leiden und den Übel der Gesell­schaft.

2.5.2 Die Philosophie von Scientology

Für L.RonHubbard ist der Mensch ein Wesen, das vom Drang nach Über­leben be­stimmt wird. L.RonHubbard unterscheidet vier Formen des Über­lebens:

- das Überleben als Individuum,
- das Überleben der eigenen Nach­kommen,
- das Überleben der Menschengruppe, der man angehört und
- das Überleben der Menschheit insgesamt.

Diese vier Überlebensformen nennt L.RonHubbard die vier Dynamiken.[91] Zu den o.g. vier Dynamiken, die sich auf Dianetik beziehen, kommen noch weitere vier Trieb­kräfte bzw. Dynamiken in der Scientology hinzu und zwar:

- das Überleben von Tieren und Pflanzen,
- das Überleben des materiellen Universums,
- das Überleben geistiger Wesen­heiten und
- das selbstbestimmte freie Dasein des Thetans in Unendlichkeit.

Die acht Dynamiken werden in dem Scientology Kreuz[92] durch die acht Endungen widergespiegelt.

Abbildung 6 Scientology Kreuz[93]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Laut Scientology sind Probleme beim Verfolgen dieser Ziele durch frühere Exis­tenzen gegeben und müssen mit einer Entladung der eigenen Zeitspur beseitigt wer­den. Durch das Verfahren von Auditing[94] und das Besuchen von Kursen wird man zum Clear. In den nächsten Schritten folgen dann die Operierenden Thetan-Stufen (OT)[95]. Hier soll der Thetan seine unbegrenzten Fähigkeiten wieder erlangen.

2.6 Die Organisation von Scientology

Scientology ist eine streng hierarchisch durchstrukturierte weltweit oper­ierende Or­ga­ni­sation, mittlerweile unter der Leitung von David Miscavige. Nach eigenen Angaben soll es in 113 Ländern 3.100 „Kirchen“, „Missionen“ und angeschlossene Organisa­tio­nen geben. Das Managementzentrum von Scientology liegt in Los Angeles und das geistige Hauptquartier in Clearwater Florida. Die Euro­päische Zentrale befindet sich in Kopenhagen.[96] Ein weiterer wichtiger europäischer Stützpunkt ist das Schloss St. Hill Manor in England.

Der organisatorische Aufbau von Scientology ähnelt dem Bürokratiemodell von Max Weber[97], welches sich besonders mit der Leistungssteigerung in großen Verwal­tungs­einheiten beschäftigt. Alle Kennzeichen finden sich bei Scientology wieder. Neben den bürokratischen Aufbau, findet sich auch eine totalitäre Struktur[98] wieder, die mit einer diktatorischen Militärregierung ver­gleichbar ist.[99]

Abbildung 7 Aufbau und Struktur der internationalen Scientology[100]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

An der Spitze von Scientology steht das Religious Technology Center (RTC) mit Sitz in Los Angeles. Der Vorsitzende vom RTC ist David Miscavige, der Nachfolger von L.RonHubbard und uneingeschränkter Herrscher über Scientology. Die Church of Scientology International, dem World Institute of Scientology Enterprises und der Association for Better Living and Education (ABLE) zusammen mit dem RTC bilden die Grundstruktur von Scientology. Direkt als Kontrollinstanz dem RTC zugeordnet ist das Watchdog Committee. Diesem sind die Finance Police und das Office for Special Affairs unterstellt. Das Office for Special Affairs ist der Geheimdienst von Scien­tology.[101] Das Watchdog Committee stellt eine Inspektions- und Über­wachungs­or­ga­ni­sation dar, die sich um die eigentlichen Managementgruppen und deren Funktion kümmert.[102] Das Watchdog Committee soll die einzelnen Organi­sationen mit dem richtigen Managementsystem versorgen.

[...]


[1] Siehe Abbildung 1.

[2] http://www.verfassungsschutz-bw.de/so/so_werbung.htm, Stand 25.05.2007.

[3] Vgl. Jürgen Friedrichs, Methoden empirischer Sozialforschung. (Reinbek: Rowohlt, 1973), S. 215.

[4] Vgl. Ebd.

[5] Vgl. Friedrichs, S. 317.

[6] Siehe Kapitel 2.1.

[7] Vgl. Bayerisches Staatsministerium des Innern , Das System Scientology – Wie Scientology funktioniert 25 Fragen mit Antworten, (2003) , S. 6.

[8] Siehe Definition Scientology spezifisches Glossar.

[9] Siehe Definition Scientology spezifisches Glossar.

[10] Vgl. Tom Voltz, Scientology und (k)ein Ende, (Düsseldorf: Walter, 1995), S. 70.

[11] Ebd., S. 71.

[12] Vgl. Ebd., S. 72.

[13] Ebd., S83 f.

[14] Vgl. Bayerisches Staatsministerium des Innern, S.10.

[15] Vgl. Voltz, S. 79.

[16] Werner Billing/Michael Sauer, Opus Dei und Scientology. Die staats- und gesellschaftspolitischen Vorstellungen. Kollision oder Übereinstimmung mit dem Grundgesetz?, (Opladen, 2000), S. 68.

[17] Vgl. Church of Scientology International, Scientology Antworten und Lösungen, der Weg zu einem erfüllten Leben, (USA, 2004), S. 5.

[18] Vgl. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Die Scientology-Organisation – Gefahren, Ziele und Praktiken, (1998), S. 6.

[19] Vgl. Bayerisches Staatsministerium des Innern, S. 11.

[20] Vgl. Ebd., S. 51.

[21] Vgl. EBd., S. 6.

[22] Vgl. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, S. 3.

[23] Vgl. Voltz, S. 142.

[24] Vgl. Renate Hartwig, Scientology. Die Zeitbombe in der Wirtschaft, (Pfaffenhofen: Direkt Verlag, 1994), S. 13.

[25] Ebd., S. 8.

[26] Vgl. Voltz, S. 141 ff.

[27] Vgl. Ebd., S. 12

[28] Vgl. http://www.innenministerium.bayern.de/imperia/md/content/stmi/sicherheit/verfassungsschutz/­scientology/urteile/bug_1995.pdf, Stand 24.05.2007.

[29] Siehe Abbildung 19.

[30] Vgl. Valentin/ Knaup, S. 7.

[31] Vgl. Voltz, S. 62-65.

[32] Vgl. Church of Scientology International, (2004), S. 31.

[33] Vgl. ABI – Aktion Bildungsinformation e.V., Die Scientology-Sekte und ihre Tarnorganisationen, (Stuttgart, 1979), S. 9 f.

[34] Vgl. Valentin/ Knaup, S. 65.

[35] Vgl. ABI, (1997), S. 8.

[36] Siehe Definition Scientology spezifisches Glossar.

[37] Vgl. Church of Scientology International, Was ist Scientology?, (Kopenhagen: New Era Publications International ApS, 1993), S. 36.

[38] Vgl. Bayerisches Staatsministerium des Innern, S. 6.

[39] Vgl. Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen die Menschenrechte.

[40] ABI, (1979), S. 9.

[41] Siehe Abbildung 21.

[42] Vgl. Valentin/ Knaup, S. 7-8.

[43] Vgl. Ebd., S. 65.

[44] Vgl. Ebd.

[45] Vgl. Bayerisches Staatsministerium des Innern, S. 7.

[46] Vgl. Valentin/ Knaup, S. 32.

[47] Vgl. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, S. 11.

[48] Vgl. Ebd., S. 7.

[49] Vgl. Bayerisches Staatsministerium des Innern, S. 8.

[50] Siehe Abbildung 20.

[51] Siehe Definition Scientology spezifisches Glossar.

[52] Siehe Abbildung 2.

[53] Vgl. Schenk, S. 32.

[54] Schenk, S. 32.

[55] Vgl. Hartwig, (Pfaffenhofen, 1994), S. 17-18.

[56] Vgl. Angelika Christ/ Steven Goldner, Scientology im Management, (Düsseldorf: ECON, 1996), S. 120.

[57] Vgl. Schenk, S. 31.

[58] Vgl. Church of Scientology International, (1993), S. 647.

[59] Siehe Definition Scientology spezifisches Glossar.

[60] Vgl. Ebd., S. 650 f.

[61] Vgl. Valentin/ Knaup, S. 99-100.

[62] "GUNG-HO-GRUPPE: Eine Gruppe, die sich aus ortsansässigen Scientologen im Feld, jeglichen interessierten Freunden und Mitgliedern der allgemeinen Öffentlichkeit zusammensetzt. Gung-Ho bedeutet in Mandarin (Hauptdialekt der chinesischen Sprache) „zusammenziehen". Gung-Ho-Gruppen ziehen andere Gruppen in der Gemeinde zusammen, um auf die Verbesserung der Gesellschaft und des betreffenden Gebietes hinzuarbeiten.", http://www.ingo-heinemann.de/Gung-Ho.htm, Stand 27.06.07.

[63] Siehe Abbildung 30.

[64] Vgl. Billing/ Sauer, S. 115-116.

[65] Vgl. Ebd., S. 117-118.

[66] Siehe Abbildung 3.

[67] Vgl. Schenk, S. 36-40.

[68] Vgl. Schenk, S. 39.

[69] Siehe Abbildung 4.

[70] Schenk, S. 37. Diese Grafik ist veraltet, zeigt allerdings den scientologischen Schwerpunkt in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein Westfalen.

[71] Vgl. Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, S. 12.

[72] Siehe Abbildung 5.

[73] Vgl. Hartwig (Pfaffenhofen, 1994), S. 13.

[74] Siehe Definition Scientology spezifisches Glossar.

[75] Eigene Darstellung.

[76] Siehe Definition Scientology spezifisches Glossar.

[77] Siehe Definition Scientology spezifisches Glossar.

[78] Vgl. http://www.verfassungsschutz.bayern.de/imperia/md/content/lfv_internet/service/verfassungschutzbericht2006.pdf, Stand 30.06.2007, S. 197.

[79] Amerikanische Verhaltenswissenschaft, die Anfang des 20. Jahrhunderts gegründet wurde. Es wird zugrunde gelegt, dass man Menschen und Tiere durch naturwissenschaftliche Methoden untersuchen kann. Bekanntester Vertreter ist Iwan Pawlow mit der Konditionierung von Hunden und Tauben.

[80] Vgl. Bayerisches Staatsministerium des Innern, S. 16.

[81] Vgl. Kapitel 2.9.

[82] Vgl. Valentin/ Knaup, S. 33-34.

[83] Siehe Definition Scientology spezifisches Glossar.

[84] Siehe Definition Scientology spezifisches Glossar.

[85] Vgl. ABI, (1997), S. 41.

[86] Siehe Definition Scientology spezifisches Glossar.

[87] Vgl. Valentin/ Knaup, S. 38-39.

[88] Vgl. Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, S. 11.

[89] Vgl. Valentin/ Knaup, S. 35.

[90] Vgl. Ebd., S. 36.

[91] Vgl. Valentin/ Knaup, S. 34.

[92] Siehe Abbildung 6.

[93] http://german.rtc.org/pics/rtc-cross.jpg, Stand 20.06.07

[94] Siehe Definition Scientology spezifisches Glossar.

[95] Siehe Definition Scientology spezifisches Glossar.

[96] Vgl. Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, S. 8.

[97] Max Weber gilt als Begründer der Soziologie in Deutschland. Er hat 1922 in seinem Werk „Wirtschaft und Gesellschaft“ seinen Bürokratieansatz nieder geschrieben. Ziel des Ansatzes ist es, die Leistungsfähigkeit von Organisationen mit Hilfe von Aufgabenverteilungen zu steigern. Die Merkmale dieses Ansatzes bestehen in einer festen Aufgabenverteilung, festen Hierarchie, Aktenmäßigkeit und Regelmäßigkeit.

[98] Siehe Abbildung 7.

[99] Vgl. Schenk, S. 33.

[100] Vgl. Schenk, S. 35.

[101] Vgl. Ebd., S. 36.

[102] Vgl. Billing/ Sauer, S. 68.

Ende der Leseprobe aus 119 Seiten

Details

Titel
Scientology in Deutschland. Eine Herausforderung für Politik, Staat und Gesellschaft
Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Note
1,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
119
Katalognummer
V91526
ISBN (eBook)
9783638059671
ISBN (Buch)
9783640110483
Dateigröße
11581 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Scientology, Deutschland, Eine, Herausforderung, Politik, Staat, Gesellschaft
Arbeit zitieren
Franziska Scherff (Autor), 2007, Scientology in Deutschland. Eine Herausforderung für Politik, Staat und Gesellschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91526

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