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Dementia care mapping. Eine Herausforderung für das Management

Title: Dementia care mapping. Eine Herausforderung für das Management

Diploma Thesis , 2004 , 91 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Nicole Neubert (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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Durch die zunehmende Alterung der Bevölkerung mit den spezifischen Problemen alter Menschen hatte die Altenpflege für lange Zeit eine rein körperlich orientierte Versorgungsaufgabe. Mit zunehmender Häufigkeit psychiatrischer Erkrankungen, die spezielle gerontopsychiatrische Pflege benötigen, zeichnete sich allerdings in den letzten Jahren eine Veränderung im Sinne einer Spezialisierung der Altenpflege ab und es wurde deutlich, dass der Umgang mit dementiell veränderten alten Menschen zu den schwierigsten und anspruchsvollsten Aufgaben in der Altenpflege gehört.

Um eine adäquate und qualitativ hochwertige Pflege und Betreuung dementiell veränderter Menschen entwickeln und umsetzen zu können, sollte man die Krankheit Demenz aus der Sicht des Betroffenen betrachten. Im Vordergrund der Betrachtung steht der schwierige und schmerzliche Aspekt des Erlebens von Demenz. An Demenz erkrankte Menschen entwickeln Ängste, negative Gefühle und Aggressionen, da sie ihren geistigen Verfall, den Rückgang kognitiver Fähigkeiten bei vollem Bewusstsein miterleben. Sie haben Angst aufgrund ihres abnormalen Verhaltens verlassen, kontrolliert bzw. erniedrigt zu werden. Sie fühlen sich verfolgt und bedroht und haben das Gefühl der Absonderlichkeit und des Ausgeschlossenseins. Sie sind frustriert über ihre Schwächen, bedingt durch den Verlust ihrer Fähigkeiten und haben Angst eine Last für andere zu sein; sie sind verzweifelt und neigen zu Depressionen. Hinzu kommt die Wut über die Demenz und die Wut über die Reaktionen anderer, welche sich verstärkt, wenn der Betroffenen nicht mehr in der Lage ist, sich auszudrücken und verständlich zu machen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einführung

1. Krankheitsbild Demenz

1.1 Allgemeine Definition

1.2 Formen der Demenz

1.2.1. Demenz vom Alzheimer-Typ (DAT)

1.2.2. Vaskuläre Demenz (Multi-Infarkt-Demenz)

1.2.3. Weitere Demenzformen

1.3 Stadien der Demenz und ihre Auswirkungen

1.4 Epidemiologie der Demenz

1.4.1 Epidemiologische Aspekte

1.4.2 Demographische Aspekte und Entwicklung des Pflegebedarfs

1.5. Anforderungen an die Pflege und Betreuung dementiell erkrankter Menschen

1.5.1 Pflegeleitbild

1.5.2 Pflegemodell/ -theorie

1.5.3 Pflegeorganisationsform Bezugspflege

1.5.4 Angehörige

1.5.5 Besondere personelle Anforderungen an die Betreuung Dementer

1.5.6 Interventionsmethoden

1.5.6.1 Biographiearbeit und biographische Grundhaltung

1.5.6.2 Milieugestaltung

1.5.6.3. Integrative Validation

1.5.6.4. Basale Stimulation

2. Dementia Care Mapping (DCM)

2.1. Definition und Vorstellung der Methode DCM

2.2. Ziele

2.3. Voraussetzungen für die Anwendung von Dementia Care Mapping

2.4. Ethische, sozialpsychologische und neurologische Bedeutung des Personseins

2.5. Maligne Sozialpsychologie (MSP)

2.6. Positive Personenarbeit (PPW) und ihre Wirkung

2.7. Studie zur Einführung von DCM am Beispiel des AWO-Feierabendheims

3. Werteorientiertes Management

3.1. Die Besonderheit der Dienstleistung Pflege

3.2. Führung

3.3. Führungsverhalten

3.4. Führungsstile

3.5. Führungstechniken

3.5.1. Management by Exceptions (MbE)

3.5.2. Management by Delegation (MbD)

3.5.3. Management by Objectives (MbO)

3.6. Instrumente des normativen Managements

3.6.1. Zielvereinbarungen

3.6.2. Unternehmensleitbild

3.6.3. Unternehmenskultur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen des Managements bei der Implementierung von Dementia Care Mapping (DCM) in Pflegeeinrichtungen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine personenzentrierte Pflegephilosophie, die auf dem Erhalt der Identität und des Personseins basiert, die Versorgungsqualität für Menschen mit Demenz gesteigert werden kann, während gleichzeitig die professionelle Haltung der Pflegenden gestärkt wird.

  • Analyse des Krankheitsbildes Demenz und der epidemiologischen Hintergründe.
  • Darstellung des Dementia Care Mapping als personenzentrierter Interventionsansatz.
  • Untersuchung von Managementstrategien und werteorientierter Führung in Expertenorganisationen.
  • Evaluierung von Praxisbeispielen zur Einführung von DCM in der stationären Altenhilfe.

Auszug aus dem Buch

1.1 Allgemeine Definition

Demenz, aus dem lateinischen de (=weg) und mens (=Geist) zusammengesetzt, heißt wörtlich übersetzt soviel wie „der Geist (oder die geistigen Fähigkeiten) ist (bzw. sind) weg“.

Betrachtet man die Definition von Demenz in einem geschichtlichen Rückblick, so lässt sich feststellen, dass sie im Laufe der Zeit, beeinflusst durch den medizinischen Fortschritt in Ätiologie und Differentialdiagnostik, umfangreicher und präziser beschrieben wird.

Wurde 1937 Demenz lediglich als Blödsinn bzw. höheren Grad von Geistesschwäche definiert, so beschrieben 1964 Zetkin et al. Demenz als eine im späteren Leben erworbene, bleibende Geistesschwäche, bei der ursächlich ein organischer Hirnprozess zunächst die Vorbedingungen der Intelligenz, dann das Gedächtnis, die Merkfähigkeit, oft auch die Sprache sowie die Urteilsfähigkeit zerstört. Dabei kommt es zum Abbau der gesamten psychischen Persönlichkeit, wie Gefühlsabstumpfung, Willensschwächung und Triebenthemmung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Krankheitsbild Demenz: Dieses Kapitel erläutert die medizinischen Grundlagen, Formen und Stadien von Demenz sowie die epidemiologischen Daten und Herausforderungen für die Pflege.

2. Dementia Care Mapping (DCM): Hier wird die Methode DCM als personenzentrierter Ansatz vorgestellt, inklusive der Bedeutung für das Personsein und der praktischen Anwendung in Pflegeeinrichtungen.

3. Werteorientiertes Management: Dieses Kapitel verknüpft die fachlichen Anforderungen der Pflege mit Managementtheorien, um eine werteorientierte Unternehmenskultur als Voraussetzung für erfolgreiche Demenzbetreuung zu begründen.

Schlüsselwörter

Dementia Care Mapping, Demenz, Pflege, Personsein, Wohlbefinden, Management, Werteorientierung, Personenzentrierung, Biographiearbeit, Milieugestaltung, Integrative Validation, Basale Stimulation, Führung, Zielvereinbarungen, Unternehmenskultur.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Herausforderungen, die das Management einer Pflegeeinrichtung bei der Einführung und Umsetzung des personenzentrierten Konzepts „Dementia Care Mapping“ bewältigen muss.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf dem medizinischen Verständnis von Demenz, der methodischen Anwendung von DCM zur Qualitätsverbesserung und der Notwendigkeit eines werteorientierten Managements.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den Nutzen von DCM für die Lebensqualität dementiell Erkrankter aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, wie dieses Verfahren unter werteorientierter Führung nachhaltig in den Pflegealltag integriert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse pflegewissenschaftlicher Konzepte sowie der Auswertung von Studien und Projektberichten zur Einführung von DCM.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Bereiche: Erstens die theoretischen Grundlagen der Demenz, zweitens die detaillierte Vorstellung und Begründung der Methode Dementia Care Mapping und drittens die Managementinstrumente, die eine solche moderne Pflegepraxis erst ermöglichen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Wesentliche Begriffe sind Dementia Care Mapping, personenzentrierte Pflege, Management by Objectives, werteorientiertes Management und Unternehmenskultur.

Wie trägt Dementia Care Mapping konkret zur Professionalisierung bei?

DCM dient als Evaluationsinstrument, das Schwachstellen aufdeckt und Pflegende durch den „fremden Blick“ zur Reflexion ihres Handelns anregt, was zu einer professionelleren und empathischeren Beziehungsgestaltung führt.

Welche Bedeutung hat das Personsein im Kontext der Arbeit?

Das Personsein steht laut Kitwood im Zentrum der Pflege. Die Arbeit verdeutlicht, dass auch bei Demenz das Recht auf Personsein gewahrt bleiben muss und Pflege sich an Bedürfnissen statt an reinen Funktionen orientieren sollte.

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Details

Title
Dementia care mapping. Eine Herausforderung für das Management
College
University of Applied Sciences Zwickau
Grade
2,0
Author
Nicole Neubert (Author)
Publication Year
2004
Pages
91
Catalog Number
V91547
ISBN (eBook)
9783640151189
ISBN (Book)
9783640171545
Language
German
Tags
Dementia Eine Herausforderung Management
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Neubert (Author), 2004, Dementia care mapping. Eine Herausforderung für das Management, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91547
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