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Der Begriff des Gemeinwohls in Heinrich Rommens Idee vom Staat

Titel: Der Begriff des Gemeinwohls in Heinrich Rommens Idee vom Staat

Hausarbeit , 2007 , 23 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Daniel Müller (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Auf den folgenden Seiten dieser Hausarbeit möchte ich mich mit dem Begriff des „Gemeinwohls“ bei Heinrich Rommen näher auseinandersetzen. Dies ist der mit Abstand markanteste Punkt in der umfassenden Theorie über den Staat bei jenem Autor und verdient deshalb besondere Würdigung und eingehende Analyse.
Da sich das Gemeinwohl bei Rommen aus mehreren Teilaspekten zu eben solchem erst zusammensetzt, daß heißt, daß es zahlreicher kleinerer Dinge bedarf, um dieses Ideal zu erreichen, soll auch auf die tatsächliche Möglichkeit, dieses zu realisieren, Wert gelegt werden. Auch soll dabei der Frage nachgegangen werden, was genau das Gemeinwohl für Rommen eigentlich bedeutet und wie er dabei mit dem Problem sich widersprechender Interessen umgeht. Auch darf bei einer Abhandlung darüber der Aspekt der Religion nicht außer Acht gelassen werden. Die Rolle der Kirche ist für Rommen sehr wichtig und muß deshalb mit Eingang in jede Überlegung finden.
Inwieweit sich Rommens Vorstellungen über eine Völkerrechtsgemeinschaft, die schlußendlich zum erhofften Weltfrieden führen könnte, in diese Theorie einbauen lassen und was man heute noch davon lernen kann, soll als abschließender Punkt abgearbeitet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Aufbau

2.Die Destination des Staates

3.Das schwierige Verhältnis des Widerstandsrechtes mit dem Gemeinwohl

4.Die Rolle der Kirche

5. Der Traum von einer Völkerrechtsgemeinschaft

6.Schluß

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Begriff des Gemeinwohls in Heinrich Rommens Werk "Der Staat in der katholischen Gedankenwelt" vor dem Hintergrund seiner staatsphilosophischen Überlegungen sowie der historischen Umstände des Jahres 1935.

  • Die Bestimmung des Staates und dessen Pflichten im Kontext des Gemeinwohls.
  • Die ethische Problematik des Widerstandsrechtes gegenüber ungerechten Regierungen.
  • Das ambivalente und zugleich komplementäre Verhältnis zwischen Staat und Kirche.
  • Die Vision einer transstaatlichen Völkerrechtsgemeinschaft als Garant für Weltfrieden.

Auszug aus dem Buch

3. Das schwierige Verhältnis des Widerstandsrechtes mit dem Gemeinwohl

Dieses Kapitel wirft ein Problemfeld auf, welches den Stoff für ein ganzes Buch liefern könnte, so vielschichtig ist seine Möglichkeit der Beurteilung beziehungsweise der Herangehensweise. Ich werde versuchen, auf die Kernpunkte in Rommens Buch einzugehen, welche sich damit auseinandersetzen, wieviel Potenzial man einer möglichen Gefährdung des Gemeinwohls mit Hinsicht auf die Wahrung der Rechte von Minderheiten zubilligt. Dies stellt meines Erachtens einen prekären Gesichtspunkt im sonst so liberalen Gedankengang Rommens dar.

Folgt man Heinrich Rommen, so wiegt für ihn das Gemeinwohl weitaus höher als das des Einzelnen. So schreibt er: „Das Gemeinwohl des Staates und Eigenwohl einer Einzelperson unterscheiden sich nicht nur nach viel und wenig, sondern wesentlich, wie die Wesensart des Ganzen und des Teiles verschieden ist (Thomas). Der Bestand und der Fortschritt des Volkes ist ein an sich wertvolles und nicht nur ausschließliches Mittel zur Wohlfahrt des Einzelnen, wie auch die kunstvolle Struktur, die Lebenskraft und Schönheit eines Organismus nicht in letzter Linie nur den Interessen seiner Zellen und Gliedmaßen zu dienen hat (Mausbach). Es ist nicht Aufgabe des Staates, für das Wohl der Einzelnen zu sorgen, insofern sie Privatpersonen (Personae particulares) sind, vielmehr besteht das Staatsziel in dem Wohle (Felicitas) der vollkommenen Gesellschaft Staat, und nur die Einzelnen als Glieder des Staates sind es, für die er zu sorgen hat (Suarez).“5

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsintention, Heinrich Rommens Konzept des Gemeinwohls im Kontext der totalitären Bedrohung von 1935 zu untersuchen.

2.Die Destination des Staates: Analyse der staatsphilosophischen Grundlagen bei Rommen, die den Staat als menschengemachtes, aber naturrechtlich legitimiertes Instrument zur Sicherung diesseitiger Bedürfnisse sieht.

3.Das schwierige Verhältnis des Widerstandsrechtes mit dem Gemeinwohl: Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen dem Vorrang des Gemeinwohls und der ethischen Berechtigung des Widerstandes gegen Unrechtssysteme.

4.Die Rolle der Kirche: Erörterung der komplementären Wächterfunktion der Kirche gegenüber dem Staat zur Wahrung sittlicher und moralischer Grundsätze.

5. Der Traum von einer Völkerrechtsgemeinschaft: Darstellung von Rommens Vision einer weltweiten Friedensordnung, die auf Gerechtigkeit und christlicher Nächstenliebe basiert.

6.Schluß: Zusammenfassende Reflexion über die zentrale Rolle des Gemeinwohls als Ideal und normative Zielvorgabe für ein funktionierendes staatliches und überstaatliches Zusammenleben.

Schlüsselwörter

Gemeinwohl, Heinrich Rommen, Staatsphilosophie, Naturrecht, Widerstandsrecht, Kirche, Staat, Völkerrechtsgemeinschaft, Weltfrieden, katholische Soziallehre, Ethik, Moral, Gerechtigkeit, Nächstenliebe, Rechtsstaat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert den zentralen Begriff des Gemeinwohls im staatsphilosophischen Hauptwerk von Heinrich Rommen.

Welche Themenfelder stehen dabei im Mittelpunkt?

Im Zentrum stehen die Bestimmung der staatlichen Aufgabe, das Verhältnis von Kirche und Staat, die ethische Legitimität des Widerstands und die Idee einer internationalen Rechtsgemeinschaft.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, wie Rommen das Gemeinwohl definiert, wie er dieses gegen Partikularinteressen abgrenzt und wie seine Theorie zur Realisierung eines gerechten Zusammenlebens beitragen kann.

Welche methodische Herangehensweise wird verfolgt?

Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche Textanalyse, die Rommens Theorie vor dem historischen Hintergrund der 1930er Jahre kritisch hinterfragt und auf ihre heutige Relevanz prüft.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung des Staates als "vollkommene Gesellschaft", die Analyse des Widerstandsrechtes, die Rolle der Kirche als moralische Kontrollinstanz und die Vision einer globalen Friedensordnung.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Gemeinwohl, Naturrecht, christliche Soziallehre, Widerstandsrecht und Völkerrechtsgemeinschaft geprägt.

Wie bewertet der Autor Rommens Haltung zum Widerstand im "Dritten Reich"?

Der Verfasser merkt kritisch an, dass Rommens Zurückhaltung bei Widerstandsforderungen, um das Gemeinwohl nicht durch Anarchie zu gefährden, angesichts der totalitären Realität des Nationalsozialismus in der Rückschau komplex und diskussionswürdig ist.

Inwiefern sieht der Autor Rommen als Vordenker der heutigen internationalen Zusammenarbeit?

Der Verfasser identifiziert Rommens Gedanken zur Völkerrechtsgemeinschaft als visionär und zieht Parallelen zu modernen Institutionen wie der UNO oder der Europäischen Union, die auf Verflechtung und friedlicher Koexistenz basieren.

Welche Bedeutung misst Rommen dem Klerus im Staatssystem bei?

Laut Rommen fungiert die Kirche nicht als weltliche Macht, sondern als Wächterin über das sittliche Wohl, die durch ethische Kontrolle verhindert, dass die Politik zur bloßen Tyrannei verkommt.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Begriff des Gemeinwohls in Heinrich Rommens Idee vom Staat
Hochschule
Technische Universität Chemnitz
Note
2,0
Autor
Daniel Müller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
23
Katalognummer
V91548
ISBN (eBook)
9783638052702
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Begriff Gemeinwohls Heinrich Rommens Idee Staat Politische Theorie Ideengeschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Müller (Autor:in), 2007, Der Begriff des Gemeinwohls in Heinrich Rommens Idee vom Staat, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91548
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Leseprobe aus  23  Seiten
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