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Abweichendes Verhalten im Tourismus. Warum sich Menschen auf Reisen anders verhalten als im Alltag

Titel: Abweichendes Verhalten im Tourismus. Warum sich Menschen auf Reisen anders verhalten als im Alltag

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Paul Schäfer (Autor:in)

Psychologie - Sozialpsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der folgenden Arbeit wird betrachtet, nach welchen Kriterien eine Urlaubsdestination gewählt wird und aus welchen Gründen sich Reisende während ihres Aufenthaltes anders verhalten, als sie es in ihrem Alltag tun würden. Ebenso wird die Wahrnehmung von Touristen auf Bereiste und umgekehrt genauer betrachtet. Hierzu wird zunächst abweichendes Verhalten definiert, um anschließend dessen Ursachen genauer zu betrachten. Hierbei gilt es, über Reisemotive und deren Verbindung mit Geld und Macht deutlich zu machen, worin der Ursprung für bestimmte Verhaltensweisen des Menschen liegt. Analysiert wird abschließend, welche Bedürfnisse von Reisenden im Urlaub befriedigt werden und wie Destinationen damit werben, abweichendes Verhalten zu ermöglichen.

Die jährliche Urlaubsreise zeichnet sich durch zeitliche und räumliche Trennung von einem gewohnten Umfeld, dem Arbeitsplatz und der täglichen Routine aus. Sowohl die Tagesabläufe, als auch die typischen Normen und Werte sind außer Kraft gesetzt und der touristische Rahmen ermöglicht es, über einen befristeten Zeitraum eine andere Person zu sein. Dennoch beinhalten touristische Verhaltensweisen oftmals Aspekte, welche kritische Blicke der Einheimischen anziehen und so den Tourismus negativ konnotieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Abweichendes Verhalten & Devianz

3 Reisemotive

4 Geld & Macht

5 Ursprung von abweichendem Verhalten im Tourismus

6 Unterdrückte und unbewusste Bedürfnisse

7 Fallbeispiele & Vermarktung von abweichendem Verhalten

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die soziologischen und psychologischen Hintergründe, warum Menschen während Urlaubsreisen Verhaltensweisen an den Tag legen, die von ihren alltäglichen Normen abweichen. Dabei wird analysiert, wie touristische Destinationen diese Abweichungen teilweise fördern oder vermarkten, um Bedürfnisse nach Flucht, Status oder unbewussten Trieben zu befriedigen.

  • Analyse von Devianz im touristischen Kontext
  • Einfluss von Reisemotiven und psychologischen Abwehrmechanismen
  • Rolle von finanziellem Kapital (Geld & Macht) als Katalysator für abweichendes Verhalten
  • Bedeutung unterdrückter Bedürfnisse (Sex, Aggression, Suche nach dem Paradies)
  • Vermarktungsstrategien von Destinationen bezüglich abweichendem Verhalten

Auszug aus dem Buch

4 Geld & Macht

Es darf nicht außer Acht gelassen werden, dass das verfügbare Einkommen selbstverständlich eine maßgebliche Rolle in der Wahl der Reisedestination, der Anreise und der Unterkunft spielt. Finanzielle Mittel werden von vielen Menschen mit beruflichem Erfolg, Kaufkraft, Freiheit und Macht in Verbindung gebracht, weswegen Geld als Quelle der Macht gesehen wird (Vgl. Li, T & Chen, Y 2017). Verschiedene Forscher haben sich bereits damit beschäftigt, wie Macht das Verhalten Einzelner beeinflusst. Mehr Macht führe dazu, dass Menschen unmoralischer verhalten, da sie es sich aus ihrer Position heraus erlauben können (Vgl. Galinski, A.D., Lammers, J & Stapel, D 2010). Touristen verhalten sich eher abweichend, wenn sie das Gefühl der erhöhten Macht verspüren. Die Wahrnehmung dieser Macht ermöglicht die Befriedigung ihres Bedürfnisses nach Eitelkeit (Vgl. Li, T & Chen, Y 2017). Urlauber, die auf ihren Reisen teilweise viel Geld gezahlt haben, gibt dieses Wissen das Gefühl des freien Handelns auf dieser Reise. Als Quelle für eine größere Auswahl an Möglichkeiten in punkto Hotel, teurere Klasse bei Bahn und / oder Flugzeug, Wahl der Airline oder Ähnlichem und mehr Ressourcen auf materieller Ebene, gilt Geld auch als Quelle für Superioritätsgefühl gegenüber anderen Urlaubern. Durch höhere finanzielle Ausgaben spielen die eigenen Bedürfnisse eine höhere Rolle, als die der anderen, wohingegen Menschen mit weniger Geld eher dazu neigen, sich schwach zu fühlen (Vgl. Furnham, A, Telford, K & Wilson, E 2012).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der zeitlichen und räumlichen Distanz des Tourismus ein, die es dem Reisenden ermöglicht, Normen des Alltags zu verlassen und abweichendes Verhalten zu zeigen.

2 Abweichendes Verhalten & Devianz: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Devianz als soziologisches Konstrukt, das durch gesellschaftliche Prozesse und Gruppenkontexte erst als abweichend markiert wird.

3 Reisemotive: Hier werden die Beweggründe für Reisen untersucht, wobei zwischen dem Streben nach Prestige, Luxus und der Flucht aus der Alltagsroutine differenziert wird.

4 Geld & Macht: Das Kapitel beleuchtet, wie finanzielle Mittel und die damit verbundene Machtwahrnehmung das Verhalten von Touristen beeinflussen und zu einer Überhöhung des Egos führen können.

5 Ursprung von abweichendem Verhalten im Tourismus: Es wird erörtert, wie psychologische Abwehrmechanismen (adaptiv oder verzerrend) als Schutz dienen, um unterdrückte Triebe im Urlaub zu kompensieren.

6 Unterdrückte und unbewusste Bedürfnisse: Dieses Kapitel analysiert spezifische unterdrückte Bedürfnisse wie Sexualität und Aggression, die im touristischen Umfeld durch verschiedene Angebote "entladen" werden können.

7 Fallbeispiele & Vermarktung von abweichendem Verhalten: Es wird dargestellt, wie Reiseziele abweichendes Verhalten instrumentalisieren, um Attraktivität zu steigern, illustriert durch Beispiele wie Partytourismus.

8 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Tourismus als Plattform für sowohl normative als auch deviante Verhaltensweisen dient, wobei die Grenze zwischen Alltag und Reise zunehmend verschwimmt.

Schlüsselwörter

Tourismus, Abweichendes Verhalten, Devianz, Reisemotive, Urlaubspsychologie, Alltagsflucht, Bedürfnisse, Macht, Eitelkeit, Abwehrmechanismen, Partytourismus, Normen, Gesellschaft, Identität, Tourismussoziologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen, warum Menschen sich im Urlaub oft anders verhalten als in ihrem gewohnten Alltag, und betrachtet dabei die soziologischen und psychologischen Ursachen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die psychologische Motivationsforschung im Tourismus, die Rolle von Geld und Macht, den Einfluss von unterdrückten Trieben sowie die gesellschaftliche Definition von abweichendem Verhalten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Kriterien und psychologischen Prozesse zu identifizieren, die zu abweichendem Verhalten führen, und aufzuzeigen, inwieweit Urlaubsdestinationen dieses Verhalten aktiv in ihr Angebot integrieren.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse soziologischer und psychologischer Literatur und Konzepte (u.a. Triebtheorie nach Freud, Lebensstilforschung nach Veblen).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Devianz, die Push- und Pull-Faktoren von Reisen, die Rolle von Einkommen und Status sowie die Mechanismen der Triebbefriedigung im Urlaub detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Tourismussoziologie, Devianz, Urlaubspsychologie, Alltagsflucht und psychologische Abwehrmechanismen charakterisiert.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen "adaptiven" und "verzerrenden" Abwehrmechanismen?

Adaptive Mechanismen werden hier als sozial akzeptierte Sublimierung von Trieben (z.B. Sport) beschrieben, während verzerrende Mechanismen wie Verleugnung der Realität eher zu problematischem Verhalten führen.

Welche Rolle spielt die Vermarktung bei abweichendem Verhalten?

Die Arbeit zeigt auf, dass touristische Destinationen oft gezielt Räume für Devianz schaffen, indem sie entsprechende Angebote (z.B. Partymeilen) als "Köder" für Reisende nutzen.

Was ist die Schlussfolgerung bezüglich der Unterscheidung von Alltag und Reise?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die psychologische Grenze zwischen dem, was im Alltag unterdrückt wird, und dem, was im Urlaub ausgelebt wird, durch ständige Vernetzung und mediale Begleitung zunehmend instabil wird.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Abweichendes Verhalten im Tourismus. Warum sich Menschen auf Reisen anders verhalten als im Alltag
Hochschule
Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes  (Fakultät Wirtschaftswissenschaften)
Note
1,3
Autor
Paul Schäfer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
19
Katalognummer
V915609
ISBN (eBook)
9783346235046
ISBN (Buch)
9783346235053
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Devianz deviantes Verhalten Abweichendes Verhalten Verhaltensforschung Reise tourismus tourist Soziologie Bedürfnisse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Paul Schäfer (Autor:in), 2018, Abweichendes Verhalten im Tourismus. Warum sich Menschen auf Reisen anders verhalten als im Alltag, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/915609
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Leseprobe aus  19  Seiten
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