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Projektunterricht: Eine umfassende Betrachtung

Title: Projektunterricht: Eine umfassende Betrachtung

Presentation (Elaboration) , 2001 , 26 Pages , Grade: 1

Autor:in: Matthias Altmannsberger (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Summary Excerpt Details

Projekte sind im Berufsleben allgegenwärtig: So spricht man zum Beispiel von industriellen Forschungsprojekten, von öffentlichen Bauprojekten oder Finanzprojekten.
Auch im privaten Bereich werden Projekte durchgeführt. In Projekten wird geplant, vorgeschlagen, beraten, Ziele werden angegangen und zu Ende gebracht.
Seit den 80er Jahren hat die Projektidee ein Comeback auch in der Schule erlebt.
Im neuen Lehrplan für die Grundschulen ist das Projekt ein verpflichtender Baustein für jede Jahrgangsstufe.
Wie sieht nun die Theorie aus, auf die sich die Projektidee beruft?
Dies soll im Folgenden erläutert werden. Nach einer Begriffsklärung und der historischen Entwicklung folgt die Begründung des Projektunterrichts. Welche Ziele dabei erreicht werden sollen, wird daraufhin geklärt. Um eine praktische Umsetzung zu ermöglichen, sind dabei Voraussetzungen ausschlaggebend, welche zusammen mit den verschiedenen Projektphasen nach Frey aufgezeigt werden. Vorteile und Grenzen des Projektunterrichts schließen die Arbeit ab.

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Inhaltsverzeichnis

1 Vorbemerkung

2 Begriffsklärung

2.1 Begriffsklärung anhand der Schritte und Merkmale eines Projekts (GUDJONS)

2.2 Weitere Begriffsklärungen

2.3 Bandbreite des Begriffs „Projekt“ (WELLENHOFER)

3 Historische Entwicklung des Projektunterrichts

3.1 Pragmatismus in den USA

3.2 Vorbilder und Vorgänger in Deutschland

3.3 Nachkriegszeit bis heute

4 Begründung für den Projektunterricht (GUDJONS/BÖNSCH)

4.1 Bildungspolitische Begründung

4.2 Psychologische Begründung

4.3 Pädagogische Begründung

4.4 Sozialisationstheoretische/grundschulpädagogische/gesellschafltiche Begründung

5 Ziele und pädagogische Intentionen des Projektunterrichts (GERR)

6 Voraussetzungen für die Verwirklichung des Projektunterrichts

6.1 Organisatorische (äußere) Voraussetzungen

6.2 Personale (innere) Voraussetzungen

7 Projektphasen (FREY)

8 Vorteile des Projektunterrichts gegenüber dem Lehrgang

9 Probleme und Grenzen des Projektunterrichts

10 Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch und umfassend mit dem Projektunterricht als pädagogisches Konzept auseinander. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen, die historische Entwicklung sowie die praktischen Voraussetzungen und Grenzen dieses Unterrichtsmodells im schulischen Kontext – insbesondere mit Fokus auf die Grundschule – zu beleuchten und einzuordnen.

  • Theoretische Fundierung und Begriffsbestimmung von Projektunterricht
  • Historische Herleitung über den Pragmatismus und die deutsche Reformpädagogik
  • Begründungszusammenhänge (bildungspolitisch, psychologisch, pädagogisch)
  • Praktische Umsetzung in Phasen sowie organisatorische und personale Voraussetzungen

Auszug aus dem Buch

2.1 Begriffsklärung anhand der Schritte und Merkmale eines Projekts (GUDJONS)

„Projektunterricht ist nicht an die exakte Einhaltung aller 10 Merkmale gebunden, aber umgekehrt kann ein Unterricht, in welchem sich diese Merkmale gar nicht finden, nicht Projektunterricht genannt werden.“ (GUDJONS)

Schritt 1: Eine für den Erwerb von Erfahrungen geeignete, problemhaltige Sachlage auswählen.

Merkmal 1: Situationsbezug und Lebensweltorientierung

• Der Sachverhalt sollte aus dem direkten Erfahrungsbereich der Schülerinnen und Schüler stammen (tatsächliche, erfahrbare, aktuelle Situation).

• Der Gegenstand der Projektarbeit sind Aufgaben oder Probleme, die sich aus dem Leben ergeben und sind nicht an Fachwissenschaften gebunden.

• Hoher Stellenwert praktischer Arbeit und sinnlicher Erfahrung.

• Grundsätzlich kann jeder Gegenstand Ausgangspunkt eines Projekts werden.

Merkmal 2: Orientierung an den Interessen der Beteiligten

• Das Wecken von Interessen der Schülerinnen und Schüler ist der erste Schritt.

• Der Inhalt des Projekts soll sich an Erfahrungen, Interessen und der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler orientieren.

• Offenheit für im Verlauf des Projekts neu entstandene Interessen.

Merkmal 3: Gesellschaftliche Praxisrelevanz

• Forderung nach gesellschaftlicher Relevanz des Unterrichtsgeschehens: Orientierung an den Problemen der Lebenswirklichkeit, Relevanz für das künftige Leben der Schülerinnen und Schüler, Auswirkungen auf das alltägliche Leben.

• Der Projektunterricht darf nicht der völligen Beliebigkeit oder Zufälligkeit verfallen.

• Stärkt den gesellschaftlichen Bezug schulischen Lernens.

• Ergebnisse sollen der Öffentlichkeit präsentiert werden. Kenntnisnahme, Beurteilung und Kritik von anderen Personen.

• Vermeiden bloßer Bastelarbeit und Freizeitbeschäftigung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorbemerkung: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwärtigkeit von Projekten in der Gesellschaft und ihr Comeback in der Schule seit den 80er Jahren.

2 Begriffsklärung: Dieses Kapitel erörtert die etymologische Herkunft des Begriffs und die Schwierigkeit einer präzisen pädagogischen Definition, wobei Merkmalskataloge als Lösung herangezogen werden.

3 Historische Entwicklung des Projektunterrichts: Hier wird der Ursprung der Projektarbeit in der Architektur bis hin zur Übertragung auf die amerikanische Schule durch Dewey und Kilpatrick sowie deutsche Vorbilder dargestellt.

4 Begründung für den Projektunterricht (GUDJONS/BÖNSCH): Das Kapitel liefert eine mehrdimensionale Begründung des Konzepts aus bildungspolitischer, psychologischer, pädagogischer und gesellschaftlicher Perspektive.

5 Ziele und pädagogische Intentionen des Projektunterrichts (GERR): Es wird analysiert, wie Projektunterricht durch die Förderung von politischem Lernen, Sozialkompetenz und Kreativität zum Erziehungsauftrag der Schule beiträgt.

6 Voraussetzungen für die Verwirklichung des Projektunterrichts: Dieses Kapitel benennt die notwendigen organisatorischen Rahmenbedingungen der Schule sowie die erforderlichen personalen Kompetenzen bei Lehrkräften und Schülern.

7 Projektphasen (FREY): Hier wird der methodische Ablauf eines Projekts in fünf Phasen von der Initiative bis zum Abschluss strukturiert dargelegt.

8 Vorteile des Projektunterrichts gegenüber dem Lehrgang: Das Kapitel kontrastiert den Projektunterricht mit traditionellen Unterrichtsformen und hebt den Gewinn an Partizipation und Handlungsorientierung hervor.

9 Probleme und Grenzen des Projektunterrichts: Eine kritische Bestandsaufnahme der Herausforderungen für Schüler, Lehrkräfte, Lehrplanvorgaben und der Leistungsbewertung.

10 Schlussbemerkung: Das Fazit plädiert für einen komplementären Einsatz von Projektunterricht und Lehrgang, um Schule lebensnäher zu gestalten.

Schlüsselwörter

Projektunterricht, Projektmethode, Handlungsorientierung, Dewey, Kilpatrick, Lebensweltorientierung, Projektphasen, Interdisziplinarität, Selbsttätigkeit, Soziales Lernen, Reformpädagogik, Schüleraktivierung, Demokratieerziehung, Projektplanung, Lehrgang

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Projektunterricht als pädagogische Unterrichtsform, deren Theorie, Geschichte und praktischer Umsetzung im schulischen Alltag.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zu den Schwerpunkten zählen die begriffliche Klärung, die historische Entwicklung in den USA und Deutschland, die wissenschaftliche Begründung, die notwendigen Voraussetzungen sowie Chancen und Grenzen des Konzepts.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den theoretischen und methodischen Rahmen des Projektunterrichts fundiert aufzubereiten und seine Rolle als wertvolle Ergänzung zum lehrgangsorientierten Unterricht aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender pädagogischer Konzepte (u.a. Gudjons, Frey, Dewey) und verbindet diese mit bildungspolitischen Vorgaben, etwa aus bayerischen Lehrplänen.

Was behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Herleitung, eine systematische Begründungslehre, die Darstellung der methodischen Phasen nach Frey sowie eine kritische Abwägung von Chancen und Schwierigkeiten bei der praktischen Anwendung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Handlungsorientierung, Lebensweltorientierung, Interdisziplinarität, Selbsttätigkeit und das Spannungsfeld zwischen Projektunterricht und lehrgangsorientiertem Unterricht.

Warum ist der Begriff „Projekt“ im pädagogischen Kontext laut Autor schwer zu definieren?

Der Autor verweist darauf, dass Uneinigkeit über die genaue Unterrichtsform herrscht und Begriffe wie Projektunterricht, Projektmethode und Projekt von verschiedenen Theoretikern unterschiedlich akzentuiert werden.

Welche Rolle spielt die Lehrkraft im Projektunterricht?

Die Rolle der Lehrkraft wandelt sich grundlegend: Sie tritt aus der dominanten Position zurück und agiert als Moderatorin, Beraterin, Helferin und Koordinatorin, um die Schülerinnen und Schüler zu selbstständigem Arbeiten zu befähigen.

Excerpt out of 26 pages  - scroll top

Details

Title
Projektunterricht: Eine umfassende Betrachtung
College
University of Regensburg  (Philosophische Fakultät II - Grundschulpädagogik)
Grade
1
Author
Matthias Altmannsberger (Author)
Publication Year
2001
Pages
26
Catalog Number
V9158
ISBN (eBook)
9783638159326
ISBN (Book)
9783638640879
Language
German
Tags
Projektunterricht Betrachtung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Altmannsberger (Author), 2001, Projektunterricht: Eine umfassende Betrachtung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9158
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