Die Armee der Schleswig-Holsteinischen Erhebung von 1848-51 hätte nicht erfolgreich ihre Feldzüge führen können ohne die Beteiligung der ausländischen Offiziere und Truppenteile. Durch die fähigen Truppenteile den Krieg zu gewinnen, war durchaus möglich, wurde aber von den preußischen Oberkommandieren, die nur zögerlich und aus außenpolitischen Rücksichten handelten, vereitelt. In dieser Arbeit will ich diese zentralen Personen der ausländischen Offiziere, die meist aus Preußen bestanden analysieren. Ich werde hier ihren persönlichen Charakter, insofern er das Kriegsgeschehen beeinflusste, ihre markanten Handlungen und Unterlassungen, die den Handlungslauf des Krieges bestimmten, untersuchen. Weiter werde ich auch auf verschiedene Truppenteile wie der Freikorps eingehen. Ich will hiermit der Fragestellung nachgehen welche konkrete Rolle die ausländischen Offiziere auf beiden Seiten hatten.
Auch werde ich die bedeutendsten ausländischen Offiziere der dänischen Armee hier genauer untersuchen, wobei die meist aus Norwegen stammenden Offiziere wesentlich den Kriegsverlauf mitbestimmten und ein Großteil der führenden Offiziere im dänischen Heer eben auch von Ausländern besetzt war.
Im folgenden untersuche ich anhand der Darstellungen wichtiger Persönlichkeiten, die für den Verlauf des Krieges von Bedeutung sind, die Frage nach der Rolle des Einzelnen und dessen Verantwortlichkeit für das damalige Zeitgeschehen als einzelne handelnde, entscheidende Person. Besonders im Kriege kann hier veranschaulicht werden, inwiefern die Fähigkeit oder das Auftreten eine einzelnen Persönlichkeit entscheidend das Zeitgeschehen beeinflussen und mitbestimmen kann. Besonders hier kann verdeutlicht werden, dass es mehr der einzelne General im Zuge seiner Truppen und den Erwägungen und Spielräume die er seitens seiner Regierung innehat, für die Geschehnisse verantwortlich sind, als irgendwelche tiefgründigen Prozesse. Der entscheidende General ist genau ein Teil des ganzen Geschichtsprozesses. Aber es in dem Moment wo eine wichtige Entscheidung zu treffen ist, die jeweiligen Umstände in dem sich der General gerade befindet, oder sei es auch ein Staatsmann.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Ausländische Offiziere
- Die nationale Herkunft und Dienstrang
- Besetzung des Oberkommandos der Schleswig-Holsteinischen Armee
- Behandlung und Ansehen der preußischen Soldaten in Schleswig-Holstein
- Oberkommandierende und andere Offiziere der Schleswig-Holsteinischen Armee
- Oberkommandierende der Schleswig-Holsteinischen Armee
- General Eduard von Bonin
- Carl Heinrich von Delius. Generalstabschef u. Hauptmann
- Oberst Freiherr v. d. Tann aus Bayern und die Freikorps
- Generalleutnant Karl Wilhelm von Willisen
- Oberkommandierende der Bundestruppen
- Friedrich Heinrich Ernst von Wrangel
- Karl Ludwig Ernst von Prittwitz
- Hardesvogt v. Krogh
- Oberkommandierende der dänischen Armee
- Frederik Adolf Schleppegrell
- Christian Julius de Meza
- Olaf Rye
- Hans Helgesen
- Die Rolle bedeutender Kontingente ausländischer Truppen im Krieg
- Probleme der Schleswig-Holsteinischen Armee
- Das Verhältnis der preußischen Offiziere zu den schleswig-holsteinischen Offizieren
- Tabellen
- Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert die Rolle der ausländischen Offiziere in der Schleswig-Holsteinischen Erhebung von 1848-1851. Der Fokus liegt auf der Analyse der individuellen Charaktere, Handlungen und Unterlassungen dieser Offiziere, insbesondere der Preußen, und deren Einfluss auf den Kriegsverlauf. Die Arbeit untersucht auch die Bedeutung der verschiedenen Truppenteile, wie der Freikorps, und beleuchtet die Frage nach der konkreten Rolle der ausländischen Offiziere auf beiden Seiten des Konflikts.
- Die Bedeutung der ausländischen Offiziere, insbesondere der Preußen, für die Schleswig-Holsteinische Armee.
- Die Rolle der ausländischen Offiziere in der dänischen Armee, insbesondere der Offiziere aus Norwegen.
- Das Verhältnis zwischen den ausländischen Offizieren und ihren einheimischen Vorgesetzten und Untergebenen.
- Die Probleme einer mehrsprachigen und multinationalen Armee während der Erhebung.
- Der Einfluss einzelner Offiziere auf den Verlauf des Krieges und das Schicksal Schleswig-Holsteins.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Bedeutung der ausländischen Offiziere für den Erfolg der Schleswig-Holsteinischen Armee heraus und erläutert die Ziele und den Fokus der Arbeit. Es wird darauf hingewiesen, dass die preußischen Oberkommandierenden aufgrund außenpolitischer Rücksichten zögerlich handelten und so den Krieg nicht optimal führen konnten.
Kapitel 1.1 untersucht die Herkunft und den Dienstrang der ausländischen Offiziere in der Schleswig-Holsteinischen Armee. Es zeigt sich, dass die meisten ausländischen Offiziere aus Preußen stammten, aber auch Offiziere aus anderen deutschen Staaten wie Oldenburg, Hessen, Sachsen-Weimar, Schwarzburg-Rudolstadt und Hannover vertreten waren. Die Arbeit beschreibt die Dominanz der Preußen in den mittleren Offiziersrängen und ihre Rolle in der Infanterie.
Kapitel 1.2 beschäftigt sich mit der nationalen Herkunft und dem Dienstrang des schleswig-holsteinischen Offizierskorps und zeigt die Dominanz der Schleswig-Holsteiner in den höchsten Rängen und die dominierende Rolle der Preußen in den mittleren Rängen auf.
Kapitel 2 befasst sich mit den Oberkommandierenden der Schleswig-Holsteinischen Armee, wobei die Arbeit auf die Persönlichkeiten von General Eduard von Bonin, Carl Heinrich von Delius, Oberst Freiherr v. d. Tann, Generalleutnant Karl Wilhelm von Willisen und den Oberkommandierenden der Bundestruppen, Friedrich Heinrich Ernst von Wrangel, Karl Ludwig Ernst von Prittwitz und Hardesvogt v. Krogh, eingeht.
Kapitel 3 beleuchtet die Oberkommandierenden der dänischen Armee, Frederik Adolf Schleppegrell, Christian Julius de Meza, Olaf Rye und Hans Helgesen.
Kapitel 4 geht auf die Rolle wichtiger ausländischer Truppenteile im Krieg ein.
Kapitel 5 behandelt die Probleme der Schleswig-Holsteinischen Armee, insbesondere das Verhältnis zwischen preußischen und schleswig-holsteinischen Offizieren.
Schlüsselwörter
Schleswig-Holsteinische Erhebung, 1848-1851, Ausländische Offiziere, Preußen, Dänische Armee, Norwegen, Freikorps, Oberkommando, Krieg, Verhältnis, Probleme, Truppenteile, Geschichte, Personen, Handlungen, Entscheidung, Einfluss, Kriegserfolg.
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielten ausländische Offiziere in der Schleswig-Holsteinischen Erhebung?
Sie waren entscheidend für die Führung der Feldzüge. Ohne die Beteiligung ausländischer Fachkräfte, insbesondere aus Preußen, wäre die Armee kaum handlungsfähig gewesen.
Warum handelten die preußischen Oberkommandierenden zögerlich?
Ihr Handeln war stark von außenpolitischen Rücksichten Preußens geprägt, was oft im Widerspruch zu den militärischen Notwendigkeiten der Erhebung stand.
Wer waren bedeutende ausländische Offiziere auf dänischer Seite?
Auf dänischer Seite spielten vor allem norwegische Offiziere wie Olaf Rye und Frederik Adolf Schleppegrell eine maßgebliche Rolle im Kriegsverlauf.
Welche Probleme gab es innerhalb der Schleswig-Holsteinischen Armee?
Ein zentrales Problem war das oft gespannte Verhältnis zwischen den preußischen Offizieren und den einheimischen schleswig-holsteinischen Kräften.
Was sagt die Arbeit über die Rolle des Einzelnen in der Geschichte aus?
Sie betont, dass oft die Fähigkeiten, das Auftreten und die individuellen Entscheidungen einzelner Generäle das Zeitgeschehen stärker beeinflussen als tiefgründige soziale Prozesse.
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- Hilthart Pedersen (Author), 2005, Die Bedeutung der ausländischen Offiziere in der Schleswig-Holsteinischen und der Dänischen Armee, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91606