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Der lippische Wahlkampf 1933. Nationalsozialistische Propaganda in Lippe

Titel: Der lippische Wahlkampf 1933. Nationalsozialistische Propaganda in Lippe

Hausarbeit , 2019 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geschichte Europas - Zeitalter Weltkriege
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob und inwiefern die nationalsozialistische Propaganda im lippischen Wahlkampf den regionalen Gegebenheiten angepasst wurde. Wurden regionale Probleme in der Propaganda thematisiert? Inwiefern wurde die nationalsozialistische Ideologie in der Propaganda zum Thema? Gab es besondere Personen, gegen die Propaganda betrieben wurde?

Um diese Fragen weiter zu erörtern, wird zunächst näher auf die Richtlinien und Themen der NS-Propaganda in Lippe eingegangen. Hierzu zählen der Kampf gegen den Marxismus und das System Drake sowie die Erläuterung und Bekräftigung der NS-Politik.

Obwohl die Landtagswahl in Lippe am 15. Januar 1933 eher unbedeutend für die gesamtdeutsche Politik war, wurde sie von den Nationalsozialisten als "Schicksalswahl" betrachtet. Da die NSDAP am Ende des Jahres 1932 mit einigen innerparteilichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, wie dem Ergebnis der Reichstagswahl am 6. November 1932, dem Rücktritt Gregor Strassers, Reichsorganisationsleiter und Führer des linken Flügels der NSDAP sowie mit finanziellen Schwierigkeiten, wurde die Wahl in Lippe als Angelpunkt der politischen Zukunft der Partei angesehen. Sie sollte zeigen, ob und inwiefern sich die Rückläufigkeit der NS-Bewegung fortsetzt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Themen und Richtlinien der NS-Propaganda in Lippe

3 Propaganda durch Wahlplakate

3.1 Plakat Hermannsland

3.2 Plakat Dörentrup

4 Propaganda mit den Reden

4.1 Das Thema Lippe in den Reden

4.2 Propaganda mit der Person Hitler

5 Propaganda mit dem „Lippischen Kurier“

5.1 Aufgabengebiete

5.2 Der ‚Fall‘ Felix Fechenbach

6 Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwieweit die nationalsozialistische Propaganda anlässlich der Landtagswahl in Lippe am 15. Januar 1933 an regionale Gegebenheiten angepasst wurde und wie ideologische Zielsetzungen durch verschiedene Medien vermittelt wurden.

  • Analyse der zentralen Propagandathemen (Kampf gegen Marxismus und das System Drake)
  • Untersuchung der Plakatpropaganda und deren historischer Symbolik
  • Bewertung der Rolle von Massenveranstaltungen und der Person Adolf Hitlers
  • Untersuchung der propagandistischen Nutzung der regionalen Presse ("Lippischer Kurier")
  • Analyse der gezielten Diffamierung politischer Gegner am Beispiel von Heinrich Drake und Felix Fechenbach

Auszug aus dem Buch

3.1 Plakat Hermannsland

Im Lippischen Wahlkampf wurde vor allem Propaganda mit der Figur ‚Hermann der Cherusker‘, dem Symbol des Lipperlandes, betrieben.

Der Oberbefehlshaber der römischen Truppen, Quinctilius Varus, sollte im Jahre 9 n. Chr. im Auftrag des römischen Kaisers Augustus das östliche Gebiet des Rheins auf seine Zukunft als Provinz Germania vorbereiten. Durch eine List wurde Varus mit seinen Legionen von den Germanen unter der Führung des Cheruskerfürsten Arminius, im Deutschen fälschlicherweise mit ‚Hermann‘ übersetzt, in einen Hinterhalt gelockt und daraufhin vernichtend geschlagen. Das östliche Gebiet des Rheins wurde in den folgenden Jahrhunderten zu Germanien und stand nicht mehr unter römischer Herrschaft. Die Schlacht wurde als Varusschlacht oder auch als Schlacht im Teutoburger Wald bekannt.

Durch die Errichtung des Hermannsdenkmals auf der Grotenburg bei Detmold im Teutoburger Wald durch Ernst von Bandel, wurde die Varusschlacht und die Gestalt des Cheruskerfürsten erstmals mit dem Land Lippe als ‚Hermannsland‘ in Verbindung gebracht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit verortet die Landtagswahl in Lippe 1933 als strategisch bedeutenden Testlauf für die NSDAP und definiert die Forschungsfrage nach der regionalen Anpassung der NS-Propaganda.

2 Themen und Richtlinien der NS-Propaganda in Lippe: Dieses Kapitel erläutert die zentralen, strategisch festgelegten Propagandaziele, insbesondere den Kampf gegen den Marxismus und das politische System um Heinrich Drake.

3 Propaganda durch Wahlplakate: Es wird analysiert, wie die NSDAP durch die Nutzung regionaler Symbole wie dem Hermannsdenkmal und durch die Diffamierung lokaler Projekte eine visuelle Abgrenzung zum politischen Gegner schuf.

4 Propaganda mit den Reden: Das Kapitel untersucht die Nutzung von Massenveranstaltungen und die spezifische Inszenierung Adolf Hitlers, um die Bedeutung des lippischen Wahlkampfes für die gesamte Partei zu unterstreichen.

5 Propaganda mit dem „Lippischen Kurier“: Hier wird die Rolle der Parteipresse bei der Eigenwerbung sowie der gezielten Diskreditierung politischer Gegner, insbesondere Felix Fechenbachs, aufgezeigt.

6 Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass die NS-Propaganda in Lippe primär reichspolitische Ziele verfolgte und lokale Gegebenheiten instrumentalisiert wurden, wobei Heinrich Drake und Felix Fechenbach als zentrale Feindbilder dienten.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, NSDAP, Lippe, Landtagswahl 1933, Propaganda, Wahlkampf, Hermannsdenkmal, Heinrich Drake, Felix Fechenbach, Antisemitismus, Marxismus, Pressepropaganda, Massenveranstaltungen, Adolf Hitler, Politische Kommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die Wahlkampfstrategien und Propagandamaßnahmen der NSDAP im Vorfeld der lippischen Landtagswahl im Januar 1933.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind der ideologische Kampf gegen den Marxismus, die Diffamierung des amtierenden Systems Drake sowie die Heroisierung Adolf Hitlers und lokaler germanischer Symbole.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Untersuchung zielt darauf ab, zu klären, ob und inwiefern die nationalsozialistische Propaganda gezielt an die regionalen Gegebenheiten in Lippe angepasst wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine medienhistorische Analyse, die auf der Auswertung zeitgenössischer Propagandamittel, Presseveröffentlichungen und politischer Reden basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert drei Säulen der Propaganda: Wahlplakate mit ihrer Symbolik, massenwirksame Reden mit Fokus auf Hitler sowie die Rolle der NS-Parteipresse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Wichtige Begriffe sind NS-Propaganda, lippischer Wahlkampf, Hermannsland, System Drake, Antisemitismus und politische Diffamierung.

Warum wurde dem "Lippischen Kurier" im Rahmen der Untersuchung eine eigene Rolle zugewiesen?

Der Kurier diente als zentrales Instrument für Eigenpropaganda, Abwehr gegnerischer Berichterstattung und als Plattform für gezielte Angriffe gegen politische Akteure wie Felix Fechenbach.

Welche besondere Rolle spielte der "Fall Felix Fechenbach" in der Propaganda?

Fechenbach wurde durch seine jüdische Herkunft und seine Tätigkeit als Redakteur gezielt instrumentalisiert, um antisemitische Ressentiments zu schüren und die SPD in Misskredit zu bringen.

Inwiefern unterschied sich die Plakatpropaganda von der Rhetorik in den Reden?

Während die Plakate verstärkt auf regionale Identität (Hermannsland) und lokale politische Themen setzten, konzentrierten sich die Reden meist auf die übergeordnete Reichspolitik und die Person Hitler.

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Details

Titel
Der lippische Wahlkampf 1933. Nationalsozialistische Propaganda in Lippe
Hochschule
Universität Münster
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
17
Katalognummer
V916113
ISBN (eBook)
9783346225504
ISBN (Buch)
9783346225511
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wahlkampf nationalsozialistische propaganda lippe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Der lippische Wahlkampf 1933. Nationalsozialistische Propaganda in Lippe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/916113
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Leseprobe aus  17  Seiten
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