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Die Widersprüchlichkeit in der Person des Galilei - Eine Interpretation zu Brechts 'Leben des Galilei'

Titre: Die Widersprüchlichkeit in der Person des Galilei - Eine Interpretation zu Brechts 'Leben des Galilei'

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 1998 , 28 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Mag. Alfons Wrann (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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Résumé Extrait Résumé des informations

Ist Galilei ein Held der Wissenschaft oder hat er sich an ihr vergangen? Ehrlich gesagt, nachdem ich mit den Vorbereitungen zu dieser Arbeit begonnen hatte, war ich mir selbst nicht mehr ganz sicher, denn Brecht hatte es fast geschafft, mein traditionelles, legendenhaftes Bild des Physikers auf den Kopf zu stellen. Durch sorgfältige Untersuchung des Textes und der Sekundärliteratur bin ich jedoch auf Ungereimtheiten gestoßen, die sich nicht nur auf die Person des Galilei beziehen, sondern auch auf das Stück selbst sowie die Intentionen seines Autors. Ein großer Abschnitt dieser Arbeit ist auch den drei verschiedenen Fassungen gewidmet, was meiner Meinung nach wichtig ist, um die Widersprüchlichkeiten des Stückes, aber auch die Grundidee Brechts, die dahinter steckt, zu verstehen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1 Allgemeine Bemerkungen zum Stück

1.1 Die drei Fassungen

1.2 Bauart und Charakter des Stückes

1.2.1 Zweifeln - Sehen - Vernunft

1.2.2 Aristotelisches Theater?

2 Zu Brechts Intentionen

3 Widersprüchlichkeiten?

3.1 Der Mensch und der Wissenschafter

3.2 Verantwortung vor der Wissenschaft

3.3 Verantwortung in sozialer Hinsicht

3.4 Die Widersprüchlichkeit des Autors bzw. seines Stückes

Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Widersprüchlichkeiten in Bertolt Brechts Drama "Leben des Galilei" sowie die Intentionen des Autors, wobei insbesondere der Wandel zwischen den verschiedenen Fassungen des Werkes unter dem Eindruck der wissenschaftlichen Fortschritte des 20. Jahrhunderts analysiert wird.

  • Die drei Fassungsstufen von Brechts "Leben des Galilei"
  • Wissenschaftsverständnis und das Ethos des Wissenschafters
  • Die Darstellung von Galilei als historischer Figur und fiktionalem Charakter
  • Verantwortung der Wissenschaft vor der Gesellschaft
  • Epische vs. aristotelische Elemente in der Dramaturgie

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Mensch und der Wissenschafter

Galilei wird am Anfang als Mensch präsentiert, der belehrend aber nicht autoritär, gelehrt aber im Zivilleben eher ungeschickt und voll Enthusiasmus für seine Wissenschaft bzw. seine Hypothesen ist. Dies alles gibt ihm vorerst eine sympathische Note, die vielleicht auch dafür mitverantwortlich ist, dass das Stück von vielen eher traditionell eingestuft wird. Als Wissenschafter verfolgt Galilei bis zu seinem erstmaligen Schweigen stur seinen Hypothesen und lässt sich auch von den Zweifeln anderer nicht aus dem Konzept bringen.

Nur in der 3. Szene wird kurz davon gesprochen, dass Galilei in Padua und Pisa geduldig das Ptolemäische System gelehrt hat, obwohl er es für falsch gehalten hat (116). Dies erweist sich allerdings deswegen nicht als Widerspruch, da Galilei selbst behauptet, es gelehrt zu haben, da er „nichts beweisen konnte” (116). Problem macht ihm jedoch das Geld. Einerseits benötigt er es für seine Forschung und deren Beweise, so dass ihm für das tägliche Leben nicht mehr viel übrig bleibt: „Dazu, daß man es begreift und kaufe die teuren Bücher, statt den Milchmann zu bezahlen” (100), andererseits pflegt er einen aufwendigen Lebensstil, den er nicht aufgeben möchte: „Und dann, ich kaufe gerne Bücher, nicht nur über Physik, und ich esse gern anständig” (114) oder: „Und ich will die Fleischtöpfe” (118).

Er sucht um 1000 Skudi für seine Arbeit an der Universität an, da Mathematik jedoch als brot-lose Kunst eingestuft wird, kann ihm diese Erhöhung nicht gewährt werden (vgl. 104). Der Privatunterricht brächte ihm zwar vielleicht das Auskommen, doch bliebe ihm keine Zeit für die Forschung. Ein Teufelskreis?

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Der Autor erläutert seine kritische Auseinandersetzung mit dem traditionellen Bild des Physikers Galilei und die Bedeutung der verschiedenen Fassungen für das Verständnis des Stücks.

1 Allgemeine Bemerkungen zum Stück: Dieses Kapitel konzentriert sich auf die Relevanz der drei Fassungen und analysiert die inhaltliche Struktur des Dramas, die sich von Brechts übrigen Werken unterscheidet.

2 Zu Brechts Intentionen: Hier wird untersucht, wie die historischen Ereignisse, insbesondere die Spaltung des Urankerns, Brechts Sicht auf den Galileistoff und die Verantwortung der Wissenschaft beeinflussten.

3 Widersprüchlichkeiten?: Dieser Hauptteil analysiert kritisch die Person Galilei, die Absichten des Autors und die Diskrepanz zwischen der historischen Figur und der Darstellung im Stück.

Schluss: Der Autor resümiert, dass Galilei im Stück eine zu hohe Eigenverantwortung zugemessen wird und schlägt vor, die Verantwortung der Wissenschaft stärker in den Kontext der heutigen Zeit zu setzen.

Schlüsselwörter

Leben des Galilei, Bertolt Brecht, Wissenschaftsethik, Verantwortung, Atombombe, Dialektik, Fassungen, Historisches Drama, Erkenntnistheorie, Wissenschaft, Vernunft, Gesellschaft, Widerruf, Fortschritt, Forschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Widersprüchlichkeiten in Brechts "Leben des Galilei" und der Frage, wie der Autor die Verantwortung des Wissenschaftlers darstellt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die ethische Verantwortung der Naturwissenschaften, der Einfluss gesellschaftlicher Machtverhältnisse auf die Forschung und der Wandel von Galileis Charakter in den verschiedenen Textfassungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den "Widerspruch in der Person des Galilei" aufzudecken und zu hinterfragen, ob die Schuld am Missbrauch wissenschaftlicher Erkenntnisse tatsächlich allein beim Wissenschaftler liegt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine detaillierte Textanalyse der drei Fassungen von "Leben des Galilei" sowie auf die Auswertung einschlägiger Sekundärliteratur zur Brecht-Forschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die menschlichen Komponenten Galileis, seine Rolle als Wissenschaftler, seine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft sowie die Intentionen des Autors Brecht eingehend diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Verantwortung, Wissenschaftsethik, Dialektik, Atomzeitalter, Widerruf und die kritische Analyse der Brechtschen Fassungspolitik.

Wie unterscheidet sich die dänische Fassung von der Berliner Fassung?

Während in der frühen Fassung Galilei eher als ein den Machtverhältnissen trotzender Kämpfer erscheint, wird er in der späteren Fassung nach dem Abwurf der Atombombe als Verräter an der Menschheit gezeichnet.

Wie bewertet der Autor die Schlussfolgerung von Brecht?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Brechts Vorwurf gegen Galilei historisch problematisch ist und die Rolle von externem Machtdruck durch die Obrigkeit unterschätzt.

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Résumé des informations

Titre
Die Widersprüchlichkeit in der Person des Galilei - Eine Interpretation zu Brechts 'Leben des Galilei'
Université
University of Music and Dramatic Arts Graz  (Institut für Germanistik)
Cours
Bertolt Brecht
Note
1,0
Auteur
Mag. Alfons Wrann (Auteur)
Année de publication
1998
Pages
28
N° de catalogue
V91666
ISBN (ebook)
9783638046428
ISBN (Livre)
9783638941716
Langue
allemand
mots-clé
Widersprüchlichkeit Person Galilei Eine Interpretation Brechts Leben Galilei Bertolt Brecht Germanistik Literaturwissenschaften Neuere deutsche Literatur
Sécurité des produits
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Citation du texte
Mag. Alfons Wrann (Auteur), 1998, Die Widersprüchlichkeit in der Person des Galilei - Eine Interpretation zu Brechts 'Leben des Galilei', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91666
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Extrait de  28  pages
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