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Einordnung und Besonderheiten in "Städte für Menschen" von Jan Gehl

Titel: Einordnung und Besonderheiten in "Städte für Menschen" von Jan Gehl

Hausarbeit , 2018 , 8 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Marie Schönert (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit soll einen kleinen Einblick in das Werk "Städte für Menschen" von Jan Gehl geben und Besonderheiten aufzeigen. Zunächst wird das Werk kurz in den zeitlichen Kontext eingeordnet, daraufhin folgt die inhaltliche Vorstellung des Buches und abschließend eine Zusammenfassung der Ergebnisse.

Der dänische Architekt und Stadtplaner Jan Gehl beobachtet die Entwicklungen von Städten auf der ganzen Welt schon seit über 50 Jahren und schätzt die Veränderungen problematisch ein. Seine Kritik bezieht sich vor allem auf die Gestaltung des öffentlichen Raums, welcher erheblichen Einfluss auf das menschliche Verhalten hat. Dieser Zusammenhang zwischen der gebauten Umgebung und dem Verhalten der Bevölkerung untersucht Jan Gehl mit seinem Unternehmen Gehl Architects bereits seit vielen Jahren.

Städte für Menschen können nur entstehen, wenn das menschliche Maß bei der Planung im Vordergrund steht. Dazu zählt vor allem, dass die Bedürfnisse der Fußgänger und Fahrradfahrer an erster Stelle stehen und somit die allgemeine Lebensqualität in Städten zu erhöhen. Der öffentliche Raum hat für Jan Gehl eine besondere Bedeutung, denn er soll vor allem als Bühne für Aktivitäten und zum Austausch untereinander genutzt werden. Besonders die Gestaltung von schnell wachsenden Metropolen sieht der Architekt dabei als große Herausforderung an.

Die Frage seiner Frau "Warum kümmern sich die Architekten so wenig um die Menschen?" prägte seine planerischen Ansichten erneut. Seither gilt er als Vertreter für menschenfreundliche Städte, dazu zählt auch die Abschaffung von autogerechten Städten. Zu seinen Zielen gehört die Umgestaltung von Städten zu menschengerechten und lebenswerten Orten, dazu steht er Metropolen wie zum Beispiel New York als Berater zur Seite.

Er definiert sein Ziel wie folgt: Eine Stadt sollte vier Kriterien besitzen dazu zählen die Lebendigkeit, Sicherheit, Nachhaltigkeit und die Gesundheit. Jan Gehl fasste seine Visionen und Ziele im Kampf um menschenfreundliche Städte in seinem Buch "Städte für Menschen" zusammen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zeitgeschichtliche Einordnung

3. Buchbesprechung

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit den städtebaulichen Visionen von Jan Gehl auseinander, wie sie in seinem Werk "Städte für Menschen" dargelegt werden, und untersucht, wie eine menschengerechte Gestaltung des öffentlichen Raums zur Lebensqualität und Nachhaltigkeit in Metropolen beitragen kann.

  • Kritik an der autogerechten Stadtplanung
  • Bedeutung des menschlichen Maßstabs in der Architektur
  • Förderung nachhaltiger Mobilitätskonzepte
  • Soziale Interaktion und Aufenthaltsqualität im Stadtraum
  • Herausforderungen für schnell wachsende Metropolen

Auszug aus dem Buch

Sinneswahrnehmungen und Größenordnung

„Sinneswahrnehmungen und Größenordnung“ lautet der Titel des zweiten Kapitels, die beiden Begriffe spielen eine bedeutende Rolle wenn es um die Planung von menschenfreundlichen Städten geht. Die Beziehung zwischen diesen beiden Aspekten und der Kommunikation wird auch als soziales Gesichtsfeld beschrieben. In Bezug auf die Planung des öffentlichen Raums sind zwei bedeutende Distanzen nennenswert. Zum einen kann das menschliche Auge keine Person in Bewegung wahrnehmen welche sich weiter als 100 Meter entfernt befindet und zum anderen ist der Mensch in der Lage den Gesichtsausdruck und die damit verbundenen Emotionen von anderen Personen wahrzunehmen welche nicht weiter als 25 Meter von ihm entfernt sind. Es wird auch zwischen der Fortbewegungsgeschwindigkeit unterschieden, zum einen die der Fußgänger (fünf km/h) und die der Autofahrer (60 km/h). Diese Unterscheidung ist notwendig, für die Stadtstruktur. Für Fußgänger sind kleine Details viel besser zu erkennen als für Autofahrer, die mit zunehmender Geschwindigkeit diese nicht mehr wahrnehmen können.

Eine autogerechte Stadt ist demnach geprägt durch große Räume und Straßen, in denen der Fußgänger aufgrund der Detaillosigkeit von Gebäuden die Stadt als „ermüdend“ (vgl. GEHL 2018, 63) wahrnehmen. Die genannten Unterschiede lassen sich anhand von Abbildung 1 gut erkennen. Zum einen eine kleine Gasse mit vielen versteckten Details für das „Naherlebnis“ und zum anderen eine kahle Fassade zur besseren Überschaubarkeit für Autofahrer. Für Stadtplaner für die das menschliche Maß im Vordergrund steht, ist bei der Planung die Sicht der Bewohner auf die Stadt besonders wichtig. Nur so ist es möglich, dass ein Stadterlebnis zustande kommt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die städtebauliche Kritik von Jan Gehl ein und skizziert das Ziel, die Besonderheiten seines Werkes „Städte für Menschen“ zu beleuchten.

2. Zeitgeschichtliche Einordnung: Dieses Kapitel verortet das Fachbuch im Kontext der modernen Stadtgestaltung und beleuchtet die historische Abkehr vom menschlichen Maßstab zugunsten der autogerechten Stadt.

3. Buchbesprechung: In diesem zentralen Teil werden die sechs Kapitel des Werkes analysiert, wobei Schwerpunkte wie das menschliche Maß, Sinneswahrnehmungen, soziale Lebensqualität und die Herausforderungen wachsender Metropolen im Fokus stehen.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die menschenfreundliche Gestaltung des öffentlichen Raums ein kostengünstiger und effektiver Weg zu mehr Lebensqualität und Nachhaltigkeit ist.

Schlüsselwörter

Jan Gehl, Städte für Menschen, Stadtgestaltung, öffentlicher Raum, menschengerechte Stadt, autogerechte Stadt, Fußgänger, Fahrradfahrer, Lebensqualität, Stadtplanung, menschliches Maß, nachhaltige Mobilität, Metropolen, Urbanität, Stadtumbau.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Besprechung des Fachbuchs „Städte für Menschen“ des dänischen Architekten Jan Gehl.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Gestaltung des öffentlichen Raums, die Kritik an autogerechten Städten und die Bedeutung des menschlichen Maßstabs für die urbane Lebensqualität.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, einen Einblick in die Visionen von Jan Gehl zu geben und aufzuzeigen, wie Städte lebenswerter und menschenfreundlicher gestaltet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine fachliterarische Analyse und Buchbesprechung, ergänzt durch die Auswertung von Fallbeispielen aus der Stadtplanung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die zeitgeschichtliche Einordnung und eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Inhalten des Buches, insbesondere zu den Themen Wahrnehmung, Stadtplanung und Mobilität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Stadtgestaltung, Lebensqualität, nachhaltige Mobilität, menschliches Maß und öffentlicher Raum charakterisiert.

Warum spielt die Fortbewegungsgeschwindigkeit eine Rolle für die Planung?

Die Geschwindigkeit beeinflusst laut Gehl die visuelle Wahrnehmung; während Fußgänger Details in einer Stadt erfassen können, benötigen Autofahrer überschaubare, weniger detaillierte Räume, was zu einer unterschiedlichen Stadtstruktur führt.

Welche Bedeutung hat das „menschliche Maß“?

Es bildet das Fundament für eine lebenswerte Stadt, in der Architektur und öffentlicher Raum auf die Bedürfnisse von Fußgängern statt auf die Erfordernisse des Automobilverkehrs ausgerichtet sind.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Einordnung und Besonderheiten in "Städte für Menschen" von Jan Gehl
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Note
1,3
Autor
Marie Schönert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
8
Katalognummer
V916924
ISBN (eBook)
9783346239556
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einordnung besonderheiten städte menschen gehl
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marie Schönert (Autor:in), 2018, Einordnung und Besonderheiten in "Städte für Menschen" von Jan Gehl, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/916924
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  8  Seiten
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