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Der Einsatz moderner Medien zur Beendigung von Arbeitsverhältnissen

Titel: Der Einsatz moderner Medien zur Beendigung von Arbeitsverhältnissen

Hausarbeit , 2018 , 21 Seiten , Note: 1,00

Autor:in: Katharina Feigl (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / Arbeitsrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wurden die unterschiedlichen Wege für die Beendigung von Arbeitsverhältnissen unter Einsatz der modernen Medien analysiert. In der Arbeit wird daher die Beendigung des Arbeitsverhältnisses über WhatsApp, per SMS und per E-Mail untersucht. Zudem wurden die unterschiedlichen Beendigungsarten sowie allenfalls zu beachtende Fristen und Termine in Österreich erläutert werden.

Weiters wurde auch gezeigt, welch praktische Bedeutung Sondergesetze und Kollektivvertragsregelungen für Arbeitsverhältnisse und die Beendigung dieser haben können. Weiters wird darauf eingegangen, welche Ansprüche ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen bei rechtswidriger beziehungsweise verschuldeter Beendigung haben können. Der Sinn dieser Arbeit ist es daher, ein allgemeines Verständnis über die Beendigung von Arbeitsverhältnissen sowie den österreichischen Instanzenzug zu gewinnen und auf die Gefahr des Einsatzes moderner Medien für die Beendigung von Arbeitsverhältnissen hinzuweisen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fall 1 – 9 ObA 110/15i: Kündigung per WhatsApp

2.1 Der Sachverhalt

2.2 Der Instanzenzug

2.3 Der rechtliche Hintergrund

2.4 Die Argumentation des OGH

2.5 Die Folgen der OGH Entscheidung

2.6 Weitere Anmerkungen zu dem Fall

3. Fall 2 – 9 ObA 96/07v: Beendigungserklärung per SMS

3.1 Der Sachverhalt

3.2 Der Instanzenzug

3.3 Der rechtliche Hintergrund

3.4 Die Argumentation des OGH

3.5 Die Folgen der OGH Entscheidung

4. Fall 3 – 8 ObA 64/14s: Austritt per E-Mail

4.1 Der Sachverhalt

4.2 Der Instanzenzug

4.3 Der rechtliche Hintergrund

4.4 Die Argumentation des OGH

4.5 Die Folgen der OGH Entscheidung

5. Conclusio

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die rechtliche Zulässigkeit der Beendigung von Arbeitsverhältnissen unter Verwendung moderner Kommunikationsmittel, insbesondere durch WhatsApp, SMS und E-Mail, wobei der Schwerpunkt auf den strengen Anforderungen an das Schriftlichkeitsgebot liegt.

  • Analyse der Rechtmäßigkeit digitaler Kündigungs- und Austrittserklärungen.
  • Untersuchung der Bedeutung des Schriftlichkeitsgebots (§ 886 ABGB) für Arbeitsverhältnisse.
  • Darstellung spezifischer OGH-Entscheidungen zu digitalen Beendigungsformen.
  • Bewertung von Risiken und praktischen Folgen bei Nichteinhaltung formaler Kündigungsvoraussetzungen.
  • Ausblick auf datenschutzrechtliche Aspekte (DSGVO) bei der beruflichen Nutzung von Messengerdiensten.

Auszug aus dem Buch

2.4 Die Argumentation des OGH

Prinzipiell gilt bei Kündigungen Formfreiheit – das heißt, im Allgemeinen muss eine Kündigung nicht schriftlich erfolgen, sondern könnte auch mündlich ausgesprochen werden oder sich aus einer konkludenten Handlung ergeben. Für den Erklärungsempfänger muss jedoch klar erkennbar sein, dass der Arbeitsvertrag einseitig beendet worden ist (Eichinger et al. 2018, 145). § 15 Z. 2 im Kollektivvertrag für die Zahnarztangestellten Österreichs sieht jedoch vor, dass Kündigungen schriftlich erfolgen müssen, da sie sonst rechtsunwirksam sind. Da der Kollektivvertrag für die Angestellten eine bessere, günstigere Regelung trifft, als es das Gesetz vorsieht, ist die Schriftformerfordernis für Kündigungen auf alle Arbeitsverhältnisse anzuwenden, die diesem Kollektivvertrag unterliegen (Eichinger et al. 2018, 195). Demzufolge musste auch die Arbeitgeberin die Schriftformerfordernis bei der Kündigung der Arbeitnehmerin beachten.

Der normative Teil eines Kollektivvertrages muss so ausgelegt werden, dass es dem Willen der Abschlussparteien des Kollektivvertrags entspricht. Dabei ist davon auszugehen, dass die Vertragsparteien vernünftige, zweckentsprechende und praktisch durchführbare Regelungen zum Ausgleich der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerinteressen treffen. Nach § 886 Satz 1 ABGB kommen Verträge, für die das Schriftlichkeitsgebot gilt, durch Unterschrift der Parteien zustande. Diese Bestimmung ist auch analog auf einseitige Willenserklärungen – wie die Kündigung – anzuwenden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, moderne Medien zur Beendigung von Arbeitsverhältnissen zu nutzen, und erläutert den Aufbau der Untersuchung sowie die Zielsetzung, ein tieferes Verständnis für den österreichischen Instanzenzug in diesen Fällen zu gewinnen.

2. Fall 1 – 9 ObA 110/15i: Kündigung per WhatsApp: Dieses Kapitel analysiert ein OGH-Urteil, in dem die Übermittlung einer Kündigung als Foto per WhatsApp aufgrund des im Kollektivvertrag verankerten Schriftformgebots als unwirksam eingestuft wurde.

3. Fall 2 – 9 ObA 96/07v: Beendigungserklärung per SMS: Der Autor untersucht die Kündigung eines Lehrverhältnisses per SMS und verdeutlicht, warum diese Form den rechtlichen Anforderungen an die Schriftlichkeit und den Übereilungsschutz nicht genügt.

4. Fall 3 – 8 ObA 64/14s: Austritt per E-Mail: Hier wird ein Fall beleuchtet, in dem ein Austritt per E-Mail zunächst als unwirksam angesehen wurde, wobei die spätere Nachholung der formgerechten Erklärung in Verbindung mit dem Verhalten der Parteien juristisch bewertet wird.

5. Conclusio: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, dass moderne Medien für Beendigungserklärungen bei bestehendem Schriftformgebot kritisch sind, da die Gerichte strenge Maßstäbe hinsichtlich Beweissicherung und Übereilungsschutz anlegen.

Schlüsselwörter

Arbeitsrecht, Kündigung, Austritt, Schriftlichkeitsgebot, OGH, WhatsApp, SMS, E-Mail, Lehrverhältnis, Übereilungsschutz, Beendigungserklärung, DSGVO, Beweissicherung, Angestelltengesetz, Kollektivvertrag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die rechtliche Zulässigkeit, Arbeitsverhältnisse über moderne digitale Kommunikationsmittel wie WhatsApp, SMS oder E-Mail einseitig zu beenden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind das Schriftlichkeitsgebot gemäß § 886 ABGB, der Übereilungsschutz für Arbeitnehmer sowie die Beweissicherung bei digitalen Erklärungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen digitale Beendigungserklärungen rechtswirksam sind und welche Gefahren sich durch die Nichtbeachtung gesetzlicher oder kollektivvertraglicher Formvorschriften ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer rechtlichen Analyse einschlägiger OGH-Entscheidungen sowie der Auswertung von Fachliteratur zum Arbeits- und Sozialrecht.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert drei spezifische Fallbeispiele (Kündigung per WhatsApp, Kündigung per SMS, Austritt per E-Mail), wobei jeweils der Sachverhalt, der Instanzenzug, der rechtliche Hintergrund und die Argumentation des OGH dargelegt werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Schriftformerfordernis, Rechtsunwirksamkeit, Kündigungsentschädigung, Bestandschutz und DSGVO.

Warum wurde die Kündigung per WhatsApp im ersten Fall als unwirksam erachtet?

Da der Kollektivvertrag ein Schriftformgebot vorsah, genügte ein Foto der Kündigung per WhatsApp nicht den Anforderungen, da die physische Prüfung des Dokuments nicht gewährleistet war.

Welche Rolle spielt der Datenschutz (DSGVO) bei der beruflichen WhatsApp-Nutzung?

Die berufliche Nutzung von WhatsApp ist problematisch, da die App auf alle Adressbuchkontakte zugreift, was ohne explizite Einwilligung gegen Art. 4 und Art. 5 der DSGVO verstoßen kann.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Einsatz moderner Medien zur Beendigung von Arbeitsverhältnissen
Hochschule
Fachhochschule Wiener Neustadt
Note
1,00
Autor
Katharina Feigl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
21
Katalognummer
V916989
ISBN (eBook)
9783346235756
ISBN (Buch)
9783346235763
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einsatz medien beendigung arbeitsverhältnissen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Feigl (Autor:in), 2018, Der Einsatz moderner Medien zur Beendigung von Arbeitsverhältnissen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/916989
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Leseprobe aus  21  Seiten
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