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Erziehungsnotstand? Veränderte Erziehungsaufgaben und –methoden und der Beitrag sozialer Arbeit

Title: Erziehungsnotstand? Veränderte Erziehungsaufgaben und –methoden und der Beitrag sozialer Arbeit

Diploma Thesis , 2005 , 80 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Dipl. Sozialpädagogin Sandra Heiligers (Author)

Social Work
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1. EINLEITUNG

Erziehung ist notwendig, um Kindern zu helfen, kompetente, bewusst handelnde Menschen zu werden, die ihrerseits einen festen Platz in unserem komplexen Gesellschaftssystem einnehmen können. Erzieherisches Handeln soll Kinder gemäß ihren Fähigkeiten fordern und fördern...

Denn momentan wird mehr und mehr ein Notstand deklariert, der Eltern als „Erziehungskatastrophe“1 und unsere Kinder als „kleine Tyrannen“ darstellt, die sich von niemandem mehr etwas sagen lassen. Der gesellschaftliche Aufschrei scheint immer größer zu werden: Eltern beklagen sich über ihre aggressiven, verhaltensauffälligen Kinder und kommerzielle Fernsehsendungen überfallen uns mit der „Super Nanny“ und den „Supermamas“ und neuerdings auch mit „dem großen Erziehungstest“, der das verbreitete Wissen über die Kindererziehung auf den Prüfstand stellt.

Doch was hat es wirklich auf sich mit dem „Erziehungsnotstand“? Was ist los mit den Kindern von heute? Sind sie wirklich nicht mehr gesellschaftsfähig? Haben sie kein Benehmen und kommen schon aggressiv zur Welt? Oder sind es vielleicht die Eltern, die ihre Kinder nicht mehr lieben und die Schuld tragen am randalierenden Verhalten ihrer Kinder?

Ich glaube keine dieser Fragen ließe sich in der Form so einfach beantworten, da eine Interpretation im Sinne von Ursache und Wirkung in unserer komplexen Welt
nicht ausreichend ist. Ich glaube auch, dass eine Schuldfrage an dieser Stelle unangebracht ist, sondern dass zur Beantwortung dieser Fragen der Fokus auf die Veränderungen im Gesellschaftssystem und die Beziehungen zwischen den Menschen gelegt werden muss. Die Menschen sind abhängig von den Überzeugungen unserer Kultur und unterliegen dem ständigen Druck mithalten zu müssen...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entwicklung und Funktion der modernen Familie

2.1 Ein historischer Abriss - vom „großen Haus“ zur bürgerlichen Kleinfamilie

2.2 Definition von „Familie“

2.3 Pluralisierung der Lebensformen

2.4 Leistungen und Funktionen der modernen Familie

2.4.1 Familie als soziales System

2.4.2 Die Familie als Sozialisierungsinstanz

2.4.3 Reproduktionsfunktion der Familie

2.4.4 Fazit

3. Familiale Rollen

3.1 Zum Verständnis des Begriffs „soziale Rolle“

3.2 Rollenwandel

3.2.1 Veränderungen in der Rolle der Frau

3.2.2 Veränderungen in der Rolle des Vaters

3.2.3 Veränderte Funktion von Kindern

4. Gesellschaftliche Entwicklungen und die Auswirkungen auf die Erziehung

4.1 Individualisierung und Wertewandel

4.2 Äußere und innere Einflüsse auf das Familiensystem

4.2.1 Ökonomische Situation als äußerer Einflussfaktor auf Familien

4.2.2 Zur Gestaltung der Paarbeziehung innerhalb der Familie

4.3 Erziehungsziele

4.4 Auswirkungen auf das elterliche Erziehungsverhalten

5. Erziehungsstile im Vergleich

5.1 Autoritärer Erziehungsstil

5.2 Permissiver Erziehungsstil

5.3 Vernachlässigender und überbehütender Erziehungsstil

5.4 Autoritativer Erziehungsstil

5.5 Erziehungsstile und kindliche Verhaltensprobleme

6. Beiträge der sozialen Arbeit – zwei ausgewählte Modelle

6.1 „Starke Eltern – Starke Kinder“

6.1.1 Inhalt und Ziel des Elternkurses

6.1.2 Praktische Umsetzung des Elternkurses

6.2. „Elterliche Präsenz“ als systemisches Konzept

6.2.1 Was meint der Ansatz der elterlichen Präsenz?

6.2.2 „Wir sind hier!“, „Wir werden dich nicht aufgeben!“

6.3 Fazit

7. Resümee

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die aktuelle gesellschaftliche Diskussion um den sogenannten „Erziehungsnotstand“ zu klären, indem sie die tiefgreifenden Veränderungen im Familiensystem sowie in Erziehungszielen und -methoden analysiert und daraus Handlungsmöglichkeiten für die Soziale Arbeit ableitet.

  • Historischer Wandel der Familienstrukturen
  • Veränderung familialer Rollenfunktionen
  • Einfluss gesellschaftlicher Prozesse auf die Kindererziehung
  • Vergleich verschiedener Erziehungsstile
  • Systemische Ansätze und praktische Modelle der Sozialen Arbeit

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Familie als soziales System

Betrachtet man Familie aus systemtheoretischer Sicht kann man sie auch als soziales System beschreiben. Soziale Systeme sind Kommunikationssysteme, die ausschließlich über Kommunikation ihre Beziehungen untereinander aufrechterhalten. So finden auch Vorgänge und Entscheidungen im System Familie nur über den Austausch von Informationen statt, wodurch sie Grenzen zu anderen Systemen ziehen können.

Familie als soziales System wird insofern auf zwei Ebenen behandelbar:

1. In welchem Verhältnis steht das System Familie zur Umwelt?

und

2. Wie verhalten sich die familiären Subsysteme (z.B. Elternsubsystem) untereinander?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Debatte über den sogenannten Erziehungsnotstand ein und erläutert das Ziel der Arbeit, die Hintergründe dieser Diskussion zu beleuchten und Handlungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit aufzuzeigen.

2. Entwicklung und Funktion der modernen Familie: Dieses Kapitel betrachtet den historischen Wandel von der vorindustriellen Familie hin zur modernen Familienstruktur sowie die zentralen Leistungen wie Sozialisation und Reproduktion.

3. Familiale Rollen: Hier wird der Rollenwandel einzelner Familienmitglieder untersucht und analysiert, wie sich die Erwartungen an Mutter-, Vater- und Kinderrolle verändert haben.

4. Gesellschaftliche Entwicklungen und die Auswirkungen auf die Erziehung: Das Kapitel thematisiert, wie Individualisierung und Wertewandel das Familiensystem beeinflussen und welche Auswirkungen ökonomische Faktoren sowie die Gestaltung der Paarbeziehung auf die Erziehung haben.

5. Erziehungsstile im Vergleich: Dieser Abschnitt vergleicht verschiedene Erziehungsstile, von autoritär bis autoritativ, und untersucht deren jeweilige Auswirkungen auf die Entwicklung und Verhaltensprobleme von Kindern.

6. Beiträge der sozialen Arbeit – zwei ausgewählte Modelle: Es werden zwei konkrete Modelle vorgestellt – „Starke Eltern – Starke Kinder“ und das systemische Konzept der „elterlichen Präsenz“ –, um Eltern in ihrer Erziehungskompetenz zu unterstützen.

7. Resümee: Das Schlusswort fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit unterstützender Angebote der Sozialen Arbeit, um Eltern in einer komplexen Gesellschaft zu stärken.

Schlüsselwörter

Erziehung, Erziehungsnotstand, Familie, Sozialisation, Rollenwandel, Individualisierung, Wertewandel, Erziehungsstile, Soziale Arbeit, Elternkurs, Elterliche Präsenz, Systemtheorie, Familiensystem, Kindesentwicklung, Eltern-Kind-Beziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der kritischen Auseinandersetzung des aktuellen gesellschaftlichen Diskurses über einen vermeintlichen Erziehungsnotstand und untersucht die zugrunde liegenden Veränderungen in Erziehungsaufgaben und -methoden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen den Strukturwandel der modernen Familie, den Rollenwandel innerhalb des Familiensystems, gesellschaftliche Einflüsse wie Individualisierung sowie den Vergleich verschiedener Erziehungsstile.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Ursachen der sogenannten Erziehungskatastrophe nachzugehen und aufzuzeigen, wie die Soziale Arbeit Eltern unterstützen kann, um eine kompetente und elterliche Präsenz im Erziehungsalltag wiederherzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit soziologischen und systemtheoretischen Ansätzen sowie einer Analyse verschiedener Erziehungsmodelle und der aktuellen Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Familienentwicklung, familiale Rollen, gesellschaftliche Auswirkungen auf die Erziehung, den Vergleich von Erziehungsstilen sowie die Vorstellung von Modellen der Sozialen Arbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe sind Erziehung, Familie, Individualisierung, Rollenwandel, Erziehungsstile, Soziale Arbeit, systemisches Konzept und elterliche Präsenz.

Was zeichnet den „autoritativen Erziehungsstil“ aus?

Nach Hurrelmann ist dieser Stil durch eine zurückhaltende, umsichtige Ausübung elterlicher Autorität gekennzeichnet, bei der die Bedürfnisse des Kindes im Sinne einer partnerschaftlichen Beziehung einbezogen werden.

Was ist das Konzept der „Elterlichen Präsenz“ nach Haim Omer?

Es handelt sich um ein systemisches Elterncoaching, das darauf abzielt, dass Eltern in ohnmächtigen oder konfliktbeladenen Situationen ihre reale Präsenz und elterliche Stimme durch konstruktive, gewaltfreie Maßnahmen zurückgewinnen.

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Details

Title
Erziehungsnotstand? Veränderte Erziehungsaufgaben und –methoden und der Beitrag sozialer Arbeit
College
University of Applied Sciences North Rhine-Westphalia Aachen
Grade
1,7
Author
Dipl. Sozialpädagogin Sandra Heiligers (Author)
Publication Year
2005
Pages
80
Catalog Number
V91700
ISBN (eBook)
9783638049238
Language
German
Tags
Erziehungsnotstand Veränderte Erziehungsaufgaben Beitrag Arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Sozialpädagogin Sandra Heiligers (Author), 2005, Erziehungsnotstand? Veränderte Erziehungsaufgaben und –methoden und der Beitrag sozialer Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91700
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